Beiträge von musicafides

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    Hat hier irgendwer das Problem, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen in mehr oder weniger ausgeprägte Schwärmereien für eine/n Verflossene/n, Jugendliebe o.ä. zu verfallen?

    Nein, Schwärmereien nicht, aber ich denke gerne an eine ehemalige Freundin - immer mal wieder -, die räumliche und zeitliche Entfernung ist aber zu groß, als dass es überhaupt auch nur im Ansatz eine Perspektive geben könnte, und so habe zumindest ich meinen Frieden damit. Ich fände es für mich selbst auch sehr schwierig, wenn ich emotional noch so sehr mit der Vergangenheit verflochten wäre - das Leben ist jetzt und hier, und so ist es gut. Alles andere ist Projektion und nicht gut für mich.

    Solche Vermutungen helfen nicht weiter. Dadurch bist Du gedanklich und emotional viel mehr beim KV als nötig.


    Warum interpretiert Du so viel in die Aussagen eines 4-jährigen Kindes hinein? Warum ist es schlecht, wenn der KV dem Kind schöne Dinge verspricht?


    Mit Deinem Argwohn schadet Du dem Kind und auch Dir auf Dauer mehr, als Du das im Moment sehen kannst.


    Ich rate dringend zu mehr Gelassenheit. Den KV kannst Du nicht ändern, aber Deine Einstellung ihm gegenüber schon ... Das ist dann auch der Schlüssel dazu, dass es Dir selbst wieder besser geht.

    Wie kommt diese gegenseitige, oder auch einseitige Mißachtung denn bei den Kindern an? Und an gemeinsame Erziehung braucht man bei solchem Umgang miteinander auch nicht wirklich zu denken.

    Ich habe den Eindruck, dass es eher die Ausnahme als die Regel ist, bei getrennten Eltern von gemeinsamer Erziehung ausgehen zu können. Andererseits lernen Kinder auch mit der Zeit, gut damit umzugehen, dass die Erziehungsstile eben unterschiedlich sind. Man sollte als Elternteil eben nicht (vor den Kindern) bewerten, was man daran nicht gut findet. Wenn die Kinder damit klarkommen, ist es in den meisten Fällen wohl auch in Ordnung, so wie es ist. (Sollte aber natürlich nicht als Begründung hergenommen werden für Erziehungsmaßnahmen, die ganz objektiv gesehen gar nicht gehen so wie z. B. körperliche Züchtigung)


    Ich sehe das nicht unbedingt als gegenseitige Missachtung. Für mich ist es eher Respekt vor dem, was der andere Elternteil tut, auch wenn ich manches anders sehe und tue. Weil ich eben auch nicht möchte, dass man mir reinredet.

    Grundsätzlich sehe ich das auch so wie Du. Nur, eben wegen des Punktes zum Schluss - und weil auch ich weiß, dass diese Einmischung in mein Privatleben eher früher als später käme, halte ich die Kommunikation auf Sparflamme. Vertrauen zwischen den Ex-Partnern wäre zwar schön und könnte vieles erleichtern, aber wenn kein Vertrauen da ist, dann ist das Einzige, was verbindet, eben die Kinder und auch da nur das, was an Kommunikation nötig ist. Weil die Sichtweisen auf einen Sachverhalt oft ganz unterschiedlich sind, ist das sowieso schwer mit der Kommunikation, wie ich finde. Aber ich sehe es gelassen: jedem seine Meinung, die ich selbst auch nicht bewerten muss. Und was während des Umgangs wie gemacht wird oder auch nicht muss mich nicht kümmern, außer es wäre im Hinblick auf das Kindeswohl so bedenklich, dass den Kindern objektiv Schaden zugefügt würde. Ist das nicht der Fall, kann ich die Kinder ganz beruhigt beim Ex-Partner lassen. Ich will ja schließlich auch nicht Rede und Antwort stehen, warum ich was wann wie gemacht habe.

    Also ich weiß bis heute "offiziell" nicht, dass er neu vergeben ist, obwohl sie seit 2 Jahren die Kinder mit ihm zurück bringt.

    Warum wäre das wichtig? Ich würde meiner Ex auch nicht auf die Nase binden, wie es mit meinem Liebesleben steht. Das betrachte ich als Privatsache - natürlich bekommen meine Kinder so etwas mit, ich verheimliche da auch nichts, und natürlich gehe ich davon aus, dass sie der KM davon auch erzählen. Für mich alles in Ordnung. Kommunikation mit dem / der Ex braucht es für mich nur, soweit es die Kinder betrifft, und da auch nur das Allernötigste.

    Nur die deutliche Aufforderung des FamG dringend den bestehenden Konflikt aufzulösen, ist ja weder mit dem RM noch mit dem WM gegeben.

