Zuviel Umgang schadet dem Kind

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  • Neues Jahr, neues Verfahren, wieder einmal der Umgang. Eltern seit 2011 getrennt, Kind übernachtet seitdem per Umgang beim Vater. Probleme gab es bisher nicht, 2 vergangene Verfahren sprachen für den Vater, dass der Umgang gut für das Kind ist.


    Nun hat die Mama wieder irgendwelche Gründe, die Umgänge, diesmal über Nacht auszusetzen. Anruf beim Jugendamt brachte bisher wenig Erfolg. Lt. Jugendamt könnte die Tochter (5 Jahre) nicht mehr unterscheiden, bei welchem Elternteil es das Zuhause sieht. Das Hin und Her (jedes 2te Wochenende von Fr auf So, sowie die andere Woche ein Tag für 3 Stunden) schadet dem Kind. Das Kind sieht sein Zuhause beim Papa, was der Mutter nicht passt. Das Kind lässt sich von der Mama nichts sagen und betont es ihr auch gegenüber: „Du hast mir garnichts zu sagen“ Die Mama fügt, um die Sache etwas anzukurbeln noch hinzu: „Du hast mir garnichts zu sagen, hat der Papa gesagt“ Seltsam in dieser Situation, dass bei Mama-Kind-Konflikt der Vater garnicht anwesend ist, um auf das Kind „einzugehen“ und es zu beeinflussen.


    Durch Aussetzung neues Verfahren, dass mit einer dem Kind zur Seite stehenden Verfahrensbeistand ohne Anhörung beschlossen wird.


    Gespräch mit Vater findet zuerst statt. Für 1 Stunde, das wars dann bis zur Stellungnahme. Keine Interaktion zwischen Vater und Kind. Verfahrensbeistand sieht auch hier ein evtl. Schaden für das Kind, indem es zuviel Umgang hat. Das Kind müsse lernen, in welchem Haushalt es eigentlich lebt. Hinzugefügt wurde, dass etliche Probleme bei den Übergaben stattfindet (Kind äußert, dass die Mama es auf die Finger schlage und es permanent anschreit, der Vater wird von der Mutter körperlich angegriffen und im Beisein vom Kind geschlagen, Kind wiederum erzählt es dann im Kindergarten weiter)


    Verfahrensbeistand fragt den Vater, wie es wäre, wenn der Umgang weiterhin nur für aller 2 Wochen für 3 Stunden stattfindet (Wegstrecke Hin und Zurück jeweils ca. 80 km). Eventuell käme eine Umgangspflegschaft in Betracht.


    Nun fragt sich der Vater, wie es sein kann, dass die enge Bindung zum Vater gestört werden kann, obwohl hier die Mama scheinbar nicht mit der Bindung klarkommt. Warum sollte jetzt das Kind darunter leiden, weniger Umgang, sogar ohne Übernachtung zu bekommen. Das Kind äußerte letztens dem Vater gegenüber, wo er denn letztens war, weil sie auf ihn gewartet hat und er kam nicht.


    Was sollte der Vater dann übernehmen, sollte er „der Mutter zu Gute kommen lassen“ Umgangseinschränkung akzeptieren. Ist das Verhalten des Kindes, das es mehr zum Vater will Kindeswohlgefährdung? Ist es wirklich schädlich für das Kind, wenn es so oft zum Vater wechselt, nur weil das ewige Hin und Her nicht passt? Im Übrigen wurde diese Vereinbarung 2013 gerichtlich festgesetzt, jetzt auf einmal sollte es über Bord geworfen werden?

  • 1. Eine gerichtliche Vereinbarung ist gültig, bis sie von einem Gericht ausgesetzt wird oder einmütig von den Eltern. Weder Jugendamt, geschweige denn der ehemalige! Verfahrensbeistand (derzeit hat er nur ein Mandat, wenn er neu vom Gericht eingesetzt wurde) können hier eine "vorläufige" Entscheidung treffen.
    2. Die Begründung von Verfahrensbeistand und Mutter, zu viel Umgang mit dem Umgangselternteil schade dem Kind, steht einerseits auf sehr wackeligen rechtlichen Füßen und müsste andererseits belegt und nicht nur behauptet werden. Das geht eigentlich nur durch ein psychologisches Gutachten - oder das Gericht versucht, einen Vergleich durchzusetzen.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Verfahrensbeistand sieht auch hier ein evtl. Schaden für das Kind, indem es zuviel Umgang hat. Das Kind müsse lernen, in welchem Haushalt es eigentlich lebt. Hinzugefügt wurde, dass etliche Probleme bei den Übergaben stattfindet (Kind äußert, dass die Mama es auf die Finger schlage und es permanent anschreit, der Vater wird von der Mutter körperlich angegriffen und im Beisein vom Kind geschlagen, Kind wiederum erzählt es dann im Kindergarten weiter)


