Beiträge von campusmami

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    Alter Falter, ich habe die Story jetzt 3 mal gelesen und kann mir noch immer keine Lebenssituation (auch keinen Ausnahmetag vorstellen), wo ich spontan an nix Essbares rankäme8o... Aber vielleicht ist mein eigenes Bedürfnis nach Nahrungsverfügbarkeit größer als gewöhnlich und ich hätte selbstverständlich auch Häppchen für die Helfer, oder zumindest 20 Euro für den nächsten Imbiss in der Kippe...

    Man findet aber manchmal auch auf dem Spielplatz, Menschen, die dem Mutter-Ding wenig abgewinnen können... Danach geht's einem besser.


    Ich habe meine beste Freundin vor mehr als 14 Jahren bei Nieselregen und 5 grad auf einem Spielplatz kennengelernt. Ich wüsste gar nicht, was ich gerade in dieser Schice-Zeit damals ohne sie gemacht hätte.

    Aber hier "redest" bzw. schreibst du doch auch mit uns... Dabei wäre es hier doch noch viel einfacher auszuweichen🤷‍♀️.


    Irgendeine Form von Austausch braucht der Mensch vielleicht doch... Vielleicht wird das alles gar nicht so schlimm?!

    Ich habe ja (in diesem Fall glücklicherweise) keine Töchter, so dass ich nicht sagen kann, wie ich mich verhalten würde... Bauchschmerzen würde mir das aber auch bereiten.


    Da ist das Standing deiner Tochter wichtig... Meinst du, sie würde auf ein Studium verzichten? Und wenn sie den Hof auch nicht so super fand, meinst du, sie würde dort hinziehen? In zwei Jahren ist die rosarot-phase mutmaßlich durch... Die Zeit arbeitet also für dich8).

    Wie sollte diese Abhänigkeit aussehen? Wenn die Familie so desinteressiert ist, sehe ich da keine so große Gefahr...


    Vielleicht ist dein Eindruck oder Bauchgefühl auch in einer Schieflage, die man bei der zweifellos verkürzten, geschrieben Darstellung von außen nicht beurteilen kann. Ich musste aber ein bisschen schmunzeln als du von einem konservativen jungen Mann schriebst, der e-Auto fährt und bereit ist seine behinderte Schwester zu pflegen. Vielleicht lohnt es sich da nochmal genauer hinzugucken.

    Keine Ahnung, was ich an deiner Stelle machen würde... Ich mag die Freundin meines Sohnes, stelle mir das aber tatsächlich schwer vor, wenn einem die Anwesenheit unangenehm ist.

    Die Faktoren, die du so aufzählst hören sich jetzt nicht so an, als wäre das ein Dauerzustand... Sprich, es ist nicht mehr so lange hin, bis deine Tochter auszieht oder die Beziehung vielleicht zu Ende ist... Vielleicht ist es mit der Perspektive auf ein baldiges Ende einfacher zu ertragen. Ansonsten könnte ein Gespräch helfen, wo man mal gegenseitige Erwartungen klärt. Ich wünsche dir gute Nerven.

    Das wäre doch ein Ding: "Die Bundeskanzlerin nimmt heute nicht an der Bund-Länder-Konferenz teil, sie muss ihre Tochter betreuen."

    Oh nein, dann würde die Welt aufhören sich zu drehen und dieses wunderbare Gremium würde zu noch schlechteren Ergebnissen kommmen8|.

    Spaß beiseite... Ich glaube, da gäbe es andere Lösungen, der andere Elternteil wäre tatsächlich die naheliegendste. Aber selbst wenn, würde ich mich da locker machen... Mit einem unbetreuten Kind im Hintergrund wäre das Gremium ja schon mal etwas näher an der Lebensrealität von vielen Menschen, für die die Entscheidungen tatsächlich folgen haben.

    Ich habe kein Kleinkind, deshalb meinen vollen Respekt... Das was du da stemmen musst, ist zweifellos hart.

    Ich glaube du musst irgendwas streichen, denn du hast nur 100% und ein paar Prozentpünktchen brauchst für dich, damit du nicht aus den Latschen kippst.