    Das verstehe ich nicht. Allein dadurch, dass man das Modell ändert, wird der Konflikt zwar noch nicht aufgelöst, Aber indem man den Kindern ein hauptsächliches Zuhause im Sinne des Rechtsmodells ermöglicht, kann man auch bewirken, dass die Kinder weniger hin- und hergerissen sind als bei ständigen Wechseln. Vollbio kann ja nur sein Verhalten anpassen (n der Theorie, ob er dazu praktisch in der Lage ist, muss sich zeigen) und die Kinder heraushalten aus dem elterlichen Konflikt, indem er sich auf die Kinder konzentriert und dafür sorgt, dass die KM nicht mehr eine so große Rolle in seinem Leben (und damit auch dem Leben seiner Frau) spielt. Wenn es so ist, dass der bestehende Konflikt weder mit RM noch WM auflösbar ist, dann ist ja die einzige Option eben das, was im Beschluss aufgezeigt worden ist ... oder aber, man kann es so lesen, dass der Beschluss eine allerletzte Chance ist, dass die Kinder bei ihren Eltern verbleiben, dies aber entscheidend vom Verhalten der Eltern in den nächsten Wochen abhängt. Ich sehe schon noch eine Chance, den bestehenden Konflikt zumindest abzumildern, es erfordert aber einen fundamentalen Perspektivwechsel von Vollbio.

    Der Beschluss des FamG ist rechtskräftig, wenn keine Rechtsmittel der Parteien mehr eingelegt werden können.

    Ja, sicher, aber gültig ist der Beschluss ab dem Moment der Verkündung durch das Familiengericht. MIt diesem Beschluss in der Hand kann, ja sogar muss der TS den Beschluss umsetzen. Auch wenn die KM Rechtsmittel einlegt, ist m. E. der Beschluss bindend für beide Eltern. Es ist mitnichten so, dass das Wechselmodell weiter praktiziert werden darf / kann / sollte und somit der Beschluss ignoriert wird. Die Beteiligten machen sich durch ein solches Verhalten bestenfalls unglaubwürdig, schlimmstenfalls zeigt dies, dass ihnen das Wohl der Kinder egal ist. Als zuständiges Jugendamt würde ich sofort die dauerhafte Unterbringung der Kinder in einer Pflegefamilie beantragen, weil eine Änderung des Verhaltens der Eltern noch nicht mal im Ansatz erkennbar ist.

    ... dass ich mich umgehend um einen Termin für ein weiteres gemeinsames Gespräch beim ASD kümmern werde.

    Was bedeutet "kümmern"? Ich würde Kontakt aufnehmen, die Situation schildern (Erziehungsberatung wird von Gerichts wegen dringend empfohlen) und den ASD darum bitten, zu einem gemeinsamen Erstgespräch einzuladen. Damit eine Erziehungsberatung nicht gleich schon bei der Terminfindung scheitert. Ob und wie die TS sich dann darauf einlassen kann / möchte, ist dann ihre Entscheidung. Finde ich, ehrlich gesagt, besser, zumal dann, wenn die bilaterale Kommunikation so überhaupt nicht funktioniert (so jedenfalls mein Eindruck).

    Ich finde es sehr sinnvoll, wenn man sich so verhält, als sei man bereits angesteckt ... will heißen, man beschränkt seine Kontakte auf das absolut Notwendige ... für mich sind Haushalte diejenigen, welche im Alltag zusammen leben, also z. B. auch Familien, die das Wechselmodell leben.

    Dies sage ich umso mehr, da die KM mir gegenüber klar gemacht hat, dass sie Beschwerde einlegen wird, falls ich auf der Umsetzung des Beschlusses bestehe.

    Da irrt die KM. Sobald der Beschluss gültig ist, sind alle Beteiligten daran gebunden. Außer, sie vereinbaren gemeinschaftlich etwas anderes. Das würde ich aber in Eurer Situation definitiv nicht tun. Ich würde also spätestens jetzt, da der Beschluss nachweisbar beschlossen und verkündet ist, diesen so umsetzen. Vielleicht kriegt Ihr einen Termin hin, bei der ihr das auch noch einmal von einer dritten, unbeteiligten Person erklärt werden kann.


    Das ist ganz unabhängig davon, welche weiteren Schritte Ihr gemeinsam in Angriff nehmt (Erziehungsberatung, Mediation oder anderes). Es gibt diesen Stichtag, und daran muss sie sich halten. Sollte die KM den Kindern die Konsequenzen (Ordnungshaft) erzählt haben, so wäre mir auch klar, warum diese so reagiert haben, wie Du, Vollbio, es beschrieben hast. Es gibt jedenfalls keinen Spielraum mehr: weder für die KM noch für Dich. Ihr tut also beide gut daran, Euch verbindlich an den Inhalt des Beschlusses zu halten. Da sehe ich auch keinen Interpretationsspielraum.