    Man kann hier natürlich fragen, warum sich das Kind lieber beim KV als bei seiner Mutter aufzuhalten scheint, warum es sich bei der Mutter unwohl fühlt, oder warum die Eltern es nicht schaffen, Konflikte vom Kind fernzuhalten. Weil ich hier nur die Schilderung des KV lese, möchte ich darauf aber gar nicht eingehen. Stattdessen frage ich mich erst einmal ganz allgemein, welche Gründe es geben könnte, den Umgang des Kindes mit seinem Vater zu überprüfen:

    • das Kind wird beim KV vernachlässigt
    • das Kind erfährt beim KV häusliche Gewalt
    • das Kind hält es nicht aus, vom KV getrennt zu sein, weil die Vater-Kind-Bindung symbiotisch ist
    • der KV zieht das Kind aktiv in elterliche Konflikte mit hinein
    • der KV fördert den Loyalitätskonflikt des Kindes, indem er schlecht über seine Mutter spricht
    • der KV arbeitet aktiv daran, die KM durch eine andere (weibl.) Person, z. B. neue Partnerin, zu ersetzen


    Diese Liste ist sicher nicht vollständig und teilweise geprägt durch eigene Erfahrung (die wir hier ja gerne miteinander teilen), darf also gerne ergänzt werden. Was mir hier allerdings fehlt, ist eine kritische Untersuchung der möglichen Faktoren im Verhalten der Mutter, die dazu beitragen könnten, dass das Kind sich eher zum Vater als zur Mutter hingezogen fühlt. Meiner Meinung nach sollte ein Verfahrensbeistand sich deshalb neben dem Kind auch noch mit der Mutter unterhalten. Von einem Gerichtsbeschluss würde ich entsprechende Auflagen erwarten, die das Kind und beide Eltern unterstützen, eine stabile und verlässliche Beziehung zum Kind pflegen zu können, so dass dieses von beiden Elternteilen gleichermaßen im Hinblick auf seine langfristige Entwicklung profitiert.

    Einmal editiert, zuletzt von musicafides ()

  • Lt. Jugendamt könnte die Tochter (5 Jahre) nicht mehr unterscheiden, bei welchem Elternteil es das Zuhause sieht.


    Das Kind müsse lernen, in welchem Haushalt es eigentlich lebt.

    Bei so viel versammelter Inkompetenz sollten - im Interesse aller Kinder die von diesen Menschen betroffen sind - die zugehörigen Vorgesetzten informiert werden.
    So einen Quatsch dürfen Menschen in derartigen Positionen meines Erachtens nicht mal denken.

  • Ich raufe mir Mal lieber nicht die Haare, aber das entspricht einem weitverbeiteten mutterzentrierten Irrsinn, den viele kennenlernen.


    - Kind sagt, es fühlt sich bei Papa wohler als bei Mama. --> Schlussfolgerung der professionellen Helfer: Kontakt zwischen Vater und Kind soll unterbunden werden, bis das Kind das nicht mehr sagt.


    .... Das braucht man nicht zu kommentieren.


    - Wie oben geschrieben. Das ist kein Grund, den Umgang auszusetzen. Dafür gibt es auch keine rechtliche Grundlage. Wenn die Mutter das Kind schlägt, wäre eher zu überlegen, ob das Kind zum Vater wechselt und die Mutter begleiteten Umgang bekommt. Aber vorsicht. Wenn man das vor Gericht vorbringt, könnte das Gericht schnell den Eindruck gewinnen, die Eltern seien zerstritten, mit der möglichen Folge, dass der Umgang zum Vater erst einmal ausgesetzt wird, um das Kind aus dem vermeintlichen Konflikt zu holen.


    Es gibt viele Wege für die Mutter, ihr Ziel zu erreichen.


    - (Ich würde nicht darauf setzen, dass psychologische Gutachter in solch einem Fall mehr Vernunft walten lassen.)

  • Wenn die Mutter das Kind schlägt, wäre eher zu überlegen, ob das Kind zum Vater wechselt und die Mutter begleiteten Umgang bekommt


    Vielleicht kann ein Bericht des Kindergartens helfen. Sind denn beide Eltern berechtigt, an Elterngesprächen im Kindergarten teilzunehmen? Wenn ja, welche Rückmeldungen gab es da an den Vater bzw. an die Mutter?


    Warum hat das Jugendamt keine pädagogische Familienhilfe bei der Mutter installiert? Wäre es eine Idee, dies in Anspruch zu nehmen (vielleicht auch für den KV)?


