Beiträge von Muckelmama

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    Klar habe ich am Anfang alles "schön" geredet. Ich habe wirklich gedacht, wir können das schaffen. Als ich gemerkt habe, dass ihre Therapie keine wirklichen Fortschritte bringt, sie von ihrem Vater in Watte gepackt wird, ihre Depressionen immer größeren Raum innerhalb der Familie beanspruchen und das wir ihr gar nicht gerecht werden können, habe ich versucht, ihren Vater, also meinen Freund darauf aufmerksam zu machen. Ich habe aber gegen eine Wand geredet. Wie oft habe ich gesagt, dass sich was ändern muss und habe immer nur gehört "es wird doch besser", "das wird schon", "wir müssen Rücksicht nehmen" etc. Er hatte Angst, seine Tochter zu verlieren, wie er heute sagt, wollte nicht sehen, dass wir das nicht schaffen können. Ja, seine Tochter ist in Therapie, aber die Therapeutin kann auch nur das therapieren, was die Tochter zulässt. Es gab Elterngespräche. Als wir versucht haben, umzusetzen, was die Therapeutin uns mit auf den Weg gegeben hat, hat die Tochter quer geschossen, alles boykottiert, es gab Nervenzusammenbrüche. Mein Freund neigt dazu, Probleme auszusitzen, im StatusQuo zu verharren. Auch unsere Beziehung hat massiv gelitten, auch hierüber gab es mehrmals Gespräche. Es ist nicht so, dass ich nicht alles versucht hätte. Aber wenn nur einer bereit ist, an der Situation zu arbeiten, dann steht man auf verlorenem Posten.

    Natürlich kann sie zurück zur Mutter. Durch Beziehungen könnte sie in eine kleine Wohnung in einer betreuten Einrichtung für psychisch erkrankte junge Erwachsene ziehen, wo 24 Stunden ein Therapeut und Betreuer für die Bewohner da ist, ziehen. Das lehnt sie ab. Sie möchte jetzt eine eigene Wohnung bzw, mit einer Bekannten eine WG gründen.

    Aktuell ist sie jetzt bei ihrer Mutter, das hatten sie aber schon vor den Ferien verabredet. Ob sie wieder kommt, weiß ich nicht. Im Moment ist es ganz gut, damit wir Luft holen können.

    Mal ein Update von uns:

    Im März hatte ich den ersten Termin bei einem Therapeuten, weil ich mit der Situation große Schwierigkeiten habe. Mein Freund hat sich vieles schön geredet, immer davon gesprochen, dass es ja Fortschritte gibt und besser wird und und und und. Ich hatte eher den Eindruck, dass der Raum, den ihre Depressionen einnehmen, immer größer wird. Er hat sie in Watte gepackt, immer Rücksicht genommen und sie wie ein rohes Ei behandelt und das natürlich von allen anderen auch verlangt. Seine Tochter hat sich natürlich in ihrem Elfenbeinturm gut eingerichtet, ist ja bequem. Nach meinem Termin beim Therapeuten haben wir gemeinsam eine Beratungsstelle aufgesucht, der Freund und ich.... er wollte, dass sich zu Hause was ändert... und dann kam Corona. Sie musste nicht zur Schule und augenscheinlich ging es ihr besser. War natürlich nicht so, nur hat er das einfach verdrängt. Sie hat es geschafft, jede schöne Situation kaputt zu machen. Jede Familienfeier, jeder Ausflug, jede gemeinsame Unternehmung... wenn sie und ihre Befindlichkeiten nicht im Mittelpunkt gestanden haben, hat sie dafür gesorgt, dass die Stimmung schlecht wurde mit ihrem Verhalten. Wie oft haben mein Freund und ich uns wegen ihr gestritten, die Beziehung hat echt gelitten, weil er mir immer wieder vorgeworfen hat, ich hätte was gegen sie und so schlimm wäre das doch alles gar nicht.

