Ablauf Gymnasium nach Klasse 4 in Berlin

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  • Hallo ihr Lieben,


    ich blick nicht durch. Wir wohnen ja in Berlin Prenzlauer Berg und mein Sohn geht gerade erst in die 3. Klasse. Trotz Trennung, Schulwechsel, Umzug kassiert er gerade einsen und ich fühle mich dabei so: :D


    Ich selbst hab es ja nie auf ein Gymnasium geschafft und würde gerne, wenn mein Sohn es denn auch möchte und er weiterhin 1er Kandidat bleibt, ihn nach Klasse 4 auf das Gymasium schicken. Wie wäre denn dann der Ablauf? ich muss dem Lehrer etwas signalisieren - wann denn? Wann muss ich den Antrag bei einem Gymnasium stellen und was mache ich, wenn die keinen Platz haben? Kann es dann passieren, dass ich das Kind jeden Tag nach Friedichshain beispielsweise fahren muss? Unten stehendens habe ich auf der Website eines Gymnasiums im Bezirk gelesen und verstehe nur Bahnhof. Kann mir das einer übersetzen? "Erweitert um Faktor xy ... was soll das bedeuten ...". Kann man das nicht mit einem Notendurchschnitt ausdrücken? Mein Sohn ist sehr musisch begabt aber ab Klasse 5 finde ich nichts dergleichen - es wäre schön, wenn es sowas wie ein mathematisch-musisches Gymnasium gäbe aber das Leben ist ja leider kein Wunschkonzert.


    "Voraussetzungen für die Aufnahme in eine Profilklasse sind, dass eine sehr gute oder gute Leistung im Fach Mathematik auf dem Halbjahreszeugnis ausgewiesen ist und die Summe der Noten aus den Fächern Mathematik (erweitert um den Faktor 3), Deutsch (erweitert um den Faktor 2), erste Fremdsprache und Sachkunde nicht höher als 15 ist.
    Die Schülerinnen und Schüler, die diese Voraussetzung erfüllen, nehmen am Eingangstest teil.
    Die Auswahl erfolgt auf der Basis der Ergebnisse des Eingangstests, der aus den Noten gebildeten Punktsumme und Punkten, die für bestimmte Kompetenzkriterien der Förderprognose vergeben werden."


    Liebe Grüße und :thanks:

    2 Mal editiert, zuletzt von Ratsuchend37 ()

  • meine tochter ging ab klasse 5 in einer leistungs- und begabungsklasse, kurz schnelllernerklasse - aufs gymnasium. erstes gespräch fand zu den herbstferien statt im oktober. es wurde dann ein gutachten erstellt seitens des lehrers und mit diesem wurde zum ende januar ein antrag und eine bewerbung an das wunschgymnasium gestellt.
    dort wurde das kind zum test geladen der aus einer schriftlichen prüfung in mathe und deutsch und einem logiktest bestand. danach folgte zu einem zweiten termin ein psychologisches gspräch um zu schauen ob das kind die geistige reife besitzt etc. ende märz u. anfang april wurden die entscheidungen getroffen und zum mai glaub ich hatten wir den bescheid, dass meine tochter als aufgenommen galt.


    in der 6. klasse hatte sie ein kurzes hängerchen, in der 9. klasse noch einmal aufgrund pubertät und hat dies jahr in der 12 das abi erfolgreich abgeschlossen.


    für das zweite kind wollte ich das nicht mehr, da ich der meinung war es liegt ihm nicht. er geht den weg über 13 schuljahre zum abi. und für das 3. kind wird es wohl der gleiche weg werden.


    wenn das etwas ist, was dich interessiert, dann geh doch von dir aus auf den lehrer zu und frage wie seine einschätzung zu deinem kind ist. ob er das deinem kind zutraut und wie das procedere bei dir vor ort ist.

  • Vielen Dank. Im Augenblick ist es wahrscheinlich noch zu früh und man muss abwarten. Du meinst Du hast zum Ende der dritten Klasse mit dem Lehrer damals gesprochen?


    Danke und Liebe Grüße

  • Das Kind kann auch nach der 6. Klasse auf ein Gymnasium gehen und in der 12. Klasse das Abitur machen.


