Auch bei uns in der Kita ist ein hoher Ausländeranteil - 18 von 21 Kindern.
Mindestens 4 der Neuzugänge spricht zur Zeit kein Wort deutsch.
Ein Problem sehe ich darin aber überhaupt nicht mehr.
Bei uns wird nach dem Einsteinprinzip gearbeitet. Das heisst mit unter, das 2x die Woche das Projekt Sprache an der Tagesordnung steht.
Es wird z.B. ein Buch vorgelesen und die Kinder sollen in eigenen Worten hinterher nochmals zusammen fassen. Oder die Erzieherin beginnt eine Geschichte - frei Kopf - und die Kinder müssen die Geschichte Reihum weiter gestalten.
Was auch oft in den Morgenkreis zusätzlich noch mit eingebaut wird.
Ich war am Anfang ja auch skeptisch. Aber inzwischen können die betroffenen Kinder von letztem Jahr perfektes Deutsch und ich bin sicher, das auch diese 4 es in Windeseile lernen werden.
Altersgemischt klappt eigentlich hervorragend, wenn das Konzept stimmt 
Bei uns arbeitet die Kita sehr eng mit dem Hort zusammen.
Die Kleinen lernen von den Grossen. Die verschiedenen Bereiche wie Labor werden dagegen Altersbestimmt genutzt. Wo sich die Kleinen nur ein im Wald gefundenes Blatt durchs Mikroskop anschauen, basteln die älteren zu einem anderen Zeitpunkt Teefilter - Raketen und lassen sie fliegen.
Mir drehts da eher den Magen, wenn ich beobachte, wie hoch die Gewaltbereitschaft bei manchen Kindern ist - deutsch wie ausländisch!
Und so manche Erzieherin einfach nur überfordert ist, aber Hilfe vom Jugendamt abgeschmettert wird.