Brauche mal Hilfe in der Entscheidungsfindung

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  • Situation ist folgende :


    Ich mache gerade eine Ausbildung zur Erzieherin, bin im Sommer fertig. Zusätzlich bin ich Mama eines 5 Jährigen, Unterstützung habe ich nur minimal und unregelmäßig.


    Ich muss mir jetzt überlegen, was ich weiter mache.


    Ich könnte ab Sommer arbeiten, nur weiß ich nicht, wann ich mich dafür bewerben müsste, also rechne ich mit einigen Monaten ALG Bezug.
    Es gibt auch die Möglichkeit, ab Oktober ein berufsbegleitendes Bachelorstudium zur Sozialpädagogin anzuschließen und das würde ich wirklich gerne machen, immerhin ist eine höhere Bildung in meiner Situation nicht zu verachten und damit hätte ich dir Möglichkeit, endlich finanziell etwas besser da zu stehen als "nur " Erzieherin.


    Es gibt aber zwei Haken :
    Ich habe Angst, dass mir Job, Studium, Haushalt und Kind auf Dauer zu viel wird. Letztes Jahr bin ich am einen Punkt gekommen, an dem ich echt fertig war, aber so wirklich. Das lag daran, dass ich eine weitere Belastung hatte, da meine Mama im Krankenhaus war und ich mich um meinen Papa gekümmert habe. Das Studium wäre alle zwei Wochen Mittwoch abend von 18 bis 20 Uhr online, immer freitags von 13-18 sowie Samstag von 9-15und einmal im Jahr eine ganze Woche durchgehend.


    Und dann wäre da die Kostenfrage. Der Spaß kostet 300€ monatlich, ob ich dafür Bafög kriegen könnte wäre fraglich.
    Momentan bekomme ich an AFBG und zusätzlichen Einnahmen knapp 1300€, damit wären die 300€ kein Problem, aber mit Ausbildungsende endet auch das AFBG.


    Also wie ich auch darüber nachdenke, wirklich glücklich bin ich nicht
    Theoretisch wäre auch ein Stipendium möglich, da ich recht gute Noten habe, aber die verlangen alle gesellschaftlichen oder sozialen Einsatz und ich habe keine Idee, wie ich den noch leisten könnte.


    Ich würde gerne eure Meinungen hören. Vlt hat ja jemand noch eine Idee?

  • Hi,


    ich studiere Soziale Arbeit (Sozialpädagogin als solches gibt es nicht mehr) und frage mich grade was das für ein Studiensystem bei dir ist? :huh: vielleicht BL-abhängig :hae: Bei mir ist es so, das ich Vollzeit studiere, d.h. durchschnittlich 2-3 Tage die Woche an die Uni muss und das dann von 9-17 Uhr... das geht für mich, damit ich an den anderen Tagen arbeite, Termine der Kiddies und mir wahrnehme etc... Ich habe übrigens 3 Kinder.. und an meiner Uni bezahle ich als Mutter 100 € Verwaltungsgebühren im Semester also jd. halbe Jahr...
    Joa, ansonsten gibt es an meiner Uni auch die Möglichkeit Teilzeit zu studieren was aber extrem lange geht d.h. statt 7 Semestern 14 Semester..,wobei man auch von Teilzeit auf Vollzeit wechseln kann und umgekehrt.. wie gesagt die 300 Euro monatlich sind mir persönlich etwas suspekt... studiengebühren gibt es doch nicht mehr oder irre ich mich?


    Sorry das ich dir so nichts raten konnte.. aber wenn du es wirklich willst würde ich es machen, also das Studium...




    LG


    Zana


    sorry ich seh grade berufsbegleitend.. also BA-Studium? Kenne eine die das so gemacht hat, aber die bekam auch Gehalt dafür :hae: was ja auch logisch wäre, wie ist es da bei dir ? Bafög bekommt man soweit ich weiss nur bei einem Vollzeitstudium

    Ein Licht das von innen her leuchtet, kann niemand löschen...

    Einmal editiert, zuletzt von Zana81 ()

  • Hallo Zana


    Wenn ich arbeiten gehe bekomme ich natürlich Gehalt, damit wäre der finanzielle Sektor abgedeckt, da in den 1300 jetzt ja auch noch Kindergeld und UHV drin sind, die weiter gezahlt werden.
    Da wäre eher der Knackpunkt mit der Angst vor der Überforderung. Insgesamt wird der Spaß 2 Jahre dauern, da ein Teil der Erzieherausbildung mit angerechnet werden kann.


