Beiträge von Haselnuss

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!

    Da mein Profil immer noch nicht gelöscht ist, nutze ich doch die Gelengenheit und melde mich nochmal zu Wort.


    Ich glaube ich habe mit der Wahl des Titels einen Fehler gemacht, denn er vermittelt scheinbar mehr, als ich eigentlich sagen wollte. Wie hier schon jemand schrieb, wirkt er sehr provokant und hätte ich geahnt wie provokant, hätte der Titel wohl eher gelautet:"Fühlt ihr euch auch manchmal so ausgeschlossen/ benachteiligt?"


    Der Titel regt natürlich zum diskutieren an, weil er so viele Lebensbereiche betreffen kann und wie man hier immer wieder sieht: Jeder nimmt es anders wahr und für jeden ist es SEINE/IHRE ganz persönliche Realität.


    Wie ich schon in einer anderen Antwort schrieb, gibt es viele viele viele Faktoren, die dafür sorgen, dass bestimmte Situationen sind wie sind, wir so handeln (oder eben nicht) und empfinden, wie wir es nunmal tun.


    Ich denke es gibt einfach keine pauschalen Antworten und Lösungen, nur individuelle.


    Alle hier fühlen sich irgendwie missverstanden. Die einen fühlen sich zu Unrecht als unempathisch und die anderen als "Jammerlappen" abgestempelt. Und JEDER meint, ihm würde der Mund verboten. Da nimmt sich keiner was, wie ich finde.


    Was der Kern der Sache ist, weiss ich selber nicht. Hatte da jetzt nichts spezielles im Kopf. Weder wollte ich alle AE zu "Verlierern" degradieren, noch eine hochpolitische Diskussion entfachen, wobei ich die Debatte nicht ablehne, aber manche Gedanken und Antworten hier sind so komplex und speziell, das war überhaupt nicht mein Anspruch das Thema so auseinander zu klabüstern.


    Ansonsten, um das Thema "erwünschte und unerwünschte Meinungen" aufzulockern: Ist es denn sooo ungewöhnlich, dass man seinen Standpunkt verteidigen, erklären und den anderen davon überzeugen möchte und nicht gerade stillschweigend jede Aussage stehen lässt, vor allem wenn jemand die eigene Meinung nicht teilt? Ich halte das für sehr menschlich und gar nicht schlimm, solange man nicht anfängt beleidigend oder so zu werden, ist das jetzt nicht untypisch. Zumal hier sehr sensible Themen behandelt werden. Wir sprechen hier immerhin nicht über Kochrezepte oder Autos.


    Es kommt ja auch immer darauf an, auf welchem Kanal/Ohr man eine Aussage empfängt (informativ, Vorwurf etc).

    Sowohl Empathie als auch Nüchternheit/ Direktheit sind positive Eigenschaften, können in bestimmten Situationen hilfreich, aber auch Nachteil sein und man MUSS auch nicht mit jedem und seiner Art können. Ist im realen Leben ja auch so.


    Wie schon in einem anderen Thread erwähnt, möchte ich mich gerne zurückziehen und mich eigentlich nicht mehr großartig beteiligen, weil auch ich es so empfinde, dass der Ton hier teilweise ganz schön gereizt wirkt und mir das teils zu viel ist. Daher seht diese Antwort nicht als Einladung oder Fortsetzung der Diskussion, sondern als Abschluss.


    Worauf man sich vielleicht einigen kann, ist dass alle ihre eigenen Vorstellungen, Wahrnehmung, Erfahrungen, Ansprüche, Lebensverhältnisse, Geschichten und Strategien (zB. Positives Denken) haben und es daher, zumindest rein auf emotionaler Ebene keine richtige oder falsche Antwort gibt.