    Auf psychologische Gutachten würde ich da auch nicht vertrauen. Ein Richter kann dann sowieso entscheiden, wie er mag. Er muss ja nicht die Konsequenzen des Gerichtsbeschlusses tragen.

    Einmal editiert, zuletzt von musicafides ()

  • Wenn ich hier das psychologische Gutachten in den Thread mit eingebracht habe, ging es mir weniger darum zu diskutieren, ob ein psychologisches Gutachten zu einem der Situation angemessenen Ergebnis führt. Ich habe da viel früher angesetzt: Die hier dem Threadstarter gegenüber von Mutter und Verfahrenspfleger (und Jugendamt?) getätigten Aussagen sind in den Bereich der küchenpsychologischen Mutmaßungen einzuordnen und damit gehaltlos. Um sich auf diese Thesen stützen zu dürfen, müsste ein Gericht einen Gutachter hinzuziehen. Oder begründen, weshalb es selbst die notwendige Sachkompetenz hat.


    Im Streitfall läuft also alles auf die Einsetzung eines Gutachters hinaus. (Wenn es nicht zu einem Vergleich kommt). Der Gutachter braucht mindestens sechs Monate Zeit. Frage ist halt, was das Gericht entscheidet, wie Umgang in der Zwischenzeit geregelt wird. Wird der bisherige, ausgeurteilte Umgang verändert und dem Umgangselternteil Zeit gestrichen, dann kann das sehr gut zu einer Entfremdung des Kindes führen, die dann mit der vielleicht schon in einem halben Jahr anstehenden Einschulung betoniert wird. Andererseits führt jedwede Auseinandersetzung das Kind anscheinend sehr deutlich in einen Konflikt. Wie man es also anpackt, es ist eigentlich falsch. Weil jedes Handeln zur weiteren Belastung des Kindes führt. Einzig wenn die Eltern zu einer von beiden Seiten getragenen Vereinbarung kämen, wäre das anders. Weil Gerichte dies wissen, versuchen sie solche Vereinbarung, "Vergleiche" oft zu erzwingen (der Richter drückt beiden Eltern seine Idee auf. Beide Eltern sind unglücklich mit dem Vergleich. In der Folge oft auch das Kind. Nur der Richter ist zufrieden.) Ruhe und Frieden gibt das oft nur vordergründig. Meist sehen sich Mutter, Vater und (ein anderer) Richter noch einmal wieder ... Bei nächster Gelegenheit halt.
    Darum kann man hier schwerlich etwas raten. Als betroffener Elternteil muss man die Wahl zwischen Pest und Cholera treffen. und wer will da schon eine Entscheidung treffen?

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • der Richter drückt beiden Eltern seine Idee auf. Beide Eltern sind unglücklich mit dem Vergleich.


    Das macht ein Richter doch so oder so, ob es nun ein Vergleich oder ein Beschluss ist. Fakt ist doch: mit dem Gang zum Gericht gibt man seine Entscheidungsfähigkeit aus der Hand.

    Im Streitfall läuft also alles auf die Einsetzung eines Gutachters hinaus.


    Darauf wollte ich im Prinzip oben hinaus. Bis dahin muss man als einsichtsfähiger Elternteil Verbündete finden, welche in der Lage sind, Ratschläge zum Wohle des Kindes zu geben. Eine Entscheidung nur zwischen den Eltern - als Einigung, mit der beide leben können - scheint mir hier wenig aussichtsreich zu sein. Bis zu einem weiteren gerichtlichen Beschluss gilt der bestehende Beschluss zum Umgang. Oder sehe ich das falsch? Die KM könnte natürlich in einem Eilverfahren beantragen, den Umgang zu reduzieren - aber wie geht es dann weiter?


    Falls das Gericht zwischenzeitlich einen Beschluss treffen sollte, die auf Reduktion des Umgangs hinauslaufen sollte (weniger als 14-tägig), würde ich diesen sofort beim OLG anfechten.

  • Die hier dem Threadstarter gegenüber von Mutter und Verfahrenspfleger (und Jugendamt?) getätigten Aussagen sind in den Bereich der küchenpsychologischen Mutmaßungen einzuordnen und damit gehaltlos.


    Da das aber so deutlich ist, sollte doch ein Gericht in der Lage sein derartige Aussagen nicht zu berücksichtigen - vielleicht sogar die entsprechenden Institutionen auf den Unsinn hinzuweisen.

  • Hallo edit-gb,


    angesichts Eurer Streithistorie stelle ich mir die Frage, warum Du den stark reduzierten Umgang offenbar akzeptierst. Bisher konntest Du noch immer durchsetzen wenn Du im Interesse des Kindes in den Konflikt gegangen bist.


