Beiträge von musicafides

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    Nach einem Telefonat gestern mit einer Lehrkraft meiner Tochter erhärtet sich leider mein Eindruck, dass niemand so richtig Ideen hat oder entwickelt, wie man in diesen Zeiten mehr tun kann als sich Aufgaben für die Schüler zu überlegen und diese regelmäßig zu verschicken. Zur Nutzung der Lernplattform scheint es weder viel Erfahrung zu geben noch Impulse, dass man z. B. über eine Konferenzschaltung das macht, was man sonst wohl auch im Lehrerkollegium tut: sich in der Gruppe austauschen und gemeinsame Lösungen findet. Es wäre jetzt die Chance, auszuprobieren, wie man Unterricht digital unterstützen kann - und es scheint so, als würde diese Chance jetzt gerade vertan. Sehr schade.

    Die Lehrer meiner Tochter haben noch nicht alle Zugang zur Lernplattform, und diejenigen, die ihn haben, haben noch keine Lerninhalte eingestellt. Und so mancher Lehrer kann seine Materialien nicht hochladen, weil zu viele Nutzer gleichzeitig auf die Lernplattform zugreifen ... so bekommen wir eben weiterhin die Aufgaben per Mail zugeschickt.

    Da liest man in diesen tollen Erziehungsratgebern immer davon, dass man in Liebe und nicht mit negativen Konsequenzen erziehen soll ... und sieht, welche Konsequenzen das dann haben kann. Ich glaube, ich lese keine solchen Ratgeber mehr, sondern verlasse mich auf meine eigene Intuition.

    Die Lehrer kümmern sich, bieten Hilfe an und sind einfach präsent.

    Ich freue mich sehr, solche ermutigenden Beispiele zu hören. Das fasst meinen persönlichen Wunsch zusammen, dass die Lehrer für die Schüler präsent sind. Aber da erwarte ich mir entsprechende Impulse der Lehrer, weil diese ja wissen sollten, was sie in diesen Wochen mit den Schülern erreichen können und wollen.


    Und nein, ich zähle mich gewiss nicht zu denen, welche die Lehrer allgemein als faules Pack sehen, wie weiter oben unterstellt. Engagierte Lehrer sollten ja nun kein Problem haben, ihre Arbeit in diesen Wochen auch entsprechend transparent zu machen.

    Auf meine Frage, ob sie kurz den Burschen sprechen wolle, ach nein nicht nötig.

    Soweit zum Thema "die Kinder im Auge behalten". Sehr schade. Würde mich nicht wundern, wenn er sich ziemlich alleingelassen fühlt. Was machen eigentlich die Lehrer in der Zeit?


    In solchen Situationen kann man sehen, welche Lehrkraft nun engagiert ist und welche eher nicht. Da trennt sich die Spreu vom Weizen.

    Letztlich erabeitest du doch zusammen mit deinem Kind das Referat, da ist es nur logisch, dass du es zu hören bekommst, um zu schauen, ob das Lernziel -ein Referat halten können- auch erfüllt wird.

    Nein, das macht meine Tochter schon selbst, und natürlich bin ich da, wenn sie dabei HIlfe braucht. Da sie aber in der Lage ist, sich selbständig Dinge zu erarbeiten, bekommt sie das auch hin, ohne dass ich ihr den Griffel führen muss. Und außerdem hatte sie die (gute) Idee, sich zum Thema mit einer Freundin auszutauschen, wenn diese sich für das selbe Thema entscheidet.


    Eine Aufgabe zu bekommen und dann gar nichts mehr von der Lehrerin zu hören, wirkt nur - mit Verlaub! - so, als würde sie für zwei Wochen auf Tauchstation gehen wollen. Das macht auf mich keinen sehr überzeugenden Eindruck, und Tochters erste Reaktion war dementsprechend auch, dass sie sich alleingelassen fühlt. Wer kann es ihr verdenken ...


