Plötzlich wieder Kontakt zum KV, fühl mich unter Druck gesetzt

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  • Hallo,


    ich muss mir jetzt auch mal alles von der Seele schreiben. Ich bin mittlerweile in der 30. Woche schwanger :schwanger , hatte seit Juni keinen Kontakt zum Kindsvater. Jetzt hat er sich vor einer Woche auf einmal wieder gemeldet, und wollte sich mit mir treffen, um zu reden. Grundsätzlich hab ich mich darüber gefreut, wieder von ihm zu hören und dass er sagt, dass er sich um unser Baby kümmern will und die Vaterschaft anerkennen :daumen .


    Wir haben uns auch am Sonntag getroffen. Jetzt scheint er allerdings zu meinen, dass es mit uns da weitergeht, wo es vor ein paar Monaten aufgehört hat, obwohl ich ihm deutlich gesagt habe, dass ich mir mit ihm keine Beziehung mehr vorstellen kann. Auf einmal das: Er möchte, dass das Kind seinen Namen trägt, er möchte bei der Geburt dabei sein, er möchte, wenn das Baby da ist, bei mir auf der Couch schlafen(!!! :crazy ) usw. Dieses von Null auf Hundert ist mir echt zuviel im Moment. Und als ich Ihm das gesagt habe, da hieß es, ich solle jetzt doch bitte nicht mehr auf der Vergangenheit rumreiten und lieber an das Baby denken und mich entspannen, als wäre auf einmal ich die egoistische. Dass ich ihm nicht gleich begeistert um den Hals gefallen bin :anbet konnte er wohl nicht ganz verstehen.


    Nach dem Gespräch hab ich mich total k.o. gefühlt, wie nach einem Boxkampf, ich war ständig in Abwehrhaltung. Ich kann ihm nach allem was abgelaufen ist, einfach nicht mehr vertrauen, hab nach wie vor nur seine Handynummer, Adresse hat er im Moment keine, da er angeblich auf einer Fähre arbeitet(klingt alles etwas dubios). Er schafft es noch, mir ein schlechtes Gefühl einzureden, weil ich jetzt nicht auf alle seine Vorschläge eingehe ;( . Wart ihr schon mal in vergleichbaren Situationen? Hab im Moment noch keinen Plan, wie ich damit umgehen soll. Einerseits möchte ich für die Kleine den Kontakt, andererseits ist er so unzuverlässig!


    LG, Bellis

  • Hi


    soweit ich verstanden habe, willst du ja der Kind / Vater Beziehung nicht im Wege stehen sondern dies auch fördern.


    Ich finde es gut das du deine Grenzen aufgezeigt hast und würde mich da auch nicht beirren lassen. Deine Grenzen sind wichtig und wenn du dir klar bist, das du nicht mehr mit ihm zusammen sein willst, dann brauchst du auch deine Distanz und darfst diese auch abstecken.


    Wenn ich in deiner Situation wäre, wäre es mir z.B. nicht möglich, das der KV bei der Geburt dabei ist.... eine Alternative wäre für mich z.B. das er vor dem Kreissaal wartet.


    Geh deinen Weg, erkläre ihm, das ihr Eltern seid aber kein Paar mehr und dies so bleibt. Ich wünsche dir Kraft :troest


    LG


    Zana

    Ein Licht das von innen her leuchtet, kann niemand löschen...

  • Hallo Bellis,


    seinen Namen bekommt das Kind nur, wenn du das willst.
    bei der Geburt dabeisein kann er nicht, wenn du das nicht willst (Alternativ bietest du an, ihn als allerallerersten zu informieren, wenn Kind da?)
    deine Couch ist tabu, deine Wohnung eh, wenn du das nicht willst


    Zitat

    Und als ich Ihm das gesagt habe, da hieß es, ich solle jetzt doch bitte nicht mehr auf der Vergangenheit rumreiten und lieber an das Baby denken und mich entspannen, als wäre auf einmal ich die egoistische


    Jo, kenn ich...wenn mein KV nicht das bekommen hat, was er wollte hieß es "keine andere Frau ist soooo unnormal wie du, alle anderen...."