    Wir hatten jetzt Urlaub und waren mit meiner Familie eine Woche in Dänemark. Ich stand unter permanenter Anspannnung: Wie ist ihre Stimmung, fühlt sie sich benachteiligt oder ausgeschlossen (großes Thema), sagt irgendjemand was, was ihr nicht passt... ich konnte den Urlaub nicht genießen und bin jetzt kurz vorm Zusammenbruch. Am Montag hatte ich den nächsten Therapeutentermin. Dieser hat mir geraden, die häusliche Lebensgemeinschaft mit ihr aufzulösen, da ich sonst über kurz oder lang zusammenbreche. Auch für mich wurde immer klarer, ich kann und will mit ihr nicht mehr unter einem Dach wohnen. Und habe dann meinen Freund vor die Wahl gestellt: Die beiden suchen sich gemeinsam eine neue Bleibe und ziehen gemeinsam aus oder er bleibt und sie muss gehen.

    Er hat sich dafür entschieden, dass sie alleine geht, da auch er mittlerweile wohl eingesehen hat, dass ich mit allem, was ich gesagt habe, recht hatte. Und das wir alle vor die Hunde gehen werden, wenn alles so bleibt wie jetzt. Also hat er ihr mitgeteilt, dass wir für sie eine Wohnung in einer therapeutischen Wohngruppe suchen. Das lehnt sie ab. Sie will, dass alles so bleibt und sie könne ja bis zum Abi bleiben und wir machen eine Familientherapie. Kommt für mich absolut nicht in Frage. Jetzt dreht sie natürlich total ab, ihr Vater steht in der Schusslinie (schlechtes Gewissen machen, emotionale Erpressung usw.). Ich kann es jetzt aber nicht ändern und jeden Tag wird es schlimmer zu Hause.
    Im Moment hab ich noch keine Ahnung, wie die Situation sich auflöst und wie das alles ausgeht. Fakt ist: länger als bis Anfang Oktober halte ich das nicht aus.

    ich drücke dich mal... und wünsche dir viel Kraft. Wenn du in irgendeiner Form hilfe brauchst... melde dich... bitte. Wir wohnen ja nicht so extrem weit auseinander. Und wenn du mal raus möchtest, einfach nen Kaffee trinken oder mal in der Sonne abschalten magst, kannst du gerne rum kommen.

    Es gab über das Aufgabenmodul bei iserv immer Aufgaben entsprechend dem Wochenplan... die meisten Lehrer haben sich allerdings nicht die Mühe gemacht, entsprechend zu korrigieren oder mal ein Feedback gegeben. jetzt hätte er alle zwei Wochen für drei Tage Schule... er geht allerdings nicht, weil das weder mit den Abstandsregeln noch mit dem Hygieneplan klappt. Da ich zur Risikogruppe gehöre, kann er bis zu den Ferien zu Hause bleiben. Er hatte es ja eine Woche probiert. Aber als er mal erwähnt hat, dass seine Mitschüler bitte auf den Abstand achten möchten, weil seine Mutter zur Risikogruppe gehört und er mich nicht anstecken möchte, kam dann: dann bringst du deiner Mutter keine Blumen, sondern Corona mit nach Hause. Super...


    Er arbeitet jetzt weiter die Aufgaben im Aufgabenmodul ab, manche Lehrer schicken Sonderaufgaben, manche nicht. Die Arbeiten hat er jetzt immer nachmittags "nachgeschrieben". Er musste einige Ausarbeitungen abgeben, damit er benotet werden kann. Da er dafür ausreichend Zeit hatte, sind die alle mit "sehr gut" benotet worden. Es macht sich bemerkbar, dass der "Schulstress" an sich weggefallen ist. Nur in Mathe hat er voll "verkackt". Jetzt stehen auch die Zensuren fest: nur 2en, in Sport die 3 vom letzten Halbjahr und in Mathe ne 5... na ja... egal... ich hoffe, das nächste Schuljahr wird dann wieder halbwegs normal laufen.

    Laut Erlass in Niedersachsen soll keine digitale Beschulung stattfinden. Die Kids haben Übungsaufgaben bekommen, die sie zu erledigen haben, allerdings bis dato nur in Deutsch, Musik und Mathe. Die Arbeiten dürfen nicht benotet werden.


    Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Ich kann mir kaum vorstellen, dass bei der Lage zurzeit die Schule ab Ende April normal weiter läuft.

    Inkamann ja... ich denke auch, dass wir uns und ich vor allem den Muckelmann (der ja die scheiß Stimmung auch mitkriegt) schützen muss. Ich weiß allerdings nicht, ob ihr Vater in letzter Konsequenz ihr die Tür weisen wird. Ich möchte ihn auch ungern vor die Wahl stellen müssen, entweder seine Tochter oder ich.


