Was mache ich bloß mit meinem Ex? Würdet ihr nochmal nachfragen?

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  • Guten Abend zusammen!


    Ich lese sonst eher still mit, möchte mich heute aber doch mal wieder mit einer Frage an euch wenden.


    Mit dem Umgang lief es noch nie (seit über 1,5 Jahren getrennt) wirklich gut. Mal lief er einige Monate einigermaßen regelmäßig alle 2-4 Wochen, dann wieder wochenlang gar nicht. Oft hat er die Kinder nur nach mehrmaliger Nachfrage meinerseits genommen. Wenn er sie hat kümmert er sich aber und er sagt auch immer, dass er sie liebt und gerne Zeit mit ihnen verbringt. Auf einen verbindlichen Umgangsplan durch das Jugendamt wollte er sich nicht einlassen (bzw. kam es nicht einmal zu einem Gesprächstermin). Das zur Vorgeschichte.


    Aktuell haben wir "eigentlich" eine gewisse Regelung. Hatten uns vor einigen Monaten zusammengesetzt und anhand unserer Kalender geplant. Laut Plan hatte er sie aufgrund seiner Arbeit ca. alle 3 Wochen, was auch ein paar Mal klappte. Nun hatte er sie das letzte Mal über das WE vom 12.-14.06., geplant war, dass er sie wieder am kommenden WE nimmt (ja, nach 5 Wochen!). Auf meine routinemäßige Nachfrage letzte Woche ob es klappt kam, dass er momentan sehr große Probleme hat mit dem Finanzamt, usw., dass er erstmal schauen muss ob er "überhaupt noch was hat, momentan geht nichts". Seither habe ich nichts mehr von ihm gehört und die Kinder auch nicht (das ist üblich, er meldet sich nie zwischen den Umgängen). Ich vermute nun, dass er die Kinder nicht nehmen wird am kommenden WE und ich stelle mir die Frage ob ich nochmal nachhake. Mir tut es eben sehr Leid für die Kinder.. Wenn er sie jetzt nicht nimmt hat er sie erst wieder im September, August geht überhaupt nicht! :krank: Wochenenden verschieben kann oder will er nicht, wenn es bei ihm nicht klappt fällt es einfach aus.


    Was würdet ihr nun an meiner Stelle tun?
    Die Kinder wissen zum Glück nichts vom geplanten WE, habe aus der Vergangenheit gelernt. Sie erfahren es erst immer wenn es ganz sicher ist, dass er sie holt. Trotzdem vermissen sie ihn und fragen ständig, wann sie wieder zu ihm dürfen. :S

  • Was würdet ihr nun an meiner Stelle tun?


    ich kann nur davon reden, was ich persönlich getan habe...


    Ich bin meinem Ex nicht mehr hinterhergerannt-
    bei uns hatte das zur Folge, dass er dann über Jahre nur ein, zweimal im Jahr aufgetaucht ist- allerdings sind mir enttäuschte Kinder (über die ewige Absage- und Verschieberei) hierdurch
    erspart geblieben... und ebenso ständiges Neu- und Umplanen für mich-


    Ändern kann man den Anderen eh nicht- und mir persönlich war immer "eine Baustelle" (nicht der Umgang, sondern die Hinterherrennerei und Hinterherplanerei) weniger ganz Recht


    Bei uns ist das Verhältnis erst wieder "aufgeblüht", seit Tochterkind selber fahren kann :brille
    jetzt fährt sie so drei, viermal im Jahr zu ihm- und nimmt dann ihren Bruder mit....

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)


  • ich kann nur davon reden, was ich persönlich getan habe...


    Ich bin meinem Ex nicht mehr hinterhergerannt-

    Danke für deine Antwort.
    Das Hinterherrennen habe ich eigentlich auch längst eingestellt und seitdem bin ich - und damit auch die Kinder- deutlich ruhiger. Aber in diesem Fall, ich weiß auch nicht..

  • Wenn es ihm gerade so schlecht geht und die Sorgen drücken, würde ich ihm die Kids nicht aufs Auge drücken - wir hatten auch solche Phasen - ich glaube es waren mal 4 Monate ... dann wurde es wieder besser...

    Es ist schon richtig, was du sagst. ABER er hat laufend finanzielle Probleme (zahlt auch keinen Unterhalt), hat sein Leben diesbezüglich nicht im Griff. Wenn man darauf wartet, dass er mal keine Sorgen mehr hat sieht er die Kinder wohl jahrelang nicht mehr.
    Außerdem bin ich der Meinung, dass man als Elternteil seine Sorgen herunterschlucken können muss, wenn man sich um die Kinder kümmert. Ich habe auch Sorgen, teilweise viele Sorgen im Alltag und MUSS mich kümmern. Das sind keine Ausreden für mich. Gut, der Unterschied ist vermutlich, dass ich a) keine Wahl habe und b) meine Kinder auch niemals so ausblenden könnte wie er.

  • Ich glaube, ich würde einfach nochmal freundlich nachfragen und darauf vorbereitet sein, dass es nichts wird. Solange Du ihn nicht drängst, dass er sie nehmen soll, ist das doch okay - Du musst ja auch planen.

  • Habe dies gerade getan und rechne damit, dass es nicht klappt. Aber ich kann mir dann wenigstens nicht vorwerfen ich hätte es nicht versucht für die Kinder. :kopf


    :daumen Gut so


    Und es gibt Dir die Möglichkeit die Tage richtig zu planen

  • Hallo Mama07+12,


    da ich weder die Situation, noch Dich oder Deinen Ex kenne, ist es schwierig, Ratschläge zu geben. Ich versuche es trotzdem.


