Beiträge von luci69

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    Liebe HoneyB,


    ein Patentrezept für das Kennenlernen Gleichaltriger kann ich dir leider auch nicht bieten. Da du jedoch sehr aktiv bist und viel Engagement zeigst, glaube ich, dass du sicherlich bald Freundschaften schließen wirst, wie du sie dir wünschst. Sich selbst unter Druck zu setzen, bringt da gar nichts; manchmal läuft man sich eben über den Weg und die Chemie stimmt, manchmal dauert es etwas länger bis dahin. Ist mit Beziehungen nicht anders.


    Was mir aber aufgefallen ist: Du hast ja durchaus soziale Kontakte, die dir sympathisch sind und mit denen du Spaß haben kannst. Mag sein, dass diese Frauen alle älter sind als du, aber findest du nicht, dass Altersunterscheide mit zunehmenden Jahren immer unwichtiger werden? Entscheidend ist doch, ob es menschlich passt, und das scheint doch der Fall zu sein, oder? Ich kenne viele Frauen Ü60, die mehr Elan als eine 40-Jährige haben. Und unterschiedliche Lebensphasen und Erfahrungshorizonte können durchaus bereichernd in einer Freundschaft sein.


    Genieß doch einfach die schönen Stunden mit deinen "Seniorinnen" und lass den Rest auf dich zukommen.

    Auch für den Schulsport gibt es - in jedem Bundesland leicht verschieden - ein Bewertungssystem für die Note. Die setzt sich meist aus den Komponenten "erbrachte Leistung" und "Beteiligung" zusammen. Letztlich wie bei jedem anderen Schulfach auch.


    In kaum einem anderen Fach liegen Theorie und Praxis bei der Berücksichtigung beider Komponenten so weit auseinander wie bei Sport, ähnlich dürfte es höchstens bei Kunst sein.


    Ich habe einmal (sonst war ich immer Durchschnitt, ich bin also nicht durch den Schulsport "traumatisiert") eine 5 in Sport bekommen, da ich den praktischen Teil einfach nicht konnte. Ich war immer anwesend, hatte immer Sportsachen dabei und habe mir Mühe gegeben. Wir haben sogar eine Klausur geschrieben, in der ich eine glatte 2 hatte. Rein rechnerisch war es unmöglich, eine 5 zu bekommen, aber das war dem Lehrer egal. Ähnliche Willkürgeschichten in diesem Fach bekomme ich jetzt durch meinen Sohn bzw. seine Klassenkameraden ebenfalls mit.


    Meiner Erfahrung nach gibt es kein Fach, in welchem die fachlichen Mängel, also hier Sportlichkeit, so wenig durch gute Mitarbeit, Beteiligung usw. ausgeglichen werden können wie in Sport, von der Vorverurteilung dickerer Kinder mal ganz abgesehen. Ohne verallgemeinern oder Lehrer-Bashing betreiben zu wollen, sind Sportlehrer oftmals auch mehr Sportler als Pädagogen. Leider führt das dazu, dass Sportunterricht, welcher nun eigentlich vom Inhalt her beste Voraussetzungn eines Lieblingsfachs hat, für viele Kinder zum Alptraum wird anstelle Freude an der Bewegung, die Fähigkeiten des eigenen Körpers und dem sportlichen Team- und Kampfgeist zu entdecken bzw. zu wecken.

    Keine Frage: So etwas darf nicht sein. Punkt.


    Was deine Reaktion angeht: Ich finde es sehr gut, dass du sowohl die Dame als auch ihre Chefin darauf angesprochen hast. Ich denke, die Abmahnung ist absolut richtig. Mich würde diese Praxis auch nie wieder sehen bzw. bei Ermangelung einer Alternative würde die betreffende Dame meinen Sohn nicht mehr behandeln dürfen.


    Was die Anzeige angeht, sehe ich das etwas anders. Ich will hier kein Fehlverhalten beschönigen, aber die Frau scheint kein Kinderhasser und Schläger zu sein und solange du das Gefühl hast, dass sie einsieht falsch gehandelt zu haben, würde ich die Sache rechtlich auf sich beruhen lassen. Was würde es bringen? Wenn sie "nur" einmal die Nerven verloren hat, dürfte eine drohende Kündigung und die Bloßstellung in der Praxis eine größere Strafe und Warnung darstellen als ein Verfahren, welchens wahrscheinlich maximal mit einer minimalen Geldstrafe endet.