    Bei meinen Teenies klappt nicht alles, aber ich versuche wegzugucken und nicht zu schimpfen, das kostet Kraft und räumt die Spülmaschine auch nicht aus. Ich komme inzwischen weiter, wenn ich nochmal frage ob das denn jetzt schnell mal möglich ist, oder mache irgendeinen Deal Spülmaschine gegen helfen bei Chemie. Meine Bude sieht seit Corona sehr wüst aus (aber es kommt ja sowieso kein Besuch :)) und wir retten 3-4 mal wöchentlich unsere nachbarschaftliche Gastronomie 8).

    Wenn ich das Gefühl habe zu platzen oder in Tränen ausbrechen zu müssen, schwinge ich mich ne Stunde auf mein Rennrad... Danach geht es meist wieder. Das ist mit einem Kleinkind natürlich nicht so ohne weiteres möglich, aber vielleicht findest du etwas anderes, was dir hilft runter zu kommen?

    Bei uns würde dann ein Gespräch geführt werden, was brauchst du? Was kannst du abgeben? Was kannst nicht geschoben werden? Was kannst du streichen? Brauchst du Hilfe beim Priorisieren?


    Dann gibt man beispielsweise an, so lang die Kita zu ist brauche ich zwei Tage die Woche frei. Und x, y, z, kann ich nicht erledigen. Dann kann die Chefin schauen, wen sie mit Mehrarbeit (selbstverständlich bezahlte Mehrarbeit) beglücken kann. Oder sich überlegen, ob es einfach ersatzlos gestrichen wird. Sie sagt: wir können nicht so arbeiten als gäbe es keine Pandemie und das ist auch in Ordnung. Und ich glaube, dass bei uns die kindkrank Tage nicht höher sind als dort, wo Leute sich nicht trauen die zu nehmen. Allerdings mit einem anderen Feeling.

    Und ich dachte tatsächlich, dass es in kleinen Betrieben mit Absprachen und Verständnis einfacher ist.

    Dann kann man ggf. einen Auftrag nicht annehmen oder muss ihn aufschieben. Was machen diese Betriebe denn wenn jemand wegen Krankheit länger ausfällt? Da ist kindkrank oder Elternzeit ein sehr viel planungsicheres Ausfallszenario. Und gehört es nicht zum Unternehmersein dazu, mit sowas umzugehen?

    Aber die AGs müssen sich ja keinen Plan b überlegen, wenn die Arbeitnehmer*innen einen Unvereinbarkeitsmythos reproduzieren und denken es wäre ihr privates Problem.

    Dass Mensch Kinder haben und versorgen ist doch eine gesellschaftliche Normalität. Das ist eine begrenzte Phase im Leben, es gibt finanzielle Kompensation... Das Stichwort für Personaler wäre Lebensphasenoritierte Personalpolitik8).

    Und wenn man diesen Thread liest, versteht man warum sich das gesellschaftliche Verständnis für Carearbeit und deren Wertigkeit so schnell nicht ändert. Ich wage mal die These, dass viele Arbeitergeber schon weiter sind, als die Unvereinbarkeitsmythen, die hier so zu finden sind.

    Ich finde das Standing des AGs und die Identifikation mit dem Job entscheidend.


    Vielleicht ist das tatsächlich ein Luxus-Ding, aber ich würde nicht für einen AG arbeiten, der gesetzliche Mindestsstandarts nicht ohne mit der Wimper zu zucken umsetzt und da nicht auch ein klares Standing hat, sofern Murren im Team entsteht. Lösung anzubieten ist ganz klar die Aufgabe des Arbeitgebers und gerade im Bereich Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehört das inzwischen zum guten Ton. Sonst gehen die Fachkräfte woanders hin... Und eigentlich bleiben die ja länger als die paar Jährchen, wo sie vielleicht Kinder mit geschlossenen Kitas an der Backe haben.

    Und das ist sicherlich ein geben und nehmen... Menschen, die ohne wenn und aber spontan ausfallen dürfen, kann man vielleicht auch um 23 Uhr anrufen, wenn die Hütte brennt 8).

    Dann geh doch wirklich einfach mal auf den Spielplatz... Dein Kind ist in einem Alter, wo es ihm sehr wahrscheinlich egal ist, wer da neben ihm schaufelt.

    Der Kontakt, der aus Babygruppen entsteht ist mutmaßlich sowieso eher für die Mütter als für die Kinder. Wenn du das nicht brauchst, mach dir keinen Stress.