Beiträge von Jule40

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Das AE-Team wünscht euch ein schönes neues fröhliches Jahr 2021 und viel Gesundheit :)


    Und meine Therapeutin fragte mich auch, wie ich gedenke mich aus diesem Loch zu befreien. Ich so: Garnicht. Da hilft Radeln und Freunde treffen nicht mehr. Es muss was von Außen kommen, dass einen wieder hochzieht. In dem Fall eben die Zusage für die neue Stelle, soviel ablenken kann man sich garnicht, als das die konkrete Aussicht auf einen Wandel dem gleichkommen könnte. Irgendwann schafft man es nicht mehr. Na, ich jedenfalls nicht.


    Hallo "butterblum", danke für deine ausführliche Antwort. Jetzt fühle ich mich endlich mal verstanden ;-) !


    Von den meisten fühle ich mich überhaupt nicht ernst genommen! "Zuhause zu sitzen ist doch auch keine Lösung, dann wird es doch nur schlimmer! Tu dies, tu jenes - du musst an dir arbeiten! Drückeberger hilft nicht. Treib Sport, triff dich mit Freunden, ... MACH WAS!!!"
    Nicht einmal der Satz:" Ich versteh' dich - kann ich nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ist echt sch...." Mehr will ich ja nicht, ist schon klar, dass ich selber aktiv werden und das beste draus machen muss und nicht im Selbstmitleid versinken darf. Aber ständig diese Belehrungen! Als ob ich das nicht alles wüsste. :kopf

    Hallo Lena,


    danke für deine Antwort.


    Das Arbeiten als SB ist doch etwas ganz anderes als die Vorzimmertätigkeiten. Sitzungen und Dienstreisen vorbereiten etc.


    Was meinst du mit Versetzung? Wir haben nur dieses Haus. Weiterbildung kommt ja aufgrund meiner oben beschriebenen "Blockade" absolut nicht infrage. Ich habe ja permanent gelernt. Nur leider nix wirklich davon gehabt, so wie andere, die wirklich eine Weiterbildung absolviert haben und nun eine Gehaltsgruppe höher sind.

    Hallo liebe AEs,
    was würdet Ihr machen?


    Bin 46, seit 9,5 Jahren alleinerziehend mit mittlerweile 11jährigem ADHS-Sohn. Ich habe keine Unterstützung durch Verwandte oder Freunde.


    Ich arbeite seit 26 Jahren bei der IHK (inkl. Ausbildung). „Toll“, denkt Ihr jetzt bestimmt. „Super Stelle, ö. D., sicherer Arbeitsplatz, keine allzu großen Geldsorgen.“
    Dachte ich bisher auch: „Wenigstens beruflich ist es einigermaßen komplikationslos abgelaufen.“


    Doch nun kommt der Hammer: Ich bin in den 26 Jahren so ca. alle zwei, drei Jahre intern versetzt worden. Immer aus Gründen der Umstrukturierung, es wurde immer ausdrücklich betont, dass es nicht an meiner Person liegt. Leider habe ich diese Versetzungsklausel in meinem Vertrag.
    Seit eindreiviertel Jahr bin ich nun in der stressigsten Abteilung des ganzen Hauses und merke jeden Tag, wie ich an meine Grenzen komme: Ich bin total unmotiviert, mein Selbstbewusstsein ist unterirdisch und ich bin einfach nur frustriert und sauer! Ich merke, dass meine Aufnahmekapazität wirklich erschöpft ist und schalte automatisch ab, wenn mir wieder jemand etwas erklären will. Es geht mir einfach auch inzwischen gegen meine Würde oder Selbstachtung oder wie immer ich das nennen soll, dass ich mich mit meinen 46 Jahren immer noch wie eine Auszubildende fühle.
    Ich hatte ja nie die Chance, einmal Routine und Selbstsicherheit zu entwickeln, weil es dann nach zwei oder drei Jahren in die nächste Abteilung ging und alles wieder von vorn anfing.
    Nebenbei soll ich auch noch eine Sekretärin vertreten, dabei habe ich mein ganzes berufliches Leben lang nur Sachbearbeitertätigkeiten wahrgenommen.


    Der Personalrat kann mir nicht helfen, die Gewerkschaft auch nicht, alles scheitert daran, dass ich diese Klausel im Vertrag habe, wie aber alle anderen auch.
    Ich habe aber definitiv auch keine Kraft, mich nun noch woanders zu bewerben, zumal meine Stelle ja sicher ist und ich woanders wohl kaum eine unbefristete Stelle bekommen würde.


