Beiträge von Schneckifee1980

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    Ich bin 2019 wie folgt beim Antrag MukiKur vorgegangen:

    Gemerkt, dass ich bald unkontrolliert zusammenbreche. Also beschlossen, dass mir 3 Wochen Auszeit hervorragend helfen würden, dies zu verhindern und dies letztlich auch meinem Job und den Kollegen sehr zugute kommen wird.


    Auf den nächsten Urlaub zu warten hätte mir auch nichts geholfen - das Argument kommt nämlich von manchen. Da wäre Kochen, Putzen, Tagesprogramm, Kind bespaßen und Co ja trotzdem alles an mir hängengeblieben. (Oft finde ich Urlaube in gewisser Hinsicht fast anstrengender als Alltag)


    Damit war das sonst immer anwesende schlechte Gewissen ggüber Kollegen und Co. ziemlich weg.

    Termin bei einer Hausärztin um die Ecke gemacht, die mir aus dem Bekanntenkreis hinsichtlich des gewünschten Ziels (Formular für MukiKur) einen förderlichen Eindruck machte.

    Das besagte Formular 64 haben die Ärzte in ihrer Datenbank, kann man sich vorher selbst schonmal online ansehen, dann weiß man, was förderlich ist für den Antrag. Man muss für eine Kur eben angeknackst sein, aber fit genug, um aus den Maßnahmen was für sich rausziehen zu können.


    Da ich damals (noch) mit rezidivierenden Atemwegsinfekten (nix Chronisches, aber schon sehr fies) zu tun hatte, habe ich auch draufschreiben lassen, dass Reizklima hilfreich wäre. Also ich wollte an die See.


    Wunschklinik kann man mit auf dem Formular angeben, das kann helfen. Ansonsten sucht im Normalfall die Krankenkasse von ihrer Liste eine Klinik aus und schlägt dafür Zeiträume vor. Man kann sich auch dann theoretisch noch selbst eine andere suchen, hat bei mir aber nicht funktioniert, da die in den möglichen Zeiträumen schon ausgebucht waren.

    Antrag war dann schnell durch ...10 Tage waren das bei mir. Und ein paar Wochen später gings los.

    Allein die Tatsache, den Antrag gestellt zu haben und dann vor Augen zu haben, in einigen Wochen loszukönnen, hat mir eine große Last genommen.

    Wenn man dann für sich klar hat, was die Kur möglichst "leisten soll/kann" bzw. "nicht leisten kann", kann man da mit entsprechender Einstellung hinfahren.

    Aus der Erfahrung meiner 1. Kur 2011 waren meine Ansprüche nämlich niedrig.

    Ich wollte:

    Ortswechsel

    nicht kochen/putzen müssen

    Entspannung/Sport/Wandern/Walken

    selbstbestimmte Ausflüge (daher war in unserem Fall Auto mit Fahrrädern von Vorteil)

    Betreuung fürs Kind (leider war sie sehr verbesserungswürdig, aber Kind war glücklicherweise alt genug, um einige Stunden allein zu bleiben bzw. hat sein eigenes Ding gemacht)


    Auf die Frauengrüppchen, die sich in einer Kur finden, konnte ich persönlich gut verzichten, aber viele ziehen da für sich was raus. Für mich sind das meist zu viele Probleme auf einen Haufen und Selbstbemitleidung, und ich mache lieber mein eigenes Ding bzw. habe lose Kontakte zu anderen gepflegt. Glücklicherweise gabs auch nicht diese "Gruppentherapien", da war mir nämlich auch aus Erfahrung klar, dass das nicht meins ist.


    Wenn man mit realistischem Blick drangeht, kann man viel daraus ziehen, und mir hat es wirklich viel gebracht.


    Ach ja: Bei der Kurklinik habe ich angegeben, dass ich gerne Erdgeschoss hätte, wenn möglich. Das war nett, Kind konnte mal eben raus zu den anderen Kids (okay, Vorcoronazeiten), und ich mich mal eben auf die Terasse oder den Rasen fläzen ...

    Aus meiner persönlichen Erfahrung sehe ich Latein als empfehlenswert an. Ich brauchte es nicht explizit für meinen späteren Berufsweg, Latein hat mir aber nicht nur bei meiner medizinischen Ausbildung beim Verständnis von Fachwörtern etc. geholfen. Auch im Herleiten von Fremdwörtern, beim Lernen weiterer Sprachen wie Spanisch etc. fand und finde ich es sehr hilfreich. Auch wenn ich kaum Spanisch oder Italienisch kann, so verstehe ich doch das eine oder andere Wort (in der Schriftsprache zumindest ;) ).

