sinnvolle Tips ;)

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  • Ich bin Heilerziehungspflegerin und Schwesternhelferin. Die Ausbildung hab ich im Rahmen der Erwachsenenbildung noch gemacht weil ich lange Zeit in einer Schule für Menschen mit Behinderung gearbeitet hatte und mein Chef und Kollegen meinten ich wäre dazu wohl geeignet :D .
    Mein Sohn war 10 Jahre lang wegen ADHS in Behandlung, bis sich dann raus stellte das er Asperger Autist ist. Da ich ihn auch schon allein hatte und ganz oft einfach auch allein gegen die Überzeugung von Kinder und Jugendpsychiatern und Erziehern und Teilweise auch JA Mitarbeiter zusehen musste das er nicht auf der Strecke bleibt, hab ich mich ganz besonders mit der Entwicklung und den Bedürfnissen von Kindern beschäftigt.
    Das ist auch etwas, das mir persönlich ganz, ganz wichtig ist. Manchmal geh ich den Leuten damit auch gehörig auf den Nerv :D :lach
    Aber ich denke nun mal, man sollte sich doch von den alten Erziehungsvorstellungen weg bewegen.
    Schlagen ist eigentlich auch nur ein Zeichen von eigener Hilflosigkeit und bringt bei Kindern höchsten Angst zu tage. Als Erwachsener Mensch sollte man schon versuchen tief durch zu atmen und die Situation ohne den berühmten Klapps zu lösen. Der zeigt den Kindern nur das man körperlich überlegen ist und sie haben natürlich Angst vor einer Wiederholung. Erwachsene legen das darauf folgende, scheinbare "bessere folgsam sein" dann gern als Respekt aus. Aber mit Respekt hat das nun wirklich nichts zu tun, es ist nur die Angst erneut geschlagen zu werden. Der Lerneffekt für Kinder ist dann leider auch nur, wer stärker ist hat recht.
    Sicherheit gibt man Kindern dadurch das man da ist, ihre Bedürfnisse ernst nimmt. Man kann auch konsequent sein und trotzdem auf das Kind eingehen. Wenn sie aufstehen, bringt man sie eben wieder ins Bett. Wenn sie 50 mal auf die Toilette müssen, dann lässt man sie eben. Der Machtkampf fängt ja da an wo man Sicherheitsbedürfnis Ignoriert und Kinder durch verschiedene Maßnahmen noch mehr Angst macht. Meine Mutter hat z.B. gern das Licht ausgemacht und die Tür zu und uns Ohrfeigen angedroht wenn wir nochmal aufstehen. Natürlich ist keiner von uns mehr aufgestanden, auch nicht wenn wir mussten. Das gab fürs ins Bett machen dann nochmal ärger :rolleyes:
    Wenn ich merke das meine etwas bewegt und sie deshalb nicht einschlafen kann, frag ich gezielt nach. Gestern kam sie auch bestimmt 5 mal und musste dringend Pipi machen. Ich hab sie dann jedes mal auf die Toilette begleitet und wieder ins Bett gebracht ohne zu schimpfen oder was einzufordern.Wir haben im Bad rum gealbert und die ganze Situation wurde für sie immer entspannter. Beim 5 mal hab ich sie gefragt ob sie noch etwas braucht und ihr gesagt das ich möchte das sie liegen bleibt. Wenn was ist, soll sie rufen das Babyfon wär ja an und ich käme dann auch sofort. Kurz drauf hat sie geschlafen. Manchmal braucht sie es auch, das ich mich neben sie lege und sie in meinem Arm einschlafen kann. Ab und an braucht sie zum Nachtlicht und der offenen Tür auch noch die Nachttischlampe und manchmal muß die Tür eben zu sein. Wenn man sich drauf einlassen kann, merkt man mit der Zeit ganz von selbst was nötig ist. Und später hat man dann auch ein viel besseren Draht zu seinen Kids, sie haben ja von klein auf ERFAHREN das Mama immer da ist und sie ernst genommen werden. :D
    Den richtigen Weg muß aber jede Familie immer für sich selbst heraus finden und Kinder, auch kleine, akzeptieren es durchaus wenn man mal Zeit für sich braucht.

