krippeneingewöhnung - bin ich zu weich oder ist sie zu hart?

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  • hallo,
    ich bräuchte mal eure meinung zu folgendem:
    wir sind seit anfang letzter woche bei der krippeneingewöhnung, sohni war montag bis mittwoch jeweils für eine stunde da, am mittwoch war ich das erste mal für ein paar minuten draussen - überhaupt kein problem! donnerstag und freitag hatte die krippe zu, montag war auch alles gut, deshalb haben wir meine abwesenheit am dienstag auf eine halbe stunde ausgedehnt. es war solange kein problem bis die gruppe in den turnraum ging, den kannte er noch nicht, war unsicher und hat geweint. fünf minuten später kam ich zurück, er lies sich trösten, alles okay. mittwoch dann wieder eine halbe stunde weg, heute zum ersten mal für eineinhalb stunden. er war heute zum ersten mal alleine beim mittagessen (gestern mit mir).
    als ich ging hab ich gehört, dass er geweint hat...
    als ich wiederkam hat er wie am spieß gebrüllt. es war wohl so: er hat zwischendurch immermal wieder geweint und sich aber auch wieder beruhigen lassen. gegessen hat er nichts, was mich nicht wundert, da er es noch nicht gewöhnt ist da zu essen und durch die anzahl der kinder nicht die aufmerksamkeit bekommt die er noch bräuchte. für mich erstmal kein problem, er wird sich dran gewöhnen und dann auch mehr alleine essen. allerdings hat er dann angefangen zu weinen, die erzieherin hat beschlossen er ist wohl fertig und ihn aufgefordert händewaschen zu gehen. er kennt die abläufe ja noch nicht, zudem war er müde und ich war noch nicht zurück - er hat nochmehr geweint. daraufhin hat sie ihn mit ins bad genommen und ihn unter brüllen dazu gezwungen hände und mund zu waschen, ihn festgehalten... in dem moment kam ich rein, er war fix und fertig! ich hab ihn genommen und getröstet, die erzieherin hat etwas ertappt gelächelt und gefragt ob das zu hause auch so sei. ist es nicht, im gegenteil, er liebt alles was mit wasser zu tun hat.
    mich hat diese situation ehrlich gesagt etwas schockiert, ich hätte bei einem noch nicht eingewöhnzen kind etwas mehr sensibilität erwartet. ich muss dazu sagen dass ich selbst schon in der krippe gearbeitet habe, sowas hätte ich NIE getan.
    dazu kommt noch, dass mein kleiner neulich bei einem ausflug an dem ich im hintergrund dabei war eine zigarettenkippe gekaut hat. keiner hat das mitgekriegt und ich auch nur zufällig... hab sie ihm sofort abgenommen und der erzieherin bescheid gesagt, die fand das gar nicht weiter schlimm, hat nur gemeint sie versteht nicht dass leute ihre kippen auf den spielplatz schmeißen.
    irgendwie hab ich jetzt kein gutes gefühl mehr. was meint ihr? stell ich mich an? oder ist das echt etwas daneben?

  • Hui, das geht aber sehr hoppladihopp!


    Meine Kleine, die damals ja wirklich sehr leicht und gern zu Fremden ging, hat von der Kita damals zwei Wochen bekommen, obwohl sie schon am 3. Tag alleine da blieb.
    Im neuen Kiga (da war sie 2,9) musste ich wegen Arbeit in einer Woche eingewöhnen, danach war sie wieder drei monate unsauber.


    Hör auf Dein Kind und Dich und sprich mit den Leuten. Was spricht dagegen, wenn Du noch länger dabei bleibst?

  • ja, reden werde ich sicher mal mit denen müssen. und bestimmt kann ich dann auch etwas länger dabeisein wenn ich drauf bestehe. nur das vertrauen ist erstmal angeknackst. :(

  • Hallo,
    also wenn du genügend Zeit hast, dort zu bleiben, dann nutz das auch und bespreche dich dahin gehend mit den Damen dort.
    Ich verstehe nicht, warum die das so flott durchziehen da.
    Sie tun SICH (von deinem Kindchen ganz zu schweigen) ja auch keinen Gefallen damit, dem Kind den Einstieg so zu gestalten, dass es gar keine Zeit hat, Vertrauen auf zu bauen.
    Es wird auf diese Art viel eher immer wieder dazu kommen, dass dein Sohn weint, weil er sich nicht sicher fühlt.


