Beiträge von Lillifee

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    Nach 1,5 Jahren gebe ich hier noch mal ein Update und werde mich dann auch aus dem Forum abmelden. Ein Jahr Lockdown mit fast täglich beruflicher virtueller Präsenz, macht mich Social Media müde. Gerade in der letzten Zeit stelle ich fest, wie gut es tut, sich elektronischen Gerätschaften zu entziehen. Die Kurzversion: Im Herbst 2019 ist meine Tochter zu ihrem damaligen Freund und dessen Eltern gezogen. Was als Zwischenlösung gedacht war, hat sich hingezogen und gen Frühjahr/Sommer zum Albtraum entpuppt: noch mehr Drogen, noch mehr emotionale Abhängigkeit, der Freund, der ihr Auto unter Drogen zu Schrott gefahren hat, permanente Streitigkeiten, Gerichtsverfahren etc. Wir hatten monatelang keinen Kontakt zu ihr, alle Angebote wurden abgeschmettert. Dazu immer wieder der Hinweis der Expert*innen, dass ich nichts machen könne, von ihr selbst der Schritt zu einem Entzug kommen müsse etc. In den vielen schlaflosen Nächten, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht tatenlos dabei zuschauen kann, wie mein Kind auf Raten stirbt und dass ich meiner Intuition vertrauen darf. Eine Annäherung entwickelte sich gegen Frühsommer 2020, erste konkrete Hilferufe, so dass wir aktiv werden konnten und ich nur noch im Standbymodus funktionierte. Ende Juli 2020 ist die Situation dermaßen eskaliert, dass wir sie mit Sack und

    Pack aus dem Haus geholt haben und wir sie in den kommenden 2 Wochen erst einmal aufgepäppelt haben. Im August ist sie in ein Studentenwohnheim gezogen und hat ihr Jahrespraktikum begonnen. Zum Wintersemester möchte sie studieren. Dem KV geht es alles nicht schnell genug. Das Gefühl, sie auch jetzt noch vor ihm beschützen zu müssen, werde ich wohl nie los.

    Es ist etwas Ruhe eingekehrt und wir leben unsere Leben. Wir können wieder zusammen lachen und immer öfter erkenne ich mein Kind wieder. Schlimmes ist ihr widerfahren und ich wünsche ihr von Herzen, dass sie auf dem guten Weg bleibt.


    Euch allen wünsche ich alles Gute, glückliche und unbeschwerte Zeiten mit Euren Kindern und Familien. Bleibt gesund und nachsichtig bei allem, was unwichtig ist.

    Ein Monat vergangen und es hat sich immer noch nichts ergeben. KV bringt die Unterlagen nicht bei, Tochterkind macht keinen Druck. Schulischer Teil ist immerhin abgeschlossen und mit einem FSJ könnte sie jetzt die Fachhochschulreife erlangen, Bewerbungsbemühungen Fehlanzeige. Sie möchte nach wie vor ausziehen, wie das funktionieren soll 🤷🏻‍♀️. Unsere Wohnung ist zum 30.09. gekündigt, also durchhalten. Sie muss aus Erfahrung klug werden. Ich habe ihr alle wichtigen Infos gegeben, wenn sie nicht handelt, muss sie dafür die Konsequenzen tragen und wenn sie beim Jobcenter vorstellig werden muss.

    Der Termin beim Jugendamt hat stattgefunden. KV informierte Tochterkind schon vor 3 Monaten, dass er aktuelle Unterlagen abgegeben hätte, tatsächlich waren die letzten Gehaltsabrechnungen 3 Jahre alt. Mit dem „alten Stand“ zahlt er monatlich 100€ zu wenig. Unterhalt für Juni hat er nicht bezahlt, weil er ihr das bei einem persönlichen Treffen geben wollte 😳. Immerhin würde er für ihren Teil des Mietvertrages bürgen, so sie denn etwas adäquates finden würde und erst mal theoretisch. Die MA vom JA schreibt ihn an, mal schauen, wie es weitergeht.

