Beiträge von Jule50

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    Mir geht es ja nach wie vor in erster Linie um die eine Sache:

    Er ignoriert jedes ernste Wort, was ich sage und beschwert sich dann, dass ich immer schimpfe! Erinnert mich an seinen Vater … was hab ich mir die Seele aus dem Leib geredet und erläutert und versucht... der weiß bis heute nicht, weshalb ich mich getrennt habe.


    Es ist immer eine Gratwanderung: Ermahnen, Konsequenzen ziehen oder vor die Wand laufen lassen, um selber nicht durchzudrehen.


    Und nein - ich kann den Leuten, die jedes Schimpfen als "Gewalt" und/oder "Verurteilung der gesamten Person" sehen bzw. verstehen, dass das Kind es so sieht, nicht folgen. Mein Sohn weiß, dass er geliebt ist.

    Hallo Overtherainbow,


    naja - das Motzen ist auch eine Konsequenz. …

    "eine Form der emotionalen Ablehnung"?? Sehe ich nicht so. Ich bemängele seine Einstellung, sein Verhalten - nicht seine Person! Ich lobe ihn, sobald es einen Grund gibt.


    Die Konsequenz ist dann schlicht und einfach, dass hier streckenweise extrem dicke Luft herrscht.


    Und ja - ich bin frustriert und empfindlich, weil ich geschieden bin, keine Familie habe, der Umgang mehr schlecht als recht funktioniert, ich extreme Probleme auf der Arbeit hatte (und das über Jahre hinweg), etc. pp. Ich will und soll hier nicht so weit ausholen, aber es ist halt schwierig, wenn man gefühlt (und auch über weite Strecken real) unzählige Fronten im Leben hat und kein Bereich glatt und friedlich verläuft. Der Frust ist durchaus begründet und gerechtfertigt...

    … solange ich nicht darin hängen bleibe, sondern immer wieder die Ärmel hochkremple und versuche das Beste aus allem zu machen.


    Das mit der Fettschreibung hatte ich nicht gesehen, sorry.

    Hallo Overtherainbow,


    um bei dem Beispiel zu bleiben, müsste ich wohl mit Vater, also meinem Ex-Mann telefonieren und ihm sagen, dass er drauf achten soll, dass Sohnemann die Aufgaben macht. Vater meint aber, nur für Ausflüge und Party zuständig zu sein. Wenn ER dann Probleme mit unserem Sohn bekommt, ruft er mich an!


    Ansonsten setze ich ihm feste Zeiten, bis wann er die Aufgabe erledigt haben soll. Er jammert dann immer rum, dass es kaum zum Aushalten ist. So als würde ich ihm "Kinderarbeit" aufbürden. Er beschwert sich, dass er keine Freizeit hat etc. pp. Und das auch noch jetzt, in den "Corona-Ferien"! Ich sage dann immer: "Wenn du in der Ausbildung bist, musst du arbeiten UND lernen, wie willst du DAS denn dann schaffen?" "Das ist was gaaanz anderes. Die Ausbildung macht Spaß - da kann ich praktisch arbeiten und die Sachen interessieren mich." Etc. pp


    Irgendwo hat er mal aufgeschnappt, dass die "armen Kinder" ja heutzutage so einem immensen Druck ausgesetzt sind....

    ER macht ohne Druck GAR NIX! ICH finde ETWAS Druck durchaus in Ordnung - auch für mich.

    Hallo Ratte,

    Was für Erwartungen sollte soll er denn erfüllen, das Du sagst spring u Der fragt wie hoch?

    Sorry, wie kommst du darauf, dass mein Sohn Kunststücke machen soll? Oder sonst wie nach meiner Pfeife tanzen soll? Ich habe das Gefühl, dass du mir so etwas unterstellst!


    Er hat z. B. gesagt, dass er am Umgangs-WE bei seinem Vater doch tatsächlich auch einmal Hausaufgaben machen möchte. Ich war erstaunt, da er das dort nie macht bzw. dort gar für eine Arbeit lernt. Also war ich erfreut. Nun kam er heute nachhause, ich fragte nach, was er gemacht hat und da hieß es, dass er die Sachen vergessen hätte, mitzunehmen. Also hat er nix gemacht. Natürlich war ich darüber nicht erfreut und habe das auch ganz moderat kommuniziert. Sofort rastete er wieder aus und meinte, ich sollte nicht so einen Aufstand machen!


    Dafür gibt es unzählige Beispiele: Er sagt: "Ich mache das noch" bzw. "vertrau' mir doch mal."

    Es passiert nichts.