    bleib bei dir und auf der Elternebene


    mm

    Egal, was passiert - weitertanzen!!! :tanz

  • Selbst sollte er im Moment Obdachlos sein…
    Du bist schwanger- Du darfst egoistisch sein- DU fühlst dich nicht wohl bei dem Gedanken das er 100 % Vater plötzlich werden will…
    HÖR AUF DEIN GEFÜHL ! (Großschreibung betonend NICHT schreiend gemeint ;) )
    Er kann euer Kind jederzeit besuchen ! Den Nachnahmen von ihm würde ich nicht nehmen…vielleicht heiratest du mal einen anderen Mann dann wird es unnötig kompliziert mit den Namen.


    Selbst wenn er jetzt noch ein wenig heftig reagiert, würde ich versuchen mit ihm in Kontakt zu bleiben.

    Uralt Song
    ob es nun so oder so oder anders kommt , so wie es kommt so ist es Recht…..trala lalala
    - egal ! einfach weitertanzen !

  • An deiner Stelle würde ich bei dem Vornamen Kompromissbereitschaft zeigen. Zumindest sollte dich interessieren, welche Vorstellungen er hat.


    Nachname, deine Wohnung, deine Couch, die Anwesenheit bei der Geburt und deine derzeitige Vorstellung über eine Wiederaufnahme der Beziehung sind erstmal gesetzt, und er wird das auch so akzeptieren müssen. Wenn er eine günstige Bleibe für zB Umgang/Besuche braucht, so kann er sich auch mal bei diversen Ortsgruppen von Väterverbänden schlau machen. Die bieten Teils Übernachtungsmöglichkeiten. Also ein Tip als Hilfe zur Selbsthilfe, so du dafür Energie aufbringen magst.


    Sicherlich wäre es für eure Elternebene förderlich, wenn er sehr zeitnah über die Geburt informiert würde. Sowas kannst du ja auch an zB an deine beste Freundin oder Eltern oder wer immer bei der Geburt dabei sein wird delegieren.


    Es ist ja im Grunde egal, was ihn geritten hat, sich so lange nicht zu melden. So wie du das schilderst, versteht er dich ja gerade auch nicht wirklich ;)

  • An deiner Stelle würde ich bei dem Vornamen Kompromissbereitschaft zeigen. Zumindest sollte dich interessieren, welche Vorstellungen er hat.


    Am Vornamen wird es nicht scheitern. Hat sich beim Gespräch herausgestellt, dass wir da ähnliche Vorstellungen haben, gottseidank. Ich glaub eine Diskussion darüber hätt ich nicht auch noch verkraftet ;-) War nur echt erstaunt, dass er das für so selbstverständlich erachtet hat, dass das Kind jetzt seinen Nachnamen kriegt. Aber ich glaub, da lass ich nicht mit mir diskutieren.


    Danke dir auch für die anderen Tipps!

  • Hallo,


    erstmal :thanks: für die lieben Worte! Ich werde auf jeden Fall versuchen, den Kontakt zu halten. Ich hab ihm schon nach jeder Vorsorgeuntersuchung auf die Mailbox gesprochen und ihn so auf dem Laufenden gehalten, es kam nur bis vor kurzem nie ne Antwort. Vielleicht hat das am Ende geholfen, keine Ahnung. Ich bin nur echt perplex, vier Monate nix und jetzt will er gleich alles. Ich hoffe halt nur, sein Interesse hält an, und er bricht nicht wieder alles ab, nur weil es nicht so läuft wie er will. Mir ist ja auch klar, das es für ihn nicht einfach ist, das Baby war ja nicht geplant, und er muss auch erst mal damit fertig werden. Aber muss ich ja auch, und ich kann nicht so einfach den Kopf in den Sand stecken.


    Informieren werde ich ihn sofort, wenn die Geburt losgeht, keine Frage, aber er ist einfach so unzuverlässig. Ich kann mir einfach net vorstellen, im Kreißsaal zu liegen, und dann mal abwarten ob und wann er auftaucht:crazy Das wär mein Alptraum im Moment. Da nehme ich lieber Schwester oder Mama mit.