    Auch die Systematik und Strukturiertheit der Lateinischen Sprache zu erlernen fand ich gut und hat dazu beigetragen, strukturiert auch an andere Themen heranzugehen (und sogar eine Sprache wie Türkisch für den Alltagsgebrauch zu erlernen).

    Ich wäre ohne Latinum wahrscheinlich ein noch chaotischerer Mensch:P

    Dazu muss aber auch erwähnt werden, dass ich einen sehr guten, strukturierten, strengen Lateinlehrer hatte.


    Darüberhinaus habe ich bei vielen Freunden und Mitbewohnern zu damaligen Studi-/Ausbildungszeiten mitbekommen, wie sie sich noch durchs Latinum neben dem normalen Studium gequält haben.

    Ich arbeite ebenfalls (wie viele andere hier auch) ebenfalls daran, dass ich nicht vom Vater vor vollendete Tatsachen gestellt werde, wenn er einen Umgang ausfallen lassen/verschieben/verkürzen will/muss.

    Sondern dass wir sozusagen gemeinsam eine Lösung finden und er sich aber durchaus (mehr) der Verantwortung bewusst ist, dass man den Umgang nicht mal einfach so umplanen kann wg. Krankheit/Arbeit/Tod von xy(Coronakrise. Gründe gibt es immer viele.


    Wir AE's können uns ja auch nicht einfach krank ins Bett legen.

    Ich lege in die Umgangszeiten auch immer meine Spät- und Wochenenddienste (arbeite im Krankenhaus) und stehe dann ebenfalls vor größeren Problemen, wenn der Umgang umgeplant werden soll.

    (Erleichternd ist es bei uns, dass Sohn inzwischen schon fast 10 ist.)


    Wenn also der Umgang nicht wie geplant eingehalten werden kann, kommuniziere ich dem Vater, dass Sohn dann halt z.B. einige Stunden vor/nach dem Umgang alleine sein wird, da ich auch meine Arbeit nicht ohne Weiteres umplanen kann.

    Damit gebe ich den Ball und die Verantwortung an ihn zurück, er muss dann die Entscheidung treffen. (interessant dabei: früher fand er es wohl nicht so gut, wenn Sohn mal alleine war zu meinen "Betreuungszeiten". Inzwischen ist es für ihn OK, wenn es seinen geänderten Umgangszeiten dienlich ist. Ich hoffe, es ist klar, was ich sagen will. Dient auch etwas der Normalisierung und der Anpassung an die Realität).


    Übrigens hat unser SB beim Jugendamt dem Vater kommuniziert, dass der Umgang auch einer zeitweiligen Entlastung des AE-Elternteils dienlich ist. Juristische Lage hin oder her.


    Der Betreuungselternteil hat in meinen Augen auf jeden Fall die moralische Verpflichtung, sich um eine Lösung zu bemühen und vor allem so früh wie möglich zu kommunizieren, wenn Umgang nicht wie geplant stattfinden kann.


    Vielleicht war die Krankheit auch vorgeschoben, weil er sich selbst unwohl mit dem Umgang fühlt, vielleicht sogar seine eigenen Schwierigkeiten damit sieht?

    So schwierig es sein mag, vielleicht kannst du dennoch außerdem mithelfen, den Vater in seiner Vaterrolle und Verantwortung stärken, so dass er besser in die Rolle hineinwachsen kann?


    Ja, und ein gutes soziales Netzwerk ist auf jeden Fall Gold wert.

    Wenn man 2-3 Leute im Hinterkopf hat, mit denen man sich in Betreuungsnotfällen ggf. aushelfen und abwechseln kann, ist das viel wert und entlastet mental. Auch wenn so ein Netz erstmal geschaffen werden muss.