  • Meine kleine ist jetzt 18 MOnate alt. Oft kommt es auch bei ihr vor, dass sie Wutanfälle bekommt oder einfach haut.


    Auf das hauen muss ich zugeben reagiere ich sofort, weil ich finde dass das überhaupt gar nicht geht.


    Ich sage Ihr dass das richtig gemein und böse ist, und das sie lieb sein soll. Mittlerweile sagt sie dann sogar "JA" .


    Trotzdem kommt es hin und wieder dazu dass zum Beispiel Spielzeug durch die Gegend geworden wird, trotzdem gehaun wird. Außerdem möchte sie ständig auf den arm und weint dann fürchterlich.


    Wenn ich weiß, dass sie Spielzeug schmeißt und überhaupt nicht aufhört, hat sie sich hinzusetzen und dann warte ich ca. 3 Minuten, um sie aus der Situation herauszuholen. Dabei erkläre ich ihr: Wenn Du nicht spielen kannst, dann wird halt nicht gespielt.


    Meistens geht es danach wieder.


    Ich habe jedoch auch schon festgestellt, dass wenn sie sich einschreit und ich das Gefühl habe sie kann sich gar nicht mehr beruhigen, dass es ihr hilft wenn ich mich so halb auf sie drauf lege ( logischerweise nicht mit meinem Gewicht aber etwas Druck ausübe) und sie ganz fest halte.


    Ich weiß auch oft nicht was ich machen soll und woher sie dass hat, aber wie schon gesagt, wenn KIndern die Sprache fehlt....


    Ein Patent Rezept gibt es glaub ich jedoch nicht....


    Wichtig ist immer : Grenzen zeigen, jedoch keine Ablehnung

  • wow, bist sehr sozial.. ;) Ich bin auch ehrenamtlich tätig, und betreue Menschen mit behinderung um ihre Freizeitaktivitäten neuen schwung zu geben ;)
    Dadurch sieht man schon einiges mit anderen Augen finde ich persönlich, wenn man mit den Menschen was zu tun hat ;)


    Ich danke dir aufjedenfall. für deine worte und werde sie mir zu herzen nehmen und das Kind einfach mal besser verstehen ;)

  • ach kommt das mit 18 monaten wieder??? Och bitte nicht :ohnmacht: :D


    Ja es ist hart wenn sie ihre wutanfälle bekommen, also beim Hauen habe ich auch immer was gesagt... Denn das ging mir auch zu weit.
    Aber es ist schon deutlich besser geworden... Beim wutanfall ignoriere ich Sie aber, umso schneller ist der vorbei, entgegne ich ihr und wills ie trösten wirds nur schlimmer. Wenn ich dabei sitze und es quasi ignoriere dan dauert es auch seine Zeit wenn ich aber aufstehe und den raum verlasse dann ist innerhalb von sekunden vorbei ;);)

  • ach kommt das mit 18 monaten wieder??? Och bitte nicht :ohnmacht: :D


    Mein großer ist jetzt 20 Jahre, bis deine so weit ist wird das mit Hauen, Wutanfälle, eigenen Willen entdecken, Schreikrämpfen und, und, und noch ganz oft in unterschiedlichen Ausprägungen wieder kommen :D
    Freu dich lieber auf die wieder kehrenden Herausforderungen :lgh
    Meine Maus (40 Monate) hat momentan einen Ton drauf :wow . Erstmal ist alles was sie machen soll "Nein, Nein und nochmal Nein...DAS mach ich nicht (oder das WILL ich nicht)"
    Heute hatte sie das Bällchenbad geleert und gefragt ob sie die wieder einräumen müsste. "Klar" hab ich gesagt, "die hast du raus geschmissen dann räumst du sie später auch wieder ein"
    Voll auf Krawall gebürstet kam dann "Nein, das mach ich nieeeemals" "Tja", sag ich "dann brauchst du die Bällchen ja nicht mehr und ich kann die ganz weg tun"
    Da sagt sie: " Ich glaub ich räum die wohl doch auf. Mama hilfst du mir ein bisschen?"
    Ich hab dann einige eingeräumt und den Rest musste sie allein aufräumen, hat sie auch Anstandslos erledigt :D
    So was kann aber dann auch mal zu einem zeter und mordio schreienden Giftnüdelchen führen das ich dann erstmal trösten muß. :lgh