Beiträge von Teststreifen

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!

    Nachdem wir nun doch beim Thema sind hier (m)eine Sichtweise:

    Heute wird der "Kampf", nicht in den unteren sozialen Bereich abzurutschen, immer schwieriger.

    Ich habe mal vor einiger Zeit einen Bericht gesehen, in dem irgendein Professor o.Ä. zum Hartz-4-System sagte, dass es so konstruiert sei, dass die Menschen nur schwer dort wieder heraus kämen. Und selbst wenn- im Alter werden sie wieder kassiert.

    Jedenfalls wird die Gesellschaft durch politische Entscheidungen immer weiter gespalten in arm oder reich.

    Einfaches Beispiel: die Kindergelderhöhung wird sofort vom Unterhaltsvorschuss einkassiert. Nicht, dass die Alleinerziehenden von den 10€ pro Kind noch reich werden!


    Das führt zu einem immer kühleren Miteinander. Wenn der Begriff überhaupt noch passt. Es herrscht immer mehr Ellenbogenmentalität und Empathie wird gleich gesetzt mit Schwäche.


    Fazit: nicht nur Alleinerziehende, sondern die gesamte Gesellschaft gehört zu den Verlierern. Ein großer Teil auch zu den Verlierern im finanziellen Bereich.

    rawbauke

    (...) du bist der Mann also hast du Kein Geld von ihr zu fordern.

    Im Ernst?? Du meinst also, das Recht des Kindes sollte man ignorieren weil man ein Mann ist?


    Oder ist das verunglückte Ironie? :hae:



    (Ich bekommen auch keinen Unterhalt aber das ist ja mein eigenes Pech. Und das meines Kindes.)

    Klar, anderherum könnte man aber auch schauen, ob die AE-Polizistin nachts um drei wirklich Dienst schieben müsste oder ob man so wichtige Fachkräfte wie in Pflegeberufen nicht besser aktivieren könnte, wenn man AZ schafft, die sie auch mit Kindern bewältigen können.

    Ja, versuchen sollten es die Arbeitgeber. Denn: man hat ja nicht für immer kleine Kinder- diese Phase hört ja auch irgendwann mal auf!



    Der erste Absatz kling wie: "wenn ich das schaffen musste darf sich nichts verbessern- bloß kein Fortschritt denn das wäre unfair".

    Sorry, aber dann dürfte auch das Kindergeld nicht erhöht werden.


    Es wird immer asoziale Menschen geben die das ausnutzen- das ist klar! Aber trotzdem sollte man dafür kämpfen, dass der Nachteil von Alleinerziehenden ausgeglichen wird wenn möglich.


    Und zu der Rund-um-die-Uhr-Betreuung: Natürlich werden die Kinder da nicht 24/7 abgegeben. Das wird ein schleichender Prozess sein. Schon jetzt haben gerade die Kleinsten am wenigsten Ruhezeiten/ Schutz. Wenn eine Kita 12 Stunden auf hat gibt es Eltern, die ihre Kids fast 11 Stunden da lassen. (selbst schon erlebt!)

    Und das ohne Notwendigkeit! Ratet mal, was nach einiger Zeit in den 24-Stunden-Einrichtungen passieren wird...


    Und dann gibt es noch Arbeitgeber, die einen enormen Druck auf ihre Angestellten ausüben. X(


    Ich sage nicht, dass es jetzt schon so weit ist dass Kinder tatsächlich 20 Stunden am Stück da sind. Das wird sicher noch dauern.

    Aber: Kitakinder haben teilweise ja nicht mal Erholungszeiten wie jeder Angestellte. Oder wie Schüler und Lehrer. An dieser Stelle werden die Bedürfnisse der Kleinsten vollkommen ignoriert und gesagt, dass das Aufgabe der Eltern sei.

    Guten Morgen.


    friday ich war früher immer so ein "abflugbereiter" Erzieher.