    Bei uns (Kita, nicht Krippe) bleiben die Eltern auch mindestens ´ne Woche ...es sei denn, das Kind schmeißt sie raus :wink


    Die arbeiten aber auch alle nicht.........ICH musste das auch in drei Tagen durch ziehen mit meiner Süßen, aber hat zum Glück gut geklappt.


    Schnapp dir die Mädels da und besprich deine Vorstellungen! Viel Glück!

    Manche sagen, ich wäre eingebildet.....aber es gibt mich WIRKLICH!!!!
    ;)

  • unsere eingewöhnungszeit ist schon etwas her, aber ich erinnere mich, das das weder für mich noch für prinzessin spaßig war.
    wie oft bin ich mit pipi in den augen aus der kita gegangen, weil mein kind im hintergrund nach mir weinte.
    geweint hat prinzessin ein halbes jahr.
    allerdings hatten wir sehr liebevolle, einfühlsame erzieherinnen.
    die haben sich gekümmert und getröstet.
    das prinzessin etwas sensibler ist, haben die ja auch gemerkt und sind auf sie eingegangen.
    fand ich toll, deshalb haben wir letztes jahr, bei kita-austritt wieder geheult.
    aber sie gut aufgehoben zu wissen, hat mich arbeiten lassen.
    ich würde auch, die erzieher darauf ansprechen, was mir missfällt, allerdings auch mit dem wissen, das die das nicht zum ersten mal machen,
    und aber auch die augen nicht immer überall haben können.
    liebe grüsse, sonnenmama

  • Bei uns wurde von der Krippe eine Eingewöhnungszeit von 3-4 Wochen eingeplant...
    Und die wurden auch genutzt.
    Es wurde ganz langsam gesteigert. Zwar nur 1,5 Wochen mit mir, da mein Sohn mich dann nicht mehr
    brauchte, aber danach wurde alle paar Tage die Dauer des Aufenthalts um 15min hochgesetzt.
    Gegessen hat er dort erst nach 3 Wochen und Mittagsschlaf erst nach 4.


    Es gab nicht einmal, dass mein Kleiner geweint hat.
    Wir haben uns alle wohl gefühlt mit der Situation und die Erzieherinnen waren immer ansprechbar
    für mich.


    Ich kann deine Bedenken absolut verstehen!!!


    Rede unbedingt mit ihnen. Sie überfordern dein Kind...

    Erziehung besteht aus 2 Dingen: Vorbild sein und Liebe. (Montessori)


    Es gibt kein problematisches Kind, es gibt nur problematische Eltern. (A.S. Neill)


    Erziehe dich selbst, bevor du Kinder zu erziehen trachtest. (J. Korczak)

  • Wie alt ist denn dein Zwerg?


    Ich bin (achtung: meine Meinung) von diesem Eingewöhnen nicht so überzeugt ausser bei sehr jungen Kindern. Ich glaube, dass es manchmal besser ist sie ins kalte Wasser zu werfen, ausser halt wie gesagt bei den kleinen Zwergen. Meine Tochter kam mit drei in die Kita (Krippe und Kita Kombi). Ich habe sie morgens um halb acht gebracht und mittags wieder abgeholt. Die ersten zwei Stunden hat sie wohl immer mal wieder geweint, danach war das Thema für immer gegessen. Ich stand die ganze Zeit auf Abruf bereit, wäre es wirklich gegangen, hätten die Erzieherinnen mich sofort angerufen. Als ich sie wieder abgeholen wollte, musste ich sie unterm Tisch hervor kratzen und unter großen Geschrei aus dem Kidergarten tragen. Ab da war sie froh mich morgens los zu sein. :brille Muss aber auch sagen, dass die Erziehrinnen das ganz tolll gemacht haben. Die haben sie direkt voll mit eingebunden und so beschäftigt, dass sie kaum Zeit hatte irgendwas zu vermissen.