    Hier in diesem Themenstrang (*klick*) deutest Du sogar an, diese 3 Stunden würden nicht zu Hause stattfinden und das Jugendamt könne/wolle nicht helfen. Handelt es sich hier denn um begleiteten Umgang oder Umgang in einer öffentlichen Einrichtung und befürwortet das Jugendamt diese Reduzierung eventuell?


    Ich kenne das Jugendamt als (überwiegend?) gesetzeskonform arbeitende Behörde, deren Aufgabe es ist, sich am Kindeswohl zu orientieren. Ich denke mir also: Werden derartige Einschnitte in das Umgangsrecht des Kindes geduldet/gefördert, muss die Behörde hierzu einen triftigen Grund haben.


    Ich habe nun ein wenig nachgelesen in Deinen Themensträngen.
    Am Anfang war die Trennung: Mutter haut nach einer handgreiflicher Auseinandersetzung ab, nimmt außer Baby und medizinischen Geräten für das Kind nur wenig mit, sucht Zuflucht im Frauenhaus.
    Danach war der Kampf um das Kind. Das leider inzwischen wohl übliche Szenario wird gezeichnet: Der Vater sei drogen- und alkoholsüchtig, gewalttätig. Die Mutter sei psychisch krank bis hin zu Wahnvorstellungen. Du hattest damals sogar Informationen über die Behandlungen der Mutter bei deren Krankenkasse besorgt. Trotzdem erhält die Mutter in der Folge das ABR, nach einiger weiteren Zeit sogar die alleinige Gesundheitsfürsorge für das Kind. Gesundheit und Therapien für das Kind stehen in der Folge immer wieder im Mittelpunkt der Streitigkeiten trotz Übertragung der alleinigen Sorge auf die Mutter.


    Am Besten in dieser Historie scheint der Umgang zu klappen, immer wieder ist von Vereinbarungen die Rede (nicht von Beschlüssen). Jedoch wird dieser seit März diesen Jahres bereits von der Kindesmutter in Frage gestellt, es wird von Verhaltensauffälligkeiten beim Kind berichtet. Ich glaube auch gelesen zu haben, das Jugendamt sei hier schon seit einiger Zeit involviert. Zusätzlich gab es Konflikte über Frisur des Kindes, Taufe, Spieltherapie, etc. Du bist jedoch involviert in medizinische Belange, z.B. der logopädischen Behandlung des Kindes.


    Nun lese ich also hier im Themenstrang Deine Schilderung der Ursachen für die Umgangsreduzierung und frage mich, ob Du nicht (vielleicht aus Zeitgründen?) das alles ein wenig kurzgefasst darstellst. Bzw. ob Du Deine Kraft und Deine Energie in die richtigen Ziele investierst.


    Aber selbst wenn die Gründe "Handgreiflichkeiten zwischen den Eltern bei der Übergabe des Kindes und "du hast mir nichts zu sagen" aus dem Mund eines fünfjährigen Kindes die einzigen Gründe für die Aussetzung wären, so wäre das doch ein Hinweis darauf, dass hier das Kindeswohl durchaus beeinträchtigt erscheint. So sehr, dass das Jugendamt die Reduzierung des Umgangs offenbar in irgendeiner Art akzeptiert und das Gericht für das Kind einen Verfahrensbeistand angeordnet hat. Passt hier Deine Zusammenfassung für die Reduzierung des Umgangs? Dass "die Mama scheinbar nicht mit der Bindung klarkommt"?


    Nun meine Frage nach deinen Prioritäten: Bei der Ernennung des Verfahrensbeistand fragst Du explizit nach, ob nicht hier eine irgendwie geartete Mitsprache von Dir hätte stattfinden müssen, im Zuge einer Anhörung zum Beispiel. Hierzu hast Du hier auf dieser Plattform kompetente Antwort erhalten und trotzdem reklamierst Du das hier im Themenstrang wieder - so sehr siehst Du diese Anordnung offenbar als kritikwürdig an. Ebenfalls kritikwürdig ist in Deinen Augen das Verhalten des Jugendamts, das einen Termin abgesagt hat weil nun ein Gerichtstermin anberaumt sei.


    Konzentrierst Du Dich wirklich auf die wichtigen Punkte des Geschehens? Oder vergeudest Du Kraft und Energie auf Nebenschauplätzen? Liest man vergangene Beiträge rund um Haarschnitte und Taufe (der du selbst keinerlei spirituelle Bedeutung beimisst), hat man fast unweigerlich diesen Eindruck. Wo doch seit März bereits die Reduzierung des Umgangs und die Verhaltensauffälligkeiten des Kindes diskutiert werden (*klick*).