    Wenn er sich vor der Trennung intensiver um die Kinder gekümmert hat, als er es jetzt tut, dann besteht die Chance, sein Interesse wieder zu wecken. Versuche, ihn etwas mehr in das alltägliche Leben Eurer Kinder einzubinden. Auch, wenn Ihr kein gemeinsames Sorgerecht habt, spricht nichts dagegen, seine Meinung zu Themen, welche die Kinder betreffen, einzuholen. Vielleicht fühlt er sich im Moment als Vater nicht wichtig für die Kinder und Du kannst ihm dieses Gefühl zurückgeben, wenn Du es denn möchtest. Wir sind uns sicher einig, dass er es ist. Finanzielle Probleme hin oder her. Frag die Kinder, ob sie ihn nicht ab und zu mal anrufen und von besonderen Ereignissen des Tages erzählen möchten.


    Was die Umgangsvereinbarung betrifft, so sollte man nach über einem Jahr wirklich eine langfristige getroffen haben, so es denn mit kurzfristigen Absprachen nicht funktioniert. Wenn der Vater gemeinsame Gespräche bei Beratungsstellen verweigert, dann muss er eben eine Einladung zu einer höheren Instanz bekommen, die er nicht ablehnen kann. Das verschlechtert euer Verhältnis vermutlich zunächst, trägt aber zur Besserung der Situation auf lange Sicht sicher bei, so es denn zu einer Einigung kommt.


    Sorry, Mama07+12, aber das Nachfragen, ob er dieses oder jenes Wochenende denn nun kommt, ohne sicher sein zu können, dass er es wirklich tut, ist kein Versuch, den Kindern zu helfen.


    Grüße
    bilokite

  • Er hat bisher nicht einmal geantwortet, so viel dazu, wie wichtig es ihm ist....


    bilokite: Dein Ansatz ist gar nicht so schlecht, er ist tatsächlich sehr wenig präsent im Leben der Kinder. Allerdings habe ich es zig mal versucht, ihn zu Sommerfesten im Kindergarten eingeladen, um Entscheidungen gefragt, usw. Es hat ihn nicht interessiert. Er meldete sich bisher nicht einmal am Geburtstag der Kinder außerhalb der Reihe, er fragt nie wie es ihnen geht. Wenn ich mich mal gemeldet habe, dass sie krank sind, ihn vermissen oder was tolles gebastelt haben kam eine nichtssagende oder keine Antwort zurück.
    Vielleicht sollte ich es endgültig einfach aufgeben und ihn einfach lassen. Oder welche "höhere Instanz zur Umgangsregelung" meinst du?

  • mag sein das ich da etwas blauäugig bin aber warum hinterher rennen wenn soviel Desinteresse besteht...mag sein das es im Wohle der Kids gemeint ist aber wenn nix zurück kommt warum dem KV alles hinterher tragen davon haben die Kids doch auch nichts....sich um seine Kinder bemühen ist nun mal auch eine Hol-Schuld des Erzeugers und nicht nur eine Bring-Schuld von dir. Wer aktiv am Leben seiner Kinder teilhaben will muß eben auch mal selbst den Arsch hoch nehmen oder wenigstens den Hörer in die Hand das ist heutzutage na Sache von Sek. ne Nummer zu wählen ...

  • Erzeugers

    Huhu Greny,


    wenn Du denn selbst mal Erzeuger bist ... bisher bist Du das ja nicht .... dann macht es möglicherweise mehr Sinn Dich auf diesem Terrain zu bewegen.

  • loewe


    ich denke mal das ich nicht zwingend Kinder haben um zu wissen das ich selbst auch mal nachfragen muß wenn ich Interesse habe und am Leben eines (im meinem Fall hypothetischen) Kinds teilhaben will ...die Wortwahl "Erzeuger" war vielleicht etwas unglücklich gewählt sollte aber nicht abwertend gemeint sein...

  • Greny, liest Du hier:


    "Wenn er sich vor der Trennung intensiver um die Kinder gekümmert hat, als er es jetzt tut..."


    Nach den weiteren Ausführungen von Mama07+12, sehe ich da allerdings wenig Hoffnung. Ich weiß nicht, was Väter zu solch einem Verhalten treibt. Da muss ganz fürchterlich was im Argen sein.

  • Hey Mama17+4,


    mit höherer Instanz meinte ich einen gerichtlichen Beschluss. Zu versuchen, sein Interesse zu wecken, kannst Du vermutlich tatsächlich lassen. Aber die Kinder haben ein Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen. Wenn Du aufgibst, entscheidest Du für sie, dass sie auf ihr Recht verzichten. Es mag zwar nach "hinterhertragen" aussehen, und der eine oder andere wird der Meinung sein, dass die Kinder einen solchen Vater nicht brauchen, aber sie haben keinen anderen. Es geht also nicht um das Interesse des Vaters an den Kindern und seinen Kontakt zu ihnen, sondern um deren Interesse am Vater und deren Kontakt zu ihm. Es ist halt fraglich, was er macht, wenn er, aus seiner Sicht, Umgang "aufgebrummt" bekommt. Die Entscheidung, ob es wirklich sinnvoll für die Kinder ist, kann man gemeinsam mit Fachkräften treffen.