    Insofern läuft ihre Drohung, dass sie Beschwerde einlegen würde, mehrfach ins Leere. Zum einen kann sie das jederzeit tun, zum anderen ändert das an der Rechtskraft des Beschlusses auch nichts.

    Statt zu schauen nach dem Fehlverhalten oder der Schuld der Mutter (mutmaßlich oder tatsächlich) sein mag, solltest Du jetzt das Richtige für die Kinder tun. Und zwar unabhängig von dem, was die KM an gutem Willen zeigen mag oder wie sie sich verhält. Denn darauf hast Du wenig bis keinen Einfluss.

    Ich würde mich durchaus beraten lassen, aber schauen, dass ich für die Kinder das verändere, was ich kann. Hier also: Residenzmodell bei mir einführen unabhängig davon, ob die KM in Berufung geht. Damit überhaupt die Chance besteht, dass die Kinder zumindest teilweise aus ihrem Loyalitätskonflikt herauskommen. Dazu würde ich mich jetzt zeitnah um eine Mediation bemühen. Nach allem, was ich gelesen habe, komme ich zum Schluss, das ein Wechselmodell den Kindern schadet. Wenn Ihr das weiterführt und die Mediation scheitert, dann werden die Kinder dauerhaft zu einer Pflegefamilie kommen. So verstehe ich das, was Du aus dem Beschluss zitiert hattest.

    In der weiterführenden Schule meiner Tochter entfallen ab sofort alle AGs, weil der Unterricht bis auf Religionsunterricht und 2. Fremdsprache (je nach Wahl Französisch oder Latein) im Klassenverbund zu erfolgen hat - Direktive des Schulamts.


    Ansonsten gab es eine Spende von drei Luftfilteranlagen, die Schule hat aus eigenen Mitteln drei weitere erworben. Jetzt sind die Eltern aufgerufen worden zu einer Spende, um weitere dieser Anlagen beschaffen zu können.

    das möchte ich ja auch es war auch bisher 4 x so es ist ihm zu wenig

    Eure Vorstellungen sind so weit auseinander, dass Ihr das nicht ohne externe Hilfe schaffen werdet. Ist vielleicht derzeit schwierig, einen Termin vor Ort zu bekommen, aber es wäre immens wichtig fürs Kind. Ob und wie er das Kind manipuliert (wenn er es denn tut, das kann ich nicht beurteilen) ist etwas, auf das Du keinen Einfluss hast. Deswegen empfehle ich, dass Du den Blick weg von seinem Verhalten dem Kind oder Dir gegenüber bekommst auf das, was wirklich wichtig ist. Und das ist - so meine ich zumindest - eine für das Kind verlässliche Umgangsregelung.

    Guten Morgen,


    wenn das Verhältnis schwierig ist, würde ich mir externe professioneller Hilfe (JA, Caritas usw.) ins Boot holen wollen, um mit dem anderen Elternteil einen Umgang zu vereinbaren, der für das Kind verlässlich ist, und zwar irgendwo zwischen 14-tägig am Wochenende und hälftige Ferien bis hälftige Betreuung (Wechselmodell).


    Vielleicht in Eurem Fall einen Nachmittag in der Woche und alle 14 Tage am Wochenende plus hälftige Ferien?

    Es wird genau tageweise ausgerechnet...wenn er die Kinder dann "kurz" hält, hat er einen Microgewinn - Fahrgeld kann er wohl auch beantragen

    Ich nehme Deine Beiträge dazu so wahr: Deine Argumentation konzentriert sich auf den KV. Ich vermute, dass Du einfach Angst hast, dass er dem Kind Schlimmes zufügen könnte und Du deshalb eigentlich gar keinen Umgang des Kindes mit seinem Vater möchtest. Wenn es Dir um das Kind geht, wie Du behauptest, dann sollte es Dir aber auch darum gehen, den Umgang mit seinem Vater zu fördern. Oder meinst Du, es geht ihm um das Geld, damit er möglichst viel davon einsacken kann?


    Für mich wirkt es so, als würdest Du Dich vor allem am KV abarbeiten wollen. Wenn es Dir um das Wohl Deines Kindes geht, dann solltest Du Dir vielleicht passende Hilfe suchen, um den Fokus tatsächlich weg vom KV zu bekommen. Ich bin davon überzeugt, dass Kinder solche Stimmungen sehr gut wahrnehmen, auch wenn sie diese nicht benennen oder reflektieren können. Dein Fokus auf dem KV steht einer unbelasteten Vater-Kind-Beziehung im Weg.