Niere muss entfernt werden

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  • Hallo ihr lieben!
    Sohnemann (7) bekommt nun seine Niere raus. Er hatte viele Probleme und nun nach etlichen Untersuchungen kam raus, eine Niere ist nicht funktionsfähig.
    Der Arzt sprach davon, sie durch den Bauchnabel rauszunehmen.
    Hat irgendjemand Erfahrungen mit Kindern, denen eine Niere entnommen wurde und wie es dem auf Dauer körperlich ergeht? Die andere Niere arbeitet einwandfrei.
    Trotzdem habe ich sehr viel Angst vor dieser OP und was danach ist.
    Ich hoffe, jemand kann mir einiges erzählen,
    da erst nächste Woche das Arztgespräch ist :thanks:

  • Erfahrungen habe ich selbst nicht. Falls hier sonst auch niemand, guck`doch vielleicht mal hier zum Beispiel:


    https://www.rehakids.de/phpBB2/ftopic104231.html


    Alles Gute und toitoitoi für Euch.

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Ich wünsche dir viel viel Kraft.


    In meinem familiären Umfeld ist niemand betroffen, aber ich kann dir Positives von einem mittlerweile erwachsenen jungen Mann berichten. Ihm, einem guten Sportler, musste eine Niere im Alter von zwölf Jahren entnommen werden. Damals hieß es, dass dieses Alter problematischer sei als bei jüngeren Kids oder älteren Menschen.
    Nach einem halben Jahr kam er in meine damalige Trainingsgruppe zurück und hat wieder mit leichtem Sport begonnen und sich bald in die Mannschaft zurück trainiert. Vier Jahre später ist er als einer der jüngsten Spieler mit ärztlicher Sondererlaubnis in eine halbprofessionelle Herrenmannschaft gewechselt. Mit 18 war er dann professionell als Spieler in der ersten Liga aktiv. Wer es nicht wusste, dem ist die "fehlende" Niere nicht aufgefallen. Er hat seinen Leistungssport gemacht, seine Ausbildung parallel mit Bravour bestanden und ist jetzt Vater zweier süßer, absolut gesunder Kinder.
    Um seine besondere Situation wissend, ist er allerdings immer sehr bewusst mit sich und seinem Körper umgegangen. Hat sich zB nie "besoffen" (sondern Alkohol mitfeiernd in Maßen genossen), geregelt Arztbesuche absolviert und immer eine Wasserflasche in der Hand (was jetzt nicht zwingend ist, sondern nur der Ausdruck dessen, dass er achtsam mit sich ist).


    Seine Frau hat erst sehr spät von seiner Nieren-OP erfahren. Als sie ihn fragte, warum er denn das nicht erzählt habe, hat er sie erstaunt angeguckt und gesagt. Das ist doch nicht wichtig. Die wichtigen Dinge von mir weisst du ...


    Darüber könnte man sicherlich streiten. Aber er empfindet es so und fühlt sich in keinerlei Hinsicht beeinträchtigt. Für ihn ist alles gut.


    Sicherlich muss es nicht so gut kommen. Aber es kann. Und es ist - was ich allerdings nur von Dritten höre - oft so der Fall. Und deinem Knaben kannst du vielleicht sagen, dass er jetzt auf dem Weg zum späteren Bundespräsidenten ist ... FW lebt, wie man hört, unproblematisch mit seiner einen Niere und ist bestimmt nicht jemand, der einen belastungsfreien Job hat ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Hallo,
    ich lebe seit 25 Jahren mit nur einer Niere...mir geht es blendend.


    Die Niere musste entfernt werden, da ich eine Nierenarterienverengung mit anschließender Aussackung hatte. War lebensgefährlich. Nachdem das Gefäß ganz zu ging wurde die Niere entfernt, ich hatte extrem hohen Blutdruck.


    Bei mir war es ein großer Bauchschnitt. Nach 2 Wochen bin ich wieder ganz normal in die Arbeit gegangen.


    Also, Kopf hoch! Ja, für so einen Wurm ist die OP nicht schön. Aber mit einer Niere lebt es sich genauso gut.
    Viel Glück und Daumendrück!
    Lotta

    edit: Rechtschreibfehler gefunden und korrigiert


    Nur wer einen Schatten hat, steht auf der Sonnenseite des Lebens!

  • Viel kann ich nicht sagen.....


    Ein Nachbarmädchen von früher (also aus meiner Kindheit) hat eine Niere raus bekommen (aber mit großem Schnitt und Narbe). Aber nachdem alles verheilt war, hatte sie keine Probleme mehr und ist jetzt auch selber Mutter von zwei Kindern.


    Ich drücke Euch auf jeden Fall die Daumen und wünsche alles Gute

  • Durch den Bauchnabel ist absolut minimal invasiv und eine wirklich gute Methode, die ohne grosse Narben und Wundheilung'sstörungen einher geht. Eine fehlende Niere ist im Normalfall erstmal kein Problem und wenn er nicht absolut ungesund lebt, sind keine größeren Probleme zu erwarten. Aber wie in jedem Fall kann es zu Problemen kommen, das ist leider nicht vorhersehbar. In den meisten Fällen (wie so oft in der Medizin kann man sich nur so vage ausdrücken) verkraften es vorallem kleine Patienten recht gut und der Körper gewöhnt sich auch schnell an die neue Situation. Meine Oma hat auch nur noch eine Niere und bis auf die regelmäßig wichtigen Kontrollen merkt sie keinen Unterschied!


    Ich wünsche euch alles Gute, viel Kraft und starke Nerven!

  • Meiner Mama musste in jungen Jahren eine Niere entnommen werden. Die andere Niere hat die Funktion vollständig übernommen. Bei Harnwegsinfektionen muss sie sehr aufpassen, es muss regelmäßig kontrolliert werden, sonst gibt kaum Probleme.


    Mir selbst wurden mit 3 Jahren die Harnleiter verlegt, da ich ebenfalls fortlaufend unter Nierenbeckenentzündungen litt. Mir geht es soweit auch gut, nur nach der Schwangerschaft hatte ich Probleme.