    Es erscheint mir übrigens unnötig, jetzt als Antwort darauf eine Verteidigung der Lehrerschaft ganz allgemein zu lesen, aber das nur so am Rande. Dass es auch andere Beispiele gibt, haben wir ja weiter oben (friday) schon lesen können.

    wofür brauchst du Lernziele? Du hast doch den Wochenplan, da steht drin was er machen soll, Ziel ist es das er es kann

    Das Thema hat sich (was meinen Sohn angeht) erledigt. Es wird - vom Schulamt aus - keine neuen Lernziele für die Schüler geben, und so müssen die Lehrer dann den entfallenen Schulstoff irgendwie in der 4. Klasse unterbringen. Die Lehrerin meinte sogar, dass sie vermutlich mit ganz anderen Problemen umgehen müsste, für manche Schüler würde es wie eine Neueinschulung sein, wenn zuhause sich niemand um die schulischen Belange der Kinder kümmert.

    Tochter hat jetzt jeden Tag eine Art Konferenz mit den verschiedenen Fachlehrern, um Nachfragen zu stellen. Kind schämt sich gerade die Ohren ab....lach.

    Gut finde ich, dass sie diese über das Lernportal machen und nicht über skype und co.

    Das finde ich mal positiv - und ein Zeichen der Hoffnung, dass es doch an einigen Schulen ein koordiniertes, strukturiertes und engagiertes Vorgehen gibt, so dass die Kinder nicht gänzlich alleingelassen sind. Im Lernportal, welches eingerichtet wurde, ist für die Klasse meiner Tochter noch nichts vorhanden. Mal sehen, wie sich das in dieser Woche so entwickelt ...

    Da macht sich die Lehrerin die Mühe und bringt den ganzen kopierten Kram persönlich vorbei und dir fällt nichts Besseres ein, als an fehlenden Lernzielen rumzumosern?

    Und ich finde es erstaunlich, wie Du Dich jedesmal, wenn ich etwas schreibe, offensichtlich persönlich angegriffen fühlst. Manchmal ist es hilfreich, auch mal seine Gedanken für sich zu behalten.


    Leider sehe ich sehr wenig, was Kommunikationsangebote der Lehrer an die Kinder angeht. Vielleicht kommt das ja noch, aber als gestern die erste Mail mit dem Lernauftrag in Erdkunde (handschriftlich) per Mail geschickt wurde - die Aufgabe besteht darin, ein Referat zu einem von fünf Themen (frei wählbar) zu erarbeiten - mit dem Hinweis, die Kinder könnten ja vor ihren Eltern das Referat halten, da habe ich mich auch gefragt, ob das unter sinnvoller Beschulung zu verstehen sein könnte.

    Ich drucke gerade für meine Kinder... damit habe ich dann mal mindestens 250 Seiten ausgedruckt, so privat, hauptsächlich in Farbe...

    Zumindest hat die Lehrerin meines Sohnes das für die nächsten Wochen übernommen und gestern nachmittag einen Umschlag mit dem Wochenplan für die nächsten beiden Wochen in den Briefkasten geworfen. Lernziele habe ich jedoch noch nicht gesehen, ich werde später mal die Lehrerin verständigen, sie wollte gerne auch mit meinem Sohn telefonieren. Find ich erst einmal alles recht positiv.


    Nachtrag: gerade eben hat die Lehrerin bei mir angerufen und spricht gerade mit meinem Sohn. Sie hat wohl zwei Stunden gebraucht, bis sie alle Umschläge in die Briefkästen geworfen hatte. Es gibt hier wohl einige Familien, welche entweder nicht gut per Mail erreichbar sind oder keinen Drucker haben.

    vor der Geburt gab es Perspektive auf Heilung. Der Bruch war der Tod meines Schwiegervaters nach der Geburt.

    Bei jeder chronischen Erkrankung sollte es Ziel des Patienten sein, mit seiner Erkrankung langfristig leben zu können. Das bedeutet für den Erkrankten, sich einzugestehen, dass die Krankheit Teil von ihm selbst ist und auch bleibt und sich geeignete HIlfe zu suchen. Tut Deine Frau das? Wenn nicht, werden sich dieselben Muster regelmäßig wiederholen, vielleicht sogar verstärken. Es gehört m. E. auch dazu zu verstehen, welchen Einfluss die verschriebenen Medikamente auf das eigene Leben (z. B. Nebenwirkungen) haben.