    Übrigens: "zur Selbstständigkeit erziehen" oder "3-4Jährige alleine mit dem Hund lassen und seiner Arbeit auf dem Hof nachgehen" sind für mich schon sehr unterschiedliche Dinge.;)

    Schliesse mich Monsterkrümel an..Büchereien haben z.B. manchmal auch Klavierräume, oder über Nachbarschaftsplattform (nebenan.de) kann der Papa es auch probieren:gibt bestimmt Leute, die sich freuen,wenn da ein talentierter Junge ihr eingestaubtes Piano wiederbelebt...wo ein Wille, da ein Klavier :)

    Genau, Bockshornkleesamen in Kapselform haben bei mir sehr gut funktioniert - nachdem alles andere wie alkoholfreies Bier und Co. wenig gebracht haben. Wenn man das googelt in Verbindung mit "mehr Milch plus" auf Englisch übersetzt, findet man das Produkt :-)

    Ich war tatsächlich überwältigt von meiner ähm... Milchkuheigenschaft8o

    An beiden Seiten ist was Wahres dran.


    Volleybap hat nicht unrecht, aber bei Verbalkalaschnikov musste ich auch unwillkürlich grinsen... sowas dachte ich selbst auch.

    Auch wenn es einerseits eine eher unangenehme Gesamtsituation für TE (und Kind!Und Ex!) ist, so kann und sollte doch ein jeder sein Verhalten, seine Schreibweise... etc.pp. reflektieren.


    Bisschen Welpenschutz für Neulinge ist sicherlich nicht verkehrt.Aber in Watte packen auch nicht.

    Mir persönlich ist direkt auch immer noch lieber als hintenrum oder zwischen den Zeilen...nicht nur auf den Thread bezogen, sondern aufs ganze Leben.

    Bei uns war es so (vor etwa 5-6 Jahren, glaube ich), dass die Verfahrenspflegerin sich gemeldet hat und uns besucht hat.

    Nach ein paar Minuten Gespräch mit mir in Juniors Beisein hat sie dann mit Junior alleine ein längeres (Spiel)Gespräch gehabt. Angesichts seines damaligen Alters (also etwa 3-4 Jahre alt) und angesichts dessen, dass sie eine fremde Person für ihn war, war das eine reife Leistung von beiden Seiten.


    Ich hatte den Eindruck, dass sie sich soweit möglich - ein gutes Bild über ihn und sein Verhältnis zu beiden Elternteilen bilden konnte. Ob das jeder Verfahrensbeistand so drauf hat, sei dahingestellt. Sie machte einen besonders empathischen und zugleich wohlwollenden, neutralen und sehr kindorientierten Eindruck auf mich. Sie hat mir auch ganz klar gemacht, dass sie für Junior da ist.


    Wie aber schon volleybap sagt, liegt es im Ermessen des Beistands, was er wie macht.


    Der Verfahrensbeistand kann ja auch aus recht verschiedenen Berufsgruppen stammen, soweit ich da auf dem aktuellen Stand bin (unsere hatte wohl irgendeinen sozialpädagogischen Background, und sehr viel Erfahrung, soweit ich mich googletechnisch erinnere (frau ist ja neugierig)).


    Aus meiner Sicht ist es sehr hilfreich, wenn der Verfahrensbeistand das Kind in seinen eigenen 4 Wänden kennenlernt.

    jule:

    Die Situation war bei uns fast gleich... Kind unter den ersten in der Kita und am Nachmittag unter den letzten.Und wenn ich ihn früher abgeholt habe, wurde ich oft sehr böse angeschaut (und ich meine seehr böse) ... war manchmal auch nicht schön, kam mir öfter wie eine ungeliebte Mama vor. Glücklicherweise haben die Erzieher mich dann immer aufgerichtet :*

    Dasselbe ist unseren Nachbarn auch passiert, und sie haben es nicht mal gemerkt.

    Mein Kurzer und ich haben das Trampolin vor dem Weiterflug bewahrt und mit Zurrgurten dingfest gemacht ;)

    Die Nachbarin ist ganz betrübt ob des verbogenen Trampolins - aber wirklich, so ein Trampolin sollte man nicht einfach das ganze Jahr so draussen stehen lassen.

    Hänge mich mal an, wir haben gerade so was Ähnliches hier!

    Habe morgen ein Gespräch mit Sozialarbeiterin und Klassenlehrerin, um das ich gebeten habe.