    Ich ermahne ihn.

    "Du bist ja wieder nur am Motzen!"


    Hast Du es jetzt verstanden? Ich verlange nichts unmögliches von ihm oder irgend welche Extrawürste!

    Einfach nur, dass er seinen Pflichten nachkommt. Je älter er wird, desto mehr Pflichten hat er nunmal.

    Hallo LeSoleil und die anderen,


    ja, die Lehrer*innen tun mir leid, die Schrift ist wirklich unleserlich! Jetzt hat er ja viele "Corona-Hausaufgaben" bekommen, die er bei Wiederaufnahme des Schulunterrichts abgeben muss. Ich habe einfach Angst, dass die Lehrerin ihm die ganzen Blätter in wahrsten Sinne des Wortes um die Ohren haut!

    Wenn es irgendwie geht, schreibt er auch am PC.


    Ich finde diesen Gratwanderung halt extrem schwierig - auf der einen Seite muss ich ja mal was sagen, doch auf der anderen Seite gibt es NUR Streit und es eskaliert! Ich bin dann regelrecht verzweifelt und mein Sohn redet sich wieder ein, dass ich ihn nicht liebe und er nie gut genug ist! Obwohl ich ihm immer Liebe und bedingungslose Annahme vermittelt habe... mir scheint es fast, als würde er mich emotional erpressen mit diesem ständigen: "Du bist nur am Motzen und ich bin nie gut genug!"-Gerede... sorry - das klingt jetzt auch wieder fies von mir, doch doof ist er schließlich auch nicht und wird wohl wissen, wie er mich unter Druck setzen kann.

    Hallo Elin,


    danke für Deine Antwort :).

    Ich lobe ihn, wo es geht - ehrlich. Und seine Schrift ist wirklich unleserlich und auf dem Zeugnis steht auch seit Jahren ein entsprechender Vermerk.


    Seine Welt besteht aus Smartphone (Youtube, Deutschrap, TicToc), Lost Places und Trainspotten. Da bin ich eingeweiht und er zeigt mir auch (fast) alles.


    Natürlich ist er wertvoll. Keine Frage.

    Ich habe nur Angst, dass er sein Potential verspielt, weil er auch nicht ansatzweise mal von allein lernt. Seine Noten rutschen peu à peu ab - Schnitt ist zurzeit ne glatte 3. Nächstes Jahr ist die Prüfung (Sekundarschule, 10 Klasse). Er muss sich ja mit dem Zeugnis bewerben....

    Naja - ich denke, das sind Sorgen, die viele andere Eltern auch haben. Er hat nur leider so absolut null Ehrgeiz.

    Hallo Ihr Lieben,


    im Vorstellungsthread habe ich bereits kurz etwas über mich geschrieben: Ich bin 50 Jahre alt und habe einen 15jährigen Sohn. Seit 2007 bin ich alleinerziehend.

    Nun treibt mich schon lange folgende Frage um:


    Von Anfang an war es sehr schwierig, meinem Sohn etwas beizubringen. Er hörte einfach nicht, schien es schlicht nicht nötig zu haben, zuzuhören, um sich etwas zeigen zu lassen.


    Beispiel Plätzchen backen:


    Er legte sofort los, wartete nicht bis ich ihm was zeigte. Also gab es immer das totale Chaos und Frust meinerseits. Klar – es ist mit einem (Klein-)Kind etwas anderes, im Haushalt etwas zu machen als allein oder mit einem Erwachsenen. Normalerweise weiß ein Kind aber doch, dass Vater oder Mutter mehr Erfahrung haben und ihm die wichtigsten Dinge zeigen und erklären müssen. Natürlich hört es nicht immer so lehrbuchmäßig und will auch selbst mal vorpreschen, das weiß ich schon. Doch bei meinem Sohn schien und scheint nicht im Geringsten das Wissen oder wie man es nennen soll vorhanden zu sein, dass er sich von mir mal etwas zeigen bzw. erklären lassen muss.


    Bei den Hausaufgaben soll ich immer daneben sitzen (bin zurzeit auf Arbeitssuche, habe also die Zeit) – doch wenn ich seine s… mäßige Schrift anspreche, rastet er aus und meint, dass er nicht anders könnte. Er hat(te) LRS, ich bin in sämtliche Förderungen gerannt, Woche für Woche.


