Perfektionismus -meine Tochter steht sich selbst im Weg

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  • Der Inhalt ist doch einfach der, das Deine Tochter Dir ähnelt,Dich spiegelt, wie alle Kinder.
    Ist das eine so schlimme Aussage


    Nein, das ist hier nicht der Inhalt gewesen. Es ging hier darum, dass ich von jemandem, der das gar nicht beurteilen kann, als perfektionistisch beurteilt wird. Und egal wie, ich bevorzuge Urteile über meine Person, welche sich gründen darauf, dass jemand mich gut kennt. Am besten, man (ver)urteilt gar nicht oder behält das für sich. Finde ich jedenfalls. Das könnte dann eher Richtung Wertschätzung gehen.

  • Ich habe konkret nach Hilfe gefragt, von Zeitgenossen, die lieber ihre Urteile durch die Gegend schicken, kann ich diese wohl eher nicht erwarten. Sei's drum. Pseudopsychologisches Gefasel ist jedenfalls das Letzte, was ich hier brauche.


    Und diese Ausdrucksweise findest Du jetzt angebracht?


    Du kommst einfach perfektionistisch rüber, und das ganz offensichtlich nicht nur bei einer Person hier im Forum. Das kannst Du jetzt abstreiten, dass dem so ist, und trotzdem entsteht auch bei mir der Eindruck, dass Deine Tochter da ein Spiegelbild von Dir selbst sein könnte.


    Im übrigen halte ich den Anspruch Deiner Tochter, ein Klavierstück 5x hintereinander perfekt zu spielen und Deine Antwort, dass 3x doch auch ausreichen, nicht die richtige Antwort. Damit nimmst Du keinen Druck raus, den die Kleine sich selbst da wohl macht. Die in meinen Augen richtige Antwort wäre, dass sie ein Stück gar nicht fehlerfrei spielen muss, sondern dass das Wichtigste ist, dass sie Spaß beim Klavierspielen hat. Genauso auch in der Schule, wenn für sie der Anspruch ist, dass vielleicht schon eine 2 (bekommt sie denn in der 2. Klasse überhaupt schon Noten?) nicht ausreicht, dann ist die Antwort, dass 3 und 4 auch ok ist, keine gute Antwort. Besser wäre es, ihr zu vermitteln, dass es völlig egal ist, welche Note sie bekommt, solange sie ihr Bestes gegeben hat.


    Aber was Du aus meiner Antwort jetzt machst, bleibt natürlich Dir überlassen. Drüber nachdenken würde ich Dir aber trotzdem empfehlen, auch wenn Du sie als nicht zutreffend einstufen solltest.

  • m besten, man (ver)urteilt gar nicht oder behält das für sich. F


    Sorry aber das Gefühl , das der Inhalt Luchsie Aussage eine Verurteilung ist, das kommt von Dir.
    Ich empfinde aber vielleicht auch einfach Perfektionismus nicht als Vorwurf.


    Ich finde es übrigens sehr bereichernd gerade von Menschen , die mich nicht gut kennen Ansichten über mich zu hören.


    Das kann ,wenn man es zu lässt den Horizont erweitern.


    Hast Du denn das Gefühl, das Deine Tochter leidet ?


    Ich finde ja grundsätzlich so einen Hang Dinge wirklich gut machen zu wollen ,besser als dieses Gelusche, so halbe Sachen.


    Liebe Grüße


    Ute

  • Die in meinen Augen richtige Antwort wäre, dass sie ein Stück gar nicht fehlerfrei spielen muss, sondern dass das Wichtigste ist, dass sie Spaß beim Klavierspielen hat.


    Das eine schließt ja das Andere nicht aus. Schon als sie den Wunsch geäußert hat, das Instrument zu erlernen, hatte ich ihr übrigens gesagt, dass das Wichtigste für mich ist, dass sie Freude daran hat. Und das war auch nicht das einzige Mal.


    Besser wäre es, ihr zu vermitteln, dass es völlig egal ist, welche Note sie bekommt, solange sie ihr Bestes gegeben hat.


    Genau das hilft ihr aber garantiert nicht weiter, denn genau der Anspruch, das Beste zu geben, ist ja Wesen des Perfektionismus. Sie muss das auch gar nicht, sondern es genügt, wenn sie die Aufgaben, die ihr gegeben sind, zuverlässig erledigt. Ihr damit Druck zu machen, indem ich von ihr verlange, ihr Bestes zu geben, halte ich für absolut kontraproduktiv.

  • Ich finde ja grundsätzlich so einen Hang Dinge wirklich gut machen zu wollen ,besser als dieses Gelusche, so halbe Sachen.


