Das unerwartete dicke Ende

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  • Wenns kommt, dann kommst dicke. :strahlen


    Die Schwangerschaft war überaus unkompliziert und unheimlich problemlos. Mein Frauenarzt hat mir meinen kleinen Zwerg in der 12ten Woche vorgestellt. Der kleine Herr hat sich erst in der 33ten SSW entschieden, uns nicht nur die kalte Schulter zu zeigen und offenbahrt was er wird. :sonne
    Der errechnete ET, 09.01.13 kam und ging wieder, nix war. Ich schon absolut genervt vom Schwangersein, zuhause festhängend und alleine.


    2 Tage später gings mir abends nicht mehr so gut, Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Schwindel, usw.
    Die Nacht endete am 12.ten, ein Samstag um 5 Uhr, da gings mir echt übel. Alles wurde schlimmer, also bis um halb Acht durchgehalten und meine Hebi angerufen. Sie wollte eh am Nachmittag kommen um "sanft" einzuleiten, mir einen Wehencocktail zu verabreichen. Der einzige Kommentar, den es gab "Sag Deinem Vater, der soll Dich ins Krankenhaus fahren. Ich habe da Bauchschmerzen, das könnte was ernsteres sein. Lass ihn aber vorher nochmal frühstücken."


    Ab ins Krankenhaus. Auf Station kam gleich eine Hebamme und fragte was los sei. Eine kurze Erklärung, dann gings schon los. Sie hat mich gleich zum CTG geschleppt, nach 5 Versuchen, steckte der Venenkatheder im Arm. Weitere 3 Versuche später war ich auch ein paar ml Blut ärmer. ;-)
    Tja, Ende vom Lied war, man diagnostiziert bei mir eine späte Präeklampsie. :wow
    Das bedeutete, alle 3 Stunden CTG, Blutdruck messen, 3-4 mal am Tag Blutabnahme um die immer schlechter werdenden Blutwerte im Auge zu behalten. Auch war dieser Wehencocktail (furchtbar :kotz )nun Pflicht und jede Menge Papierkram :ohnmacht:
    Unterschrift für diesen Cocktail, für diese Tablette zur Einleitung, und Kaiserschnitt (nur zur Vorsicht).
    Mir gings dann ein wenig besser, lag vielleicht daran, dass ich endlich im Krankenhaus war und ich keine Angst haben musste, dass was passieren könnte.


    Den Wehencocktail habe ich runtergewürgt, keine 2 Stunden später, bäämm, meine Güte, die Toilette war mein bester Freund. Hat dem kleinen Mann aber auch nicht auf die Sprünge geholfen :angry . Warum hab ich das eklige Zeug überhaupt getrunken, wenns eh net hilft?
    Nur wurden meine Blutwerte immer schlechter und mein Blutdruck blieb noch immer so hoch. Also gabs von der Gynäkologin, diese Tablette, C... irgendwas, die ist in Deutschland nicht für die Einleitung zugelassen, aber äußerst effektiv. :brille


    Da ich aufgrund der dauernden Besuche meines nun besten Freundes, nur wenig trinken konnte, hing ich immer wieder an nem Gluckose/ NaCl- tropf.


    Endlich, abends um halb elf, platzte die Fruchtblase. Ich konnte mich grad noch auf die Toilette "retten", kam auch schon die Schwester mit dem nächsten "Flüssigkeitstropf". Kommentar meinerseits ausm Bad: "Housten, we have a problem! :winken: Ich glaube die Fruchtblase ist geplatzt."
    Die Schwester, total aufgeregt, weggerannt, holte eine Hebamme (ab jetzt meine Hebamme Sophia) und packte eine Inkontinenzauflage aufs Bett, mir jede Menge Pelzi's in die Unterhose und brachte mich auf meinem Bett in den Vorwehenraum (den kannte ich ja schon sehr gut, von den vorherigen Untersuchungen.).
    Tja, da lag ich nun.... Die Mädels haben mir meine Sachen, wie warme Strümpfe, Schuhe und Handy hinterher getragen. <3
    Erstmal meinen Ex angerufen und einbestellt. Schließlich war er auch bei der Zeugung dabei und ich brauchte jemanden, den ich zurecht immer anpflaumen konnte. :D
    Dann ging ich meine kleine Telefonliste durch. SMS an meine Eltern, beste Freundin (die kurz vorm Nervenzusammenbruch war) und meine Hebamme.