    Ich weiß, dass ich mich bei alldem zurückhalten muss, doch es fällt mir schwer anzusehen, wie meine Tochter sich das Leben selber schwer macht. Ich habe sie mit allen Informationen versorgt, jetzt muss sie laufen lernen.

    So, auch hier nochmal ein Update. Immerhin nach 6 Monaten hat Tochterkind am Mittwoch einen Termin beim Jugendamt vereinbart, nachdem er ihr für Juni kein Geld überwiesen hat. Mich würde mal interessieren, wie das mit der Miete aussieht. Wird der tatsächliche Betrag zu Grunde gelegt oder eine Pauschale, ich meine mal so etwas gelesen zu haben. Ich bin gespannt, was bei der Berechnung herauskommt und erleichtert, dass jetzt endlich Klarheit bestehen wird. Prozesskostenhilfe beantragt sie beim Sozialgericht, richtig?

    In den letzten 4 Monaten gab es viele Wendungen. Tochterkind kam im Frühjahr selbst auf den Trichter, in diesem Sommer die Schule nach der Q2 beenden zu wollen und ein FSJ anzuhängen, um die Fachhochschulreife zu erlangen. Ich war so erleichtert. Vor einem Monat ging dann wieder die Schwänzerei los, bis jetzt letzte Woche die Bombe geplatzt ist, dass sie sich eine neue Schule suchen wolle, um Q1 und Q2 zu wiederholen, weil die Zensuren zu schlecht seien und dass sie jetzt doch Abi machen wolle. Ich war/bin immer noch sprachlos, weil Tochterkind überhaupt nicht gern zur Schule geht, ok, immer noch lieber, als eine Ausbildung zu machen und arbeiten zu gehen (weil das anstrengend sei 😳). Sie möchte gern nach den Sommerferien in eine WG ziehen, was ich sehr begrüße, weil bei mir definitiv Schicht im Schacht ist. Unterstützung holt sie sich keine, weil ja alles paletti ist. Immerhin hat sie nächsten Mittwoch einen Termin im Jugendamt gemacht, um die Unterhaltsfrage zu klären. Wäre sie, falls sie auszieht, als Schülerin bafögberechtigt? Klar bekommt sie von uns den Unterhalt, der ihr zusteht. Der KV ist wenig begeistert und hat im Juni erst mal keinen Unterhalt überwiesen. Ich hoffe nicht, dass sie diesen einklagen muss.

    Der KV meiner Tochter hat ihr nach ihrem 18. Geburtstag unter Tränen gesagt, dass er ihr immer all die Jahre ein guter Vater sein wollte, aber ich das immer verhindern wollte (seine Tatsache), seine neue Frau (Übergriffig - meine Tatsache) hat ihr jahrelang ein schlechtes Gewissen gemacht, wie sie sich ihm gegenüber verhalte, weil er doch so großzügig sei und fürsorglich (ihre Tatsache beruhend auf dem, was er erzählte). Wir können das ewig weiterführen, nicht zweckdienlich. Es gibt mehrere Realitäten und subjektive Wahrnehmungen. Ich wünsche der jungen Frau, dass sie mit alldem, was sie aus ihrer Herkunftsfamilie mitbekommen hat, ein stabiles Leben führen wird und glücklich werden wird.

    ja klar, hier geht's ja auch eher um Emotionen. Rechtlich ist freilich wieder ganz was anderes.

    Und trotzdem könnte ich es nachvollziehen, wenn man da als Elternteil nicht begeistert ist, sich finanziell kümmern zu "dürfen" äääääh gezwungen zu werden, während Kindchen gut und gern auf auf die persönliche Zuwendung verzichtet. Obendrein auch noch erwachsen ist. Irgendwie eine gruselige Vorstellung.


    Aber wie gesagt, rechtlich ist das natürlich ne andere Nummer.

    Ich denke nicht, dass diese Situation über Nacht entstanden ist, deswegen würde ich hier auch nicht werten wollen. Jede/r ist in diesen jahrelangen Prozessen verstrickt. Das ist für niemanden einfach, ganz besonders nicht für die junge Frau und vor allem nicht, wenn sie depressive Episoden hat.