    Da gebe ich Dir - ebenfalls grundsätzlich - Recht. Ich bin ja froh, dass meine Tochter keine halben Sachen macht, sondern mit Eifer bei den Dingen ist, die ihr wichtig sind. Es wäre halt schade, wenn sie sich da selbst im Wege steht - das war der Eindruck ihrer Lehrerin aus der Schule.

  • Deine Tochter scheint


    beachte: Konjunktiv ;-)

    Wenn Du öfter mal fünfe grade sein lässt, und nicht alles so eng siehst, dann lernt sie das automatisch


    Konkreter Hilfevorschlag

    Dir solch ein Urteil erlaubst


    Du hast gefragt ;-)
    und ich habe Dir mein (subjektives natürlich) Empfinden mitgeteilt-
    Wichtig ist nicht, was man sagt, oder meint, sondern was beim anderen ankommt :-(
    Sorry, wenn ich so missverständlich für Dich bin-
    ich empfinde es als Kompliment, "geschissen" wie meine Kinder zu sein :love

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Ich wäre froh, wenn mein Sohn ein bisschen mehr Ehrgeiz an den Tag legen würde. Ich bin da ein ganz anderer Typ, wenn mir etwas wichtig ist, knie ich mich da rein bis zum Erbrechen.


    Luchsie hat es vielleicht etwas drastisch ausgedrückt und sicher kennt man Dich nicht persönlich, aber ich habe beim Lesen Deiner Beiträge auch oft das Gefühl, dass Du alles so perfekt wie möglich machen möchtest und Dir dabei selbst im Weg stehst. Ist doch nur ein Hinweis, eventuell etwas den Druck rauszunehmen, unter dem ihr alle ja unbestritten steht. Mir fehlt da der Biss, die Konsequenz und das Durchhaltevermögen in Erziehungsfragen. Ich höre das auch nicht gern, aber ein bisschen Selbstreflexion ist manchmal nicht schlecht, auch wenn ich mich selbst anders wahrnehme.

  • hat irgendjemand von Euch ähnliche Situationen mit den eigenen Kindern erlebt, und was habt Ihr getan, um diese zu entlasten?


    Ich habe ganz gute Erfahrung damit gemacht, selbst bei eigenen Projekten im Umfeld der Kinder mal 5e gerade sein zu lassen :rainbow: . Ansonsten bemühe ich mich keine Leistungserwartung zu äußern, sondern den Fokus auf den Spaß an der Sache legen.


    Mein Mini will gerade den Frühjahrslauf gewinnen... und trainiert dafür fast täglich :schiel . Er läuft mir inzwischen davon und wird ne Hammerzeit erzielen, aber ich persönlich finde es ganz schade, dass für ihn jedes nicht auf dem Treppchen stehen ein Misserfolg sein wird :frag . Und da helfen selbst Argumente mit Altersklassen nicht :ohnmacht: . Mir ist wichtig ihm immer wieder deutlich zu machen, dass er mit sich selbst ruhig gnädiger umgehen kann und ich seine Leistung schon jetzt bewundere. Das hilft aber nur begrenzt.

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • ich habe beim Lesen Deiner Beiträge auch oft das Gefühl, dass Du alles so perfekt wie möglich machen möchtest und Dir dabei selbst im Weg stehst. Ist doch nur ein Hinweis, eventuell etwas den Druck rauszunehmen, unter dem ihr alle ja unbestritten steht.


    Zweifelsohne stehen wir schon lange unter intensiver Beobachtung, aber ich habe nun für meinen Alltag wirklich keinen Anspruch, der perfekte Vater zu sein oder perfekte Kinder zu haben. Einen gewissen Anspruch, was Erziehung angeht, habe ich zweifelsohne, vielleicht auch weil ich weiß, dass es auf der Gegenseite an Erziehung fehlt, aber das steht für mich nicht im Vordergrund.


    Ich denke beispielsweise, dass die Kindesmutter unter viel höherem Druck steht als ich, sich als perfekt darzustellen - weil es für sie wichtig ist, dass der Sohn zurück zu ihr kommt. Was mir sicher hilft, dass ich gut mit allen Beteiligten kooperieren kann, aber ich überlege mir z. B. bei der Familienhilfe nicht vorher, wie ich mich verhalte, sondern versuche, authentisch zu bleiben, so wie meine Kinder mich kennen.


    Was sicher auch zutreffend ist, dass unser Alltag ganz stark getaktet ist und es da unter der Woche wenig Flexibilität gibt. Aber das würde ich nicht als Perfektionismus bezeichnen.


