Beiträge von MadameFaber

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    Hallo an alle!


    Ich habe die letzten Tage immer wieder versucht einen Betrag zu verfassen und jedes Mal aufgegeben, weil es mir schwer fiel, mich kurz zufassen. Um sie hier und aller Gänze niederzuschreiben, finde ich meine Geschichte schlicht zu lang, aber ich hoffe, dass auch in aller Kürze sich hier Leute finden, die ähnliches mit dem anderen Elternteil durchgemacht haben.


    Nun also kurz:


    Ich bin alleinerziehend mit einem anderthalbjährigen Kind. Der Vater wohnt weit weg und ich habe mich in der Schwangerschaft getrennt. Seine Kränkung über die Trennung hat er in einem solchen massiven Ausmaß ausgelebt, dass ich ein richterliches Kontaktverbot gegen ihn bewilligt bekommen habe. Bisher hat er das Kind noch nicht kennen gelernt. Die Elternberatung um betreuten Umgang zu ermöglichen, scheiterte daran, dass er den Trennungskonflikt aufrecht erhält, keinerlei Fokus auf das Kind hat und weiterhin versucht zu provozieren.


    Ich bin jetzt eigentlich davon ausgegangen, dass wenn wir bei der Elternberatung keine Einigung erzielen können, er den gerichtlichen Weg einschlägt. Jedenfalls hat er das angekündigt. Für mich selbst wäre das okay, da dann hoffentlich jemand neutrales die Sache überblickt und primär auf das Kind schaut und wie sich die beiden annähern können.


    Nun warte ich seit 4 Monaten darauf, dass ich ein Schreiben vom Gericht bekomme. Aber Pusteblume... stattdessen wurde eine "anonyme" Anzeige beim Jugendamt gemacht, dass ich abends, wenn das Kind schläft, das Haus verlasse und trinken gehe. Das Jugendamt ist seit der Vaterschaftsanerkennung involviert und hat auch bereits mit dem Verhalten des Vaters Erfahrung machen dürfen. Deswegen wurde die Anzeige nicht wirklich ernst genommen. Ich hatte ein Gespräch mit der Sachbearbeiterin und sie hat die Anzeige selber nicht ernst genommen, jedoch müssen sie dem halt nachgehen, was ich verstehe.


    Jetzt kommt aber der Knackpunkt für mich. Es ist unzweifelhaft, dass der Vater die Anzeige gemacht hat und ich hab Sorge, dass er das jetzt als weiteres Mittel benutzt, um seinen Frust an mir auszulassen. Ich bin in Vollzeit tätig und es ist so schon nicht einfach, Kind und Arbeit unter einen Hut zu kriegen, wenn dann jetzt noch solche Sondersachen kommen, mit denen ich mich auseinandersetzen muss, hat er wohl sein Ziel erreicht, mich für die Trennung zu bestrafen.


    Ich hab das Bedürfnis, mich für die Sachen, die noch von ihm kommen, vorzubereiten. Und so blöd es auch klingt, aber ich wäre einfach daran interessiert, was andere noch erlebt haben mit dem anderen Elternteil in hochstrittigen Elternschaften. Letztendlich hab ich schon zu viel durch, bis zum Kontaktverbot hat er die Stalkingcheckliste mehrmals durchgearbeitet, aber es fällt ihm immer noch etwas ein. Und jedes Mal rege ich mich drüber auf und brauche ein paar Tage, um die Kraft zu Haben, besonnen zu reagieren. Aber es zehrt an den Nerven.


    Danke fürs Lesen und hoffentlich eure Antworten :)