    Liebe Grüße und eine schöne Weihnachtszeit! :wink

    Vollbio


    Danke, das ist lieb von dir. :-)


    Wie gesagt, sollte ich Sehnsucht haben, kann ich mich ja wieder hier neu anmelden. Aber im Moment muss ich einfach auf mich achten und ich merke dass das Forum mir gerade einfach nicht gut tut und mich eher runterzieht und frustriert. Ich drücke dir aber für die Zukunft die Daumen und genieße dein neues Glück :-)

    Ich habe jetzt erstmal um Löschung meines Accounts gebeten und sollte ich Sehnsucht haben und das Gefühl haben, meine emotionale Lage hat sich soweit verändert, dass ich mit den hier gegebenen Charakteren und Haltungen mehr anfangen, kann ich ja jederzeit zurückkehren. :-)

    liebe Stern, ich wär jetzt nicht nur wegen einem Thema, wo man sich nicht einig ist gegangen, aber ich habe allgemein nicht das Gefühl hier rein zu passen und dass jede Unstimmigkeit immer so kommuniziert wird, dass man sich gleich komplett als Person und alles was einen ausmacht, in Frage stellt und das tut nicht gut. Dadurch dass ich das aber schon mein ganzes Leben leider sehr intensiv mache, ist es für mich leider Stress, wenn ich etwas ohne jede Böswilligkeit oder einfach aus einem momentanen Tief schreibe und dann gleich solche Antworten kommen wie:"Das kann man doch nicht erwarten", "Das würde ich mir nie anmaßen" , "fass dir mal an die eigene Nase" usw fühlt man sich echt manchmal etwas vor den Kopf gestoßen und angegriffen. Ich bin mir sicher, dass das niemand macht um mich anzugreifen oder bewusst zu verletzen, aber das ist mir dann im Verhältnis einfach zu viel des Guten und dadurch fühle ich mich im Endeffekt arg missverstanden und unter Druck gesetzt. Demzufolge denke ich, dass ich mir keinen Gefallen tue, wenn ich hier bleibe, denn mein primäres Thema, was mich beschäftigt, ist nunmal die emotionale Komponente und wenn da immer kommt:"du darfst nichts erwarten, du darfst nicht jammern, es liegt nur an dir..." usw. dann ist das nicht das, was mir im Moment weiterhilft.


    Ich bin in einem Forum für alle Mütter bzw nicht speziell für AE. Aber es ist ok, denn ich hatte jetzt, wie gesagt, nicht das Gefühl hier auf so viele zu treffen, die meine Erfahrungen und Probleme, die das alleinerziehend sein für mich mit sich bringt, verstehen oder ernst nehmen können und daher macht es jetzt nicht wirklich einen Unterschied, ob es nun ein Forum explizit für AE oder für Mütter ist.

    Out off Topic: Allerdings habe ich auch für mich festgestellt, dass dieses Forum wohl doch Nichts für mich ist, was mir durch die letzten Posts auch wieder bestätigt wurde.

    Ist ein tolles Forum hier und hat zeitweise gut getan, sich hier mit ein paar Leuten auszutauschen, dennoch empfinde ich es hier langsam als etwas anstrengend, da ich das Gefühl habe, dass man sich permanent für jedes falsch verstandene Wort rechtfertigen und sich allgemein viel erklären muss. Man muss schon sehr darauf achten, was man schreibt, da jemand sich sonst provoziert oder stellvertretend beleidigt fühlen könnte (mich mit eingeschlossen). Es wird viel bewertet und sei es nur mit diesem "gefällt mir"-Button und untereinander scheint ein relativ rauer Ton zu herrschen bzw einzelne Konflikte und Sympathien zu bestehen, was ja auch normal ist, aber mir so ein bisschen ein unwohles Gefühl gibt.


    Es gab auf jeden Fall ein paar nette Bekanntschaften hier und hat zeitweise auch Spaß gemacht, aber ich werde wohl doch wieder in mein vertrautes Forum zurückkehren, wo es für mein Empfinden etwas entspannter und umgänglicher abläuft (nicht wieder falsch verstehen, hier ist auch umgänglich und entspannt, aber in meinem anderen Forum eben noch mehr :-) ).


    Ich habe eigentlich gedacht, dass man in einem Forum für AE mehr Leute trifft, die sich ähnlich fühlen wie ich und ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und dadurch auch ein größeres Gemeinschaftsgefühl herrscht, was aber nicht unbedingt der Fall ist. Da habe ich mir einfach etwas anderes vorgestellt. In den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass dieses Forum eher dafür sorgt, dass ich mehr Stress habe, mich sogar schlechter fühle und dass hier doch überwiegend die Grundhaltung vertreten wird:"Friss oder stirb" und das ist dann wohl doch nicht das Richtige für mich. Ich denke, wenn ich das Forum hier länger aktiv nutzen würde, würde ich mich auf Dauer nur noch mieser und ja, irgendwie falsch fühlen. Und so sollte es ja nun nicht sein. Zudem fühle ich mich hier zunehmend missverstanden und ich bin es leid mich ständig erklären zu müssen. Wie eine andere Userin schon sagte: ich bin ein recht sensibler Mensch und bin wohl für solch großen Foren auch nicht gemacht.


    Kurz: ich denke das Forum passt nicht ganz zu mir und daher werde ich meinen Account löschen.


    Ich wünsche allen Usern hier eine schöne Weihnachtszeit und weiterhin viel Freude am Forum. Ich verabschiede mich. :winken:

    gutesTeam


    Daher ist ja auch "Ersatzvater" extra in Anführungszeichen gesetzt. Mir fiel halt kein besseres Wort ein und ich habe ja auch schon so geschrieben, dass man hoffentlich versteht was ich meine. Es ist aber doch Tatsache, dass der Mann, mit dem ich eine Partnerschaft eingehe, nicht nebenher läuft und auch für meinen Sohn eine Rolle spielen wird. Ich will ja nicht in einer Parallelwelt leben, wenn mein Partner da ist (eine Welt nur mit Kind und eine nur mit Partner). Da wird auch zwangsläufig eine Beziehung zwischen ihm und meinem Sohn entstehen und wie man es nun auch immer definiert, er wird für meinen Sohn irgendeine Bezugsperson sein, die für ihn mehr oder weniger als eine Art Vater oder Onkel sein wird. DARUM geht's und nicht um irgendwelche Pflichten, meine Güte. Das habe ich bei meiner letzten Partnerschaft nicht gemacht und werde es auch zukünftig so handhaben. Natürlich bin ich immer Ansprechpartner Nr. 1 bei allen Dingen, die meinen Sohn betreffen, treffe die wichtigen Entscheidungen und bin dafür verantwortlich, dass er richtig versorgt, betreut und aus ihm ein guter Mensch wird.


    Ist nicht böse gemeint, aber man kann doch auch zweimal lesen bevor man wegen einem Wort gleich an die Decke geht und hier seiner Empörung freien Lauf lässt. Ich habe ja nun schon extra dahinter geschrieben, dass es nicht das passendste Wort ist. Und selbst wenn nicht, gibt es bestimmt Familien, die das so handhaben und für die das so ok ist. Soll ja Männer geben, die das durchaus auch wollen oder sogar die Kids adoptieren, mit allen Konsequenzen.

    stern0372


    Ja, aber irgendwas scheint dich ja daran verärgert zu haben. Deshalb frag ich ja, denn ich habe mich von deinem Text doch sehr angesprochen gefühlt, weil genau diese Gedanken manchmal in meinem Kopf sind und ich nicht weiss, welche Konsequenzen ich daraus ziehen soll oder ob man da überhaupt welche ziehen kann.

    und warum ich deine Situation nicht aufgreifen darf um meine Gedanken dazu zu äußern, verstehe ich jetzt auch nicht ganz. Der Rest war ja nur ein Austausch zwischen mir und bay of russel. Ohne jede Böswilligkeit. Was dich daran jetzt genau ärgert, kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen anhand deines Textes. Vielleicht magst du das ja nochmal näher erklären.

    stern0372


    Naja, dass er frustriert ist wegen der Väter, die sich nicht kümmern, sagt ja die Mutter selber permanent und da muss man nicht ins Blaue reinraten um sagen zu können, dass sein Verhalten (war ja nur sehr kurz zusammengefasst) damit zusammenhängt. Hatte ja etwas länger mit ihnen zu tun (nun aber nicht mehr) und da kriegt man doch schon so einiges mit. Das hat doch nichts mit erbarmungslos und schnell urteilen zu tun. Ein paar Jahre kenn ich die Mutter und den Jungen ja schon.

    bay-of-russel


    Oh ja, da fällt mir gleich eine Mutter aus der Kita ein.


    Vom Erzeuger getrennt, Kontakt besteht zwar, aber jetzt nicht wirklich häufig und auch nicht regelmäßig und von einer richtig tiefen Bindung kann man da nicht sprechen. Sohn geknickt.


    Danach hatte sie einen neuen Partner und ihn gleich zum Ziehvater ernannt. Erneut eine Trennung und der Sohn wieder geknickt, weil der "Vater Nr. 2" nun auch weg ist und Ziehvater klingt ja nun doch inniger als Mamas Freund, oder eben Uwe oder was auch immer.


    Jetzt hat sie wieder einen Neuen, der aber auch nicht ganz knusper zu sein scheint und viel Aufmerksamkeit für seine eigene Tochter drauf geht.


    Der Junge fiel schon mehrfach negativ auf durch aggressives Verhalten (mehrfach gesehen, auch von anderen Eltern, meinem mal fast die Nase gebrochen), sozial auch sehr ausbaufähig und gefrustet wegen der sich nicht kümmernden Väter. :-(


    Gut, nur frage ich mich, was die Lösung dessen ist. Langsam angehen auf jeden Fall, den "Ersatzpapa" nicht als "Papa" verkaufen, sondern als Uwe, lieber zweimal oder besser dreimal überlegen ob das klappen kann und auch an den Partner appellieren, sich genau zu überlegen, ob er bereit ist diese Rolle anzunehmen und zwar dauerhaft. Ich weiss es auch nicht, aber die Gedanken sind natürlich da.

    stern0372


    Ehrlich gesagt hast du da was angesprochen, was mir auch manchmal Kopfzerbrechen bereitet. Sollte ich irgendwann mal das Glück haben, wirklich einen tollen Partner zu finden, wird es wohl so sein, dass mein Sohn sich sehr an ihn emotional binden wird, da zum Erzeuger kein Kontakt besteht und er sich einen "anderen" Papa wünscht. Nun wissen wir ja alle,wie das Leben manchmal so spielt. Sollte die Beziehung irgendwann auseinandergehen, stünde mein Sohn wieder komplett ohne männliche Bezugsperson da, denn leider hat er nur mich. Ich glaube es würde mir im Herzen weh tun, zu wissen/ sehen, dass er um seinen "Ersatzpapa" (finde jetzt kein besseres Wort dafür, gibt es aber gewiss) trauert, weil der plötzlich wieder weg ist. :-(

    cappucino15


    Ja, ich habe auch schon ein paar mal erlebt, dass Männer sich distanzieren, wenn sie hören, dass man ein Kind hat. Was ich merkwürdig fand, war dass das Männer waren Ü30, manchmal schon fast 40. In dem Alter weiss man doch dass die meisten, oder sagen wir mal viele Frauen in der Altersgruppe schon mindestens ein Kind haben.

    Auch habe ich schon erleben müssen, dass das Objekt der Begierde eigentlich schon vom Markt war. Hat er wohl vergessen zu erwähnen, passiert ja mal :nanana das heftigste Erlebnis aus der Rubrik war, als die Schwester von einem dieser Männer (mit der ich zu der Zeit noch befreundet war, die aber noch nichts von uns wusste) mir freudig erzählte, dass ihr Bruder endlich eine Frau kennengelernt hat und sie diese am Wochenende auf einer Party kennengelernt hat. Dazu der Spruch:"die sah aus wie du!" Nur war ich das nicht, sondern eine verheiratete Frau, die ihn ewig hinhielt und ausgerechnet als ich und er uns näher kamen, sich dazu entschloss es mit ihm zu versuchen. :wand


    Und die Männer, die dann Single sind, haben meistens noch irgendwelche Marotten oder sind frisch getrennt und "müssen noch ihre Wunden heilen lassen" (neulich gerade gehabt :-( )


    Ich glaube Männer gehen da immer folgende Gedanken durch den Kopf (Achtung, reine Spekulation):


    -Oh je, die sucht einen Ernährer. Will ich ein fremdes Kind durchfüttern?


    -die ist bestimmt immer müde und hat dann keine Lust auf Sex (und wenn, dann leise und wenn die Schlafzimmertür abgeschlossen ist, damit das Kind nichts mitkriegt)


    -toll, am Sonntag ausschlafen und mit ihr bis Mittags im Bett liegen bleiben fällt wohl aus

    Jannne


    Punkt 2 unterschreibe ich sofort: Ständig dieses:"Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht in meiner letzten Beziehung und will erstmal nichts Festes/ habe Angst/ kann das deshalb nicht/ muss dies und jenes machen..." :rolleyes2:


    Punkt 4 wäre allerdings gar nicht so schlecht, denn ich bin klein und zierlich. Ich hoffe er aber nicht ^^


    Punkt 8 ist mir auch wahnsinnig wichtig. Nach meiner letzten kurzen Beziehung vor drei Jahren weiss ich, es muss auf Augenhöhe bleiben. Denn wenn mein Partner emotional nicht stark genug ist, übernehme ich die Rolle und das muss ich sowieso schon seit Jahren.


    Ergänzen würde ich noch:


    -nicht schon mit seinem halben weiblichen Freundeskreis im Bett war UND nicht immer noch permanent mit seiner Ex telefoniert/ schreibt/ sich mit ihr trifft oder ihr eine Lampe anbauen und einen Schrank aufbauen muss.


    -für sich alleine sorgen, entscheiden, einstehen und reden kann und was mit sich anzufangen weiss


    -Humor hat, über sich selbst und mit mir lachen kann


    -sich nicht über Statussymbole profiliert


    -entspannt ist. Ich habe keine Lust auf permanentes Gemecker, zB weil es regnet, der Pudding nicht so schmeckt wie der von Mutti oder weil nach dem Spaziergang im Wald etwas Erde im Auto ist.


    -ja, ich bin oberflächlich: noch im Besitz seiner vollen Haarpracht ist. Männer mit Glatze oder lichtem Haar gehen bei mir leider gar nicht...:kopf



    ...und am Ende bekommt man doch was anderes, als das was man sich immer erträumt hat und ist trotzdem hin und weg :D

    Jannne: du hast den Ehemann vergessen, der bei der Feuerwehr arbeitet, liebend gerne massiert, kochen kann und schon um 15Uhr Feierabend macht um genug Zeit für die Familie zu haben und natürlich alle anderen Ehemänner in der Kita wie Müllsäcke aussehen lässt :anbet^^


    Nee, im Ernst: Ich glaube mein persönlicher Luxus ist Zeit. Ich bin unendlich froh darüber Zeit für mich und meinen Sohn zu haben und dazu auch noch genug zu verdienen, dass ich nicht jeden Cent 2mal umdrehen und permanent verzichten muss. Ich gönne eigentlich auch jedem seinen selbstgewählten Lebensstil, so lange er damit niemandem schadet und damit glücklich ist. Dass man sich ein Haus mit Pool leisten kann, ein dickes Auto fahren und dreimal im Jahr in der Karibik Urlaub machen kann, fordert, wie du schon sagtest, auch seinen Preis.

    oder etwas kürzer zusammengefasst: mein unbedingtes Wollen spielt keine Rolle, wenn der andere nicht will bzw kann sogar dadurch, dass ich es so gerne will, abschreckend wirken. Selbstreflexion ist wichtig, aber manchmal benötigt man auch einfach eine Rückmeldung anderer.