    LG,


    Bellis

  • Als Mann fühle ich mich nicht sonderlich qualifiziert zum Thema Geburt etwas zu sagen, aber wenn ich mich aus den Vorbereitungskurs richtig erinnere geht es besser, wenn du entspannt bist. Scheint mir auch irgenwie logisch, immerhin sollen sich die Muskeln öffnen und nicht zusammenkrampfen.


    Also gib deiner Schwester die Handynummer von dem Held und sag ihr sie soll ihn informieren sobald du wieder halbwegs du selbst bist. Meine Frau z.B. hat nach der Geburt mal zusammen mit dem kleinen fast 3 Stunden geschlafen. Oder das Kind *auf Holz klopf* braucht medizinische Versorgung,...


    Lieber einen halben Tag später und dafür in Ruhe den Zwerg kennenlernen als im totalen Chaos wo nur schlechte Stimmung entsteht.

  • Pass auf dich auf, das die Distanz gewahrt wird und er diese auch Respektiert. Ich bin für den KV meines kleinen auch das Böse in Person. Bloß durch ss-Komplikationen hab ich weder die Lust noch die Kraft mich mit seinem Gefühlschaos zu beschäftigen.


    Ich hab mich schon beim Jugendamt Informiert. Man darf den Vater vollständig Ignorieren, sogar die Polizei rufen, wenn der vor der Tür steht und Trouble macht. Auch wenn das Kind dann auf der Welt ist, hat er kein Recht das Kind zu sehen. Die Art und Dauer des Umganges zwischen Kind und Vater entscheide alleine ich als Alleinige Sorgeberechtigte.
    Kein Familiengericht Deutschlandweit, würde mich zwingen ihm den Säugling auszuhändigen für wer weiß wie lange und oft. Solche Urteile werden nur bei Älteren Kindern getroffen, die schon einen Bezug zum Vater haben.
    Beim Betreuten Umgang mit einem Säugling ist die angesetzte Zeitdauer maximal 30 Minuten und man sitzt erreichbar in einem Nebenzimmer. Es dauert aber mehrere Wochen/Monate bis man dafür den ersten Termin bekommt.
    Der KV von mir, versucht mich ja mit Rechtsanwalt zu erpressen. Weil er nicht akzeptieren will, das die Beziehung aus und vorbei ist und wir nur noch gemeinsam als Eltern eine Ebene haben werden.


    Bei mir ist ja die Stimmung ruck zuck umgeschlagen mit dem KV, als ich es ihm ganz deutlich mitteilte, das es definitiv nie wieder zwischen mir und ihm was wird. Der KV dreht so am Rad, das es wahrscheinlich auf Vaterschaftsklage und Unterhalts Klage hinaus läuft.



    Ich drück dir die Daumen das dein EX die Trennung schafft noch vor der Geburt vollständig zu akzeptieren. Mach auf jeden Fall jetzt schon die Vaterschaftsanerkennung mit dem zusammen! Solang ihr grad nicht im Streit seid ;) .



    Ich finde ein schnelles Treffen nach der Geburt enorm wichtig. Ich glaube erst dann begreifen Väter wirklich worum es geht und viele Streitereien werden sich in Luft auflösen. Darauf hoffe ich.

  • Kein Familiengericht Deutschlandweit, würde mich zwingen ihm den Säugling auszuhändigen für wer weiß wie lange und oft. Solche Urteile werden nur bei Älteren Kindern getroffen, die schon einen Bezug zum Vater haben.


    Was heisst denn bei dir "Ältere Kinder"?

