Bei mir war nach dem Gespräch mit dem Chef alles noch schwieriger. Und ich kann nicht anders als auch daran zu denken, ob mein gespräch damals mit dazu beigetragen hat, dass ich nächstes Schuljahr an eine andere Schule abgeordnet bin.
Wahrscheinlich kommt es drauf an, ob es in dem Gespräch deutlich wird, dass du diejenige bist die gemobbt wird oder ob das Ganze einfach nach "Zickenterror" aussieht. Ich war damals glaube ich zu zurüchaltend, weil ich meine Kollegin nicht in die Pfanne hauen wollte. Heute würde ich sagen, dass es besser ist, deutlicher anzusprechen, was gelaufen ist und nicht zuviel Raum für Interpretationen zu lassen.
Außerdem habe ich zu lange gewartet. Als endlich alles rauskam war ich mit den Nerven am Ende und musste dauernd heulen.
Vielleicht besorgst du dir Rescuetropfen für das Gespräch?
Mir haben Gespräche mit einer lieben Kollegin geholfen. Mit ihr habe ich beschlossen, das Ganze als Herausforderung zu betrachten, da meine Kollegin so eine Art Mensch ist, von der ich mich leicht ins Bockshorn jagen lasse. Außerdem habe klare Grenzen gezogen, was ich akzeptiere und was nicht. Und wenn etwas komisch war nicht gleich regaiert, sondern einen Moment sacken lassen und dann ggf. agiert. Das hat natürlich das Problem nicht aus der Welt geschafft, aber es war möglich innerhalb dieser Grenzen zu arbeiten.
Das ist natürlich alles total subjektiv, aber vielleicht hilft es dir trotzdem ein bisschen.
Tut mir leid, dass es sich so entwickelt! Ich drücke dir die Daumen, dass du einen guten Weg für dich findest!