Lungenentzündung

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  • So, nachdem ich mich bereits gefreut habe, dass wir den ganzen Winter ohne eine einzige Krankheit überstanden haben, kommt die niederschmetternde Diagnose - Lungenentzündung! Und dazu auch noch Bindehautentzündung und Mittelohrentzündung.
    Und das alles vor dem Hintergrund, dass ich seit einer Woche einen neuen Job habe und gerade in der Probezeit bin.


    Seit Samstag kränkelt er bereits und es wurde immer schlimmer, dann war ich vorgestern mit ihm beim KA - abgehört, Rachenabstrich gemacht - Diagnose: eine starke Erkältung, Antibiotika nicht nötig. Fieber 38,8. Viel trinken, lüften, das Übliche.
    Gestern kam dann die Bindehautentzündung dazu. Husten wurde ein wenig schlimmer. Und heute ruft meine Mutter an und meint sie geht nochmal mit ihm zum Arzt, da jetzt auch die Ohrenschmerzen dazu kamen.
    Und heute lautet die Diagnose nur nach Abhören - Lungenentzündung!
    Haben ein Antibiotikum verschrieben bekommen für eine Woche. Heute Abend Fieber nur 37,6, Ohrenschmerzen weg, Augen kleben nicht mehr, sind nur noch rot. Ich hoffe es geht ihm bald besser.


    Nun zu den Fragen:
    - kann es sein dass es vorgestern nur eine Erkältung war und heute die Lungenentzündung? Oder hat die Ärztin Mist gemacht?
    - gehört bei einer Lungenentzündung nicht unbedingt noch ein Röntgenbild dazu und die Blutabnahme? Er hat nur abgehört wie meine Mutter sagt.
    - sollte eine Lungenentzündung bei Vorschulkindern nicht immer stationär behandelt werden?
    - was kann man noch gegen Husten tun außer schleimlösende Mittel?
    - wie lange dauert es bis es auskuriert ist, und wie lange muss ein Kind sich anschließend noch schonen? Gerade wenn man meine Probezeit bedenkt... ich bin verzweifelt und könnte heulen. Habe auch geheult heute schon.
    - ist es ansteckend? Er umarmt, küsst mich und hockt auf mir ununterbrochen!


    Das Lesen im Internet war nicht sehr ermutigend - überall steht es ist eine super ernste lebensbedrohliche Krankheit und kann bis zu 3 Monaten dauern...

  • hm, also Lungenentzündung würde ich auch nicht auf die leichte Schulter nehmen......zb. viele alte Leute sterben daran......
    ich hatte das mit Tochter2 auch mal, das das von heute auf morgen ging und sie dann eine Lungenentzündung hatte.....schonen, nicht schwer heben, ausruhen......Was hat denn der KiA gesagt?
    ich weiß nur, dass man den Verdacht auf Lungenentzündung beim Kind anhand der Nasenatmung feststellen kann, die Nasenflügel flattern dann extrem - so wurde es mir mal gesagt.


    ich selber hatte auch schon eine Lungenentzündung und wäre beinahe abgenippelt, weil ich eben auch fast nicht rechtzeitig zum Arzt bin. Ich habe dann auch ein Antibiotikum bekommen


    Wenn ich google bemühe, dann steht dort, dass Lungenentzündung ansteckend sein KANN. Sie wird durch Tröpfcheninfektion über die Atemwege weiter gereicht....also wäre ich da auch vorsichtig


    Gute Besserung :daumen

    Einmal editiert, zuletzt von Kopf-Salat ()

  • Eines meiner Kinder hatte zweimal Lungenentzündung = Krankenhaus, Antibiotika, Atemübungen als es besser wurde. Es hing nur noch rum wie ein nasser Waschlappen, hustete bis zum Erbrechen und hat hoch gefiebert. Aber am dritten Tag im Krankenhaus ging es schon wieder aufwärt.


    Ich selber habe in den vergangenen Jahren zweimal die Intensivstation mit meiner Anwesenheit beehrt - auch Lungenentzüngung. Und mir ging es wie Kopf-Salat, es hätte nicht viel gefehlt und ich wäre über den Jordan gegangen.