    Ich bin jetzt für insgesamt 5,5 Wochen erst einmal krankgeschrieben, ist eigentlich gar nicht meine Art, mich zu „drücken“. Doch was soll ich tun? Ich hatte eine Woche Urlaub in den Herbstferien und konnte überhaupt nicht abschalten, da ich mir permanent den Kopf zerbrochen hatte, wie ich z. B. die vor mir liegende Vorzimmervertretung schaffen sollte. Ich bin fast verrückt geworden und habe schließlich gedacht: „Das hast du nicht verdient.“ Ich kann nichts mehr aufnehmen und habe Angst, dass ich ständig Fehler mache.


    Habe mich zur Psychotherapie angemeldet, doch die läuft erst in ein paar Wochen an. Irgendwie sehe ich auch nicht wirklich ein, dass ICH jetzt wieder an mir arbeiten soll. Was zuviel ist, ist zuviel! Man kann nicht alle Probleme „wegtherapieren“. Doch Ihr kennt das wahrscheinlich auch: Immer wenn man über Probleme oder Überlastung klagt wird einem eine Therapie nahegelegt. Dabei halte ich mich für sehr reflektiert und ich kann einfach an den Umständen nix ändern.


    Doch mein Chef sagte mir heute, dass ich dringend an mir arbeiten müsste, da solche psychischen Probleme ja auch wie eine tickende Zeitbombe wären und sie dann auch immer Angst haben müssten, dass ich wieder längere Zeit ausfalle. Ich bekam dann Tipps, was ich alles tun sollte, wie auch schon immer mal wieder von meinem Hausarzt: "Tun Sie was, werden Sie aktiv, machen Sie das beste draus." Ja wodurch bin ich denn so erschöpft? Durch das permanente Machen und Tun und gucken und überlegen und grübeln und Nachhaken und nochmal Versuchen... :kopf
    Dabei BIN ich aktiv, doch es liegt ja auch nicht alles in meiner Macht. Ich finde z. B. keine Putzfrau, keine bessere Wohnung, auch keine wirklichen Freunde (darüber habe ich an anderer Stelle schon gejammert) manchmal sehe ich einen Hoffnungsschimmer, doch dann zerschlägt sich alles wieder...


    War jetzt seeehr lang - sorry, kürzer ging's nicht - eher noch länger....


    DANKE fürs Durchhalten und ich freue mich auf Euer Feedback! :thanks:

    UlrikeBerlin:


    Nein - du bist nicht die einzige! :)


    Mir ging (und geht) es auch so: Sohnemann musste phasenweise jede Woche zum HNO-Arzt, dann noch einmal die Woche die Förderung, die gerade angesagt war (Motopädie, Logopädie, Ergotherapie, LRS - wir haben alles mitgenommen), dann hat Mutti ja auch mal einen Termin (sorry), und dann noch der Haushalt und der Magen (hast völlig Recht). Für Sport o. ä. blieb dann gar keine Zeit mehr, zumal oft auch noch Hausaufgaben angesagt waren...

    Nein, einen Freund von ihm kann ich nicht mitnehmen. Die Kontakte sind zu oberflächlich und jede Familie bleibt für sich - nimmt höchstens Verwandte mit.


    Mein Sohn kann sich eigentlich ganz gut in ein Team einfügen - diese extremen Auswüchse gibt es nur, wenn er mit mir zusammen ist... ;(

    Mein Sohn (11 J.) treibt mich in den Wahnsinn!


    Er kann nicht eine Minute mal allein sein. Er sucht permanent meine Nähe. Kann sich partout nicht allein sinnvoll beschäftigen.


    Abends gibt es bei uns immer ein Riesentheater, weil er natürlich auch nicht in sein Zimmer gehen will, damit ich dann wenigstens mal eine ruhige Stunde für mich habe.


    Er hat ADHS, okay, aber das hat doch damit nichts zu tun – oder? Ich renne seit er 2 war mit ihm zu allen Förderungen und Beratungen, die der Markt so anbietet, es wird immer schlimmer. Ich bin konsequent, doch er LERNT nicht! Er macht einfach weiter wie bisher. Er ändert nichts an seinem Verhalten. Er sagt nur, dass ich ihn ja immer abschieben und zurückweisen würde. Ja – ist mir schon klar, dass das für ihn so rüberkommt, doch dass er mir keine ruhige Minute zum Nachdenken bzw. mal zum Erledigen der wichtigsten Telefonate gibt, ist ihm natürlich nicht bewusst.