    Ich schaue Filme und Serien nur auf englisch, um damit u.a. meine Sprachkenntnisse (normales Schulenglisch) zu verbessern. Und es funktioniert.


    Mein Sohn handhabt es ähnlich, er schaut einiges mit mir zusammen und auch alleine (Tutorials, Youtube etc.) - alles auf englisch. Er mag die Sprache und hat keine Berührungsängste. Und als netter Nebeneffekt: : Er ist 1er-Kandidat in der Schule in Englisch.


    Natürlich wird man auf diese Art und Weise nicht perfekt. Aber man erlernt Vokabeln, Redewendungen und Aussprache.
    Das Wichtigste ist jedoch imho, dass man die Scheu vor der fremden Sprache verliert und das Lernen derselben als etwas Positives und Bereicherndes ansieht. Und nichts anderes wollte ich ihm damit vermitteln.



    Sorry, aber auch das geht imho gar nicht.


    Ich habe beispielsweise ein echt gutes Verhältnis zu meinem Ex-Mann, aber wenn er in meiner Abwesenheit in meinen vier Wänden mit unserem gemeinsamen Kind dessen Zimmer aufräumt, würde ich im Viereck springen. Das geht ihn schlichtweg nichts mehr an und der Hausschlüssel, den er bislang noch hat, wäre ganz schnell verschwunden. Ich halte das für keinen guten Rat an den TS.


    Ich glaube, ein vorsichtiges "Anklopfen" im Gespräch wäre da sinnvoller.

    Hinsichtlich Bafög fragst du für deine Kinder?


    Bei den Eltern des antragstellenden Kindes ist nur das Einkommen maßgeblich, nicht das Vermögen z.B. aus Wohneigentum. Angerechnet werden könnten jedoch die Mieteinnahmen, die du aus dem Haus erzielst, oder sonstige Einkünfte.


    Bei hohen Einkünften könnte das natürlich eine eventuelle BAföG-Leistung mindern, das Haus an sich wäre aber unproblematisch.

    Mein Ex-Mann und ich haben uns vor vielen Jahren mal gefragt, warum unsere beider Eltern aufgehört haben, eine liebevolle Beziehung zu haben, wann die Unbeschwertheit verloren ging und das Lächeln einfror. Wir haben uns damals so sehr gewünscht, dass es uns einmal anders gehen würde.


    Aber dann kam das Leben und dann kam der Alltag... und mit ihr die Verpflichtung für so viele Dinge und die Herausforderung der Reife: die Belastung des Jobs, die Arbeit eines Hauses, der ständige Blick auf das Konto, die schwindende Jugend, die Gewohnheit der Partnerschaft, der Verlust von Gemeinsamkeiten, die ersten Alterswehwehchen und Krankheiten, das unsagbare Glück und damit gleichzeitig die unglaubliche Verantwortung für ein Kind, das langsame Sterben der älteren Generationen um einen herum und das langsam einsetzende Wissen, dass man irgendwann der/die Nächste sein wird....


    Wir haben dagegen angekämpft, miteinander geredet, aneinander festgehalten, viele Jahre, und wir sind weder schwach noch depressiv, aber unsere große Liebe zueinander und zu unserem Sohn allein hat nicht gereicht. Irgendwann war die Unbeschwertheit weg und wir standen an demselben Punkt, an dem auch unsere Eltern einst irgendwann gestanden haben müssen: ernüchtert, erschöpft und unsagbar traurig.


    An dem Tag, an dem mein Ex aus dem gemeinsamen Haus auszog, standen wir fest umschlungen am Bett unseres schlafendes Kindes und haben gemeinsam geweint. Heute sind wir Freunde mit großer gegenseitiger Wertschätzung und Zuneigung, nur die Liebe, die ist irgendwann einfach auf der Strecke geblieben.