    Konkret würde mich natürlich schon interessieren, wo der Eindruck entsteht, dass ich mir selbst im Wege stehe - und wie ich selbst vielleicht zu mehr Gelassenheit finden könnte. Manche mögen dabei der Meinung sein, dass ich sowieso beratungsresistent bin und mich keine Kritik von außen erreichen kann, aber damit kann ich leben. Es bleiben trotzdem ernst gemeinte Fragen - weil ich ja auch davon ausgehen muss, dass meine Kinder den Druck verspüren, der auf ihnen lastet, aufgrund der noch ausstehenden Gerichtsbeschlüsse. Ich sage da meinen Kindern immer, dass - solange wir nichts anderes wissen - das Leben so weitergeht wie bisher, sie ihre Mutter regelmäßig sehen und wir nicht wissen können, wie eine Entscheidung aussehen wird. Und dass alles rund um die Begutachtung ein Erwachsenenthema ist und kein Kinderthema.


    Ist es denn schon Perfektionismus, wenn mir wichtig ist, dass meine Kinder eine glückliche Kindheit erleben können?


  • Ich gebe da überhaupt keine Zeit vor. Meistens sind es fünf bis zehn Minuten, dann macht sie wieder etwas anderes. Eben gerade zwischendurch, wenn sie Lust dazu hat. Ohne Erwartung meinerseits. Und ob sie das Stück nun bis zur nächsten Klavierstunde schafft oder nicht, ist nicht so wichtig. Es gibt also keine Regeln.



    Dann versuchs doch mal mit festen Zeiten. Nicht aufhören zu wollen bevor ein Stück 5 mal perfekt gespielt wurde, passt nicht so richtig zu "fünf oder zehn Minuten zwischendurch und dann macht sie wieder was anderes". Wenn sie es doch nicht so wichtig nimmt, ist doch alles gut!

  • Ich habe auch einen Perfektionisten zu Hause, ich denke das ist einfach eine Charaktereigenschaft.


    Was uns da hilft, ist Entschleunigung. Auch mal sinnfreie Sachen tun. Am Wochenende nix planen und alle fünf grade sein lassen. Chillen.


    Den Wunsch, dass die Kinder eine glückliche Kindheit erleben, hat doch wohl jeder.



    Wie du zu mehr Gelassenheit finden kannst?
    Musicafides, da weiß ich zu wenig von dir. Alles wovon du schreibst, sind deine Kinder und deren Umfeld.
    Ich weiß nicht, was du beruflich machst, welche Hobbies du machst, was du für Freunde hast.
    Von daher würde ich widerum das Gleiche wie oben raten - Entschleunigung.
    Und das nun bitte nicht als Affront sehen.


    LG Jona

  • Ich weiß nicht, was du beruflich machst, welche Hobbies du machst, was du für Freunde hast.
    Von daher würde ich widerum das Gleiche wie oben raten - Entschleunigung.


    Ich sehe keinen Grund, diesen Vorschlag als Affront zu sehen. Es ist ein guter Rat. Aber zu Deiner Frage: Was mich angeht, ist für Hobbies ganz, ganz wenig Zeit. Abends bin ich oft so platt, dass außer Lesen und TV nichts drin ist. Ansonsten mache ich regelmäßig Musik, das ist der Ausgleich, den ich mir gönne. Am Wochenende, wenn ich kindfrei habe, pflege ich gerne meine Freundschaften.


    Wenn meine Kinder zuhause sind, können sie meistens selbst aussuchen, was sie machen möchten - Vorschläge mache ich selbst auch. Wir haben also eigentlich keinen Freizeitstress. Ob sie nun miteinander spielen möchten, etwas mit mir machen mögen oder jeder für sich etwas Eigenes vorhaben, ist ganz flexibel. Gerade weil der Alltag so durchgetaktet ist, ist es mir wichtig, dass es eben auch solche Zeiten der Erholung gibt.


    Da jagt eher bei der KM ein Event das andere, weil sie eben ihren Kindern maximal viel bieten möchte in der wenigen Zeit, die sie mit ihnen hat. Aber darum muss ich mich zum Glück nicht kümmern. Den Anspruch habe ich ganz einfach nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von musicafides ()