    Wenn sie nicht einsichtig ist, es weiter so läuft wie jetzt und er keine Konsequenzen ergreift, habe ich genau zwei Möglichkeiten: ich nehme es so hin oder ich ziehe die Reißleine und ziehe selber aus. Was für alle bedeuten würde, dass umgezogen werden muss. Das Haus könnte mein Freund nicht alleine halten, zumal es dann leer wäre, wenn ich gehe.


    Ich befürchte, dass er zwar jetzt sagt "Ja, da muss was passieren", aber wenn sie sich weigert, auch keine wirklichen Konsequenzen folgen lässt. Er ist ja froh, dass sie bei ihm lebt. Er sitzt da zwischen zwei Stühlen, ich kann ihn zwar verstehen, aber die junge Frau mischt das ganze Haus auf.

    Mal ein Update:

    Die Tochter schreibt gerade an ihrer Seminararbeit und verzweifelt regelmäßig. Ihre Verfassung wird immer schlechter und sie fühlt sich dem Schulstress absolut nicht gewachsen. Sie bleibt deswegen auch immer öfter zu Hause, aktuell hat sie sich letzte Woche Mittwoch bis einschließlich Freitag krank schreiben lassen und hat ihre Tage im Bett verbracht. Wenn sie überhaupt aufsteht, wechselt sie vom Bett, in die Sofaecke, an den Esstisch, um von da wieder ins Bett zu gehen. Es bleibt alles stehen und liegen, weil sie für nichts Kraft hat. Am Freitagabend hatten wir dann mal wieder eine "Krisensitzung". Sie sagt selber, dass sie eigentlich nicht schulfähig ist. Unser Vorschlag, dass sie über eine stationäre Therapie nachdenken möge, weil dringend was passieren muss, hatte einen absoluten Nervenzusammenbruch die Folge. Ich hatte schon das Telefon in der Hand, um bei der Notfallnummer der zuständigen Klinik anzurufen (haben wir von der Therapeutin bekommen). Sie will nicht, reißt sich gerade zusammen und spielt uns "es ist alles in Ordnung" vor. Allerdings wird es letztendlich darauf hinauslaufen, dass sie sich helfen lassen muss. Weder wir, noch die Stunde Therapie in der Woche können das leisten, was sie braucht. Da sie 18 ist, kann sie letztendlich selber entscheiden. Ich hoffe, sie sieht demnächst selber die Notwendigkeit.

    CoCo es ist aber in der Tat so und ich hab das jetzt fast ein Jahr beobachtet... ihre freie Zeit füllt sie mit ihren Herz-/Schmerz-/Schmalzserien und ihrem Handy aus. Oft auch als Flucht vor dem realen Leben. Und je mehr sie "freie" Zeit hat, je mehr versinkt sie in ihrem Loch. Wenn sie gut beschäftigt ist und wir sie auf Trab halten, desto weniger grübelt sie und desto besser ist sie gestellt. Sie braucht Aufgaben, die sie nicht zu viel zum Nachdenken kommen lassen. Und natürlich ist es so, zwangsläufig, dass ihre Depressionen natürlich ein wichtiges und großes Thema bei ihr sind, wäre ja auch merkwürdig, wenn es anders wäre. Und je mehr sie über ihre Depressionen und ihr Leben nachdenkt, desto tiefer wird das Loch, dass sie sich schippt.

    Außerdem: eine Aufgabe der Eltern ist, das Kind auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten. Da das Fräulein Tochter aber - laut ihrer eigenen Angaben - nicht weiß, wie man putzt bzw. mal ein Essen zubereitet, weil ihr das bis dato noch keiner gezeigt hat (stimmt so nicht ganz, so untätig war ich das Jahr über nicht) wird es an der Zeit, sie auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten und ihr das nötige Rüstzeug dafür mitzugeben.