    Gnaa ich weiß echt nicht weiter, ich will, aber ich trau mich nicht

  • Mmh deine Entscheidung abnehmen und dir deine Angst nehmen kann ich natürlich leider nicht :troest


    wie ist denn dein Kind wenn du arbeitest betreut? Wie schaffst du es zeitlich, ich von Kiga/Schule zu bringen und zu holen? Kümmert sich der KV um dein Kind? Auf alle Fälle würde ich schauen, wie du diese Punkte geregelt bekommst. Wäre eine Tagesmutter evt eine Unterstützung, die du dir überlegen kannst? Können evt. andere Mamas / Papas deren Kinder mit deinem Sohn befreundet sind evt. z.b. den Freitag und / oder Samstag übernehmen? Geschwister ? Nachbarn?


    Lg


    Zana

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  • Die Grundfrage dahiner kann ich nachvollziehen. Bei mir war / ist es der Job bzw. next Level auf der Karrierleiter.


    Schaffe ich das alles unter einen Hut zu kriegen? Mit Sicherheit nicht immer, aber immer öfter.


    Schaffe ich das Kind, Arbeit, mir selbst gerecht zu werden? Manchmal ja, manchmal nein, aber wenn ich es nicht verusche werde ich es nicht herausfinden. Aber mit sicherheit im ganzen so gut, dass mehr als passt.


    Komme ich mit der Dauerbelastung klar? Nur wenn ich mir eingestehe, dass ich manchmal überfordert bin und daran wachse. Mir bewusst meine Pausen schaffe und jeden Tag aufs neue klar mache warum ich das alles will.



    Im Grunde wenn du es willst, wirst du es auch tun :) Wenn du deinen Zweifeln nachgibst wirst du dich noch sehr oft fragen, was wäre wenn du es einfach versucht hättest. Im schlimmsten Fall merkst du ok, ich komm auf diesem Weg nicht weiter. Dann suchst du dir eine Arbeitsstelle und weißt ok, hab alles gegeben, aber die Umstände waren heftig. Im besten Fall, schaffst du das und hast nen eindeutig besseren Weg im Job vor dir. So oder so kannst du ne Menge lernen auf dem Weg.


    Warum also nicht versuchen?

    Leben ist das was passiert und was ich daraus mache. :daumen

  • Ich sehe es so:


    Du schließt ja deine Ausbildung ab. Dann kannst du wenigstens versuchen das Studium anzufangen. Sollte es nicht gelingen, kannst du es immernoch abbrechen und als Erzieherin arbeiten.
    Vielleicht ergibt sich ein paar Jahre später doch nochmal die Gelegenheit zu studieren.


    Ich möchte auch am Liebsten studieren nach der Fachhochschulreife. Aber ob ich das schaffe usw weiß ich auch noch nicht.

  • Ich weiß nicht wie lange die Ausbildung zur Erzieherin ging und ob du vorher den Sozialassitenten machen musstet. Ich würde mich erst mal informieren ob du dem Grunde nach noch einen Förderungsanspruch hast, da die Erzieherausbildung auch eine förderungsfähige Ausbildung ist. Da diese aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich organisiert ist, kann ich dir das nicht sagen. Und Hartz IV gibt es während eines Studiums auch nicht für dich nur für dein Kind und ev. den Alleinerziehendenzuschlag. Lass dich doch mal im deinem örtlichen Studentenwerk beraten. Welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt. Oftmals haben die auch Kontakt zu Stiftungen für Studienanfänger oder so (ist zumindest bei uns hier in Oldenburg so)


    Arbeiten kannst du ja auch aber ob das mit Studium und Kind realisierbar ist weiß ich nicht. Wohngeldanspruch besteht wenn du kein Bafög bekommst aber das ist ja nicht wirklich der Rede wert.


    Wie gesagt, geh zum örtlichen Studentenwerk und lass dich beraten. (Nicht bei der Uni wirklich beim Studentenwerk)


    LG Grit

  • Ich könnte ab Sommer arbeiten, nur weiß ich nicht, wann ich mich dafür bewerben müsste, also rechne ich mit einigen Monaten ALG Bezug.
    Es gibt auch die Möglichkeit, ab Oktober ein berufsbegleitendes Bachelorstudium zur Sozialpädagogin anzuschließen und das würde ich wirklich gerne machen, immerhin ist eine höhere Bildung in meiner Situation nicht zu verachten und damit hätte ich dir Möglichkeit, endlich finanziell etwas besser da zu stehen als "nur " Erzieherin.


    In unserer Gegend sucht jede Stadt dauerhaft min. 5 Erzieher - Anfangen könntest du in Kürze und auch Stunden und Arbeitszeit sind verhandelbar.
    Vielleicht doch erstmal ein paar Jahre Praxiserfahrung sammeln und das Studium dann anschließen ?