  • Ich war selber als Kind perfektionistisch. Der Hintergrund war: Als ich 5 Jahre alt wa haben meine Eltern ein Plegekind in die Familie aufgenommen. Dieses Mädchen hatte mit ihren 4 Jahren schon schreckliches erlebt und ist mit großen Verhaltensauffälligkeiten in unsere Familie gekommen. Dies hat bei meinen Eltern zu einer hohen Belastung geführt, die ganzen zerstörten Dinge bei uns im Haus, die vielen Anrufe die kamen wegen Problemen und auch die Unstimmigkeiten zwischen meinen Eltern, was zu tun sei.
    Mein größter Wunsch als Kind war, keine Probleme zu bereiten. Ich habe die Probleme meiner Eltern und meiner "Schwester" gesehen und wollte allen helfen, in dem ich perfekt und dadurch nicht belastend war.
    Ich sehe einige Parallelen zwischen meiner Geschichte und der deiner Tochter. Kann es sein das sie feinfühlig ist und genau merkt, welche Sorgen Dir das Verhalten ihres Bruders, dass du vor allem aus der ersten Zeit in der er zu Euch gekommen ist geschildert hast? Das sie genau weiß wieviele Baustellen du in deinem Leben hast? Und das sie daher meint durch ihren Perfektionismus verhindern zu können das weitere Probleme kommen? Aus meiner Sicht ist das ihr Versuch dich zu schützen.

  • Ich sehe einige Parallelen zwischen meiner Geschichte und der deiner Tochter. Kann es sein das sie feinfühlig ist und genau merkt, welche Sorgen Dir das Verhalten ihres Bruders, dass du vor allem aus der ersten Zeit in der er zu Euch gekommen ist geschildert hast? Das sie genau weiß wieviele Baustellen du in deinem Leben hast? Und das sie daher meint durch ihren Perfektionismus verhindern zu können das weitere Probleme kommen? Aus meiner Sicht ist das ihr Versuch dich zu schützen.


    Interessanter Gedanke. Es hat sich zum Glück seit den ersten Monaten vieles entspannt, auch im Verhältnis der Geschwister untereinander. Ich denke schon, dass es zutreffend ist, dass meine Tochter feinfühlig ist. Aber sollte sie mich schützen wollen, so übernimmt sie m. E. viel mehr Verantwortung, als sie sollte. Das merke ich auch an ihrem Verhalten dem Bruder gegenüber, wenn sie versucht, die fehlende Mutter zu ersetzen. Da habe ich manchmal den Eindruck, dass sie sich selbst nicht erlaubt, in der Weise Kind zu sein, wie es gut für sie wäre.


    Was ich allerdings im Gegensatz zu Deiner Geschichte sehe, ist, dass zumindest bei uns keine Spannungen wegen der Probleme zwischen uns Eltern sind. Darüber spreche ich auch nicht, denn damit sollen sich die Kinder nicht beschäftigen müssen. Aber ich halte es durchaus für möglich, dass auf einer anderen, unbewussten Ebene das, was im Raum steht, die Kinder zerreiben könnte. So versuche ich, die Aufmerksamkeit der Kinder immer wieder auf den Moment zu lenken. Und es ist schön, zu sehen, wie sie doch auch ganz häufig in der Gegenwart leben und sich an den Dingen freuen, die sie jeweils gerade tun.

  • das wesen des perfektionsismus kann verschieden sein.
    zum einen kann er einfach nur funktional sein, was unter die rubrik "gewissenhaft" fällt und zum anderen eben dysfunktional was schon eher unter die rubrik "neurotisch" fällt.


    ich kann dir nur berichten, wie ich es in bezug auf meinen eigenen "perfektionismus" sehe. den der steht mir bis heute noch im weg.
    vielleicht hilft es dir einfach mal zu lesen und zu reflektieren. ratschläge kann und will ich gar nicht geben.


    ich selbst hatte eine sehr schwere kindheit und viele probleme und der "perfektionismus" gab mir die möglichkeit, mich über dinge zu profilieren, die mir an anderer stelle fehlten.
    ich hatte von kindheit an einen unglaublich hohen inneren disstress und was ich für mich gebraucht hätte, wäre einfach ein elternteil, das sich gezielt um mich kümmert, aufmerksamkeit gibt und das gefühl geliebt und richtig zu sein (das hatte ich nicht).


    deine kinder haben das.
    ich kenne dich und deine kinder und ich weiß es gut einzuschätzen, das du ein guter papa für sie bist,
    der seine kinder liebt und alles dafür tut ihnen eine gute entwicklung und stabilität zu geben.


    du bist berufstätig und natürlich fehlt die zeit. ich kenne das ja selbst und bei uns hat das auch zu problemen geführt.
    jule hatte schwierigkeiten in der schule (nicht leistungsbezogen, sondern einfach das sie sich selbst etwas "klein"gemacht hat und sich noch mehr zurückgezogen hat)
    seit ich mir mehr zeit für sie nehme, klappt es wieder besser und sie scheint mehr aus sich herauszukommen.
    einfach nur die "kleinigkeiten" ob es zusammen kochen ist, ein spiel zu spielen, zu malen und zu gestalten, ohne den anspruch es "am besten" zu machen.


    auch sie ist feinfühlig und die vorhanden baustellen und probleme, meine anspannung bekommt sich zwangsläufig mit.
    kinder spüren das und es verunsichert sie.
    ich kann ihr das nicht abnehmen, aber ich kann dafür sorgen, ihr halt und geborgenheit zu geben und sie zu bestärken,
    das im leben nicht alles rund läuft und das man die herausforderungen schafft und daran wächst.
    das gibt ihr eine gewissen portion psychischer resilienz.