  • Ich kenne eine" ähnliche Situation". Sich beim Vornamen einig sein, ist super. Wäre das nicht bleibt immer noch die Wahl den vom Vater gewünschten Namen als Zweitnamen zu nehmen (hab ich gemacht). Nachnamen würde ich auf keinen Fall machen. Es ist ja noch nicht raus welche Rolle der KV wirklich im Leben des Kindes spielen wird. Zumindest Du (und Du kennst ihn als Einzige hier) hast erlebt, dass er nicht der Zuverlässigste ist. Ich habe ein Kind mit Nachnamen vom KV (ich fand das nicht so wichtig), dessen Vater sich nur sehr sporadisch zeigt. Kind findet das ganz furchtbar udn will sobald es alt genug ist den Nachnamen ändern lassen. Auch beim Kinderarzt etc. kam es schon zu seltsamen Situationen.


    Bei der Geburt hat er kein Recht dabei zu sein. Da musst Du Dich ja entspannen und es ist irgendwie (finde ich) auch eine intime Situation, wo frau nicht gerne den Ex daneben stehen hat - schon gar nicht wenn Ex nicht wirklich akzeptiert hat, dass er der Ex ist. Ich würde ihn halt gleich danach informieren. Und ihm Umgangsangebote machen, natürlich sinnvolle, das Kind ist ja noch sehr, sehr klein. Dabei habe ich auch gute Erfahrungen mit dem JA gemacht. Ich habe dort vor der Geburt angerufen und meine Situation geschildert, was ich im Nachhinein sehr hilfreich fand, weil einfach klar war, dass ich kompromissbereit bin, was unser Kind angeht aber nicht die Beziehung. Die Vaterschaftsanerkennung kannst du problemlos machen, gemeinsame Sorge würde ich nicht gleich erklären lassen (das will er ja auch nicht, oder?). Das könnte im Moment noch problematisch sein und kann immer gemacht werden, wenn der Vater sich dann wirklich kümmern will, wenn das Kind da ist und es ihm nicht nur um die Nähe zu Dir geht, bzw. darum die Beziehung wieder aufleben zu lassen. Bei mir wollte er die Annerkennung nicht gleich unterschreiben, das hat die Beistandsschaft dann gleich nach der Geburt für das Kind erledigt. War auch nicht wirklich problematisch.


    Ich wünsche Dir alles Gute. Lass Dich nicht verunsichern es gibt keinen Grund ihn wieder als Partner akzeptieren zu müssen. Das ist völlig vernünftig von Dir und wie es sich für mich anhört, denkst Du an Euer Baby und für dieses ist es auch nicht gerade gut, wenn Du ihn weiter in Euer Leben lässt, wie es für Dich gut ist (also in der Wohnung aufnehmen etc.). Umgang willst Du ja, wie ich höre. Also unvernünftig ist hier höchstens er.

  • Ich denke "Smiles" meint Kinder, die den Vater schon kennen und alt genug sind und vertraut genug mit ihm, dass eine "typische Wochenendregelung" getroffen werden kann. Für Säuglinge und Kleinkinder gibt es andere Empfehlung wenn - wie in diesem Fall - die Eltern schon bei Geburt getrennt sind und die Beziehung zwischen Vater und Kind erst angebahnt werden muss (eher öfter und kürzer Umgang z.B.)


  • Hallo Smiles,
    tut mir leid, dass bei euch die Situation so eskaliert ist. Ich danke dir, dass du trotz deiner sicher nicht einfachen Lage hier so ausführlich geantwortet hast.
    Von Polizei und betreutem Umgang ist hier bei uns denke ich noch nicht die Rede, hoffentlich bleibt das auch so. Das Gespräch war eigentlich meist friedlich. Vaterschaftsanerkennung werde ich sicher auch so früh es geht in Angriff nehmen. Ich hoffe auch, dass er die Trennung akzeptiert und die Beziehung zum Baby als Vater in den Vordergrund stellen kann und dass er die Kleine so oft es geht trifft.