    Du thematisierst die Kindeswohlgefährdung. Allerdings eher im dem Sinne, dass diese entstünde, wenn Umgang und Übernachtungen bei Dir ausfallen. Das kann durchaus so sein, keine Frage. Aber offenbar hat hier schon länger eine irgendwie geartete von irgendjemandem zu verantwortende Kindeswohlgefährdung stattgefunden. Die Not des Kindes war so groß, dass es sogar im Kindergarten von den Differenzen der Eltern und von den Handgreiflichkeiten berichtet hat? Eine Spieltherapie stand schon lange aufgrund diverser Verhaltensauffälligkeiten als unterstützende Maßnahme für das Kind im Raume?


    Ich habe ja Verständnis dafür, wenn man nicht unbedingt berichten möchte darüber, dass man von der Kindesmutter bei der Übergabe in Gegenwart eines kleinen Kindes geschlagen wird. Aber es hätte doch klar sein müssen, dass hierdurch das Kindeswohl massiv beeinträchtigt wird? Gab es hier Gespräche beim Jugendamt? Hier hätte doch unverzüglich eine Umgangspflegschaft etabliert werden müssen?


    Dass das nicht geschehen ist, muss nicht begründet werden. Oftmals weiß man nicht um diese Möglichkeit und wird auch nicht aufgeklärt darüber. Aber jetzt im Moment werden die Behörden offenbar endlich in diese Vorgänge involviert, das Kind selbst rückt endlich in den Mittelpunkt des Geschehens. Immerhin erhält es jetzt einen Verfahrensbeistand, wird also gehört.


    Die wichtigste Aufgabe für Dich muss doch jetzt sein, die richtigen Prioritäten zu setzen.
    Das beinhaltet für mich rückhaltlose Zusammenarbeit mit den Behörden, jegliche mögliche Kooperation mit dem Verfahrensbeistand des Kindes. Das Wichtigste jetzt muss für Dich doch jetzt sein, die richtigen Prioritäten zu setzen. Sätze wie "die Mama scheinbar nicht mit der Bindung klarkommt" sind hier nicht wirklich förderlich. Dem Kind geht es nun einmal schlecht.


    Beste Grüße
    FrauRausteiger,



    die Verlinkungen zum tendenziell eher konfrontativ aufgestellten Wikimannia bei dieser (leicht nachzulesenden) Streithistorie selbst eher vermeiden würde.

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    •» Cave quicquam dicas, nisi quod scieris optime. :rauchen «•
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  • Das beinhaltet für mich rückhaltlose Zusammenarbeit mit den Behörden, jegliche mögliche Kooperation mit dem Verfahrensbeistand des Kindes. Das Wichtigste jetzt muss für Dich doch jetzt sein, die richtigen Prioritäten zu setzen. Sätze wie "die Mama scheinbar nicht mit der Bindung klarkommt" sind hier nicht wirklich förderlich. Dem Kind geht es nun einmal schlecht.


    Das Dilemma, in dem Du Dich befindest, ist eben, dass Du in diesem Streit zwischen Euch Eltern drinhängst und somit auch als Beteiligter dazu beigetragen hast bzw. beiträgst, dass es dem Kind schlecht geht. Du kannst aber nur Dein Verhalten ändern, nicht das der Kindesmutter, deswegen erübrigt es sich, diesem Verhalten auch nur die geringste Aufmerksamkeit zu schenken. Das Beste, was Du Deinem Kind geben kannst, ist Stabilität und Verlässlichkeit. Und Du kannst mit Jugendamt, Verfahrensbeistand, Kindergarten und anderen direkt oder indirekt involvierten Beteiligten überlegen, was getan werden kann / sollte, damit es dem Kind wieder besser geht. Deine Kooperationsfähigkeit und -willigkeit wird gesehen, und damit hast Du die Chance, diese Beteiligten für Dich arbeiten zu lassen - wenn Dein Fokus auf dem Wohl des Kindes liegt. Versuche, über möglichen Anfeindungen oder Angriffen der Kindesmutter zu stehen und sei Dir klar darüber, was Du für das Kind möchtest. Dafür lohnt es sich dann, mit aller Kraft zu kämpfen, anstatt Dich auf Nebenkriegsschauplätzen zu verlieren. Erfahrungsgemäß haben solche Streitereien immer wieder dasselbe Muster und führen nicht weiter.