    Ein deutliches Zeichen ist übrigens Luftmangel. Ich hatte am Nachmittag den Notarzt da, weil ich immer weniger Luft bekam. Der Typ horchte mich ab und meinte, die Luge wäre frei und ich solle mich nicht so anstellen. Er wäre selber erkältet und hätte nun meinetwegen raus müssen. Was für ein Depp. Wenn er krank ist, soll er keinen Notdienst machen. In der Nacht bekam ich nicht mal mehr im Liegen ausreichend Luft. Wieder Notarzt, diesmal eine ältere, erfahrene Ärztin die mich nur ansah und sofort die richtige Diagnose stellte, mich mit einer Infusion versorgte und den Krankenwagen rief.


    Pass gut auf dein Kind auf oder sag es der Oma. Wenn Luftmangel auftritt, würde ich das Kind auf jeden Fall ins Krankenhaus geben. Wie alt ist der Kleine denn?


    Ich wünsche ihm eine schnelle Besserung und vielleicht wird es ja nicht ganz so schlimm.

  • Junior hatte während der KiGa-Zeit 3 mal eine Lungenentzündung und war nie im KH sondern immer zu Hause. Und man braucht nicht unbedingt einen Röntgen-Torax um eine Lungenentzündung zu diagnostizieren.


    Da Junior Asthmatiker ist haben wir immer a) Notfallzäpfen mit nach Hause bekommen b) ein Leihinhaliergerät mit dem er 3 - 4 mal pro Tag inhalieren musste und c) bekam er ein Antibiotikum.

  • Erstmal Gute Besserung!


    Wie machst du das denn nun mit Arbeit?


    Erfahrung mit Lungenentzündung habe ich direkt nicht. Ende Letzten Jahres war ich bei meiner Freundin zu Besuch. Die Kinder spielten und alles war gut. Ihre Tochter hatte etwas husten.


    Zwei Tage später schrieb sie mir das an dem selben Abend Ohrenschmerzen dazu kamen und sie nochmal beim KiA waren. Dieser diagnostizierte dann eine kalte Lungenentzündung. Hätten wir alle nie gedacht, zumal die Kleine ja fit war. Weder schlapp noch sonst was. Zumindest war sie noch über eine Woche zu Hause bevor sie wieder in die Kita durfte.

  • Ui .. :-(


    Das ist krass..
    Gute Besserung erstmal..


    Seltsam, mein Sohn war auch dauer erkältet und hat wegen der Mittelohrentzündung
    Antibiotika genommen.
    Letzten Samstag war die Flasche leer, und seit Sonntag fieberte er bis zu 40 bis Donnerstag.
    Sonst keine weiteren Symptome.
    Donnerstag war dieses 3 Tage Fieber vorbei& seit heut hat er überall am Körper Pocken.


    Wollt das morgen auch nochmal checken, was das nun ist& hoffe nur Fieberbläschen?



    So schnell kann eine Lungenentzündung kommen?

  • @ Emiha Das wird wohl das Drei Tage Fieber gewesen sein .


    @Nemisis. Dein Arzt hat richtig gehandelt. Eine Lungenentzündung kann sich aus einem viralen Infekt ergeben, wenn sich Bakterien darauf legen. Antibiotika helfen nur gegen bakterielle Infektionen , daher ist es richtig nicht schon bei einem normalen Husten ein Antibiotikum zu verschrieben. Eine Röntgenaufnahme braucht man für die Diagnose nicht zwingend, eine Blutabnahme wäre wünschenswert, macht aber kaum ein Arzt. Gute Ärzte können das tatsächlich beim Abhören der Lunge erkennen.


    Solange die Kinder noch viel husten, einigermaßen fit sind und das Fieber sich in Grenzen hält kann man ruhig etwas zuwarten. Nach einer Lungenentzündung sollte man sich gut auskurieren. Meine Tochter bekam drei Wochen Sportverbot und ich kann nach jeder Antibiotika Gabe nur empfehlen den Darm mit Probiotika wieder aufzubauen.

  • Hm, welche Probiotica sollte man denn am besten nehmen? Symbioflor?


    Zur Arbeit gehe ich weiterhin, meine Mutter sitzt mit dem Kleinen. Ich könnte echt kotzen.

  • kann es sein dass es vorgestern nur eine Erkältung war und heute die Lungenentzündung? Oder hat die Ärztin Mist gemacht?
    Der Übergang ist schleichend


    - gehört bei einer Lungenentzündung nicht unbedingt noch ein Röntgenbild dazu und die Blutabnahme? Er hat nur abgehört wie meine Mutter sagt.
    Nein, wozu? Ein guter Arzt kann das auch so hören!