    Wir waren jetzt das ganze WE zusammen, haben gekocht, für Englisch gelernt, eingekauft, TV geschaut, im Internet nach einer günstigen Zugverbindung für den Urlaub gesucht, … nun wollte er gerade wieder, dass „wir unbedingt noch was Schönes zusammen machen.“


    Ich krieg‘ echt jedes WE, wenn er bei mir ist mehrere Anfälle, weil ich total mit den Nerven runter bin. Ich arbeite fast Vollzeit, habe keine Unterstützung von irgendjemandem, zu den Vater-WE geht er äußerst ungern (Vater ist halt schwierig).


    Er geht seit einiger Zeit zweimal die Woche zum Basketball, doch mittlerweile will er da auch nicht mehr hin, weil er wohl nicht ins Spiel eingebunden wird. Verabredungen gelingen äußerst selten, weil die anderen fast nie Zeit haben. Obwohl er im Klassenverband gut eingebunden ist.


    Ich mache und tue, es ändert sich einfach nichts. Nun will ich mit ihm nach Tirol in den Urlaub fahren, weil das für mich einfach der Traum ist. Ihr könnt Euch denken, dass das auch zu großen Teilen der (Alb-)traum wird. Doch was soll ich machen?
    Wenn wir wandern gehen, plappert er ununterbrochen und erwartet auch ununterbrochen eine Rückmeldung bzw. Reaktion von mir, so dass ich nicht ansatzweise mal in Ruhe die Natur genießen kann, weil er ja in dem Moment nicht in meinem Fokus wäre… er ist sich nicht eine Sekunde mal selbst genug. Und dadurch natürlich auch ständig unzufrieden, weil ich seine Erwartungen nicht erfüllen kann und will!


    Weshalb LERNT er nicht? Ich begreife es einfach nicht, er leidet doch auch unter dem ständigen Krach!

    Mir geht es auch so. Bin seit knapp 8 Jahren AE.


    Habe echt alles versucht: Alte Freundschaften wieder aufleben lassen, auf andere Mütter zugegangen (AE oder nicht AE). Außer ein paar oberflächlichen Treffen ist nix geblieben. Von der anderen Seite kommt NIE was!


    Es ist wie ein Fluch - ehrlich. Wenn mich die Kollegen fragen, was ich an meinem (sturmfreien) WE vorhabe, kann ich fast nie was erzählen. Finde das total unangenehm - so nach dem Motto: Es muss ja an MIR liegen.

    Hallo liebe AEs,


    bin 46 und habe einen 11jährigen Sohn. Wir wohnen in Bochum.


    Nun möchten wir zu o. a. Datum ins Pitztal fahren. Wir haben auch schon gebucht (Hotel).


    Vielleicht möchte uns jemand mit gleichaltrigem Kind begleiten? Die Erfahrung der letzten beiden Urlaube hat gezeigt, dass es für Mutti höchstwahrscheinlich erholsamer wäre, wenn sie nicht allein
    mit ihrem ADHS'ler verreisen würde, sondern der Kleine auch noch andere Ansprechpartner hätte... :-D


    Mein Bedarf an Gruppenreisen ist durch die Freizeiten meine Teenie- und jungen Erwachsenenzeit gedeckt. Ich möchte einfach im "kleineren, vertrauteren Rahmen" Urlaub machen und bin, was das Reiseziel angeht auch nicht kompromissbereit. Ich weiß, "das Leben ist kein Wunschkonzert, ohne Kompromisse geht es nicht". Ich habe meine Gründe, mich nicht mein Leben lang nach anderen und/oder den Umständen zu richten bzw. wenigstens zwei Wochen im Jahr mal MEINE Träume zu verwirklichen...


    Wir möchten ein paar Bergtouren machen, sofern meine Knochen das noch mitmachen und auch einfach nur relaxen - Action habe/n ich/wir im Rest des Jahres genug im Alltag.


    Ich würde mich freuen, wenn sich jemand, der/die auch im Ruhrgebiet wohnt, hier melden würde - gern auch per PN! ;-)

    Ich war schon zweimal mit meinem mittlerweile 11jährigen ADHS Sohn in Tirol.


    Ich liebe einfach die Ecke dort, weil ich mit meinen Eltern in meiner Kindheit immer dorthin gefahren bin und nun endlich jemanden "gefunden" habe, der gern mit möchte.


    Leider war beide Jahre von wirklicher Erholung kaum eine Spur, da mein Sohn halt sehr anstrengend und aufmerksamkeitsfordernd ist. D. h. er quasselt ununterbrochen und erwartet permanente Rückmeldung.