    Bei der Geburt hat er kein Recht dabei zu sein. Da musst Du Dich ja entspannen und es ist irgendwie (finde ich) auch eine intime Situation, wo frau nicht gerne den Ex daneben stehen hat - schon gar nicht wenn Ex nicht wirklich akzeptiert hat, dass er der Ex ist. Ich würde ihn halt gleich danach informieren. Und ihm Umgangsangebote machen, natürlich sinnvolle, das Kind ist ja noch sehr, sehr klein. Dabei habe ich auch gute Erfahrungen mit dem JA gemacht. Ich habe dort vor der Geburt angerufen und meine Situation geschildert, was ich im Nachhinein sehr hilfreich fand, weil einfach klar war, dass ich kompromissbereit bin, was unser Kind angeht aber nicht die Beziehung. Die Vaterschaftsanerkennung kannst du problemlos machen, gemeinsame Sorge würde ich nicht gleich erklären lassen (das will er ja auch nicht, oder?). Das könnte im Moment noch problematisch sein und kann immer gemacht werden, wenn der Vater sich dann wirklich kümmern will, wenn das Kind da ist und es ihm nicht nur um die Nähe zu Dir geht, bzw. darum die Beziehung wieder aufleben zu lassen. Bei mir wollte er die Annerkennung nicht gleich unterschreiben, das hat die Beistandsschaft dann gleich nach der Geburt für das Kind erledigt. War auch nicht wirklich problematisch.


    Wir haben auch gerade vor ein paar Tagen im Geburtsvorbereitungskurs mit der Hebamme darüber gesprochen, wie wichtig es ist, sich bei der Geburt zu entspannen, zu vertrauen, loszulassen. Mit ihm kann ich mir das nicht vorstellen, das wird er halt akzeptieren müssen.
    Einen Termin mit dem Jugendamt mache ich auf jeden Fall noch, ich ziehe aber in zwei Wochen noch um, also wird dann das Jugendamt an meinem neuen Wohnort zuständig sein. Dann hab ich auch Urlaub und dann Mutterschutz, also noch ein bissel mehr Zeit, um meine Gedanken zu sortieren. Im Moment arbeite ich noch Vollzeit und bin etwas im Stress.
    Vom Sorgerecht war noch nicht die Rede, hat er auch noch nichts zu gesagt. Da warte ich einfach mal ab.
    LG,
    Bellis

  • Dein letzter Post gefällt mir sehr gut. Erst mal zur Ruhe kommen (Urlaub, Mutterschutz) und dann das Kind bekommen.


    Solange er nicht der rechtliche Vater ist, ist er für das Kind ein komplett Fremder und hat auch keine Pflichten & Rechte. Erster Schritt ist daher natürlich die Anerkennung der Vaterschaft. - Das kann auch schon vor der Geburt gemacht werden.


    Bezüglich Umgang: Ich würde noch nicht über ungelegte Eier gackern. Es kann so aussehen: Du stillst den Junior und dann schickst du die zwei eine Stunde spazieren. Oder ihr trefft euch an einem neutralen Ort für ein eine Stunde - in vielen Städten bietet Caritas/ Diakonie/ sonstige Einrichtungen Zimmer an, wo an einem neutralen Ort in Ruhe ein Kennenlernen stattfindet.

  • Mein Mann hat sich nach 10 Jahren Beziehung wegen einer anderen von mir getrennt, eine Woche später habe ich erfahren, dass ich schwanger bin, das war nicht einfach... Ich war sauer auf ihn, verletzt, hatte Liebeskummer und habe mir auch jede Menge Sorgen gemacht, wie es weitergeht... Ich habe mir auch immer eine intakte Familie gewünscht und musste mich nun von der Vorstellung verabschieden... Er hatte auch die Idee, bei der Geburt dabei sein zu können und all sowas, ich habe viel gegoogelt und mich verrückt gemacht, dass ich meinen Kleinen zu ihm geben muss, was ich mir damals überhaupt nicht vorstellen konnte...


