Gerichtlichen Beschluss zum Umgang um-/ ausgestalten

  • :hilfe und hallo liebe Forenbewohner,


    wie ich an anderer Stelle schon schrieb, gibt es auf Betreiben des KV nun seit Weihnachten 2016 einen Beschluss zum Umgang zwischen Kind (5) und KV.
    Vorangegangen sind äußerst unregelmäßige Umgangstermine mit Pausen bis zu 2;7 Jahren. Zuletzt gesehen hatten sich die Beiden vor knapp einem dreiviertel Jahr. Ich habe immer Umgang gefördert und habe nicht einen Termin abgesagt - im Gegensatz zum KV.
    Nun wurde ein Beschluss gefasst, der einen stufenweisen Aufbau der Umgänge bis zu einmal monatlichen Wochenenden beinhaltet. (mehr will KV nicht).
    So weit, so gut.
    Nachdem nun der erste Termin gelaufen ist, beginnt KV nun schon erste gerichtlich festgelegte Termine zu schieben und auszuweiten.
    Er signalisiert, dass er die Termine nur schwer einhalten kann und sie ihm im kommenden Jahr nicht mehr so möglich seien.


    Nun meine Fragen:
    Die gesetzten Termine sollten doch so eingehalten werden?
    Was kann ich tun, wenn KV tatsächlich, wie angekündigt, nicht kommt oder die festgelegten Abstände zwischen den Umgängen vergrößert?
    Wie kann ich sicher nachweisen, dass die Umgänge tatsächlich auf Betreiben des KV ausfallen?
    Ich befürchte, dass er es wieder so dreht, dass ich boykottiere. :hm...
    Ist eine Dokumentation an das JA/ an die Erziehungsberatung sinnvoll? (wobei beide Stellen bei der Umgangsregelung so hilfreich wie 'ne Papiertüte waren... :nawarte: )


    Vielen Dank und liebe Grüße,


    die sangreal

  • Die gesetzten Termine sollten doch so eingehalten werden?


    ja, auf jeden Fall! Dazu gibt es ja den gerichtlichen Beschluss, an den sich auch der KV zu halten hat. Basta. Lass dich auf keine Diskussionen ein! Kreuze die festgelegten Termine im Kalender an oder eine klare Nachricht: lt. Gerichtsbeschluss stehen die Termine fest und sind dann und dann. Auf andere Terminvorschläge vom KV brauchst du nicht eingehen.


    Was kann ich tun, wenn KV tatsächlich, wie angekündigt, nicht kommt oder die festgelegten Abstände zwischen den Umgängen vergrößert?
    Wie kann ich sicher nachweisen, dass die Umgänge tatsächlich auf Betreiben des KV ausfallen?


    Du stellst dein Kind zum gerichtlich beschlossenen Termin pünktlich abholbereit vor die Tür. Kommt der KV nicht, fällt der Termin aus und es gilt erst wieder der nächste gerichtlich festgelegte.
    Eine Wartezeit von mehr als einer Stunde halte ich für nicht nötig, außer der KV hat eine plausible Erklärung (Stau..) für die Verspätung.
    Dokumentiere die (nicht wahrgenommenen) Umgänge genau, mit Uhrzeiten. Sollte es dann wieder vor Gericht gehen irgendwann, hast Du Nachweise.

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    keks3


    life is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing (shakespeare)
    'Does anybody remember laughter?' (R.P.)

  • Im Beschluss steht, dass die Umgänge bei Ausfall zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachgeholt werden sollen.
    Heißt das auch, wenn KV dieses Wochenende keine Lust (Argumente "zu müde", "Wetterlage" und "will meinen Urlaubseffekt nicht gefährden" kamen beispielsweise schon) hat, er es auf die kommende Woche schieben kann?

  • Nein, das bezieht sich auf nicht zu umgehende Ausfälle, z.B. weil Kind zu krank ist oder der Papa kann (Schicht-)Arbeit nicht verschieben oder wegen Blitzeis nicht fahren so was. Es bezieht sich nicht auf Regenwetter oder Lust und Laune des Papas. Auch nicht auf Einladungen für's Kind wegen Kindergeburtstag oder so.

  • Was kann ich tun, wenn KV tatsächlich, wie angekündigt, nicht kommt oder die festgelegten Abstände zwischen den Umgängen vergrößert?
    Wie kann ich sicher nachweisen, dass die Umgänge tatsächlich auf Betreiben des KV ausfallen?


    Du könntest natürlich überlegen einen Ordnungsgeldantrag zu stellen...


    Ich nehme mal an, dies ist im Beschluss vorgesehen bei Verstoss gegen die Umgangsregelung. Ob das sinnvoll ist steht auf einem anderen Blatt.


    Alternativ das JA schriftlich informieren, dass der KV Umgänge abgesagt hat, mit Daten und um Vermittlung bitten. Selbst wenn die dann nichts machen hast du wenigstens was für die Akte und ein erneutes Verfahren vorliegen.


    Wichtig ist hier auch, dass du dir die Absagen, oder Bestätigung per email vom KV holst, nicht telefonisch.

  • Ich danke euch!


    Das Ordnungsgeld ist mit im Beschluss, ja.
    Das ich ihn nicht zwingen kann, regelmäßig zu kommen ist mir klar.
    Mich fuchst, dass er etwas erzwungen hat, wofür ich knapp €1000 bezahlen musste (Anwalt/ Gericht) und er jetzt meint, es sei nicht bindend.


    Kommunikation findet nur noch schriftlich statt.