    - sollte eine Lungenentzündung bei Vorschulkindern nicht immer stationär behandelt werden?
    Nein, bei Kindern ist eine Lungenentzündung im Verlauf oft milder als bei Erwachsenen und nichts Lebensbedrohliches


    - was kann man noch gegen Husten tun außer schleimlösende Mittel?
    Inhalieren mit dem Paryboy - Kochsalzlösung - wenn bronchien verengt Sabutamol aufschreiben lassen aber nicht überdosieren


    - wie lange dauert es bis es auskuriert ist, und wie lange muss ein Kind sich anschließend noch schonen? Gerade wenn man meine Probezeit bedenkt... ich bin verzweifelt und könnte heulen. Habe auch geheult heute schon.
    Zwei oder drei Wochen sollte es schon daheim bleiben ... das wird im Einzelfall der Arzt entscheiden


    - ist es ansteckend? Er umarmt, küsst mich und hockt auf mir ununterbrochen!
    Keinesfalls - es sind entweder Viren, dann hilft auch kein Antibiotika und der eine bekommt nen Schnupfen und ein weiterer eine Lungenentzündung oder aber Bakterien (das weiß man eigentlich nur, wenn der Auswurf untersucht wird) und dann hilft ein Antibiotikum ....

  • kann es sein dass es vorgestern nur eine Erkältung war und heute die Lungenentzündung? Oder hat die Ärztin Mist gemacht?
    Der Übergang ist schleichend


    - gehört bei einer Lungenentzündung nicht unbedingt noch ein Röntgenbild dazu und die Blutabnahme? Er hat nur abgehört wie meine Mutter sagt.
    Nein, wozu? Ein guter Arzt kann das auch so hören!


    - sollte eine Lungenentzündung bei Vorschulkindern nicht immer stationär behandelt werden?
    Nein, bei Kindern ist eine Lungenentzündung im Verlauf oft milder als bei Erwachsenen und nichts Lebensbedrohliches


    - was kann man noch gegen Husten tun außer schleimlösende Mittel?
    Inhalieren mit dem Paryboy - Kochsalzlösung - wenn bronchien verengt Sabutamol aufschreiben lassen aber nicht überdosieren


    - wie lange dauert es bis es auskuriert ist, und wie lange muss ein Kind sich anschließend noch schonen? Gerade wenn man meine Probezeit bedenkt... ich bin verzweifelt und könnte heulen. Habe auch geheult heute schon.
    Zwei oder drei Wochen sollte es schon daheim bleiben ... das wird im Einzelfall der Arzt entscheiden


    - ist es ansteckend? Er umarmt, küsst mich und hockt auf mir ununterbrochen!
    Keinesfalls - es sind entweder Viren, dann hilft auch kein Antibiotika und der eine bekommt nen Schnupfen und ein weiterer eine Lungenentzündung oder aber Bakterien (das weiß man eigentlich nur, wenn der Auswurf untersucht wird) und dann hilft ein Antibiotikum ....


    Mein Sohn hatte im Kleinkindalter zwei Lungenentzündungen - eine davon haben wir mit und eine ohne Antibiotika auskuriert. Wir sind beim antoprosophischen Kinderarzt und nach der zweiten Lungenentzündung hat er nie mehr wieder eine bekommen und ist seit dem auch gestärkt,

  • si_lence
    ...nur Zur Richtigstellung. Wenn du in Deutschland wohnst, dann waren es bestimmt Ärzte von Kassenärztlichen Notdienst keine Notärzte. Diese sind i.d.R. nicht ohne RTW bzw NAW unterwegs...und aus persönlich-berufl. Erfahrung heraus passt da auch die Antwort.


    Im Allgemeinen hilft auch Inhalieren mit NaCl 0,9% (Kochsalzlösung), es befeuchtet die Lunge und hilft den "Dreck" zu lösen und dann auszuhusten. NUR nach Rücksprache mit dem KiA kann auch Salbutamol helfen, aber hier bitte unbedingt den KiA vorher fragen, da es Nebenwirkungen haben kann (...mein kleiner war danach immer sehr aufgedreht und kaum zu bändigen...). Viel frische kühle Luft und die Animation wirklich tief einzuatmen (aber nicht Hyperventilieren) sind eine gute Unterstützung zur Genesung.


    Deiner Maus wünsch ich gute und baldige Besserung :)

    Nein, ich habe keine Spinnennetze in der Wohnung, das sind Ökotraumfänger :D

  • si_lence
    ...nur Zur Richtigstellung. Wenn du in Deutschland wohnst, dann waren es bestimmt Ärzte von Kassenärztlichen Notdienst keine Notärzte. Diese sind i.d.R. nicht ohne RTW bzw NAW unterwegs...und aus persönlich-berufl. Erfahrung heraus passt da auch die Antwort.