  • Das Dilemma, in dem Du Dich befindest, ist eben, dass Du in diesem Streit zwischen Euch Eltern drinhängst und somit auch als Beteiligter dazu beigetragen hast bzw. beiträgst, dass es dem Kind schlecht geht. Du kannst aber nur Dein Verhalten ändern, nicht das der Kindesmutter, deswegen erübrigt es sich, diesem Verhalten auch nur die geringste Aufmerksamkeit zu schenken. Das Beste, was Du Deinem Kind geben kannst, ist Stabilität und Verlässlichkeit. Und Du kannst mit Jugendamt, Verfahrensbeistand, Kindergarten und anderen direkt oder indirekt involvierten Beteiligten überlegen, was getan werden kann / sollte, damit es dem Kind wieder besser geht. Deine Kooperationsfähigkeit und -willigkeit wird gesehen, und damit hast Du die Chance, diese Beteiligten für Dich arbeiten zu lassen - wenn Dein Fokus auf dem Wohl des Kindes liegt. Versuche, über möglichen Anfeindungen oder Angriffen der Kindesmutter zu stehen und sei Dir klar darüber, was Du für das Kind möchtest. Dafür lohnt es sich dann, mit aller Kraft zu kämpfen, anstatt Dich auf Nebenkriegsschauplätzen zu verlieren. Erfahrungsgemäß haben solche Streitereien immer wieder dasselbe Muster und führen nicht weiter.


    Das ist jetzt off topic, entschuldige edit-gb, aber gerade ein Beispiel dafür, wie hier wohl oft Missverständnisse entstehen... Musicafides, wenn Du so zitierst, sieht das so aus, als ob Du mit Deinem Text Frau Rausteiger ansprichst. Du möchtest ihr aber nur eigentlich zustimmen, richtig?

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Das ist jetzt off topic, entschuldige edit-gb, aber gerade ein Beispiel dafür, wie hier wohl oft Missverständnisse entstehen... Musicafides, wenn Du so zitierst, sieht das so aus, als ob Du mit Deinem Text Frau Rausteiger ansprichst. Du möchtest ihr aber nur eigentlich zustimmen, richtig?


    Vielen Dank für den Hinweis - in der Tat ist es eine Zustimmung zu dem, was FrauRausteiger schrieb, was sich aus dem Inhalt meines Beitrags auch erschließt. Aber Du hast Recht - ich hätte voranstellen sollen: "An den TS: "


    An die Admins / Moderatoren: Könnte jemand von Euch diesen kleinen Zusatz beim Beitrag Nr. 11 anfügen? Danke im Voraus!

  • Es ist so, dass jede Woche Umgang stattgefunden hat. Die Maus war noch Baby und die Kleine war schon über Nacht bei mir. Seitdem die Mutter aber ihren neuen Mann kennengelernt hat, ist so richtig Chaos. Angefangen mit Umgangsaussetzung, ist nicht durchgedrungen, da keine Gründe, das war 2012. 2013 ist sie zu ihrem jetzigen Mann gezogen, Umgang sollte nur noch aller 2 Wochen stattfinden. Jugendamt alt befürwortete durch die enge Bindung zum Vater zusätzlichen Umgang in der Woche, an der kein Wochenende stattfindet, hier geeinigt auf 3 Stunden, hat bislang auch funktioniert. Jugendamt neu (auch aktuell) hat das auch befürwortet. 2014 dann Entzug Gesundheitsfürsorge gelockert, indem die Mutter Infos von Ärzten und Therapeuten herausgibt. Sie wurde auch vom Anwalt dazu aufgefordert, bis heute nichts herausgegeben. Mit gleichem Datum wurde vom Anwalt das Jugendamt aufgefordert, Infos zu geben, ob eine Erziehungshilfe bei der Mutter installiert ist, auch hier bis dato keine Antwort. Dann die Taufe....auch bis heute nicht getauft. Das Jugendamt kann keine Meinung zum Thema Taufe bilden, da selber konfessionslos, aber ich solle einer Taufe zustimmen, da die Mutter nunmal die Hauptbezugsperson des Kindes ist. Meine Frage daraufhin, bin ich etwa keine Hauptbezugsperson, hat das Jugendamt nur rumgeeiert und wusste keine wirkliche Antwort. 2015 nun das nächste gerichtliche Verfahren, weil Mutter wieder eigendünkig Umgang aussetzt.


    Nebenbei begündet sie dann noch, dass ich dem Kind sage, dass der Mann der Mutter nicht der Vater ist und das die Mutter das nicht möchte, weil angeblich das vom Kind so gewollt ist, Papa zu ihm zu sagen. Warum sollte ích dem Kind so etwas sagen? Das Kind sagt in meinem Beisein immer den Vornamen. Sie sagt mir selber, dass die Mama immer sagt, ich soll Papa zu ihm sagen. Und selbst wenn es so wäre, sollte das richtig gestellt werden und nicht dem Kind vorgaukeln, dass es der Vater ist, zumal er Luft für sie ist und in keinster Weise von ihr betont, geschweige denn angesprochen wird. Dem Kind geht es nur um Mama und Papa, denn das betont sie auch immer wieder. Selbst ihre Halbschwester kommt in ihrem Sprachgebrauch nicht vor. Auch dass die Mutter mir angeboten hat, das Kind auch an einen Weihnachtsfeiertag zu nehmen, indem sie noch betont, aber NICHT über Nacht. Fahrstrecke sind 80 km für eine Fahrt. Das Kind wird um 10 abgeholt und um 18 Uhr zurückgebracht. Tolles Weihnachten für ein Kind.