    Letztendlich ist alles ganz anders gekommen, ich habe mich von Anfang an bemüht, meine eigenen Gefühle und Verletzungen hinten an zu stellen, so schwer das war. Getroffen haben wir uns anfangs auf neutralem Boden, z.B. bei seinen Eltern oder zum Spazierengehen, nach einiger Zeit habe ich ihn in meine Wohnung eingeladen und mittlerweile bin ich ganz froh, wenn er einmal die Woche kommt, mit Jakob im Wohnzimmer spielt und ich habe mal Zeit mich in Ruhe um den Haushalt zu kümmern oder mit einer Freundin zu telefonieren, ich lasse die zwei alleine im Wohnzimmer. Er ist total verliebt in den Kleinen und Jakob findet es natürlich prima, wenn Besuch kommt, der zwei Stunden nur mit ihm spielt. Manchmal gibt es mir einen kleinen Stich, wenn ich sehe, wie sich der Kleine freut, ihn zu sehen, aber dann denke ich mir, dass ist eigentlich doch genau das, was ich mir für Jakob wünsche! Mittlerweile klappt alles so gut, dass wir letztes Wochenende sogar zu dritt im Schwimmbad waren - das hätte ich mir vor einem Jahr noch gar nicht vorstellen können! Momentan kann ich mir immer noch nicht vorstellen, Jakob für eine Nacht zu ihm zu geben, wenn er danach fragen würde, würde ich ihm sagen, dass ich das für den kleinen (und für mich) noch zu früh und zu viel finde, aber ich denke, dass das in absehbarer Zeit auch möglich ist. Allerdings wird er demnächst wieder Vater :-(, so dass ich mir vorstellen kann, dass er danach erstmal gar nicht fragen wird...


    Meine Situation ist ein bisschen anders als Deine, aber was ich Dir sagen wollte ist, dass ich mir auch ganz, ganz viele Sorgen am Anfang gemacht habe, die eigentlich unnötig waren. Es wird sich alles finden, denke immer daran, was das Beste für Dein Kind ist, dann ist es auch für Dich in Ordnung :-) Für Dein Kind wird es toll sein, ein gutes Verhältnis zum Vater zu haben.


    Alles Liebe für Dich und Deinen Krümmel!

  • ich habe mich von Anfang an bemüht, meine eigenen Gefühle und Verletzungen hinten an zu stellen, so schwer das war. Getroffen haben wir uns anfangs auf neutralem Boden, z.B. bei seinen Eltern oder zum Spazierengehen, nach einiger Zeit habe ich ihn in meine Wohnung eingeladen und mittlerweile bin ich ganz froh, wenn er einmal die Woche kommt, mit Jakob im Wohnzimmer spielt und ich habe mal Zeit mich in Ruhe um den Haushalt zu kümmern oder mit einer Freundin zu telefonieren, ich lasse die zwei alleine im Wohnzimmer. Er ist total verliebt in den Kleinen und Jakob findet es natürlich prima, wenn Besuch kommt, der zwei Stunden nur mit ihm spielt. Manchmal gibt es mir einen kleinen Stich, wenn ich sehe, wie sich der Kleine freut, ihn zu sehen, aber dann denke ich mir, dass ist eigentlich doch genau das, was ich mir für Jakob wünsche! Mittlerweile klappt alles so gut, dass wir letztes Wochenende sogar zu dritt im Schwimmbad waren - das hätte ich mir vor einem Jahr noch gar nicht vorstellen können!.

    Hallo,


    das mit den eigenen Gefühlen ausblenden fällt mir im Moment nocht etwas schwer, obwohl du sicher recht hast und das der beste Weg ist, die ganzen negativen Dinge hinter sich zu lassen.
    Es ist toll zu lesen, wie ihr die Situation gemeistert habt und sich alles zu einer guten Beziehung zwischen Vater und Kind entwickelt hat, und dass ihr als Eltern auch so positiv miteinander umgehen könnt. Das macht mir ganz viel Mut :thanks:
    Ich hoffe, das es bei mir und meinem Ex auch mal soweit ist. Aber wie gesagt, ich hatte den Eindruck bei unserem letzten Gespräch, dass er sich auf unser Baby freut und sich kümmern will, das ist mir erstmal das wichtigste, also bin ich mal vorsichtig optimistisch, was das betrifft :) Zwischen mir und meinem Ex ist ja eine andere Geschichte, aber ich hab mich mittlerweile auch wieder etwas beruhigt, ich war nur ziemlich gestresst nach diesem ersten Gespräch seit langem.


    LG, Bellis