    Ich musste immer pünktlich gehen, damit ich es noch 3 Minuten vor 17.30Uhr schaffe, mein eigenes Kind aus der Betreuung zu holen. ||


    Ja, es gibt beide Extreme. Und beides finde ich nicht gut für die Kinder. Weder, dass die Eltern so viel/ lange arbeiten MÜSSEN, noch dass manche die Zeiten ohne zwingende Notwendigkeit ausreizen. Denkt man aus der Sicht der Kinder, kommt da (wie bei meiner Tochter) schon mal "mein Papa hat nie Zeit für mich". 😭


    Und das, obwohl ich mich dermaßen abgehetzt habe um wenigstens etwas Zeit zu haben.

    Okay, ich war auch ein Extremfall- keine Familie weit und breit, Mutter absolut kein Interesse am Kind und hat und mir noch immer gerne viele "Steine in den Weg" gelegt hat. Ich war schon gut beschäftigt. So gut, dass ich nur knapp an einem Burnout entlang geschrammt bin. X(


    Mittlerweile wohne ich anders, bekomme mehr finanzielle Unterstützung (mein Kind ist ja behindert) und muss nicht mehr Vollzeit arbeiten.


    Zu den 24-Stunden- Kitas: als ich vor drei Jahren aus Cuxvaven Weg zog wurde dort eine solche Kita gebaut. Als ich kürzlich nochmal da war erfuhr ich, dass diese nicht rund um die Uhr auf hat- nicht auf haben darf!

    Und ich muss gestehen, dass ich erleichtert bin. Ich kenne es ja, dass Kinder jeden Tag von anderen Personal betreut werden- meine Tochter war die ersten ca. 30 Wochen ständig und rund um die Uhr in verschiedenen Kliniken. Das macht etwas mit diesen Kindern- und zwar nichts Gutes.

    Ich bin der Meinung, dass es die Aufgabe der Gesellschaft/des Staates sein sollte, Eltern in dieser Phase zu unterstützen. Echte Unterstützung zu bieten und nicht die Fremdbetreuung so früh schon immer weiter auszubauen. Denn: ich kenne ja "die andere Seite". Da wird ganz hoch pädagogisch geredet aber wenn Personalmangel herrscht heißt es: "Hauptsache irgendjemand ist da".

    Das ist aber nicht in Ordnung- je jünger die Menschen desto enger Bindungen brauchen sie. Ich kann nicht heute in meiner Einrichtung arbeiten und morgen in einer anderen. Kinder sind keine "zu betreuenden Objekte" sondern Menschen. Mit Gefühlen und Empfindungen wie z. B. Ängste. Da kann man nicht ohne Folgen einfach Betreuer auswechseln und denken "Hauptsache der Betreuungsschlüssel wird irgendwie eingehalten".

    Und dass die Gesellschaft immer weiter auseinanderbricht ist ja auch irgendwie allen klar, oder?


    Es würde ja auch niemand ein Haus ohne festes Fundament bauen. Bei den nächsten Generationen machen wir aber genau das!

    Ich habe in einer Kita gearbeitet, die von 5.30-17.30 geöffnet hatte. Und da gab es manche Kinder, die mir immer Leid taten. Die Eltern haben sie quasi "abgeschoben". ?(


    Pädagogisch fand ich manches dort zwar super- jede Erzieherin hatte 45 Minuten tägliche Vorbereitungszeit! Da konnte man echt schon einige Projekte realisieren.

    Allerdings habe ich dort bei 40 Stunden Vollzeit gerade mal so viel verdient wie 29Stunden nach TVÖD.

    Und leider ist Bezahlung nach TVÖD ja eher die Ausnahme als die Regel.


    Ich finde es wandelt sich immer mehr dahin, dass die Eltern sich immer weniger Zeit für ihre eigenen Kinder nehmen (können).


    In der gesamten Diskussion dreht es sich um Rahmenbedingungen, Kosten, Personal usw.

    Niemand fragt sich, wie es den Kindern geht und ob es in Ordnung ist, dass kleine Kinder schon vollends durchpowern müssen. In der Schule sagt man sich: Die Kinder brauchen auch Erholung und es gibt Ferien. In der Kita- Fehlanzeige. Es gibt auch etliche Kindergärten ohne Schließzeiten und ohne gesetzliche Regelungen dürfen Kinder da nonstop betreut werden.

    Das finde ich traurig...