    Nein, ich glaube, manchmal reicht Liebe einfach nicht aus.... :-(

    Himmel, ist es dem Bengel nicht möglich, einfach mal ohne Muffeln, Anschreien, Provozieren und Anbuffen die ersten zehn Minuten nach Beendigung des ersten Schultags mit mir zu verleben? Ich bin es wirklich leid, wie der letzte Dreck behandelt zu werden, nur weil ich es wage, meinen Sohn anzusprechen. Wahrscheinlich reicht meine bloße Existenz schon aus, ihn in Rage zu versetzen. Himmel! :cursing::cursing::cursing::cursing::cursing::cursing: :wand

    Scheidung vor drei Jahren.


    Bin zufrieden damit. Mein Ex-Mann ist ein wirklich guter Mensch, aber sehr dominant. Ich genieße es sehr, nicht mehr gegen seine erdrückende Präsenz ankämpfen zu müssen und eigene Entscheidungen fällen zu dürfen. Die 15 Jahre Ehe waren gut, ihn als Freund zu behalten ist ebenfalls gut, aber auf der Beziehungsbene habe ich mit ihm abgeschlossen.


    Andere Männer interessieren mich derzeit nicht die Bohne - und ich sie auch nicht. Bin und war offenbar nie der Typ Frau, den man sich als Partnerin vorstellen kann. Das macht mich manchmal traurig, andererseits habe ich momentan keinen Raum - weder in meinem Haus noch in meinem Herzen - für einen neuen Mann.


    Ich kann mir auch vorstellen, dass sich hieran nichts mehr ändern wird. Viele Frauen in unserer Familie sind nach früher Trennung oder Tod des Partners allein geblieben - ohne zu vereinsamen oder verbittern. Ich schätze mal, ich werde diese Tradition fortsetzen.

    Wer weiß, wozu die Entscheidung der Bank letztlich gut ist....


    Als mein Ex-Mann und ich uns vor einigen Jahren trennten, kamen wir überein, dass ich das Haus - glücklicherweise schon abbezahlt - behalten sollte, damit der Bruch für unser Kind nicht so krass sein würde. Zudem würde eine Wohnung der erforderlichen Größe ähnlich hohe Kosten verursachen wie das Haus - hatten wir jedenfalls so ausgerechnet.


    Inzwischen bereue ich meine Entscheidung. Bei einem Haus kommen viele unvorhersehbare Zusatzkosten auf einen zu, die man bei genauester Planung nicht mit eingerechnet hat wie Sanierung, Reparaturen etc. Hinzu kommt die Hausarbeit, die bei einem Haus nun einmal sehr viel umfangreicher ausfällt.


    Ich fühle mich von der alleinigen Verantwortung und Arbeit aber auch der finanziellen Ungewissheit enorm belastet und weiß jetzt schon genau, dass ich das Haus sofort abstoßen werde, sobald der Junge aus dem Haus ist.


    Überleg es dir sehr gut, ob du dir das wirklich antun willst. So sehr der Gedanke an einen Unzug erstmal abschrecken wird, es ermöglicht einen Neustart in jeder Beziehung und du ersparst dir mit Sicherheit viele schlaflose Nächte. Und meiner Erfahrung nach können Kinder Veränderungen besser adaptieren als wir Erwachsene es ihnen gemeinhin zutrauen.


    Wenn ich damals das Wissen gehabt hätte, dass ich heute habe, hätte ich das Haus jedenfalls nie behalten.

    @ MarlaMarleen:


    Ich fürchte, ich sehe den Vorfall etwas anders als die meisten hier. Und vorab: Ich will keinewegs deine besten Absichten in Abrede stellen, aber ich finde, dass du mit deiner Hilfe etwas übers Ziel hinausgeschossen bist und deinem Babysitter eher geschadet als genützt hast.


    Erstens: Du bist nicht erziehungsberechtigt. Die Mutter hat sich entschieden, nicht in die Sache einzugreifen; das mag man kritisieren, aber du hast imho kein Recht, diese Entscheidung durch das gemeinsame Verfassen der Email mit der Tochter an die Schulleitung quasi aufzuheben. Wäre ich an Stelle der Mutter wäre ich ebenfalls stinksauer.