    Das mit der Kippe ist nicht schön, kann aber passieren. Bis zu einem gewissen Alter stecken sich Kinder alles in den Mund, da muss man nur ein mal mit den Augen blinzeln. Meine Kinder haben auf allem rumgekaut.. Schuhe, Klamotten, Steine.. meinem Sohn musste ich mal eine Grille aus dem Mund holen. :ohnmacht:

  • mein sohn ist 15 monate...
    traurig finde ich, dass er anfangs total gerne gegangen ist, morgens nach dem aufstehen an der tür stand und gewartet hat dass wir gehen, mich in der krippe keines blickes gewürdigt hat, auch nicht wenn ich rausgegangen bin. und jetzt nach eineinhalb wochen fängt er an an mir zu kleben. eigentlich sollte es ja eher umgekehrt sein.

  • Ich habe ein Problem damit, wenn so nach "das machen wir immer so" gearbeitet wird!!
    Wir gewöhnen unsere Kids nach dem Berliner Model ein aber sagen bei der Aufnahme grundsätzlich, dass wir uns nach dem Tempo der Kids richten!! Braucht ein Kind länger, dann ist es so!!!
    Habe meinen Sohn ja nun auch dort und ich hatte das große Glück, dass die Eingewöhnung komplett ausgefallen ist, weil der Kurze sich gleich total wohl gefühlt hat!! Aber jedes Kind ist anders!!
    Ein Kind stundenlang heulen zu lassen ist einfach nur grausam!!
    Such das Gespräch und sage auch ganz klar, wie du dich fühlst!!!
    Lass dich nicht beirren...folge deinem Bauchgefühl!!!

  • ihn unter brüllen dazu gezwungen hände und mund zu waschen, ihn festgehalten...


    das geht absolut rein gar nicht und ich würde an deiner stelle dieses vorgehen ansprechen ... eine erzieherin hat ein kind nicht gegen seinen willen zu waschen oder festzuhalten .. das würde mir im traum nicht einfallen!

    die fand das gar nicht weiter schlimm, hat nur gemeint sie versteht nicht dass leute ihre kippen auf den spielplatz schmeißen.

    das leute ihre kippen einfach irgendwohin werfen wird man kaum ändern können :kopf aber das sie es nicht so schlimm fand , das ein kind eine kippe zerkaut DAS kann man ändern ... auch wieder das gespräch suchen!


    Ein Kind stundenlang heulen zu lassen ist einfach nur grausam!!
    Such das Gespräch und sage auch ganz klar, wie du dich fühlst!!!
    Lass dich nicht beirren...folge deinem Bauchgefühl!!!


    :daumen:daumen



    ich glaube nicht das du überreagierst , ich als erzieherin würde genauso reagieren und mit der dame ein ernstes gespräch führen ..

  • Jede Eingewöhnung muss anders ablaufen, weil jedes Kind anders ist.
    Manche brauchen viel Zeit und Routine, bevor sie sich lösen können, manche schieben die Mama am ersten Tag fast aus der Tür, und manche müssen auch durch das Weinen durch.
    Meine Tochter war in gewissem Sinne letztere. Wäre jeman dvon uns da geblieben (nach kurzer Eingewöhnungszeit), hätte sie sich niemals auf die Erzieherinnen eingelassen.


    Ich frage mich, warum ihr nicht erst alles mal kennen lernt, bevor du dich verabschiedest?
    Muss dein Kind den Turnraum und die Essenssituation alleine erleben?
    Hätte es das alles schonmal mit dir durchgespielt, wäre es bestimmt ganz anders abgelaufen.


    Was das Waschen betrifft: Ich wäre sowas von angefressen gewesen. Ich an deiner Stelle würde da noch mal genau nachfragen, wie mit "Weigerungen" der Kinder und Regelverstößen umgegangen wird.

  • bei der eingewöhnung in der ersten kita, in der mein kind war, hatte ich auch ein schlechtes gefühl. ich kann deine gefühle total nachvollziehen.
    an deiner stelle würde ich das was dir negativ aber auch was dir positiv aufgefallen ist ansprechen und ganz wichtig auch sagen, wie du dich bei der sache fühlst!!


    um deine frage zu beantworten: sie ist zu hart!