    Ich habe dieses Jahr wieder dort gebucht. Ich habe einfach keine Lust, mit einer Gruppe zu reisen, ich möchte halt ganz normal wie andere auch, mit den/m Menschen verreisen, die ich lange kenne und die mir vertraut sind und nicht - wie jahrelang in meiner früheren Single-Zeit, mit wildfremden Menschen.


    Leider gibt es niemanden, der mitfährt, um mich ein wenig zu unterstützen.


    Ist wie mit dem Fahrradfahren, das verlernst du nie ;)


    Ich wundere mich dass das stattfinden von Sex von den meisten auf Abends oder Nachts festgelegt wird ... tagsüber geht doch auch :frag
    Die Kid's sind doch auch mal verabredet, bei Freunden, im Sportverein etc..
    Wo ein Wille ist ist auch ein Weg. Manchmal braucht's nur etwas Beweglichkeit und Fantasie :-)


    Wenn man zusammen wohnt, kann man natürlich spontan sein! Doch wenn der Partner nicht auf Abruf bereit steht?


    Ja ja - wo ein Wille ist... :kopf

    Ich hätte auch lieber eine Beziehung. Doch - wie schon beschrieben - die letzte WE-Beziehung war einfach nur der Stress, weil mein Partner keine Antenne für das Kind hatte und mir halt genau wie mein Sohn ständig an der Pelle hing. Er konnte überhaupt nicht verstehen, dass ich nicht, sobald das Kind mal aus dem Zimmer ging, sofort von strenger Mutter auf leidenschaftliche Geliebte umschalten konnte und fühlte sich halt immer zurück gesetzt.
    Ich brauche schon ein etwas entspannteres Ambiente, um guten Sex haben zu können. Gerade weil ich im Alltag völlig allein gestellt und nur am Ackern bin.


    Natürlich reicht mir "nur Sex" auch nicht, deswegen will ich ja auf die WE bestehen und nicht immer noch nebenbei auf die Uhr schielen!

    Ich habe jetzt nicht das komplette Archiv durchgelesen, mag sein, dass das Thema schon mal behandelt worden ist:
    Wie geht Ihr mit Eurer Sexualität um, wenn Ihr keine sicheren Zeiten ohne Kind habt?


    Ich bin ja seit 7 Jahren mit ADHS-Sohn (jetzt 9 Jahre) alleinerziehend, 30 Stunden berufstätig, viele Termine mit Sohnemann (diverse Förderungen, Gespräche, HNO-Termine, und das übliche …) und habe keinerlei soziales Netz, also keine Verwandten und/oder Freunde, die mich unterstützen könnten.


    Nun hatte ich jahrelang keine freien WE, nur alle 14 Tage sonntags ein paar Stunden für mich, die ich dann aber auch wirklich für MICH brauchte. Nun werden langsam wieder Übernachtungen bei Vater eingeführt. Alles unter Mitwirkung einer Umgangspflegerin, da Vater Alkoholiker ist.


    Diese freien WE tun mir gut und ich brauche sie auch dringendst für mich, um wieder Kraft für meinen anstrengenden Alltag zu schöpfen und einigermaßen ins seelische Gleichgewicht zu kommen.
    Ich hatte eine knapp vierjährige WE-Beziehung, die aber für mich am Ende nur der reine Stress war, weil ich mich ständig zwischen Kind und Partner zerreißen musste und für Zweisamkeit überhaupt keine Zeit war. Darum bin ich nun auf der Suche nach einem Mann, mit dem ich wenigstens an meinen freien WEs mal meine Weiblichkeit wieder entdecken kann. Ich will mich wirklich nur an den freien WE mit ihm treffen und einfach mal zum Ausgleich meines von Verpflichtungen geprägten Alltages unsere ungestörte Zweisamkeit genießen.


    Nun das eigentliche Problem: Leider muss ich, da mein Ex-Mann eben Alkoholiker ist, ständig damit rechnen, dass die Übernachtungen wieder eingestellt werden, wenn es Aussetzer seinerseits gab (er tut dem Kind nichts, schläft aber schon mal auf dem Boden oder ist halt sehr nachlässig bei der Fürsorge seines Kindes).


    Natürlich schildere ich meinen Dates diese Situation, doch es ist natürlich schwierig, unter solchen Voraussetzungen einen Partner zu finden.