    Du hast natürlich recht und ich weiß das auch. Aber vielleicht ist dir bekannt, wie maulfaul wir Bayern sind. ;-)


    Wie geht es dem Kind mittlerweile?

  • Danke ihm geht es schon viel besser, dafür hat es mich jetzt voll erwischt. Jetzt liege ich mit Fieber im Bett. Naja, wird schon.

  • Danke ihm geht es schon viel besser, dafür hat es mich jetzt voll erwischt. Jetzt liege ich mit Fieber im Bett. Naja, wird schon.


    Na, wenigstens geht es dem Kleinen wieder besser.


    Dir eine schnelle Genesung und hoffentlich keine wirkliche Lungenentzündung. :blume

  • Danke ihm geht es schon viel besser, dafür hat es mich jetzt voll erwischt. Jetzt liege ich mit Fieber im Bett. Naja, wird schon.


    :troest Na, wird schon.
    Die Info kommt etwas spät, aber meine Geschwisterlis haben sich damals auch gegenseitig angesteckt (3 und 5 Jahre). Der eine hatte links, der andere rechts, schön aufgeteilt.
    Wichtig ist eben das Auskurieren :nanana.

  • Zitat von »Antharia«



    si_lence
    ...nur Zur Richtigstellung. Wenn du in Deutschland wohnst, dann waren es bestimmt Ärzte von Kassenärztlichen Notdienst keine Notärzte. Diese sind i.d.R. nicht ohne RTW bzw NAW unterwegs...und aus persönlich-berufl. Erfahrung heraus passt da auch die Antwort.


    Du hast natürlich recht und ich weiß das auch. Aber vielleicht ist dir bekannt, wie maulfaul wir Bayern sind.


    Leider entstehen aber genau daraus die Missverständnisse mit denen wir immer zu kämpfen haben.


    Notarzt = Facharzt (i.d.R. Anästhesist od Unfall-/Chirug) mit 200 Stunden Weiterbildung und Hospitanz auf RTW, sowie Verpflichtung zu festgesetztem Anteil an Diensten (fällt mir grade nicht ein wieviele) auf NEF oder NAW


    Arzt vom Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst = muss kein Facharzt sein, keine große Weiterbildung in Notfallrettung, verdient sich ein "Zubrot", heute mal ein Augenarzt, morgen dann ein Gynäkolgoge und übermorgen mal nen Allgemeinmediziner.



    Daher noch ein Tipp am Rande, wenn mit euren Kindern was ist, ihr als Erwachsene "nur" den KV-Arzt rufen würdet, geht mit ihnen direkt zum KiA oder in ein Krankenhaus mit Kinderambulanz, da der KV-Dienst in den seltensten Fällen einen Kinderarzt in Bereitschaft hat und wenn dann erst für Kinder 3+ Jahre

    Nein, ich habe keine Spinnennetze in der Wohnung, das sind Ökotraumfänger :D

  • Daher noch ein Tipp am Rande, wenn mit euren Kindern was ist, ihr als Erwachsene "nur" den KV-Arzt rufen würdet, geht mit ihnen direkt zum KiA oder in ein Krankenhaus mit Kinderambulanz, da der KV-Dienst in den seltensten Fällen einen Kinderarzt in Bereitschaft hat und wenn dann erst für Kinder 3+ Jahre


    :daumen Genau so !


    Wir haben manchesmal mit der Kinderklinik telefoniert und daraus dann entschieden ob wird hinfahren müssen (50km), oder ob Hausmittelchen ausreichen. Aber wenn es ums Kind ging NIE mit dem normalen Notdienst für Ausgewachsene.

  • Danke, Antharia! Wollte auch schon was schreiben zum Unterschied zwischen Not- und Bereitschaftsarzt. Klar braucht man bei zeitkritischen Notfällen (akute Atemnot, Unfälle, Anzeichen von Herzinfarkt, Schlaganfall etc., pp.) einen Notarzt, der immer zusammen mit nem RTW alarmiert wird. Andererseits helfen die einem bei reinen Infekten nicht viel, sondern verweisen lediglich an den Bereitschaftsarzt.


    Wir werden zu vielen Patienten gerufen, die den Unterschied gar nicht kennen und verwundert schauen, wenn wir so "gar nix" machen, außer "ein paar Meßwerte" nehmen und Telefonnummern verteilen