ADHS und nun?

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  • Er ist und war schon immer ein "Snacker", also wenige kleinere Mahlzeiten am Tag... er isst immer eine Kleinigkeit zwischendurch, mal mehr, mal weniger. Wäre anders auch schlimm... er ist eh so ein Hungerhaken... Bis jetzt hat er nicht abgenommen.


    Seine Großmutter meint, er wäre aggressiver wie sonst... ich hab von überall andere Rückmeldung bekommen (Schule, Horte, soziales Umfeld). Ich führe das allerdings eher darauf zurück, dass er im mom. auf ihren Umgang mit ihm aggressiv reagiert... ist klar, wenn seine Cousine alles darf und er immer eins auf den Deckel kriegt.
    Wir waren jetzt eine Woche im Familienurlaub... also alle... Oma, Opa, Onkel, Lebensgefährtin und Tochter der Lebensgefährtin und wir zwei beiden... er hat von Oma halt ständig eins übergebrachten bekommen...

  • Nachdem meine Eltern mitbekommen haben, dass er Medis bekommt, gab es einen großen Familienkrach. Meine Mutter ist absolut dagegen.. mit den üblichen Argumenten: diese Krankheit gibt es nicht, ich hätte mein Kind schlecht erzogen, das wäre sowieso alles nur meine Schuld, sie setzt sich mit dem Jugendamt in Verbindung,


    Hallo Muckelmama,


    schön, dass Du Dich nicht weiterhin stigmatisieren lässt von selbsternannten Experten.


    Dein Sohn ist derjenige, der Dir das einzig wichtige Feedback gibt:
    Es geht ihm besser, er fühlt sich wohler, hat nicht mehr das Gefühl des Versagens und permanenten Ungenügens.
    Er hat jetzt die Chance, seine Eigenschaft zu nutzen statt unter ihr zu leiden.


    Respekt!


    sagt
    FrauRausteiger

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    •» Cave quicquam dicas, nisi quod scieris optime. :rauchen «•
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  • Rückmeldung aus dem Hort: er ist total entspannt, sehr ausgeglichen, überhaupt nicht aggressiv und er wäre zielgerichteter...


    Gestern abend hat meine Mutter dann angerufen... warum ich mich denn nach dem Urlaub nicht mal gemeldet hätte... mal ganz abgesehen davon, dass wir uns Samstag das letzte Mal gesehen habe, habe ich noch nicht vergessen, was sie mir Freitagabend an den Kopf geschmissen hat. Der Muckel mag auch den Rest der Ferien nicht bei ihr verbringen, der geht lieber am Freitag mit mir zur Arbeit.

  • Bei meinem Sohn (6 Jahre) steht mittlerweile auch die Frage im Raum ihn wegen ADHS Medikamentös einzustellen.


    Ich bin total Zwiegespalten :rolleyes2:


    Im alten Kindergarten wurden starke Verhaltensauffälligkeiten der Grund für einen Wechsel in einen heilpädagogischen Schulkindergarten vom KBZO, wg. erhöhtem Förderbedarf, im September 2013.
    Der Entwicklungsbericht dort nach dem Jahr machte Mut und Hoffnung das es Berg auf geht.


    Aber schon in der Ferienbetreuung im August/September 2014 gab es massive Probleme und der Start ins neue Kindergartenjahr war auch alles andere als positiv (er wurde von der Schule für ein Jahr zurückgestellt.)


    Aber jetzt geht es Richtung Einschulung und der Druck (Vorschulgruppe) wird höher, weil er gewisse Dinge "können sollte" und er streikt, verweigert und wird teils sogar aggressiv.


    Hier zu Hause hat er auch seine Ausbrüche und testet Grenzen jeden Tag von morgens bis abends, aber derart aggressiv das er was kaputt macht oder jemanden verletzt, hab ich in den ganzen 6 Jahren hier zu Hause nicht erlebt.


    Es wurde im Oktober 2014 einen runden Tisch mit Erzieher/Therapeuten/Lehrkräfte, mir und Kinder- u. Jugendpsychiaterin gemacht und da wurden mir Dinge erzählt (vom Kiga), da bin ich fast vom Glauben abgefallen :kopf Vor allem, weil mir keiner davon vorher schon mal was berichtet hatte, weder mündlich noch schriftlich!
    Auch das er letztes Kiga-jahr schon aus der Psychomotorik-Gruppe rausgenommen wurde, weil es Sozialkompetenztechnisch nicht mehr ging.