    Hallo Nina,


    nachdem ich deinen Text gelesen habe denke ich, dass er dir bloß den "schwarzen Peter" zuschieben möchte.

    Da ihr scheinbar vorher einen einigermaßen guten Umgang hattet solltest du das am besten über's Jugendamt laufen lassen- so kann er den Kindern nachher nicht erzählen dass du schuld seist. Über Dritte ist das vermutlich entspannter.


    Klar ist das eine Menge Kohle die er zahlen muss. Aber es ist ja für seine Kinder- das sollte es ihm schon wert sein...


    Viel Erfolg wünsche ich dir- lass dich nicht ärgern.

    Es gibt für 10 Euro eine Jugend BahnCard25. Die gilt glaube ich 5 Jahre lang. Bis 19 meine ich.

    Ich habe die für mein Kind gekauft und die hat sich bereits ab der ersten Fahrt schon rentiert!


    Eben erst gelesen, die Info steht ja schon weiter oben. :nixwieweg

    Keinen Entzug des Sorgerechts- das kann ich nicht glauben. Denn es gibt ja immer Fälle, in denen das Kind sonst VÖLLIG verkommen würde!

    Oder, wie in meinem Fall, ein Elternteil nutzt das Gericht fast für sich alleine um den anderen Elternteil zu ruinieren und zu beschäftigen. :hae:

    Teststreifen ehrlich? Hast du es beantragen müssen?

    Ja, sogar mehrmals. ;(


    Ich erinnere mich noch an den ersten Satz der Richterin beim ersten Antrag: "Ein Kind gehört ja immer zur Mama aber ich bin trotzdem gespannt auf Ihre Ausführungen"

    Nach diesem allerersten Satz flüsterte mir meine Anwältin "ich glaube wir haben da heute keine Chance" zu.

    Es war frustrierend und es folgten noch 8 weitere Monate die sich aufgrund ihrer ständigen bösartigen Attacken und Intrigen jeder für sich wie ein Jahr anfühlten bis ich endlich für mein Kind da sein durfte!


    Seit dieser Zeit bin ich Single- so tief sitzt das...



    Ich wünsche dir viel Kraft.

    Mögest du das dunkle Tal schneller verlassen können als ich damals. :)

    Puh, das ist ja ziemlich kompliziert bei euch.

    Als ich "Hochkonfliktfall" las musste ich einfach weiter lesen: ich habe unsere Tochter vor Jahren zugesprochen bekommen, mit alleinigem Sorgerecht. Unter anderem aus diesem Grund. Der Richter hatte einfach keinen Bock mehr, uns ständig vor Gericht zu sehen.

    Wir hatten in 9 Monaten 11 Verfahren vor Gericht! ;(

    Das kam, weil die Mutter offiziell nur Hartz4 bekam und munter drauflos klagte. Sie musste ja nie was zahlen.

    Ich dagegen schon, weswegen ich dankbar für diese Entscheidung war.


    Mittlerweile hat die Mutter von uns abgelassen und wir haben sie schon weit über 4 Jahre nicht mehr gesehen.

    Gut, Unterhalt bekomme ich für's Kind natürlich nicht da sie nach wie vor eher illegale Einkommen hat.


    Aber: Wir haben unsere Ruhe.



    Lange Rede kurzer Sinn: Halte durch!!


    Bei mir hat es auch lange gedauert bis der Streit aufhörte. ;)

    In diesem Zusammenhang taucht häufiger der Vergleich mit den Arbeitsplätzen in der Solar- und Windenergiebranche auf. Doch da diese keine so gute Lobby haben wurden diese gestrichen OHNE medialen Aufschrei. Ohne Steuergelder in die Hand zu nehmen. Bei Fluglinien, die ja eher Luxus als Notwendigkeit sind oder bei der Kohle (klar, die sitzen ja quasi im Bundestag) ging sofort ein Aufschrei durch alle Medien.

    Das finde ich viel bedenklicher als dass manche ihre Kosten für ihren Luxusurlaub nicht komplett erstattet bekommen. Denn: Menschen am "unteren Rand" sind wohl kaum davon betroffen. :hae: