Beiträge von Aywa

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    Meistens sind es Situationen, in denen etwas gegen ihren Wunsch passiert oder sie sich auf der Verliererseite wähnt...


    BSP.: Wir sind auf ihren Wunsch zum Tischtennis spielen gegangen...alle Kinder plus vater und Ich. Dort haben wir ca 1 Stunde gespielt...alle Kiddis können nicht verlieren;) da auch nur zwei Kellen da waren, haben wir Erwachsenen mit Büchern gespielt und die Kids mit den Kellen...wer raus musste, durfte seine Kelle an jemanden mit Buch abgeben, der noch drin war...Da Kinder noch nicht die volle Ballkontrolle haben und dort Frust vorprogrammiert ist, haben wir jedem Kind einen Joker zugestanden...erst beim zweiten Fehler musste man das Spiel verlassen...das funktionierte eine Weile und dann zeichnete sich ab, dass sie keine Kelle abgeben wollte beim aussetzen, Frust über das ständige verlieren entwickelte und jeder den ball so spielte, dass sie ihn auf gar keinen Fall bekommen kann und sie immer verlieren muss ;) irgendwann war dann die Frustschwelle trotz Ermutigung so hoch, dass niemand mehr kelle tauschen wollte, weil das unfair war, die gegenseitigen Schläge unter den Geschwistern wieder anfingen und jeder im Recht sein wollte...auf unseren Hinweis, dass wir Regeln ausgemacht hatten, an die sich jeder hält und schlagen nicht in ordnung ist, reagierten die jüngeren erstaunlich verständig, nur unsere Große fühlte sich nach wie vor ungerecht behandelt, fing an, durch Befehle an die Jüngeren ihre Machtposition wieder zu stabilisieren...wir einigten uns drauf, dass so frustriert spielen niemandem spass macht und wir noch eine Runde spielen und dann gehen...daraufhin riesen Geschrei und alle wollten bleiben. Also haben wir die Regeln nochmal wiederholt ( Jeder tauscht seine Kelle mit einem Buchbesitzer wenn er raus ist, es wird nicht gehauen und nicht diskutiert, verlieren gehört zum Spiel dazu...etc.) Alle waren einverstanden...bis zur nächsten Niederlage der Großen, die unglücklicherweise als Erste ihren Joker verlor und aussetzen musste...daraufhin war ihr Stresslevel so hoch, dass sie einfach wegrannte. Unsere Konsequenz, die wir mit den Kiddis ausgehandelt hatten war, das Spiel zu beenden und heimzugehen. Die Kleineren packten alles mit ein und beim Verlassen des Parks war trotz rufen und warten von der großen nix zu sehen...( sie sass im Baum und beobachtete uns), also haben wir uns auf eine Bank gesetzt und gewartet. Nach 10 Minuten warten wurden die Kleinen ungeduldig und wollten nicht warten...also haben wir gerufen, dass wir gerne heimwollen und sie bitte kommen soll...absolute Ignoranz plus ein weiteres Wegrennen ihrerseits...sie hat sich auf den Weg gestellt und uns angesehen und rannte weg...die Konsequenz sah so aus, dass Papa sie holte und sie vor den Kleinen Geschwistern ins Bett musste. Ob das so weise war, weiss ich nicht...ich bin dann beim ins bett gehen nochmal zu ihr gegangen und hab ihr erklärt, dass sie nicht ins bett soll, weil sie schlecht ist und keiner sie liebt, sondern, weil wegrennen und auf mehrfaches rufen und warten nicht reagieren, nicht in ordnung ist. Und wir sie lieben, egal was ist...das scheint für sie enorm wichtig zu sein, dass immer wieder bestätigt zu bekommen...


    Andere Situation war, dass wir ihrem Machtgewinn die Möglichkeit geben wollten, sich positiv auf unser Zusammenleben auszuwirken und baten sie, sich mit den anderen hinzusetzen und aufzuschreiben, wie sie sich den Tag vorstellen, was wir machen könnten und was ihnen von den vorgeschlagenen Aktivitäten am wichtigsten ist. Und uns das dann zu zeigen und mit uns den Tag zu planen. Gesagt getan, Liste fertig, Tag geplant...die Mittlere war auf einem Geburtstag...also viel zeit für die große und Kleine...wir waren Fussball spielen, so, wie sie es sich vorgestellt hat...eis essen, Gutscheine einlösen und jedes Kind durfte vom Taschengeld sich etwas kleines aussuchen...und was der genaue Auslöser war weiss ich ehrlich gesagt nicht mehr, aber im Auto begann bei ihr wieder der innere Frust, sie fing an, die kleineren zu ärgern...kneifen, schubsen, ins gesicht pusten...und dann der Vorwurf, dass alle sie ärgern, niemand ihr glaubt, alle ihr die Schuld in die Schuhe schieben, es ein Scheiss-Tag gewesen wäre, sie gar nichts von dem, was sie vorgeschlagen hat gemacht hätten, ausser dem doofen Fussball, was nur zwei Stunden ging...dort platzte dem Papa der Kragen und er warf ihr vor, dass sie heute alles bestimmen durfte und wir heute hauptsächlich ihre Wünsche erfüllt hätten und trotzdem nur Undankbarkeit zurückkommt und sie aufhören soll, ihren Ärger an den Geschwistern auszulassen. Daraufhin rastete sie völlig aus, schrie, dass sie ihn nicht mehr als vater will, er der schlimmste Vater der Welt wäre und sie von ihm weg will...eine furchtbare Situation....verletzter Papa, verletzte Große, verwirrte Kinder....ich hab dann die Große ohne Worte mit in die Küche genommen, gefragt ob sie lernen will, wie man Bolognese kocht und heute mal das Essen alleine zaubern will...und dann zwischen traurigem Papa und trauriger Tochter vermittelt...anstrengend hoch zehn....


    Dazu kommt, dass Kinder gerade den LG der Mutter aus der gemeinsamen Wohnung haben ausziehen sehen, obwohl er erst kurz dort gewohnt hat und soviel ich weiss schon wieder einen neuen LG vorgestellt bekommen haben und davon auch völlig durch den Wind sind...


    Also ich nehme mir zu Herzen, was ich hier an Erfahrungsberichten lese, aber ich würde gerne lernen, ihr zu zeigen, wie sie den ganzen Ärger und Frust rauslassen kann, ohne sich selber in die Isolation zu treiben...aber manchmal bin ich da echt überfordert....ich räume immer die Scherben auf und versuche im Nachhinein zu vermitteln und zu kitten...weil mir ,irgendwo verständlich, von der Mutter verboten wurde, mich in die erziehung einzumischen, aber Scherben aufsammeln und traurige Kinder auffangen, das darf ich....ich möchte der großen nur helfen...ich weiss, dass sie absolut verzweifelt ist, weil in ihrem Leben nichts mehr so ist, wie es mal war... Papa weg, neue Freundin, veränderte regeln...Mama zuhause, mit zur zeit schnell gewechseltem LG, unsicher Situation...das muss hochgradig schlimm sein für sie, aber wie komm ich an das Innere von ihr ran um ihr zu helfen...oder ist vielleicht doch mal ein Psychologe notwendig, der mit ihr Strategien erarbeitet? Weil im Moment ist alles ein Machtkampf....

    Ehrlich gesagt habe ich ein bisschen Sorge, zuviele Details preiszugeben, denn immerhin rede ich hier über eine fremde Person und ihr wäre es bestimmt nicht recht, wenn sie sich hier wiedererkennt...


    Es geht prinzipiell nicht um das WM, das ist eine andere Baustelle...in erster Linie geht es darum, dass die Kinder auffällig sind und das mit den Partnern ist nur eine Vermutung, dort liegen garantiert auch viele andere Gründe mit im Argen, aber in dem Rahmen des Partnerwechsels ist es uns wieder aufgefallen...der LG der Mutter war quasi eingezogen bei den Kindern, und dann fiel uns auf, dass sie in ihrem Verhalten extreme Schwankungen hatten...das wurde erstmal im akut Zustand geklärt und dem Einzug des Partners zugeordnet, da sich dort doch einiges ändert. Dann 14 Tage später am WE darauf ein komplett angepasstest Verhalten, auffällig viele Fragen zu unserem Beziehungszustand, ob der Papa sich von mir trennen will, ob wir uns viel streiten...häufiges Nähe suchen, auch zu mir, bei Streitereien wurde schnell der Mund gehalten und zugestimmt obwohl man erkennen konnte, dass das Kind eine andere Meinung hatte...viele kleine Zettel, in denen stand wie lieb sie uns haben, ungefragtes Aufräumen...also ein doch sehr angepasstes Verhalten, um ein sicheres Umfeld zu garantieren...


    Dann das We danach wieder das ganze Gegenteil, Machtkämpfe mit der Großen, einnässen der Kleinen, Streits untereinander, Verzweiflung der Großen....etc.


    Zwischendurch hatte die Jüngste sich verplappert und von dem bevorstehenden Auszug des LG erzählt, mit dem Hinweis, dass der Papa davon aber nix wissen darf...


    Dann am We nach dem Auszug erzählten uns die Kinder bereits vom neuen Freund der Mama, der Ihnen schon vorgestellt wurde...


    ich empfinde das schon als Erwachsener sehr verwirrend...

    ja, habe schon vieles gelesen und bin auch der Meinung, dass die Eltern sich da schon einig sein sollten...das wird auch als Totschlagargument der Mutter genommen, warum da kein Weg hin geht...


    Ich werde meinem Partner das mit dem Umgangsrecht ausweiten vorschlagen und dann werden wir vielleicht doch mal mit dem JA reden, wie man da am besten vorranschreitet ohne brachial einzuschlagen.



    Das die Kinder oder eins davon sich mal für den Papa entscheidet wäre sehr schön...er vermisst seine Kinder unglaublich...sie sind herzlich willkommen!


    Es bleibt spannend und irgendwie bin ich gerade etwas zuversichtlicher, dass wir die Dinge für die Kinder zum Besten geregelt bekommen... :thanks:

    ja, so machen wir es auch....auch nach einem Streit wird von uns Erwachsenen der Kontakt gesucht, je nach dem, wer im Streit dringehangen hat und sagen immer nochmal ganz bewusst, dass wir sie lieben, egal ob wir streiten oder nicht...


    aber manchmal fühlt sich alles sehr aussichtslos an, wenn der x-te Streit im Raum steht...die Argumente der Kinder drehen sich doch immer wieder im Kreis...keiner liebt mich, alle sind gegen mich, du bist auch gegen mich, ich kann doch nix dafür...man wiederholt sich immer wieder und wieder und langsam sollte es sich doch verinnerlichen...aber vielleicht wird es deswegen so auf die Probe gestellt...quasi als test um rauszufinden, ob wir nicht nur leere Worte geben... :rolleyes2:

    ja, natürlich kommt da vieles zusammen...aber aus meiner Sicht löst es die Verlustgefühle aus der Trennung der Eltern wieder aus und gibt Ihnen das Gefühl verloren zu sein in der Welt der Erwachsenen, quasi ausgeliefert zu sein...also doch eine Beratungsstelle anlaufen...macht das auch Sinn, wenn die Mutter da nicht mitmacht? Hilft es den Kindern, wenn sie das nur mit dem Papa machen?

    ehrlich gesagt, tut es grade gut, das zu lesen...ich bin zwar nur die LG, aber die Große meines Partners macht ähnliches durch und zwingt uns an unsere Grenzen...sie schreit, rennt weg, lässt ihre Wut an den Geschwistern aus, wird aggressiv und verletzt ihre Geschwister, verbal und körperlich und sieht sich niemals in der Position der Verantwortlichen...aus ihrer Sicht reagiert sie nur auf die Unfairness der anderen, alle anderen zwingen sie dazu sich so zu verhalten...wir reden, gehen ihr nach, versuchen das zu klären...aber wie macht man einem Grundschulkind klar, dass gewisse Verhaltensweisen Konsequenzen nach sich ziehen und ziehen müssen? Das Konsequenzen nicht gleichzusetzen sind mit " Keine hat mich lieb", das sie geliebt und geachtet wird, egal wie sie sich verhält, aber manche Dinge nicht in Ordnung sind...die Mutter sagt, dass sie nur bei uns so ist und wir uns Gedanken machen sollten über unsere Erziehungsmaßnahmen, bei ihr wären alle Kinder lieb und hätten keine Probleme...ich hab zwischendurch echt schon an uns gezweifelt...wir wollten gerne mit der Großen mal zu einem Kinderpsychologen, aber wie gesagt, es wird immer so dargestellt, wie als hätte die große nur bei uns solche Probleme... aber wenn es wirklich so ist, dann machen wir doch irgendwas richtig, wenn sie sich so sicher fühlt, alles rauszulassen...es freut zu lesen, dass es ein Anzeichen für eine sichere/stabile Beziehung darstellt...das macht Mut, an ihr dranzubleiben und ihr dabei eine Hilfe zu sein...

    Danke Babbel.


    Was spricht gegen ein Wechselmodell? Es wird ja eher als total gut für Kinder propagandiert?


    Ich hoffe, dass man die Kinder damit auch wirklich auffangen kann...wir wollten jedem Kind Monatsweise immer eine Woche im Anschluss an das Wochenende anbieten, in der es mal geniessen kann, ohne Geschwister bei Papa die ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen,...aber ich glaube, dass die Mutter große Sorgen hat, dass es dazu kommen könnte, dass ihr die Kinder weggenommen werden...oder sie Ihre Mutterrolle nicht mehr ausleben kann...was gar nicht unser Anliegen ist...die Kinder sollen doch einfach nur mehr Zeit mit ihrem Papa haben und sich sicher fühlen und sich auch seiner Liebe bewusst werden...niemand will jemanden die Kinder wegnehmen...aber sie bezeichnet die Kinder immer als "Meine Kinder" nicht als "gemeinsame/unsere" Kinder...aber so wie ich es mitbekommen habe, scheint alles was vorgeschlagen oder als Bedenken angebracht wird, doch eher als persönliche Kritik aufgenommen zu werden und dann ist ein konstruktives Gespräch kaum möglich...


    JA ist doch irgendwie immer eine rechtliche Klatsche, die man der Mutter da auftischt...ich weiss nicht, ob das förderlich ist um einen erwachsenen Umgang zu erreichen...ihrerseits wurde es immer als Instrument der Drohung benutzt, also denke ich, dass sie es als Druckmittel empfindet und dann erst Recht dicht macht, wenn wir es wirklich einsetzen...

    nein, wir wohnen sogar relativ nah beisammen...wie gesagt, wir wollten gerne das Wechselmodell einführen, bzw die Kinder dran gewöhnen, aber das wurde bisher immer abgelehnt, mit der Begründung, dass sie ihr soziales Umfeld bei der Mutter haben, dort ihren ständigen Wohnsitz, sie durcheinander kommen würden, wenn sie aller zwei Wochen woanders leben, andere Regeln, andere Situationen...was ich nicht nachvollziehen kann, denn es ändert sich ja nur die Wohnung, die sie eh schon kennen...und am allerwichtigsten, dass die Eltern sich ja in ihrer Kommunikation über die Kinder grün sein sollten...aber bisher hat sich die Mutter immer dagegen ausgesprochen...ich habe das Gefühl, dass dort noch viel persönlicher Ärger mitschwingt...nachvollziehbar auf der einen Seite, aber für die Kinder halt nicht gut...sie haben immer wieder im Gespräch den Wunsch geäussert, mal länger bei uns zu sein und mehr Zeit mit Papa haben zu wollen...aber naja, bisher ist da wenig zu erreichen gewesen...

    Also, erstmal herzlichen Dank für die vielen Antworten...es ist schon sehr hilfreich zu sehen, dass viele eigene Gedanken auch bei anderen zu finden sind...so fühlt man sich nicht ganz so alleine...


    Ich weiss, dass Kinder sich schnell auf veränderte Situationen einstellen und mit mehr klarkommen als man denkt...und ich weiss, dass ich als die LG im Leben der Kinder wenig zu sagen habe...aber in den Jahren, die ich sie jetzt kennenlernen und bei der Entwicklung beobachten konnte, fallen doch Veränderungen auf, in denen sie sich auffällig verhalten...man kann sich als LG, die man doch irgendwo eine verlässige, stabile Bezugsperson geworden ist nicht völlig raushalten...das bedeutet Desinteresse an den Kindern und sowas merken sie ebenfalls...ich hänge mich weder in Gespräche zwischen den Eltern rein, noch reden wir vor den Kindern über unsere Vermutunge, ich möchte einzig und allein als Partnerin den Sorgen meines Partners begegnen können und Ihn unterstützen...deshalb frage ich hier nach um möglichst überlegt an die Dinge heranzugehen.


    Aber ich weiss, dass hier viele verschiedene Familienkonstellationen auftauchen, bleiben oder wechseln und es gibt hier viele Eltern, die anhand ihrer eigenen Erfahrungen berichten können, ob es bei Ihnen ähnlich war und wie sie damit umgegangen sind...


    Ich hoffe, ich erwische alle Fragestellungen und kann sie beantworten...auf das Alter werde ich nicht einzeln eingehen, aber im Grundschulalter sagt ja aus, zwischen 6 und 10 Jahren...also doch noch klein genug um in der Prägungsphase zu sein und alt genug um erste klärende Gespräche mit Ihnen zu führen und allemal alt genug um alles mitzubekommen...


    Jedes der Kinder reagiert anders, aber uns ist aufgefallen ( ich schreibe jetzt uns, weil alle Vermutungen zusammen mit meinem Partner im Austausch entstanden sind und ich hier nicht nur mit KV und LG schreiben will), dass zum Beispiel spontanes Einnässen wieder aufgetreten ist, Alpträume ( die allesamt vom Verlust der Familie durch Brände, Einbrecher, Flut...etc. geprägt sind), Aussagen wie:" Ach bin ich doch wieder dumm!" wenn kleine Missgeschicke passieren, die früher nie ein Thema waren, absoluter Neid unter den Geschwistern ( der war früher auch da und ist in der Regel normal, hat sich aber massiv gesteigert ), Gewalt unter den Kindern, treten, beißen, an den Haaren ziehen, mit Gegenständen auf den anderen einschlagen, vom Bett stoßen..., bewusste Äußerungen der Ältesten zu den Kleineren, wie dumm sie doch sind, wie hässlich, bewusstes Provozieren durch hauen und Sticheleien, bis eine aggressive Gegenantwort kommt und dann die Streitbeginnerin weint, dass keiner sie liebt, ihre Familie sie hasst...bewusstes Lügen, drauf beharren, auch wenn es enttarnt wurde und dann schreien, dass niemand sie versteht und immer sie die Böse ist...


    das sind nur Auszüge und ich weiss, dass viele Dinge irgendwo auch zur Entwicklung dazu gehören...aber uns fällt auf, dass es von Woche zu Woche schlimmer wird...die Hoch und Tiefphasen immer weiter auseinander klaffen...


    Ihr Vater hat versucht mit Ihnen darüber zu reden, wie sie sich dabei fühlen, ob sie den LG der Mutter vermissen, zumal sie sich doch sehr an ihn gewöhnt hatten, immerhin war er schon eingezogen...die Reaktionen waren sehr verhalten...und der prägende Satz war, solange Mama glücklich ist,ist doch alles in Ordnung...sie vermitteln den Eindruck, dass ihre Meinung dort nur Ärger verursachen wird, egal ob sie es wollen oder nicht...sowohl beim Vater als auch bei der Mutter...
    Wenn sie etwas länger bei uns sind...dann werden sie offener und erzählen in ruhigen Minuten mehr von sich und wie sie etwas finden...zumal sie mich da als neutralen Person betrachten und ziemlich ungeschönt erzählen, vorallem die jüngste und dann schlägt sie die hände überm Mund zusammen und sagt, dass sie da eigentlich gar nicht drüber reden darf und der Papa das auf keinen Fall erfahren soll...


    Wir versuchen über alles immer offen zu reden und den Kindern auch die Möglichkeit zu geben, über belastende Dinge zu sprechen ohne dass sie Konsequenzen fürchten müssen, aber leider haben wir das Gefühl, dass es teilweise auch nicht erwünscht ist, dass sie über gewissen Dinge reden dürfen...sie dürfen alles, was sie bei uns erleben und besprechen mit nach Hause nehmen und sofern sie es wollen, auch mit ihrer Mutter besprechen...dort soll für sie keine zwangslage entstehen, sie dürfen das selber entscheiden...also wieviele Möglichkeiten hat man, eine ehrliche Meinung zu bekommen, wenn sie im Konflikt stehen entweder die Mama oder den Papa in die Pfanne zu hauen und dann am Ärger Schuld zu sein...


    Die Mutter sagt, dass diese Dinge nur bei uns auftreten und sie dergleichen nicht beobachten konnte...der Versuch sachlich darüber zu reden, und ich weiss das mein Partner das versucht hat....wird immer auf einer sehr persönlichen Ebene beantwortet...


    Wir haben da einfach soviele Sorgen und so wenig Möglichkeiten etwas zu erreichen...aller 14-Tage dort eine stabile Ebene zu bieten ist fast aussichtslos...es mag sein, dass die Kinder zuhause wirklich anders sind, das kann ich nicht beurteilen, aber aus dem was die Kinder schildern, kann man sich fast nicht vorstellen, dass wirklich alles so viel entspannter ist, als bei uns...ach, ich weiss da einfach nicht weiter...


    Ganz im Ernst, niemand will jemandem vorschreiben, wie er sein Leben gestaltet und das Partner wechseln, das kann man vorher nie mit Gewissheit sagen...aber naja, wenn einer weg ist, egal wie lange er da war und in der Woche, wo er gegangen ist taucht schon der nächste auf...und den Kindern wird keine Möglichkeit eingeräumt, das eine zu verarbeiten und sich unbefangen auf das nächste einzulassen...


    und ich als "die Neue", die ich schon ein paar Jahre da bin und seit der Trennung auch die Einzigste war, habe einen Partner mit Familie bekommen und als solche trage ich inzwischen ebenso Verantwortung für die Kinder und deren Entwicklung...auch wenn ich weder die Mutter bin, noch sie sein möchte oder ersetzen will...ich bin eine Erwachsene, kontinuierliche Bezugsperson und trage die Erziehungsentscheidungen meines Partners mit und mache mir Gedanken und bringe mich mit ein...im Rahmen meiner Möglichkeiten und Grenzen, die ich sehr genau kenne und achte! Und ich mache mir ebenso Sorgen und versuche reflektierend zu betrachten, ob sie unbegründet sind oder Handlungsbedarf besteht....

    Hallo ihr Lieben,
    allein durchs Mitlesen klären sich oft viele Fragen, aber wie so oft unterscheiden sich alle Situationen so dass ich jetzt hier meine Fragen loswerden will.
    Mein LG hat Kinder im Grundschulalter, die im 14-tägigem Rythmus am Wochenende da sind...er würde sich gerne mehr Zeit mit den Kindern wünschen, aber bisher konnte da noch kein Weg gefunden werden, mit dem alle zufrieden sind. Die Kinder leben also bei ihrer Mutter, was bisher auch nie ein Problem war. Allerdings beobachtet er besorgt, dass die LG der Mutter innerhalb der letzten Monate spontan ersetzt werden durch Nachfolger. Einer davon war auch schon eingezogen und innerhalb kurzer Zeit wieder ausgezogen und dann überraschenderweise auch schon der Nächste da. Grundsätzlich möchte er sich gar nicht in Ihr Leben reinhängen, immerhin sind alle erwachsen und jeder kann machen was er will, aber mich interessiert, inwieweit sich das auf die Kinder auswirkt? Wenn man hier Maßnahmen ergreifen könnte, wie könnten die aussehen, wie kann man beurteilen, ob die Kinder leiden oder nicht...Für meine Begriffe haben sie die Trennung der Eltern noch nicht mal ansatzweise verarbeitet und werden jetzt immer wieder einer neuen Bezugsperson ausgesetzt, die als der neue Freund vorgestellt wird...innerhalb der letzten Male, wo die Kinder bei Uns waren, sind viele Situationen zutage getreten, in denen sie völlig durch den Wind waren...ein ansprechen der Mutter auf die veränderte Situation gestaltete sich bisher als schwierig, denn es wird und kann doch sehr als einmischen in das Privatleben aufgefasst werden, aber muss man als Vater solche Veränderungen stillschweigend hinnehmen, und mit seinen Sorgen alleine bleiben? Hat so eine Veränderung überhaupt auswirkungen oder bilden wir uns das nur ein?


    Ich hoffe, dass sich hier Menschen finden, die da gute Denkansätze und Erfahrungsschätze bieten können, denn hier geht es um die emotinale Sicherheit der Kinder...sie haben schon genug gelitten.