    Auch hat er nie gehört: Wenn ich mich (am Tisch) mit meinem Freund unterhalten wollte, störte er immer. Entweder quatschte er dazwischen oder zog sonst wie die Aufmerksamkeit auf sich. Auch hier weiß ich natürlich, dass das in Maßen alles normal ist. Nur fruchtete keinerlei Ermahnung und auch nicht die Maßnahme, ihn aus dem Zimmer zu bringen und später mit ihm noch einmal in Ruhe darüber zu sprechen. Ich sah niemals auch nur den geringsten Fortschritt.


    Mittlerweile ist es so, dass er – da er mich in dieser Hinsicht ja immer ignoriert – sich beschwert, dass ich nur am Schimpfen bin und er nichts richtig machen kann! Also, stark verkürzt dargestellt: Er ignoriert jede Erziehungsmaßnahme, jede sachliche Korrektur, jedes Zeigen und beschwert sich dann, dass ich unentwegt am Schimpfen bin! Ein sachliches Gespräch über unsere Probleme ist nicht möglich. Er bekommt dann regelrechte Anfälle und hält sich sofort die Ohren zu, weil er „mein ständiges Gemotze“ nicht ertragen kann. Ursache und Wirkung scheint er nicht zu verstehen! Null Selbstreflektion!

    Ich bin absolut ratlos und habe keinerlei Kraft mehr. Natürlich bin ich nicht dazu da, mein Kind glücklich zu machen und werde hier wohl bald lesen, dass ich anscheinend nicht konsequent genug war - doch mein Sohn ist auch ständig unzufrieden und das zerrt extrem an meinen Nerven, da ich auch noch einige andere Baustellen in meinem Leben habe und meine Kraft auch noch für andere Dinge brauche.


    Er hat Freunde, dort scheint es zu klappen. Auf Lehrer hört er auch. Doch vor mir scheint er null Respekt zu haben. Dabei habe ich ihn wirklich nicht total antiautoritär erzogen – wirklich nicht. Ich hatte nur nie wirkliche Unterstützung und auch nie den Rücken mal frei, um mich hundertprozentig nur meinem Sohn zu widmen. Und da ich niemals auch nur den geringsten Fortschritt bei ihm sah, habe ich dann irgendwann auch einfach aufgegeben….

    Es ist nun nicht so, dass er mich nicht liebt, er sagt und zeigt mir seine Liebe und will auch viel mit mir unternehmen - doch sobald ich einmal ernst mit ihm spreche, rastet er aus und blockiert total!


    Klar ist es jetzt mit 15 Jahren zu spät da noch groß etwas zu bewirken. Doch hätte ich zu gern gewusst, ob das vielleicht irgendeine psychische Sache von ihm sein könnte – irgendeine Entwicklungsstörung oder Synapsenfehlschaltung oder so… Ich zweifle nämlich wirklich an meinem Verstand mittlerweile.


    Vielen lieben Dank für's Lesen! Wenn Ihr Nachfragen habt - keine Scheu. Bin gespannt auf Eure Antworten :)!


    Liebe Grüße vonne Jule

    Hallo zusammen,


    nun hat es endlich mit der Aktivierung meines Kontos geklappt und ich kann loslegen. Theoretisch... habe heute nicht mehr so viel Zeit, deshalb nur kurz:


    Bin 50 Jahre, seit 13 Jahren AE, mein Sohn ist mittlerweile 15. Habe leider keine Verwandten, Freunde sind auch dünn gesät, was mir aber auch nicht sooo viel ausmacht, da ich viel Zeit für mich allein brauche und auch gut mit mir allein klarkomme. Das Leben ist trubelig und stressig genug - da brauche ich auch viel Ruhe, damit ich nicht durchdrehe … =O


    Ich habe fast 29 Jahre im ö. D. gearbeitet (Sachbearbeiterin) und musste leider letztes Jahr einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen. Nun bin ich noch bis Ende August 2020 freigestellt und auf Arbeitssuche. Ich hatte zwei Vorstellungsgespräche, die leider nicht zum Ziel führten. Zwei weitere wurden wegen Corona kurzfristig verschoben. D.h. die Bewerbungsprozeduren liegen erstmal auf Eis :(.


    Mein Sohn ist jetzt natürlich seit über fünf Wochen zuhause und wir sitzen Tag für Tag an den Hausaufgaben....


    Ich werde die nächsten Tage einmal etwas Längeres posten - ich habe nämlich (wie bestimmt einige hier von Euch) Riesenprobleme mit meinem Sohn. Das ist nicht in erster Linie auf die Pubertät zurück zu führen, sondern es war von Anfang an sehr schwierig.


    Vielen lieben Dank soweit erstmal für die Aufnahme und fürs Lesen!


    Bis die Tage - bleibt gesund!


    Jule