    Im Übrigen: der Muckelmann, ganze vier Jahre jünger, ist zwar auch faul wie Hupe, kriegt aber freiwillig den Arsch hoch und unterstützt mich und kann sogar eigenständig mal kochen (seine Pfannkuchen sind Weltklasse) und selbständig sein Zimmer putzen, ohne, dass ich ihm da mal groß was zeigen musste. Er findet auch - seinem Alter entsprechend - Berücksichtigung im Haushaltsplan. Nicht, dass es heißt, ich behandele die Kinder ungleich.

    die Deutsche Pop ist seit gestern Abend Geschichte. Das Fräulein Tochter hat sich informiert und festgestellt, dass der Abschluss nicht das Papier wert ist, auf dem er steht. Mal ganz davon abgesehen, dass es sich finanziell nicht verwirklichen lässt.


    Mittleweile zweifelt sie nach einem Gespräch mit dem Kumpel meines Bruders ebenfalls an ihrem Berufswunsch. Sie neigt aber dazu, an Dingen festzuhalten, an die sie sich "gewöhnt" hat. Veränderungen sind schwer. Warten wir es einfach mal ab. Im Zweifel soll sie - sofern sie einen Platz bekommt - von mir aus Eventmanagement/Veranstaltungsmanagement studieren. Was sie dann damit anfängt und ob sie es schafft oder hinterher einen Job bekommt, soll nicht meine Sorge sein. Irgendwann wird sie das Nest verlassen müssen, ob mit oder ohne Abschluss/Ausbildung.


    Und weil ich gestern gerade sowieso schon in Fahrt gewesen bin, hat die Familie von mir einen Haushaltsplan aufs Auge gedrückt gekriegt. Mit einigen Aufgaben fürs Tochterkind, damit sie mal weniger Zeit hat, ihre Depressionen zu pflegen und Trübsal zu blasen.... ich bin gespannt. U. a. wird sie alle zwei Wochen für das Kinderbadezimmer zuständig sein, 1 x im Monat fürs Familienfrühstück und 1 x im Monat wird für die Familie gekocht. Na ja... und noch ein paar andere Dinge, die ein Mädel in ihrem Alter mal langsam lernen sollte, damit sie später mal alleine lebt. Wir wohnen jetzt ein knappes Jahr zusammen und die Ausrede "das habe ich bei meiner Mutter nicht gelernt" zieht nicht mehr!

    Sie macht 2021 Abi... sie ist jetzt in Jahrgang 12. Mir klingeln schon jeden Tag die Ohren, wenn sie heim kommt. Das einzige, allumfassende Thema ist: Schule und Noten.


    Der Kumpel von meinem Bruder hat sie jetzt ein paar mal gesehen und erlebt bei diversen Treffen bei meinem Bruder und seiner Familie. Mein Bruder hatte ihn bereits gefragt, ob er sie vielleicht für ein Praktikum in seiner Firma unterbringen kann. Er hat ziemlich deutlich gesagt, dass er das nicht machen wird, weil er nämlich einen Ruf zu verlieren hat und sie weder mit ihrer Art, noch mit ihrem Auftreten (da gehört auch u. a. das Äußere zu) einen Fuß in irgendeine Eventfirma kriegen wird. Weder für ein Praktikum geschweige denn nach einem evtl. Studium für einen Arbeitsplatz, wenn sich da nicht gewaltig was bei ihr tut. Ich habe gestern noch mit ihm telefoniert. In der Tat scheint die Deutsche Pop zwar teuer, aber ein Abschluss dort nicht viel wert zu sein. Eine solide Ausbildung in einer Eventfirma hat mehr Chancen auf einen Einstieg ins Berufsleben.

    Das alles will sie so nicht sehen. Sie hat sich in dieses Studium an der Deutschen Pop festgebissen. Es stößt bei ihr auch auf völliges Unverständnis, dass ich nicht bereit bin, wenn ihre Mutter den Unterhalt für das Studium nutzt, das fehlende Geld aus eigener Tasche auszugleichen. Ich hab ihr noch mal klipp und klar gesagt, dass sie sich über Alternativen informieren möchte, wir nicht auf den Unterhalt verzichten können, wenn sie während des Studiums bei uns wohnt und wenn sie diesen Studiengang an der Deutschen Pop "ertrotzt", sie notfalls nebenbei arbeiten gehen muss, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Ihr Vater wird die Tage mit der Mutter telefonieren und mit ihr über die hochtrabenden Pläne der Tochter sprechen und das das so nicht durchführbar ist, wie die beiden sich das vorstellen.