    Zweitens: Ich finde die Email nicht so gelungen. Dadurch, dass die Lehrerin sowohl explizit namentlich erwähnt als auch zitiert wird, ist die Sache sehr persönlich geworden und das erschwert eine objektive Auseinandersetzung auch für die Schulleitung. Es ist doch auch ganz klar, dass die Lehrerin auf die Barrikaden geht, wenn sie derart angegriffen wird - selbst wenn ihr eigenes Verhalten tatsächlich so unmöglich war, wie die Schülerin es geschildert hat. Mit der Email geht ihr in die Offensive, zumal die Formulierungen meines Erachtens eindeutig eine erwachsene, nämlich deine, Handschrift zeigen, aber die Schülerin ist als Absender diejenige, die dafür einstehen und letztlich auch die Konsequenzen tragen muss. War ihr das wirklich vorher bewusst, wieviel Gegenwind eine solche Mail zwangsläufig verursachen würde? Denn an dieser Stelle steht sie jetzt: ohne Rückhalt der Eltern; ohne Aussicht, das erstrebte Praktikum doch noch machen zu können und mit einer verärgerten Lehrerin.


    Es ist ja grundsätzlich lobenswert, dem Mädchen beizustehen und auch zu vermitteln, dass man sich nicht alles gefallen lassen muss, aber ich glaube einfach, der Weg war absolut nicht der Richtige und man kann jetzt nur noch Schadensbegrezung betreiben.


    Ich würde wahrscheinlich ganz kleine Brötchen backen, mich bei den Eltern für meine Einmischung entschuldigen und zu versuchen, die Sache dann gemeinsam mit Schulleitung und Lehrerin aus der Welt zu schaffen. Traurig ist dabei nur, dass dadurch die Sache an sich etwas aus dem Fokus gerät. Man kann nur hoffen, dasss die Schule durch den Vorfall sensibilisiert wurde und die Lehrerin zukünftig anders und besser mit der Praktikumswahl und -vergabe umgeht.

    Geschieden bin ich jetzt seit etwas über einem Jahr, alleine aber schon sehr sehr viel länger.


    Natürlich gibt es Tage, an denen ich die Geborgenheit und Wärme einer Beziehung vermisse - oder auch nur die ganz kleinen Gesten. Zum Beispiel hätte ich heute gerne einen kleinen Osterhasen oder ein bemaltes Osterei bekommen, einfach nur zu wissen, dass jemand an mich denkt... albern, ich weiß, aber an solchen Kleinigkeiten merke ich doch, wie allein ich bin.


    Andererseits weiß ich, dass ich eigentlich überhaupt nicht bereit bin für eine Beziehung. Ich habe weder die Zeit in meinem Leben noch die Offenheit, mich wieder einzulassen. Mein Ex war recht dominant und ich genieße es, endlich mal selber Entscheidungen treffen zu können ohne das Gefühl vermittelt zu bekommen, doch wieder alles nur falsch gemacht zu haben. Ich kann machen was ich will, ohne schlechtes Gewissen, ohne Kontrolle. Das möchte ich nicht mehr aufgeben und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass dies in einer Beziehung auf Dauer möglich ist. Ich bin jedenfalls wesentlich ausgeglichener und zufriedener seit der Scheidung...eben bis auf diese kleinen Momente....

    Wenn ich die von die geschilderten Umstände mal so gegenüberstelle:


    Auf der einen Seite ein sozial gesichertes und stabiles Umfeld für die Kinder und dich, auf der anderen Seite der Umzug und ein einstündiger Arbeitsweg - was imho zwar viel, aber auch keine Zumutung ist - für deinen Partner


    ...ich würde mich da klar für die Alternative entscheiden, die möglichst wenig Veränderungen für dich und die Kinder bedeutet, zumal das Zusammenziehen mit einem neuen Partner, auch wenn es als Wochendbeziehung bislang gut funktioniert hat, doch eine neue Herausforderung an euch alle als Familie stellen wird. Ich glaube, dein Partner würde im Vergleich zu euch bei einem Umzug weniger aufgeben und riskieren.


    Viel Glück bei deiner Entscheidung. :)

    Vor der richtigen Pubertät scheint mein Sohn (11 Jahre) einen kleinen Ausflug ins Kleinkindalter zu unternehmen. :rolleyes2:



    Der junge Mann, wie immer weder rechts noch links guckend, stößt sich mal wieder den großen Zeh am Türrahmen. Statt des erwarteten "Aua" höre ich, ca. 5 m entfernt unschuldig im Wohnzimmer sitzend, nur ein vorwurfsvolles "Mama!!!!!" :hae:


    Ich habe mal gehört, sowas nennt man die "Grundschuld der Eltern", dieses Verhalten sollte aber eigentlich mit der Kindergartenzeit abgefrühstückt sein.


    Mein Sohn, sich zudem momentan in frühkindlichen Wutanfällen übend (Grund: vollkommen belanglos und schon vergessen), wälzt sich schreiend auf dem Teppich in meinem Arbeitszimmmer, während ich schweigend am Computer arbeite und versuche, meine Ruhe zu bewahren. Sohn zu mir: "Jetzt halt' doch endlich mal die Klappe!" Hä???? :nawarte:

    Ich stand dieses Jahr vor einer ähnlichen Situation, zumindest an drei Tagen in der Woche, da ich nur Halbzeit arbeite.


    Mein Sohn geht aufs Gymnasium (5. Klasse) und kommt regelmäßig gegen 13.45 nach Hause, da er den Bus nehmen muss, es sei denn, er isst noch mittags in der Schule. Ich komme in jedem Falle erst später von der Arbeit, mache aber an und zu auch Homeoffice.


    Zuerst hatte ich auch so meine Bedenken wegen des nachmittäglichen Alleinsseins, aber er meistert es wunderbar. Er genießt die Zeit ohne Mama sehr und macht auch keinen Blödsinn. Sicherlich ist es etwas stressig mit Hausaufgaben und Lernen für Klausuren, da er den Ernst dafür noch nicht so ganz begriffen hat. Insofern bedeutet es, dass wir manchmal noch etwas später ran müssen. Aber da sind wir beide auch in einem Lernprozess: Er muss lernen, Verantwortung für seine Aufgaben zu übernehmen und diese selbstständig erledigen, auch wenn ich nicht da bin und ich muss schlichtweg lernen ihn loszulassen und seine eigenen Erfahrungen machen zu lassen.


    Auch wenn das derzeit noch ein harter Kampf ist, läuft es insgesamt aber sehr gut. Und der Satz, den die Kinder durch den Sprung in die weiterführende Klasse machen, ist wirklich enorm.


    Natürlich kommt es immer auf das jeweilige Kindan, aber ich kann dir nur raten: Hör auf dein Bauchgefühl, aber trau' deinem Kind auch ruhig etwas zu.


    Ansonsten kannst du ja immer noch Homeoffice machen, was, selbst wenn es dir nicht so ganz zusagt, eine bessere Alternative als ein ewig schlechtes Gewissen gegenüber deinem Kind ist.

    Ich habe bereits Kontakt mit einer Beratungsstelle, da werde ich das Thema erstmal allein ansprechen und versuche zu ergründen, was der Grund für Sohnemanns Ablehnung ist. Parallel dazu muss ich wohl nochmal versuchen, meinen Ex für Sohnemanns Bedürfnisse zu sensibilisieren.


    Ich persönlich hätte keine Probleme damit, kompetente Dritte in die Problemlösung einzubeziehung, mein Ex aber sehr wohl. Es gibt nur sehr wenig Menschen, die Gnade vor seinen Augen finden, meistens findet er andere unfähig und dumm. Er ist sehr eloquent und wirkt nach außen hin aufgeschlossen und kooperativ, aber sobald sich die Tür schließt, fällt die Maske. Ihr versteht sicherlich, dass ich zunächst also eher nach Wegen suche, die Dritte nicht involvieren.

    In eurem Fall würde ich das Gespräch mit dem Jugendamt suchen, erst Du und Dein Kind zusammen und dann ihr Eltern - vielleicht können die ihm besser klarmachen, dass auch die Bedürfnisse des Kindes zählen.


    Diese Option kommt für mich nicht in Betracht. Wir konnten alles bislang immer einvernehmlich klären. Wenn ich jetzt plötzlich einen formellen Weg beschreiten würde, würde das mit Sicherheit das Verhältnis zu meinem Ex extremst und nachhaltig belasten. Ich bin nicht bereit, dieses Risiko einzugehen.


    Unsere Ehescheidungsfolgenvereinbarung ist übrigens noch ganz aktuell (ca 2 Jahre).


    PS: Übrigens Danke für die Abkürzungen. :-)

    Es ist ja jetzt einige Zeit vergangen und das Problem hat sich leider nicht gelöst.


    Der Vater ist sich zwar bewusst, dass Sohnemann nicht mehr so gerne zu ihm möchte, ihm fehlt aber leider die Sensibilität, mit ihm eine Lösung zu erarbeiten bzw. die Bereitschaft, von den vereinbarten Besuchswochenenden in welcher Form auch immer abzurücken oder diese zu modifizieren. Ich fürchte, dass bei ihm auch zwei Charaktereigenschaften dazukommen, die eine Klärung zusätzlich erschweren: Er ist ein Kontrollfreak mit starken Prinzipien, d.h. es steht so in der Ehescheidungsfolgenvereinbarung, also ist es sein Recht und so wird es gemacht. Hinzu kommt, dass alles nach außen immer perfekt sein muss. Besuche werden also gerne auf die Besuchswochenenden gelegt und da hat Sohnemann dann auch dazusein, böse formuliert: Die heile Familie wird vorgeführt. Ich kenne das auch nur zu gut aus unserer Ehe, kann das also wirklich einschätzen. Sohnemann erfährt erst beim Abholen oder gar nicht von diesen Besuchen, was ich etwas respektlos ihm gegenüber finde, schließlich ist er kein Baby mehr und es wird über seine Freizeit verfügt.


    Jetzt steht gerade wieder so ein Wochenende mit Besuch am Sonntag vor der Tür. Ich habe den Vater gebeten, seinen Sohn ausnahmsweise schon am Freitag abend abzuholen, weil ich abends etwas vor habe. Durch den erwarteten Besuch kann er ihn jetzt auch erst am Sonntag abend wieder zurückbringen. Sohnemann ist am Wüten und will nicht zu ihm. Zitat: "Alle anderen Kinder freuen sich immer aufs Wochenende, nur ich nicht, weil ich zu Papa muss."


    Ich fürchte, dass er sich nicht viel länger in das starre Korsett der Wochenendregelung pressen lässt, rein altersbedingt wird sich das ja ändern, da er sein Wochenende selbst gestalten möchte, sich mit Freunden trifft oder auch mit ihnen etwas für die Schule macht bzw. erarbeiten muss. Zu Ausflügen hat sein Vater zwar schon öfter seine Kumpels mitgenommen, letztlich ist er aber zu weit entfernt.


    Mich würde daher interessieren, wie ihr das gemacht habt, als sich eure Kinder abgenabelt haben und einfordern, selbst zu entscheiden, wann sie ihre Zeit mit dem UET (ist das die richtige Abkürzung?) verbringen wollen. Ist es mit 11 Jahren zu früh? Ein Gespräch mit Papa zu führen traut er sich nicht, da er erstens seinen Papa nicht verletzen will und dieser zweitens verbal auch sehr dominant und bestimmend ist.


    Ich bräuchte da nochmal etwas Input.... :hilfe


    PS: Und bitte nicht missverstehen: Mein Ex ist ein guter Vater und ein guter Mensch, ich will ihn hier keineswegs schlecht machen, sondern versuche nur die Situation zu erfassen und zu beschreiben. Ich will auch nicht den Kontakt zwischen Sohn und Vater einschränken oder unterbinden. Die Elternebene ist gut und im Grunde genommen auch das Vater-Kind-Verhältnis. Ich kann auch absolut verstehen, dass mein Ex auf keine Minute mit seinem geliebten Sohn verzichten möchte. Nur löst das leider das Problem nicht.