    Inkamann: einerseits appelierst du an andere, sich selbst gegenüber kritischer zu sein und das vermeintliche Fehlverhalten und Ausbleiben von gewünschten Verhalten Anderer nicht als dieses zu sehen, sondern einfach seine Erwartungen zu überprüfen oder sogar ganz sein zu lassen. Anderseits beschwerst du dich in deiner letzten Antwort ausschließlich über die Anderen, dass sie dich als unempathisch einstufen, schwarz/weiss-Denken, eine fehlerhafte Diskussionskultur haben usw. Wo ist dein Anteil an diesem "Missstand"? Liegt es immer nur an den anderen oder auch an dir?

    ich glaube das ist auch immer davon abhängig, was man für Ansprüche hat. Manche sind Meister darin sich alles schön zu reden und manche darin sich alles schlecht zu reden. Beides kann zu Problemen führen. Bedürfnisse sind Bedürfnisse und lassen sich schlecht wegreden. Natürlich kann man sagen:"Ach, ich habe ein Dach übern Kopf, muss nicht hungern..." dennoch hat man ja keine Scheuklappen auf und sieht, was noch möglich ist. Ein bisschen mehr als Arbeit, Wohnung und essen erhoffe ich mir schon noch vom Leben. Wobei das ja nur äußerliche Aspekte wären. Was bringt es mir, wenn ich Millionen auf dem Konto habe und weiss dass die Katze mich lieb hat, aber innerlich fehlt was. Der Mensch ist ja nunmal ein soziales Wesen und ein Kind wird eben auch irgendwann mal seinen eigenen Weg gehen. Zumal mein Kind ja nicht als "Ersatzpartner" herhalten soll.

    Nicht jeder hat die selben Möglichkeiten und Ressourcen um diese:"jeder ist seines Glückes Schmied"- Regel komplett umsetzen zu können. Manches funktioniert eben nur in Kombination mit anderen Menschen und Glück. Das ist auch abhängig von psychischer und körperlicher Gesundheit, vom Einwirken anderer Menschen, von Kapazitäten, von den Wünschen anderer, zB des eigenen Kindes, der Region, Glauben, sozialen Kompetenzen, Hirnleistungsfähigkeit, Zufällen usw.

    Gelingen ist nicht immer eine Frage des eigenen Wollens, sondern einer Kombination von vielen Faktoren. Pauschal sagen:" Du musst nur wollen" ist schwierig und für manche Menschen, die schon machen und tun ein Schlag ins Gesicht.


    Wie man Die Welt erlebt und wahrnimmt ist eine Frage der eigenen Wahrnehmungs- und Lerngeschichte. Jeder hat andere Erfahrungen gemacht, hat eine andere Ausgangslage und bewertet Sachen unterschiedlich. Da hilft es nichts zu sagen:"Mir geht es gut, warum geht es dir nicht auch so?"


    Ich denke nicht, dass jemand der sich über gesellschaftliche Strukturen ärgert, sich automatisch immer selber rausnimmt aus der Verantwortung und sich selbst als fehlerlos wahrnimmt. Es geht auch beides. Auch hier kann man nicht pauschalisieren.


    Man nimmt wahr und bewertet das für sich und wie man etwas bewertet hat auch viel mit der aktuellen Stimmung zu tun. Jemand der depressiv ist wird Dinge grundsätzlich negativer bewerten als jemand bei dem gerade alles läuft. Es gibt Dinge, die laufen einfach nicht. Da braucht man nichts beschönigen, aber es gibt auch Dinge, die man aktiv gestalten kann und ich denke da bin ich sehr bemüht.