    Mein Kind hatte somit noch 2 Jahre Kindheit, der Druck ab der 5. Klasse Gymnasium ist nicht ohne. Diese 2 Jahre hat er auch noch gebraucht und ein Abi-Durchschnitt von 1,4 hingelegt.



    Kindheit ist so etwas schönes

  • Hallo Greeny,


    ja, ich weiß, dass er das kann und trotzdem interessiert mich der Ablauf eines Wechsels nach Klasse 4. zumal es einem in Berlin ja auch passieren kann, dass das Kind nach Klasse 6 dann keinen Platz bekommt. Am Ende werde ich das sowieso nicht entscheiden, sondern er selbst, die Lehrer, eine Aufnahmeprüfung und der Notenschnitt.

  • anitadr in berlin können besonders gute oder besonders begabte schüler aufs gymnasium schon ab kl. 5. meistens sind das schüler, die in der grundschule nicht mehr extra gefördert werden können und schnell begreifen und lernen. meine tochter war einen von denen. sie stand in allen fächern auf 1 und fing an sich zu langweilen, sie kann ja nicht immer nur reden im unterricht und den unterricht allein führen mit dem lehrer.


    @ratsuchend: hier kam der lehrer zu den herbstferien im elterngespräch auf mich zu und hat mir das vorgeschlagen. sie schätzte den übergang als nicht schwierig ein und befand es als guten schritt für meine tochter. sie hat den übergang von einer schule zu nächst höheren sehr gut überstanden und hatte überhaupt keinen druck im gymnasium. dort lernte sie das gleiche wie in der grundschule und noch ein wenig darüber hinaus. vorteil in der kl. 7 war dann, dass sie dem procedere eines gymnasiums schon angepasst war und bereits selbständig lernen in den zwei jahren gelernt hatte. sie blieb im gleichen klassenverband ab kl. 5 bis zur 10 und wir haben den schritt nie bereut. für sie war es genau das richtige.
    für meinen sohn wäre das nie der richtige weg gewesen. er ist bequemer, auch wenn er einfacher begreift und lernt und vor allem schneller. er geht 13 jahre über eine oberschule den weg zum abi. das musst du für dich ganz individuell lösen. auch muss dein kind einverstanden sein. meines wurde nach abwägungen in der familie mit einbezogen und war "feuer und flame". sie hatte spaß daran und hat sich mit der neuen lehrerin sehr gut verstanden.


    zwar hat sie aus alles 1en ein gutes solides 2er abi gemacht, weil auch bei ihr irgendwann schluss war und sie lernen musste, dass auch sie irgendwann den punkt erreicht hat das sie lernen muss - drum das hängerchen in der 9.
    triff die entscheidung für dich aus dem bauch heraus. sprich mit den lehrern und ob das jetzt schon zur dritten sein muss oder du wartest wie sich das kind entwickelt bis zur 4. ist dir überlassen. guck dir auch mal die schulen an, die solche klassen anbieten ab klasse 5. die haben irgendwann tag der offenen tür.

  • Mein Rat wäre ebenfalls, dass du dir die Gymnasien ab Klasse 5 anschaust. Wir haben eines in der Nähe, das ist sehr offen und auskunftsfreudig. Soweit ich weiss muss dein Kind auch nicht zwingend in eine Profiklasse. Es gibt auch Gymnasien, die bieten ab Klasse fünf das allgemeine "Programm". Nicht jedes Kind, dass in Berlin nach der 4. oder 5. Klasse aufs Gymnasium wechselt muss besonders begabt sein. Oft ist es der Elternwunsch, der den Ausschlag gibt.

  • Hallo,


    das mit dem Faktor kann ich erklären.


    Mathenote wird mal 3 genommen und Deutschnote mal 2. Erste Fremdsprache und Sachkunde wird die Note so genommen wie sie ist. Mathe und Deutsch haben somit eine höhere Gewichtung als die anderen Noten.


    Beispiel: Mathe 2, Deutsch 1, Fremdsprache 3, Sachkunde 1 = (2 mal 3) + (1 mal 2) + 3 + 1 = 6 + 2 + 3 +1 = 12