Beiträge von Andi61

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    Kaum hier, mag ich euch nach eurer Meinung fragen oder nach Profitipps.


    Also, die Geschichte gestaltet sich etwas schwierig und daher länger. Meine Tochter lernte den KV ihrer Tochter zu einem Zeitpunkt kennen, als ihre langjährige Beziehung in die Brüche gegangen war. Es war nicht geplant, das daraus sofort unsere kleine Prinzessin entstehen würde, aber nun es war nach ca. 8 Wochen kennenlernen sofort ein Treffer. Ja, die Meisten werden sagen, so etwa kann man doch im Vorfeld verhindern, aber glaubt mir, es gibt auch heute noch Kinder trotz Verhütung.

    Kurz umschrieben...Meine Tochter hat nie an Abtreibung gedacht und wir haben alle mitgeholfen, damit eventuell aus dieser Beziehung etwas entstehen kann. Die Situation war aber von Beginn an sehr kompliziert und es stellte sich schnell raus, dass er ein absoluter Blender war. Nur Schulden, keine Arbeit, noch einige Monate Haft abzusitzen und nur Lügen über Lügen.

    Ende vom Lied war halt , dass meine Tochter sich zwei Wochen nach der Geburt getrennt hat. Gründe gab es wirklich viele, ausschlaggebend war vor allem auch, dass er sie bei der Entbindung voll allein gelassen hat. Er legte sich im Geburtshaus einfach zum Schlafen hin und meinte, ich solle das machen, er habe dazu keinen Nerv. Meine Tochter hatte mich gebeten, zumindest im Hintergrund greifbar zu sein. Das ich dann die Rolle des werdenden Vaters übernehmen sollte, daran hatte ich nicht gedacht. Obwohl es das Schönste war, was mir als Oma geschenkt werden konnte.

    Nach der Trennung sorgte meine Tochter dafür, dass er die Kleine jedes We gesehen hat. Sie musste dafür zu ihm fahren, denn er hatte keinen Führerschein und zu ihr gab es kaum öffentliche Verkehrsmittel, tat das aber selbstverständlich, denn er war trotz allem ja der Vater. Dann zog meine Tochter um und war so nah, dass er mit dem Rad in 10 Minuten da sein konnte. Er kam nur unregelmäßig und oft nur ein paar Minuten. Es wurde daraufhin schriftlich Umgang vereinbart, damit zumindest die Zeiten klar waren. Auch da kam er nur selten, sagte ganz kurzfristig ab oder gar nicht. Daraufhin erklärte meine Tochter, dass er, wenn er das Kind sehen will, zu Gericht gehen soll. Sie verhindere nie den Umgang und wolle aber Klarheit für das Kind.

    Die Vaterschaft erkannte er an, das Sorgerecht wollte er aber gar nicht, wofür wir ja dankbar sind.

    Als die Maus 4 Monate alt war, verschwand er in einer Nacht-und Nebelaktion und ging zurück in seine Heimat Thüringen.

    Von da aus klagte er sein Umgangsrecht ein, welches er ja bis dahin eigentlich nicht wollte.

    Das Gericht sah wohl auch, dass er erst einmal verlässlich sein wirkliches Interesse zeigen muss. Man gab ihm 2 Std. im Monat im begleitenden Umgang mit mir als Oma, bei der Erziehungsberatungsstelle. Sollte das klappen, stehe ja einer Erweiterung nichts im Wege.

    Machen wir es kurz, er hat ja auch seine Mutter in München wohnen, so dass die Besuche sicherlich möglich gewesen wären.

    Gekommen ist er innerhalb von 2 Jahren 3 mal. Davon zweimal unentschuldigt so viel zu spät, dass er Glück hatte, dass ich mit dem Kind noch da war. Ich habe aber wirklich extra lange gewartet, wollte ihm doch die Chance geben sein Kind zu sehen und der Kleinen auch Papazeit gönnen. Das letzte Mal war dann halt fatal, da die Kleine mittlerweile zwei Jahre alt war und schon genau äußerte, dass sie mit dem ihr fremden Mann auf keinen Fall etwas zu tun haben möchte.

    Ich meine, sie war beim ersten Treffen 8 Monate, beim Zweiten 12 und dann mit 2 ?

    Danach sagte er mehrfach ab oder kam einfach nicht. Die Erziehungsberatung und das Jugendamt erklärten, er muss sich melden, ansonsten kein Kontakt. Und wenn er sich ewig nicht meldet, dann kann er gerne wieder vor Gericht gehen.

    Stand heute, die Kleine wurde im Mai 4, drei Mails pro Jahr, die nur fordern, aber nie ein persönliches Treffen. Er fordert diese, hat aber nur nicht akzeptable Ideen. Zum Beispiel soll sich meine Tochter mit der kleinen stundenlang ins Auto setzen und in seine Heimat fahren. Er habe ein Recht darauf, dass das Kind wisse wo er wohne... Das Angebot die bisherige gerichtliche Regelung wieder aufleben zu lassen, lehnte er kategorisch ab. Das ist zu wenig.

    Er kann jederzeit zum Gericht gehen und bekommt da ja sicher wieder Umgangsrecht. Aber er schreibt jedes mal, er geht jetzt mal zum JA etc. und dann kommt nichts.

    Er hat auch ein weiteres uneheliches Kind, das wissen wir zufällig, weil er es selber erwähnt hat. Ob er da Unterhalt zahlt? Hier bislang jedenfalls keinen Cent. Er wurde gerade wieder aufgefordert seine persönlichen Umstände offen zu legen. Dies auch nur, weil er endlich wieder gemeldet ist. Lange wusste niemand, wo er überhaupt lebt. Uns ist natürlich klar, dass Umgang und Unterhalt getrennt laufen. Aber es sagt immer was über den Menschen aus, dass ihn das auch nicht interessiert.


    Meine Tochter, aber auch ich sind der Meinung, dass der Umgang sehr sensibel begonnen werden müsste. Das meine Enkelin natürlich ein Anrecht hat, ihren Vater kennen zu lernen und auch regelmäßig zu sehen, das steht ja außer Frage. Aber wie seht ihr das, muss meine Tochter da tätig werden, wenn vier Jahre kein oder wirklich nur Interesse am Rande bestand? Er redet zwar immer davon, wie sehr er sich verändert hat, aber über drei Mails im Jahr geht das Ganze nicht hinaus.

    Wie würdet ihr verfahren? Auch abwarten, wann er endlich mal wirklich versucht in Kontakt zu seinem Kind zu kommen?


    Ich frage deshalb, weil natürlich mit dem Kindergarten immer mal wieder die Frage kommt: " Hast du keinen Papa?" Noch reicht ihr die Antwort, dass sie einen Vater hat, dieser aber sehr weit weg wohnt.

    Doch irgendwann wird sie mehr wissen wollen...Was dann?


    Sorry für den langen Text.

    Hallo liebe Foris,

    ich bin nun neu hier und mag mich vorstellen. Wie man meinem Usernamen entnehmen kann, bin ich Jahrgang 61 und damit als Oma hier und nicht als Mama. Ich habe aber eine alleinerziehende Tochter und versuche zu unterstützen, wo es möglich ist.

    Meine kleine Enkelin ist jetzt vier Jahre alt.

    Außerdem habe ich noch 4 weitere Enkel von zwei weiteren Kindern und den dazu gehörigen Schwiegerkindern. Mein Kind Nr. 4 denkt noch nicht ans Papa werden. ;)

    Ach, wie leben im schönen Niederbayern.

    Ich freue mich auf einen interessanten Austausch.

    sonnige Grüße