    Sein größtes Problem sind Versagensängste und er kann seine Emotionen nicht kontrollieren und rastet halt richtig aus. Natürlich hat er auch Konzentrationsprobleme und kann nicht lang bei der Sache bleiben, oder lang still sitzen etc.
    Er hat auch ein sehr einnehmendes Wesen und nimmt viel Raum und Zeit ein, aber dafür ist er ja auch in einer Kleingruppe mit 6 Kindern, 3 Erziehern/Lehrern/Therapeuten und 2 Praktikanntinen/JVler ect. um eine eins-zu-eins-Betreuung zu gewährleisten.


    Mit ein massives Problem ist, dass er keine männliche Bezugsperson hat. Er leidet massiv unter dem Kontaktabbruch von seinem Vater seit April 2012. Letztes Jahr war im Kikga ein JV´ler in der Gruppe der bis zu 2 Std. täglich nur für meinen Sohn da war, dieses Jahr gibt's keinen männlichen mehr.
    Er geht auch noch zum Logopäden (derzeit Pause), dass ist auch ein Mann und das klappt super. Er muss zwar auch viel an ihm arbeiten um ihn zu motivieren mit zu machen und auch Dinge zu machen wo er nicht möchte (wg. Versagensängsten etc.) aber dort gab es noch nie einen derartigen Ausbruch wie im Kiga.


    ABER deswegen gleich Medikamente geben - die ja auch nicht so ganz ohne sind!!!
    Auf der andere Seite tue ich ihm damit vlt. ja auch was gutes - ich weiß einfach nicht was ich machen soll :hilfe


    Auf jeden Fall hab ich auch an ein Sozialkompetenz-Training gedacht, eine Sportart wo er sich austoben kann (Boxen, Judo o. ä.) und eben vlt. einen männlichen Familienhelfer oder ähnliches. Genau darüber informiert hab ich mich noch nicht. Hab diesen Mittwoch Termin mit unserer Kinder- u. Jugendpsychiaterin zur Nachbesprechung was für Möglichkeiten es gibt, wie es mit den Medikamenten läuft etc.


    Vor allem das alles unter einen Hut zu bekommen ist nicht so einfach, da mein Kleiner 2 mal die Woche bis 15.30 Uhr im Kiga ist, 2 mal bis 13 Uhr und einmal bis 14.30 Uhr. Und meinen Großen (11 J.) gibt's ja auch noch, der auch seine Termine und Hobby´s hat und eigentlich sollte ich mich neben meiner Arbeit ja auch nicht ganz vergessen, bevor mein Körper, Nerven, Seele wieder schlapp macht wie 2004/2005 :-(

  • Hi,


    bei wem die Frage nach einem Medikament im Raum steht, würde ich einen double blind test empfehlen, bevor man komplett mit Medikation beginnt.


    Wir haben 10 Tage eine Tablette verabreicht, 5 davon mit Wirkstoff, 5 Placebo. Lehrer und ich wussten nicht, wann welches gegeben war, es wurde beobachtet und Fragebögen ausgefüllt.


    Bei uns war es ein sehr krasses Ergebnis, sowas von eindeutig.


    Muckelmama: Hast Du das denn Deiner Mutter noch einmal gesagt?


    Vielleicht sollte wirklich Dein Sohn mal mit seiner Oma reden. Es kann ihr doch nicht gleichgültig sein, wenn das eigene Enkelkind ihr sagt, daß es ihm besser geht..? :frag


    Bettina

  • Hallo allerseits,


    mal ein Update von uns... Seit Oktober ist der Muckel mit Equasym eingestellt. Rücksprachen mit den Lehrern und dem Hort alle positiv. Er hat sich vom Wesen her nicht verändert, ist nur ruhiger geworden, kann sich gut konzentrieren und macht fleißig im Unterricht mit. Die Zensuren sind im Halbjahreszeugnis in jedem Fach um fast eine Note besser geworden (außer in Mathematik). Er ist gerade in der Schule und im Hort nicht mehr so aufbrausend, lässt sich nicht so leicht "hochnehmen" und geht nicht mehr hoch, wie ne Rakete. Nebenwirkungen gibt es fast keine, außer der mangelnde Appetit während der Wirkdauer. Das holt er aber abends alles nach.
    Er geht nach wie vor fleißig wegen seiner Dyskalkulie zur Mathetherapie und macht auch dort Fortschritte... die letzten beiden Mathearbeiten waren eine 3 - und eine 2 + und wahrscheinlich gibts dann ne 3 im Zeugnis.
    Seit Dezember geht er zum Gitarrenunterricht und macht das auch total gern und übt fleißig. Auch das ist seiner Konzentration sehr zuträglich. Alles in allem sind wir soweit rundum zufrieden. Im Juli gibts dann einen weiteren Termin beim Arzt, ob die Dosis so bleibt oder runtergefahren werden kann.
    Was uns jetzt beschäftigt sind die ersten Anzeichen der nahenden Pupertät... altobelli... *seufz*