    Hintergrund ist (auch hier), dass vorher keinerlei Kommunikation über die "Fördermaßnahme" erfolgte, sondern nur ein offener (!) Zettel, den Kind mitbrachte, mit der Bitte, dass Kind an der Maßnahme teilnehmen sollte und ich unterschreiben sollte. Auf dem Zettel wurde in für meine Ohren defizitäre Weise ausgebreitet, für welche Kinder diese Maßnahme sein soll: motorisch unruhige/die sich nicht an Regeln halten können (sehr absolut formuliert!)/ADHS .... (mein Sohn hat bislang im Schulleben keinerlei diagnostische Maßnahmen erhalten) für mich schon ziemlich nah an psychologischer Diagnostik dran. Und so ein Zettel gehört für mich nicht in Kinderhände, sondern NACH einem Vorgespräch mit den Eltern in einen verschlossenen Umschlag an die Eltern.

    Grundsätzlich denke ich, dass Sohni davon profitieren kann. Sicherlich ist er ein Kind mit hohem motorischen Bedarf (wie viele andere auch), sicherlich fällt es ihm öfter schwer, sich an Regeln zu halten... dennoch finde ich es nicht ok, ohne Vorgespräch Kind in so eine Fördermaßnahme "quasi schon hinein" gesteckt zu wissen.

    Ja, laut der Homepage gehören Dangast und Horumersiel zusammen.

    Das hört sich ja gut an, dass ihr zufrieden wart.

    Ein bisschen Sorge machen mir die Mahlzeiten, die alle (Frühstück, Mittag und Abend) in den Speisesälen eingenommen werden. Bei unserer ersten (und bislang einzigen) Kur war das wirklich furchtbar. Viele Mütter und Kinder haben herumgebrüllt, es war ein unglaublicher Lärmpegel und an entspanntes Essen nicht zu denken. Das war allerdings ein kleines Haus, das nur einen Speisesaal hatte, also gab es keine Ausweichmöglichkeiten. Das Dangaster Haus hat vermutlich mehrere, wenn sie von SpeisesäleN sprechen. Also kann man vielleicht den allergrößten Schreiern aus dem Weg gehen8o

    Wie beruhigend, zu hören, dass sich da so noch einiges verwachsen wird.:D


    Ich habe hier keine angeknabberten Nägel, stattdessen ständiges Im-Türrahmen-Hängen und die Tür immer auf-und-zumachen. Oder auch Blinzeln&Zwinkern. Oder an der Tischkante hängen,als ob sie eine Klimmstange wäre.

    Ich habe den Eindruck, unser neues Minitrampolin leitet die Energie,die da offensichtlich weg muss, recht gut ab. Im Winter kann man ja nicht so schnell raus um den Block, da wirkt eine Hüpfeinheit Wunder.

    Beim Sorgerecht gings mir nicht um so sehr um die rechtliche Situation im aktuellen Fall, sondern eher darum,ob dem Vater überhaupt erst Teile des Sorgerechts zugesprochen wurde, nachdem er zunächst keines hatte, oder ob ihm Teile des SR aberkannt wurden.


    Inwiefern wollte er den Sohn ganz für sich?Was heisst das konkret?Wollte er alleiniges Sorgerecht? Sohn soll komplett beim Vater leben? Hat der Vater das explizit angestrebt oder hat er bei dir "nur" den Eindruck erweckt?


    Für mich macht es hier auch den Eindruck,als würde der Sohn von mindestens einer Elternseite in einen Loyalitätskonflikt gebracht.


    Ich habe ähnliche Situationen bei uns (gehabt), daher bin ich da sensibel und hinterfrage - auch mich selber - intensiv hinsichtlich der Objektivität und der persönlichen Gefühle/Befindlichkeitrn/Ängste, die man da mit hineinbringt.

    off topic:
    Ich musste erstmal grinsen beim Lesen des Titels "...bei Impfung beider Elternteile".
    Muss jetzt jemand sein Einverständnis geben, wenn die Eltern geimpft werden?
    :D
    Solange man übliche Impfungen machen lässt,die die Stiko empfiehlt, hat man ja im Zweifelsfall das Recht eher auf seiner Seite - aber ich verstehe voll und ganz deinen Ärger,ggf.dem toten Hund hinterherlaufen zu müssen und nicht einfach dein Ding machen zu können,wenn du eh die Verantwortung und Aufgaben alleine trägst.


    Ich wäre ja auch für die Regelung:wer nix macht, gibt stillschweigend sein Einverständnis zu dem,was der andere Elternteil an Erziehungs- und sonstiger Arbeit leistet.