    Auswirkungen hat das natürlich auch auf die Fähigkeit und die Möglichkeiten, die Elternrolle wahrnehmen zu können und die Einschränkungen zu akzeptieren. Deine Frau ist deswegen keine schlechtere Mutter als andere, und vielleicht braucht sie Unterstützung von außen, die sie aber auch annehmen können müsste.


    Es ist keine Schande, sich einzugestehen, dass man sich im Alltag nur eingeschränkt oder gar nicht um sein Kind kümmern kann. Aber es ist schwer, sich das einzugestehen. Du kannst aber nicht darauf warten, bis Deine Frau zu dieser Erkenntnis kommt. Vermutlich kannst Du ihr dazu auch gar nicht helfen. Ich würde mich auch nicht scheuen, proaktiv die Hilfe des Jugendamts in Anspruch zu nehmen. Am besten mit Deiner Frau gemeinsam, und dazu ist es vermutlich notwendig, zum Wohle Eurer Tochter klare Worte zu finden, sofern zwischen Euch Kommunikation überhaupt noch möglich ist.


    Ich wünsche Dir bzw. Euch, dass Ihr mit der geeigneten Unterstützung einen guten Weg für Eure gemeinsame Tochter findet!

    Solange Deine Frau nicht verantwortungsvoll mit ihrer Erkrankung umgeht, wird es schwierig, eine gemeinsame Perspektive zu entwickeln. Das ist dann ein wenig wie Co-abhängigkeit. Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung.

    Hallo..


    Ich weiß wirklich nicht mehr weiter , ich kann kurz erklären um was es mir geht. Ich möchte das der KV uns in Ruhe lässt,die Kinder und mich . Wir litten über Jahre unter emotionalen und körperlichen missbrauch, ich komme absolut nicht zu Ruhe wenn er in irgendeiner Art und Weise die Kinder bekommt.

    Die Kinder sind kein Besitz ihrer Eltern. Sie haben das Recht auf regelmäßigen Kontakt zu beiden Eltern. Es scheint mir dringend erforderlich, zu trennen zwischen der Paarebene und der Eltern--Kind-Beziehung. Ansonsten wird vermutlich fehlende Bindungstoleranz festgestellt werden.


    Wenn Gefahr für die Kinder vermutet wird, kann bei entsprechenden nachgewiesenen Auffälligkeiten begleiteter Umgang angeordnet werden.


    Mein gutgemeinter Rat an Dich: versuche, Dich in jeder Hinsicht - auch emotional - vom Vater der gemeinsamen Kinder zu lösen. Suche Dir dazu geeignete Unterstützung; am besten durch jemanden, der nicht involviert und unparteiisch ist. Viel Glück auf diesem Weg!

    Ich finde es gut, dass das Land Hessen für die Zeit nach den Osterferien plant. Die Schulen können sich auf dem Lernserver Hessen einen Bereich für ihre Schule einrichten, die ersten Schritte dafür hat die Schule meiner Tochter bereits getan. Ob das dann als Distributionskanal für die Unterrichtsunterlagen genutzt wird oder auch darüberhinaus, vermag ich nicht zu sagen, aber ich finde, es ist ein guter Anfang, um den Kontakt zwischen Schülern und Lehrern aktiv zu gestalten.


    Für mich ist es ein gutes Zeichen, zu sehen, dass die Schule(n) nicht auf eine (späte) Entscheidung des Landes oder der Stadt warten, sondern Voraussetzung dafür schaffen, dass auch neuer Stoff gelernt werden kann und das Ganze nicht nur eine Beschäftigungstherapie wird.