    Vom JA erhoffe ich mir geistige Erleuchtung :lach

    Nein, aber einfach verlässliche Informationen, welche Wege jetzt zu gehen sind, und was ich eben beachten muss. Ich möchte nicht in irgendwelche rechtlichen Fettnäpfchen treten, womit ich dann schlechtere Karten habe. Z.B. einfach ausziehen, und dann eine schlechtere Ausgangsposition haben. Es gibt genug Dinge, die ich einfach nicht weiß.

    Und ehrlich, bevor der Mann ein anderer Mnesch wird, gewinne ich im Lotto. Ich sage nicht, daß er ein schlechter vater ist, aber er hat grundsätzlich andere Erziehungsvorstellungen, und da er null Empathie hat, sprich keine Freunde, keine anderen sozialen Ressourcen, galube ich einfach daß er nicht so guten Einfluss auf die Kinder hat. Ich weiß auch nicht, was er den Kindern so mitgibt an Wärme und Wertschätzung. So etwas wie Wertschätzung, Anerkennung, ein Ich hab dich lieb, kennt er nicht. Natürlich hat er beim grossen gerade bessere Karten, da er bei ihm mehr Süßes und TV bekommt. Ich bin natürlich die blöde Mama. Und es ist einfach mal so, daß bis Dezember seine Kinder nicht die Bohne interessiert haben...Zur Kita bringen ich, Arztbesuche, mit krankem Kind zuhause bleiben, I Status beantragen Termine beim SPZ wahrnehmen, überhaupt soziale Kontakte pflegen, der übliche Muttikram halt, brauche ich euch ja nicht zu erzählen. Ich bezweifle, daß er weiß was ein Wm wirklich bedeutet. Und einfach hoffen, ..ich weiß nicht. Nein, ich werde alles tun, damit die Kinder bei mir aufwachsen, mein Ex ist kein guter Mensch, sorry.

    Den letzten Satz würde ich aus dem Gedankengut streichen, gleichwohl kann ich Dir aus eigener Erfahrung sehr gut nachfühlen. Ich würde das Gleiche über den KV meiner Tochter sagen, habe mich aber, als sie noch klein war, auf die, wenn auch wenige, positiven Eigenschaften, konzentriert. Heute sehe ich diese Ressourcen bei meiner Tochter, das ist fein. Gedanken beeinflussen Haltung und Sprache, da wird es schwierig für die Kinder sich vorbehaltslos zu orientieren.

    Verständlich, dass Du gedanklich derzeit in einem Tunnel bist, umso besser eine Beratung zu konsultieren, um alle Optionen im Sinne der Kinder zu prüfen.

    Bei uns ist auch nächstes Jahr Schicht mit Hotel Mama, dann hat Tochterkind einen Schulabschluss in der Tasche und wenn sie meint, weiter rum gammeln zu können und sie keinen Abschluss hat, ist erst recht Schicht. Und nein, ich möchte keine WG, gar nie nicht :kopf. Klar hat sie bei mir immer eine Anlaufstelle für die Ausnahme, aber nicht für die Regel. Ich würde ihr wünschen, dass sie erst einmal ein halbes Jahr Work and Travel macht, um mehr Klarheit zu bekommen. Das wird sich zeigen. Sie möchte aber auch ausziehen. Die Situation hat sich mit der klaren Ansage deutlich entspannt 😌.

    Ich habe dieses leidige Thema seit Dezember 2018. Tochterkind hat keine Lust das Gespräch beim Jugendamt zur genauen Unterhaltsermittlung zu führen. Gehaltsunterlagen liegen von beiden Elternteilen vor. KV überweist ihr monatlich einen Betrag, der laut meiner Schätzung unter dem liegt, was er zahlen müsste. Sie führt davon Null € ab, im Gegenzug zahle ich ihr auch kein Taschengeld mehr 🤷🏻‍♀️. Sie wohnt hier, der Kühlschrank ist voll etc. Das Kindergeld verwalte ich, das wollte sie auch gleich einstreichen als Taschengeld, und bezahle davon Beträge wie Studienfahrten, Schülerticket (alles in einer Exceltabelle zur Nachvollziehbarkeit). Zieht sie aus, wird sie das KG beziehen.