    Ich habe mich gestern nach diesem Gespräch relativ schnell zum Muckelmann ins Zimmer verkrümelt und auch dort geschlafen. Unten im Wohnzimmer (was neben dem Schlafzimmer liegt) war nämlich bis ich weiß nicht wann lautstark "Polen offen".


    Wir teilen fast alle Kosten anteilig auf. Aber bevor wir zusammen gezogen sind, haben wir vereinbart, dass jeder für die "sonstigen" Kosten, die das jeweilige Kind verursacht, der Elternteil aufkommt, zu dem das Kind gehört. Dazu gehören die Kosten für alles was in der Schule anfällt, Klamotten, Klassenfahrten, Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke und evtl. etwas teuerere Freitzeitaktivitäten. Auf der einen Seite tut es mir unheimlich leid, wenn sie neue Schuhe braucht und nicht die haben kann, die sie gern will, weil ihr Vater das halt nicht leisten kann, auf der anderen Seite muss ich halt auch an meinen Wanst denken. Auch wenn ich sonst im täglichen Leben kaum einen Unterschied mache (lässt sich halt nicht immer ganz vermeiden. Ich kann mit dem Muckel auf dem Sofa liegen und kuscheln. Mit ihr kann ich das nicht, die Bindung ist halt eine andere).

    friday und da fängt es schon an: sie ist introvertiert, kontaktscheu, hat Sozialphobien und schafft es noch nicht mal, ein Referat vor ihrem Kurs zu halten. Sie müsste sich und ihr Produkt, nämlich die Veranstaltungen gut verkaufen können... no way... ein Kumpel von meinem Bruder ist Eventmanager bei einem bekannten Hersteller alkoholischer Getränke... (keine Schleichwerbung *grins*) und er hat sie ja kennengelernt und ihr auch schon ziemlich deutlich zu verstehen gegeben, dass das nicht der richtige Berufszweig für sie ist....

    Kaj im Prinzip hast du recht, aber wenn ich das richtig verstanden habe, dann macht Muttern wohl demnächst mal einen Termin bei der Bank... der frühe Vogel fängt den Wurm oder so....

    Ich bekomme echt Schnappatmung und Existenzängste, wenn ich über diese Pläne von Mutter und Tochter nachdenke...

    musicafides das denken wir auch, aber sie hat sich das so in den Kopf gesetzt... Sie MUSS Abi machen und sie MUSS studieren, alles andere hat keinen Wert.


    Es gäbe auch die Möglichkeit eine Ausbildung als Veranstaltungskauffrau zu machen in einer Firma. Keine Chance. Dieser Vorschlag wurde mit voller Wucht abgeschmettert.


    Sie ist jetzt schon unheimlich oft wegen "keine Kraft" krank zu Hause und geht nicht in die Schule. Wie soll das erst beim Studium werden und dann noch bei einem, das so arschenteuer ist? Das Geld bekommt man sicher nicht wieder, wenn man das Studium schmeißt wegen "ich halte das nicht durch, weil mir die Kraft fehlt und das zu viel Stress ist"

    rainbowfish kann die Mutter ja machen. Aber dafür den kompletten Unterhalt einbehalten, das geht halt so einfach nicht. Ihr Vater wäre zwar unterhaltsverpflichtet, aber nicht leistungsfähig. Er verdient unterm Selbstbehalt. Das würde für mich bedeuten, ihren "Anteil" an Kost und Logis, der bis dato durch den Unterhalt abgedeckt ist, zu bestreiten. Und dazu bin ich halt nicht bereit. Wenn sie ausziehen würde, dann würden wir die Miete halt anders aufteilen und ich würde auch mehr zahlen (1/3 zu 2/3), aber die sonstigen Kosten, die ja auch nicht unerheblich sind, fallen dann weg.

    Arbeiten gehen kommt für sie nicht in Frage... dazu hat sie wegen ihren Depressionen neben dem Studium nicht in die Kraft, so ihre Aussage und ohne Bafög wird es nicht praktikabel sein, nicht so, wie sie sich das vorstellt.


    Wir werden nur bald unseren Standpunkt deutlich machen müssen, weil sonst ist alles in Sack und Tüten und wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt, befürchte ich.