    Ich sehe einfach nicht ein, dass ich mein restliches Leben nach meinem Ex-Mann ausrichten soll und somit total von ihm abhängig bin. Wo bleiben meine Bedürfnisse? Ich bin doch keine Maschine! Es kommt doch auch meinem Sohn zugute, wenn ich nicht ständig so frustriert und unausgeglichen bin. Das mag ja jetzt alles sehr egoistisch klingen, doch fühle ich mich natürlich durch diese Unzuverlässigkeit des Vaters ziemlich ausgenutzt, so nach dem Motto: Mutter muss permanent bereit stehen, ich kann mich ruhig zwischendurch gehen lassen (bin ja schließlich krank). Sorry, bin einfach ehrlich.
    Es geht mir auch wirklich um freie WE. Also jetzt Babysitter für regelmäßige Quickies zu suchen, kann es ja auch nicht sein.


    Bin mittlerweile 44 und kann mich nicht erinnern, einmal guten, erfüllenden, regelmäßigen Sex gehabt zu haben. :D


    Bin gespannt auf Eure Antworten.

    Wie soll man auch als AE Kontakte knüpfen, wenn man nach dem Elternabend schnell nach Hause rasen muss, weil Babysitterin wartet bzw. das Kind gar allein zuhause ist. Wenn um Elternhilfe bei irgendwelchen schulischen Veranstaltungen gebeten wird, kann ich auch fast nie zusagen, weil ich ja arbeiten muss und genug Urlaubstage für Arzttermine oder Gesprächstermine drauf gehen.


    Stammtisch - wie gesagt - wäre Kind auch wieder allein bzw. Sitter vonnöten. Sehe aber nicht ein, dass ich für so etwas wieder Geld ausgebe. Dann lieber, wenn ich mir mit meinem (nicht mehr vorhandenen) Freund einen schönen Abend machen will ...


    Ich war z. B. einen Abend in der Selbsthilfegruppe für ADHS-geplagte Eltern und hatte sofort gesagt, dass ich nicht regelmäßig kommen kann. Hatte aber Adresse, Telefon und E-Mail hinterlassen. War bis jetzt aus genannten Gründen nur einmal dort und habe auch nicht einmal eine Rückfrage erhalten oder ähnliches.


    Es ist so deprimierend. Ich tu schon das mir mögliche, doch irgendwie scheine ich fast eine Aussätzige zu sein... X(;(

    Ich finde auch, dass es extrem schwierig ist, Kontakte zu knüpfen:
    Kann natürlich nur von mir ausgehen, doch ich habe alle 14 Tage sonntags 8 Stunden frei. In der Zeit könnte ich rein theoretisch eine Freundin einladen, um zu quatschen. Denn wenn mein ADHS-Sohn (9Jahre) dabei ist, kann ich mit dem Besuch keine zwei Sätze ungestört reden. So ist es nun mal.
    Diese 8 Stunden brauche ich aber für mich allein, um einfach mal allein zu sein, bei mir selber zu sein, um mich von der permanenten Ansprache meines unruhigen Sohnes zu erholen.
    Ich will jetzt keine Erziehungstipps - habe mal gehört, dass ADHS-Kinder nicht lernen und dass es wohl "normal" ist, dass man ihnen jeden Tag aufs Neue die Regeln erklären und diese durchsetzen muss. Also bringt Konsequenz letztlich nix. Ist aber hier nicht das Thema.


    Ich versuche also schon seit Jahren nach meinen Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen und auszubauen, doch es kommt so gut wie keine Rückmeldung. Kann natürlich auch an mir liegen. Doch ist schon seeehr schade, das so feststellen zu müssen. Natürlich bin ich schon darauf angewiesen, dass die andere Seite auch mal die Initiative ergreift, da ich schon ausgepowert genug bin und einen letzten Rest Selbstachtung gern behalten würde...


    Zum Elternstammtisch kann ich nicht, zu irgendwelchen anderen abendlichen Veranstaltungen natürlich auch nicht... Die Tage sind auch so schon voll genug mit anderen Terminen, so dass die Kraft einfach fehlt, abends noch mal neu loszuziehen...


    Geht es jemandem ähnlich ???

    Fiocca,


    Aber ganz ehrlich, AE zu sein ist doch kein schlimmes Schicksal. Es ist ein Lebensumstand oder eine Lebensform.


    Das Leben ist halt nicht "nur" märchenhaft. Es kommt halt kein Prinz auf'm Pferd und reitet mit einem davon ... und wer weiß wie es weitergehen würde, wenn Märchen nicht immer an genau dieser Stelle enden würden ;)


    Naja - natürlich ist AE sein eine Lebensform, aber es ist ungleich schwerer! Wenn man dann noch kein soziales Netz zur Verfügung hat, auf Arbeitssuche ist, dann ist es schon heftig. Das muss man einfach mal so stehen lassen dürfen.


    Wir wissen hier - so denke ich jedenfalls - alle, dass das Leben kein Ponyhof ist.