    Mit dem Kindergarten habe ich Kontakt gehalten, dort wird in regelmäßigen Abständen Infos ausgetauscht. Letztes Mal wurde vom Kindergarten betont, dass keine Infos vorliegen, dass Kind in therapeutischer Behandlung wg. den Verhaltensauffälligkeiten ist, Auch weiß der Kindergarten, dass die Mutter mich beim Umgang geschlagen hat, vom Kind persönlich. Die Verfahrenspflegerin weiß auch, dass es wiederholt vorkam, dass die Mutter mich in Anwesendheit des Kindes geschlagen hat.


    Es steht auch die Aussage der Verfahrenspflegerin im Raum, was denn wäre, wenn der Umgang erstmal so bleibt, ob ich mich damit zufrieden geben würde. Im Inneren weiß ich, was zu tun ist, habe es aber nicht der Verfahrenspflegerin gesagt.


    Das Kind hängt nunmal sehr an mir. Für ihr Alter ist sie auch einfach zuviel Kind, dass ihren Papa keine Luft zum Atmen lässt. Möchte ständig aufn Arm oder auf die Schulter, sucht immer und immer wieder meine Nähe und das werde ich auch weiterhin zu lassen. Es kann doch nicht sein, dass auch Blinde das sehen und immer wieder zu solchen spielerein kommt. sie ist nunmal ein Papa-Kind und das auch nicht seit gestern, der Kindesmutter passt es aber nicht. Sie hat einen neuen Partner und will mich ganz aus ihrem Leben raushaben. Jetzt kommt die Maus schon und betont, warum ich letztens nicht gekommen bin und wir NACH HAUSE gefahren sind, sie hätte auf mich gewartet, obwohl sie wusste, dass ich sie immer abhole. Und wenn sie sagt, wir wollen nach Hause fahren, sage ich dann immer, aber wir sind doch noch zu Hause (bei Mama). Nein, Papa, nicht zur Mama, wir wollen jetzt nach Hause fahren.


    Es ist einfach zuviel. Weil das Kind ihr Zuhause scheinbar beim Papa sieht, will man diesem jetzt einen Strich durch die Rechnung machen. Ich frage mich, was das soll, ob man das Kind noch weiter kaputt machen möchte, sie hat es in der Vergangenheit ja so einfach gehabt.

  • Bei allem, was Du schilderst, solltest Du Dir immer wieder bewusst machen, worum es Dir eigentlich geht. Ich gehe einfach mal davon aus, dass Du als Vater das Beste für das Kind möchtest. Was aber ist jetzt das Beste für das Kind?


    So wie Du es schilderst, entsteht bei mir der Eindruck, dass das Kind in einem massiven Interessenskonflikt steht. Es möchte einfach alles beiden Eltern recht machen, was zwischen Euch als Eltern so nicht möglich ist. Ich möchte hier auch keinem besonders eine Schuld zuweisen, dafür ist es aus der Ferne einfach zu schwer. Was mir aber scheint, die Mutter des Kindes wird keinen Zentimeter von ihrer Linie abweichen, ob das dem Kind zugute kommt oder nicht.


    Jetzt musst Du für Dich bewerten, was Du machen möchtest. Ich würde Dir zunächst gut raten, sprich Dein Vorgehen mit Jugendamt und Anwalt ab. Lass Dir raten, was gut ist für das Kind. Dies kann im Zweifelsfall auch bedeuten, dass man vielleicht sogar berechtigte Ansprüche (zunächst) hinten anstellt, damit das Kind einfach etwas von dem Interessenskonflikt befreit wird. Aber ich will dem nicht vorgreifen, ich denke, Jugendamt und Anwalt können den Gesamtzusammenhang sicher besser beurteilen als ich.


    Wie Bap das so treffend ausgedrückt hat...manchmal hat man als Elternteil die Wahl zwischen Pest (weniger Umgang um das Kind aus dem Interessenskonflikt herauszuhalten) und Cholera (Umgang durchsetzen mit dem Bewusstsein, dass das Kind durch die Mutter weiter stark gegen die eigene Position beeinflusst werden kann).