    0.00 Uhr kamen endlich die ersten Wehen, meine Fresse, ich dachte ich würde sterben. Naja, gestorben bin ich glücklicherweise nicht, habe aber alles, was mein Magen noch hergab :kotz , das Schlimmste war, es kam so schnell, sodass die Schwester einiges abbekam :rotwerd .
    Meine Güte habe ich gejammert, ich dachte nur, "Hilfe, ich soll das noch stundenlang aushalten?" Ich lag da und jammerte und jammerte. Die Gynäkologin meinte, ja nee, die Wehen sind nicht so schlimme. :mussweg Dann kam die Hebamme zur Kontrolle, oi oi, von wegen keine starken Wehen (!). Die kam gleich mit ner Infusion, Buscopan. Sie kontrollierte auch gleich, wie weit der MuMu geöffnet war, nix da, der gleiche Befund wie bei Einlieferung 2,8 cm.


    2 Uhr früh am Sonntag, noch immer keine Veränderung. Mein Blutdruck und das CTG wurden immer schlechter, sowie die Blutwerte. Mir gings auch nicht besser. Seit dem Blasensprung hing ich nur noch an Infusionen, weil ich nix mehr runterkriegte weder was Festes noch Flüssiges.


    Entscheidung von der Gyn, ab runter in den OP, Kaiserschnitt. Ich zitterte schon, mir war kalt und kotzübel. Man machte mich zur PDA fertig, stellte Hebamme Sophia fest; keine Herztöne mehr vom Baby (!). Alles stehend und liegend lassend, wurde ich sofort in den OP geschoben, rein mit dem Blasenkatheder :rolleyes: und weg war ich.


    Ich muss dazu schreiben, in dieser Nacht war der Kreißsaal voll. Die anderen Eltern haben das schon mitbekommen, wie das Drama bei mir abging. Die Gynäkologin ist nur wegen mir solange geblieben, sie hätte eigentlich um 23 Uhr Schichtende gehabt. Man musste wegen mir sogar, das Notfall- Team aus den Betten holen :engel . Der Chefarzt von der Gyn hatte in dieser Nacht Rufbereitschaft. Um 3:27 Uhr erblickte mein kleiner Held (3280 gr, 51 cm), per "Not"Kaiserschnitt, das Licht der Welt :love .


    An die darauf folgenden Stunden habe ich nur noch vage Errinnerungen, wie bei einem Filmriss. Ich lag ungefähr 6 Stunden auf der Intensiv- Station, dann wurde ich auf die Geburtsstation gebracht. Um 10 Uhr morgens lernte ich meinen Sohni kennen :love :love :love .
    Obwohl mein Ex und ich nun so einige durchaus ernste Probleme haben, war er solange im Krankenhaus, bis man mich auf Station brachte.

  • Herzlichen Glückwunsch zu eurem Sohn .....



    ... hoffentlich geht das nicht so dramatisch weiter :D

  • Danke Loewe 63 :sonne


    Fürs nächste sollte ich mir noch viel Zeit lassen (ohne Partner gehts ja ^^). Es wird dann eine Risikoschwangerschaft, da ich zu dem 14% gehöre die eine Präeklampsie am Ende der Schwangerschaft bekommen und das ist so gesehen nicht gut. Die Ärzte im KH gehen davon aus, dass wieder eine bekomme, zumal ich Blutdruckmedikamente nehmen muss :crazy .

  • Na dann .... lass Dir doch für das nächste einfach noch viel Zeit :strahlen