    Das Thema und der Umgang damit kostet viel Nerven. Ich beschäftige mich nicht mehr damit. Beschwerte sie sich, was sie nicht tut, würde ich sie ans Jugendamt verweisen.

    Gerechtigkeit wäre mir persönlich wichtig gewesen - soll nicht sein, auch gut. Wenn sie sich nicht bewegt, muss sie mit den Konsequenzen leben.

    Jimmy - wir kommen nicht auf einen Nenner. Entscheidende Aspekte in der frühkindlichen Erziehung passieren in erster Linie im Familiensystem, nachrangig in anderen Systemen. Man kann sich auch konstruktiv miteinander auseinandersetzen.

    Das schont auch die Nerven und zeigt dem Kind, dass es auch geht. Bekommt es die Eltern nicht hin, kann man sich Unterstützung holen.

    Ich würde mich in jedem Fall wieder so für mein Kind einsetzen und nicht alles akzeptieren. Sicher war das oft nervenaufreibend, gleichwohl in jede Richtung wert.

    Ich finde es spannend zu lesen, welche unterschiedlichen Haltungen es gibt. Gut, dass es trotzdem einen Spielraum zwischen Grundsatzgefechte und Hinnehmen inakzeptabeler Verhaltensweisen gibt. Mit welchem Rollenbild einer Mutter/eines Vaters würde das Kind in zweitem Fall aufwachsen und wie würde sich dies ggfs. auf die weitere Entwicklung, Partnerschaft etc. auswirken.

    Aywa - da gehe ich nur teilweise mit. Denn das Verhalten des KV sagt auch etwas über seine Werte und Prioritäten aus. Klar, jeder kann einen Termin verbummeln, das ist nicht das Thema, sondern wenn die Ausübung des Umgangsrechts nicht im Sinne des Kindes umgesetzt wird, sich ein Muster eingeschlichen hat und ggfs. negative Gefühle gegenüber dem Partner noch so über das Kind ausgetragen werden. Mal abgesehen davon, wird der KV noch in seinem Verhalten bestätigt - geht gar nicht . Ich finde, dass gerade Verlässlichkeit und Pünktlichkeit wichtige Werte in der Kindererziehung sind, gerade dann, wenn die „Papazeit“ begrenzt ist. Beide Elternteile haben eine Vorbildsfunktion.

    Meine Tochter wird sich z. B. immer daran erinnern, dass ihr Vater es nicht einrichten konnte, ihr persönlich zum 18. Geburtstag zu gratulieren und nein, dafür habe ich Null Verständnis, denn dieses Art des Umgangs mit ihr verletzt sie nach wie vor sehr und das tut mir in der Seele weh.

    Entweder das Jugendamt ohne eine Erziehungsberatung als unabhängige Stelle, wobei man da im Vorfeld natürlich auch nicht weiß, an wen man gerät. Bei uns wurden damals (selbstverständliche) Absprachen und Umgangsregeln schriftlich festgehalten. Eine Zeit lang hat das funktioniert, dann wieder nicht. Der KV hat beispielsweise unsere Tochter mit einem völligen Selbstverständis auf seine Aktentasche im Auto gesetzt anstelle den Kindersitz zu benutzen - nur mal so als Beispiel, wovon wir sprechen. Was ich sagen möchte, dass er vielleicht einsichtiger wird, wenn „Verbesserungsideen“ von einer dritten Stelle kommen.

    Dann würde ich mich ruhig auch einmal mehr zurücknehmen - schont Deine Nerven, bringt ihn mehr in die Verantwortung - und wenn eben mal nichts passiert, ist das eben so. Das musst Du Dir dann aber nicht vorwerfen lassen.