    Einen Lehrer habe ich vor über 2 Wochen per E-Mail angeschrieben

    Da würde ich schon eine zumindest kurze Antwort erwarten ... man kann doch wohl annehmen können, dass sich eine Lehrkraft ihren Tag so organisiert, um jeweils eine Stunde E-Mails zu beantworten. Das entspricht vielleicht nicht dem sonstigen Alltag, aber dafür haben die Lehrer ja auch keinen Unterricht zu halten.

    Teilweise 400 Blatt und tägliche Emails und Downloads sind gerade für vollzeit außerhaus arbeitende Eltern nicht zu schaffen.

    Sehe ich ähnlich. Ich frage mich sowieso, warum man teilweise nicht mit den vorhandenen Lehrbüchern arbeitet, sondern warum es soviel Arbeitsblätter sein müssen. Je nach Kind muss man sich da nämlich noch darum kümmern, dass sie die Blätter ordentlich abheften.


    Ich denke, dass Interaktion zwischen Schülern und Lehrern eigentlich eine ganz einfache Sache sind. Wenn im Lehrerbrief sinngemäß steht, dass er bzw. sie sich freut über Erfolgserlebnisse (= Lösungen zu Aufgaben, gerade solche, bei denen es keine Musterlösung gibt) und sich die Schüler bei Fragen gerne melden können, dann wäre das aus meiner Sicht ein gutes, weil nicht verpflichtendes Angebot. Sozusagen eine Einladung, sich mit seinem Lehrer austauschen zu können. Das könnte auch ganz altmodisch per Brief sein. Dazu braucht man keine besondere technische Infrastruktur.


    Nur leider scheinen manche Lehrer auf so etwas nicht zu kommen. Schade.

    Es gibt, wie schon mehrfach geschrieben, nicht DIE Lösung.

    Und da ich weder eure konkrete Situation noch deine Kinder kenne, gibt es auch keine Anleitung.

    Ich habe um Rat gebeten und nicht eine Anleitung erwartet. Vielleicht wäre es zielführender, erst einmal zu lesen, was da steht, und wenn Du darauf nicht antworten magst, dann lass es einfach. Im Übrigen hatte ich selbst Beispiele genannt, was ich mir vorstellen könnte zu tun, wenn ich Lehrer wäre. Und das kostet gewiss nicht viel Zeit. Wenn Du da hineinliest, ich hätte den Anspruch, dass die Lehrerin bei uns täglich anruft, dann hat das mit dem, was ich oder andere hier geschrieben haben, nichts zu tun.


    Was meinst Du damit, dass viele Eltern realistisch denken und nichts Unmögliches erwarten?


    Ich habe weiter oben gelesen, es sei eine gute Idee, auch in diesen schwierigen Zeiten nett zueinander zu sein und sich nicht an die Gurgel zu gehen. Dem kann ich nur zustimmen.

    Reicht dir das oder findest du noch ein Haar in der Suppe?

    Nun ja, ich nehme zur Kenntnis, dass da nicht viel mehr einfällt, als die Inhalte passend zu dosieren. Was die tatsächliche Interaktion mit den Schülern angeht, habe ich leider noch nicht viel von Dir gelesen. In dem Zusammenhang kann ich die Eltern verstehen, die sich alleingelassen fühlen.


    Im Übrigen geht es mir nicht um Haare in der Suppe (was ist der Sinn solcher und anderer Unterstellungen), sondern wenn ich schon die Chance habe, eine kompetente und engagierte Lehrerin wie Dich zu kennen, dann nutze ich eben auch die Gelegenheit und hole mir Rat.

    Also, wenn meine Kinder noch im schulpflichtigen Alter wären, nehmen wir an, einer in der Grundschule, 3. Klasse, der andere in der 7. am Gymmi, würde ich ggf. mit den gemailten Aufgaben schauen, wo mein Kind noch nicht fit ist.

    Du hattest weiter oben davon geschrieben, dass sich die meisten Lehrer um eine sinnvolle Beschulung der Kinder kümmern. Hier schreibst Du, wie Du als Elternteil unterstützen würdest. Meine Frage bezog sich auf die Rolle der Lehrer. Vielleicht magst Du dazu auch noch etwas schreiben?