    Kleines Beispsiel: wie oft liest man:"man darf nicht nach dem Partner suchen! Das kommt von selbst." Was aber, wenn alle so denken und tagein tagaus ihre monotonen Abläufe abspielen? Ich habe dieses Jahr angefangen, sehr aktiv auf Partnersuche zu gehen. Ein paar interessante Treffen sind dabei schon rausgekommen, aber bisher hat es noch nicht für was festes gereicht, ABER im Verhältnis hatte ich dieses Jahr mehr Dates, als in den letzten sechs Jahren. Gut, nun kann ich mich ins Zeug legen wie ich will, aber wenn es emotional beim anderen oder mir nicht passt, dann kann ich da auch nichts machen und er/ich muss das akzeptieren. Manchmal liegt es ja einfach nur am Äußeren oder dem bekannten Funken, der nicht überspringt. Weitersuchen ist angesagt. Das kann ich so fortführen bis ich 100 bin und mich bemühen usw, dennoch kann ich nie wissen, ob das jemals trotz aller Bemühungen funktionieren wird. Zu einer Partnerschaft oder Freundschaft gehören nämlich immer zwei Menschen, die wollen. Nicht nur einer.Wenn das nun aber ein elementarer Wunsch von mir ist, kann ich natürlich schlucken und mir einreden, wie gut ich es doch habe, aber sofern ich einen Zugang zu meinem Seelenleben habe, werde ich mir dennoch eingestehen müssen, dass es mich traurig macht.


    Das kann man jetzt auf zig andere Situationen übertragen. Damit will ich nur sagen: Es gibt Situationen, die ich nicht alleine noch besser machen kann. Alles hat Grenzen. Man kann Einfluss nehmen, aber nicht alles ändern, nur weil man will. Das wäre zu pauschal.

    Ich bin immer eher dafür, das beste draus zu machen. Ich bin zwar traurig, wenn mal keiner Zeit oder Lust hat was mit mir zu machen, aber ich versuche dann den Tag so schön wie möglich zu gestalten.

    Inkamann


    Hättest du deine vorigen Posts so formuliert wie jetzt, hätte ich damit wesentlich mehr anfangen können. Das klang doch schon viel konstruktiver und wohlwollender. :-)


    Franziska:


    :thanks:


    Sensibel, auf jeden Fall. Und ja, ich bemühe mich um Selbstreflexion, auch wenn das nicht immer sofort einsetzt. :-)

    Ich neige dazu immer alles genau erklären zu wollen, damit es auch so ankommt, wie ich es meine. Nur manchmal verschlimmbessert man dadurch auch einiges. Gerade wenn man emotional aufgeladen ist. ^^


    Lou


    Danke für dein Feedback. Ja, ich denke auch dass es einige gibt, die sich von dem Thema angesprochen fühlen. Ich kann nur für mich sprechen, aber gerade wenn man sowieso schon traurig ist und viel versucht, ist man einfach nur geknickt wenn einem gesagt wird: du musst was ändern. Irgendwann gehen einem tatsächlich die Ideen aus und man zweifelt total an sich selbst.


    Ich will auch nicht behaupten, dass ich mutterseelenallein bin. Nein, ich weiss dass ich Leute habe, die mich mögen und gerade gestern hat sich eine der besagten Freundinnen von selbst gemeldet und wir waren mit den Kids aufm Weihnachtsmarkt. Dennoch fehlt mir manchmal die Quantität, obwohl ich gerade nach Treffen mit anderen Muttis mit Kids froh bin, wenn ich mit meinem Sohn mal wieder alleine was machen kann, weil Ruhe und Zeit zu zweit auch was tolles ist.


    bay-of-russel


    Ich denke ich weiss, was du meinst. Die Liebe zu einem Partner ist immer noch was anderes als die Liebe zu seinem Kind, zu seiner Familie usw. Ich möchte am Liebsten auf gar nichts verzichten, weil alles auf seine Art und Weise wichtig für mich ist. Und dazu gehören defintiv auch Freunde. Leider haben sich meine engsten Freunde überall in Deutschland verteilt. Ein paar wenige sind noch hier, aber siehe Eingangspost.


    Natürlich zerfließe ich nicht regelmäßig vor Trauer, weil kein Partner da ist. Aber klar, natürlich hoffe auch ich bald mein Deckelchen zu finden. Gerade zu den Feiertagen und wenn man selbst nicht mit einer tollen Familie gesegnet ist, sehnt man sich natürlich umso mehr danach.