  • Weißt Du, edit-gb, was mir auffällt? Du führst Verhaltensweisen oder Äußerungen des Kindes heran, um uns aufzuzeigen, dass Deine Tochter eher zu Dir als zur Mutter gehört ... das klingt wie ein endloser Rosenkrieg. Und wenn Du da nicht ein Ende findest, wird das Kind mittelfristig zerrieben. Ich finde das sehr, sehr kritisch.


    Was ich zwischen den Zeilen lese: Die Mutter mit ihrem neuen Lebensgefährten ist Gift für's Kind, und bei mir alleine kann sie glücklich werden. Ist das eine gute Ausgangsbasis, um sich mit der Mutter irgendwie zu verständigen?


    Warum ist es in irgendeiner Weise wichtig, ob sie ein Papa- oder ein Mama-Kind ist? Ich würde mich an Deiner Stelle eher einmal fragen, ob es nicht an der Zeit ist, die Verhaltensweisen der Tochter kritisch begleiten zu lassen? Über solche Dinge würde ich mit dem Jugendamt sprechen, damit Eure Tochter eine Chance hat, Sicherheit und Stabilität zu erfahren. Welche Gründe könnte es denn haben, dass sie immer und immer wieder Deine Nähe sucht?


    Aber wenn Du meinst, das Zuhause des Kindes kann nur bei Dir sein, dann solltest Du überlegen, ob Du nicht das Aufenthaltsbestimmungsrecht, die Gesundheitsfürsorge und das Recht, Anträge bei Behörden zu stellen, bei Gericht beantragst. Das wird aber wohl nicht ohne Begutachtung gehen, und die dauert.

  • Lass Dir raten, was gut ist für das Kind. Dies kann im Zweifelsfall auch bedeuten, dass man vielleicht sogar berechtigte Ansprüche (zunächst) hinten anstellt, damit das Kind einfach etwas von dem Interessenskonflikt befreit wird.


    Es wäre ja nicht das erste Trennungskind, welches in einem solchen Interessenskonflikt ist und da nicht herauskommt, weil beide Eltern in ihren eigenen Denk- und Handlungsmustern verharren. Dadurch zementieren sie diesen Interessenskonflikt nur noch. Sicher ist: Es muss etwas geschehen, also fang damit an - zum Wohle Eures Kindes - und überzeuge das Jugendamt, dass Du Hilfe brauchst. Das ist übrigens weder eine Schande, noch ein Eingeständnis von Schwachheit oder dass Du überfordert wärest - im Gegenteil.

  • Wie Bap das so treffend ausgedrückt hat...manchmal hat man als Elternteil die Wahl zwischen Pest (weniger Umgang um das Kind aus dem Interessenskonflikt herauszuhalten)

    Wobei die gefahr sehr hoch ist das das Kind weiter im Interessenkonflikt steht weil die Kindsmutter den Umgang liebend gern ganz einstellen würde.( Ist nur ne Vermutung)



    LG vom Papa06

    Kopf hoch auch wenn der Hals noch so dreckig ist.

  • Was ist denn wichtiger: was gut für Eure Tochter ist, oder was deren Mutter vermutlich (!) möchte?

  • Ich betrachte die Mutter nicht als kritisch, sondern ihre Verhaltensweisen. Die Mutter will den Vater außen vor haben, weil sie noch ein anderes Kind vom neuen Mann hat und da ist der Ex störend.


    Tja, das Jugendamt. Das Jugendamt scheint nicht gewillt zu sein, irgendwie zu vermitteln, geschweige denn zu beraten. Da wird lieber darüber gelacht und aus Langeweile mit dem Stuhl gekippelt, anstatt auch mal Lösungsvorschläge zu machen. Die Eltern haben Schwierigkeiten und das Jugendamt sieht tatenlos zu und meint, das müssen Sie als Eltern ausmachen. Warum gehe ich zum Jugendamt? Richtig, um Hilfe zu erhalten, dieses aber nur gelangweilt sich die Meinungsverschiedenheiten der Eltern anschaut.


    Selbst in der letzten Verhandlung wurde die Stellungnahme ans Gericht zu spät eingereicht, was auch gerügt worden ist, Und in der Stellungnahme steht nur, dass ein Telefonat mit der Mutter stattfand und diese ihre eigenen Vorstellungen durchaus überlegt sind, der Vater wurde garnicht mit einbezogen.


    Auch die Bitte, zu beantworten, ob eine Erziehungshilfe installiert ist, wurde nicht nachgegeben. Bei der SB vom Jugendamt kommt man auch nicht zu Wort, ständig wird unterbrochen, ehe man was sagen will. Letztendlich die Aussage, das Kind lebt nunmal bei der Mutter und soll es auch begreifen und ein Umgang in dem Umfang, wobei das Kind nicht weiß, wo sein Zuhause ist, ist schädlich fürs Kind.