Ausbildung und unfaire Behandlung

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  • Hallo liebe Foris,


    Ich bin ja über so eine "Maßnahme" in Kooperation eines normalen Betriebes in Ausbildung. Leider läuft bei anderen TN nicht alles so wie es sein sollte und ich habe diesbezüglich viele Fragen und Ängste.


    In dieser Maßnahme sind mehrere Leute die sehr deutlich machen das sie auf den ganzen Kram, wie Arbeiten Schule usw kein Bock haben.


    Somit gibt es TN die 2 Wochen am Stück unentschuldigt fehlen, jedoch keine Abmahnungen bekommen, da die Chefin (vom Betrieb) im Urlaub war und der Maßnahme zu spät Bescheid gegeben hätte. Lt Maßnahme.


    Oder TN die Wochen lang krank machen oder andere Ausreden haben wie das man Psychisch am Ende sei um nicht arbeiten zu müssen. Auch da gibt es keine Abmahnungen oder Du Dus.


    Stattdessen will die Maßnahme aber helfen einen Behindertenausweis zu bekommen damit mit man zur Abschlussprüfung zugelassen wird.


    Lt. Maßnahme ist eine Fehlzeit ab 10% bedenklich für die IHK. Mir wurde letztens ein böser Blick zugeworfen als ich mit einem Krankenschein um die Ecke kam. Da ich ja inzwischen 16% habe. Muss aber dazu sagen das ich noch 1 1/2 Jahre vor mir habe. Die anderen aber über 30% liegen und nur noch ein halbes Jahr haben


    Jetzt habe ich noch erfahren das wir eine TN haben die vor einem halben Jahr ihre Prüfung mit 2 Bestanden hat, froh war dort weg zu kommen, aber immer noch täglich dort hin geht um Bewerbungen zu schreiben.


    Langsam frage ich mich warum ich eigentlich täglich arbeiten gehe für Lau für eine Prüfung aber andere sich nicht einmal abmelden können. Genauso gut könnte ich es genauso anstellen und bekomme am Ende dennoch meinen Abschluss.


    Ich weiß ja auch das ich dies für mich tue und ich etwas erreichen möchte leider finde ich dieses Situation nicht gerade prickelnd. Meine Ängste sind: wenn ich mich auf eine Stelle bewerbe und mich keiner haben will, da dieses Maßnahme im Lebenslauf steht. So nach dem Motto: das brauche ich mir nicht genauer anschauen die sind eh nie da.


    Ich weiß auch das es Beurteilungen geben wird, wenn man will. Aber diese sind ja nicht erforderlich bei einer Bewerbung genauso wie das Zeugnis der Berufsschule.


    Mache ich mir da zu viel Wind? Wie denkt ihr darüber? Meine Freundin die auch über diese Maßnahme läuft, ärgert sich auch schon darüber. Ich finde wir werden total ungleich behandelt. Ich weiß ich sollte meine Energie wo anders rein stecken, aber so kann es ja auch nicht weitergehen. Mein Partner meint auch die werden ihr Brot dafür bekommen aber daran glaube ich nicht.


    Vielen Dank an dieser Stelle für das Lesen und hoffentlich ein paar Statements.
    :nixwieweg

  • ich denke, es ist immer sinnvoll, sich weniger Gedanken über "die" Anderen zu machen, sondern seinen eigenen Weg zu gehen :troest


    vermutlich gibt es auch einige, mit einem dtl. höheren GdB, keinen Fehlzeiten, und noch viel viel mehr Engagement-
    wohin man schaut entscheidet man selber ;-)


    Tu das, was Du für richtig hälst, und was für Dich richtig ist!

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Wegen der Fehlzeiten kannst du dich an die Leitung beim Bildungsträger wenden - der spricht dann mit dem Lehrgangsleiter ggfls. gibt es eine Ermahnung - ich fürchte aber beim ein oder anderen Klienten drückt man auf Grund der Beieinträchtigung ein Auge zu und ist froh diese überhaupt über die Zeit zu ziehen - 40-60 % Abbruchqoute wären wahrscheinlich keine gute Werbung - wenn man das knallhart durchziehen würde.


    Grundsätzlich würde ich Absolventen in 3 Stufen teilen


    - die einen haben teilgenommen, nehmen aber nichts für Berufsleben mit
    - die andere interessieren sich (nur) für Teilbereiche und haben damit eine Chance einen Nischenob zu finden
    - der letzte Teil findet seine Berufung und klotzt ran


    das kann man durchaus aus der Beurteilung lesen und die würde ich bei Bewerbungen beifügen - denn eine Maßnahme grundätzlich hat immer Geschmäckle - nicht ohne Grund fand sich keine Ausbildung auf dem 1. Arbeitsmarkt - von daher kann eine gute Beurteilung von Vorteil sein.


    Da drehen wir uns aber im Kreis - verpfeifst du nun den Lehrgangsleiter wegen schlammpiger Klassenführung und der bekommt einen Anpfiff und es fällt zufällig dein Name - dann ist die Sympatie hin.


    Im Zweifel würde ich mich auf mich und mein Ziel besinnen und die Maßnahme durchziehen - egal was die anderen treiben.
    Schlimmer wäre im Lebenslauf eine abgebrochene Maßnahme.


    Warum ein Behindertenausweiß das Ziel ist - verstehe ich nicht - in der Regel gibt das keinen wirklichen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt.


    Dein Partner hat Recht - wer hier schon schummelt - wird es auch danach nicht leichter haben - solche Pappenheimer bindet sich niemand ans Bein.

  • Da ich ja inzwischen 16% habe. Muss aber dazu sagen das ich noch 1 1/2 Jahre vor mir habe. Die anderen aber über 30% liegen und nur noch ein halbes Jahr haben .


    ich muss mich entschuldigen....
    ich hatte die Prozentsätze nicht auf die Fehlzeiten bezogen, sondern als GdB (Grad der Behinderung) gedeutet... ich glaube, ich habe Dich hier falsch verstanen :rotwerd


    aber- ehrlich gesagt finde ich persönlich 16 % Fehlzeiten aus Arbeitgebersicht schon als äusserst bedenklich- in der freien Wirtschaft wird man damit idR. wenig Chancen haben :frag

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)