    ^^ superkalifragelistischexpialigetsich ^^


    "ich bin gerade wie ich bin, weil ich mich jetzt genauso brauche"


    lg chia :wink

  • Perfektionismus scheitert ja meist tatsächlich erst am zeitlichen Rahmen, oder eben am Zusammenbruch... ich glaube auch nicht, dass man ihn als Wesenszug aus einem Menschen herausbekommt, auch nicht aus einem sehr reflektierten. Sprich man kann nur den konkreten Fall betrachten und sich eine sinnvolle Maßnahme überlegen.


    Beispiel: Schon nach 4 Wochen in der Schule haben die Lehrerin und ich beschlossen, meinem Sohn das Radiergummi wegzunehmen. Grund: er sollte ein Blatt voll 3 en schreiben... eigentlich keine schwere Aufgabe, aber er hat eine 3 geschrieben, sie betrachtet und für nicht perfekt befunden, dann hat er sie wegradiert :rolleyes: ... meine Argumentation, dass es doch schön wäre eine Entwicklung von der ersten zur letzten 3 zu sehen, hat er nicht gelten lassen :tot Und er hat immer wieder von ganz vorne angefangen, wenn das Blatt durch das radieren nicht mehr so schön aussah :ohnmacht: . Er hat also den ganzen Nachmittag nichts anderes gemacht und war am Abend noch immer ziemlich bedrückt, dass es ihm nicht so gelungen ist, wie er sich das vorgestellt hat. Inzwischen stelle ich bei Hausaufgaben die Uhr und "Schönheitsfehler" dürfen allenfalls nach Rücksprache korrigiert werden.


    Was auch ganz lustig ist, ist dass meine Cheffin meine Arbeitsaufträge in zwei Kategorien teilt :brille : Quick & Dirty und "hier darfst du dich austoben" :brille.

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

    2 Mal editiert, zuletzt von campusmami ()

  • ich denke Perfektionismus ist die Angst Fehler zu machen .
    Warum hat sie Angst davor ? Kann es das sein ?


    Die Kleinen bekommen von Anfang an mehr mit als wir ihnen im allgemeinen zutrauen und
    erschreckend genau denken sie sich ihren Teil und handeln danach.


    Ihr habt ja nun eine sehr "bewegte " Vergangenheit.Das ging auch an der Kleinen
    definitiv NICHT spurlos vorbei. Die Frage die mich interessieren würde wäre.


    Wie sieht sie eigentlich die Vergangenheit ? Ihre Mutter ? Eure Beziehung zu ihr ?
    Jetzt ist auch der Bruder da... für dich auch mehr Belastung und weniger Aufmerksamkeit für sie ?


    Wenn du das schaffst irgendwie - kann es Wunder bewirken mit ihr einen Kuchen oder ein Eis Essen zu gehen und ganz bewusst dich nur auf das Kind zu konzentrieren.
    Ohne Handy - ohne Ablenkung nur ihr 2 und reden.

    Uralt Song
    ob es nun so oder so oder anders kommt , so wie es kommt so ist es Recht…..trala lalala
    - egal ! einfach weitertanzen !


  • Wenn du das schaffst irgendwie - kann es Wunder bewirken mit ihr einen Kuchen oder ein Eis Essen zu gehen und ganz bewusst dich nur auf das Kind zu konzentrieren.
    Ohne Handy - ohne Ablenkung nur ihr 2 und reden.


    das ist ein ganz wunderbare idee und ich merke es selbst an meinen kindern, wie gut es ihnen tut, sich mal gezielt nur um einen zu kümmern.
    das ist im alltag manchmal eine herausforderung, die sich sehr lohnt.


    jetzt in den ferien gelingt es mal einen tag nur mit meiner tochter zu verbringen (museum, frühstücken gehen) während der kelien im kiga ist.
    mit meinem sohn mal ein eis essen zu gehen, wenn jule im sport ist...

    ^^ superkalifragelistischexpialigetsich ^^


    "ich bin gerade wie ich bin, weil ich mich jetzt genauso brauche"


    lg chia :wink