Beiträge von Alicia83

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    Hallo,


    ich beginne mal am Anfang:
    Nachdem wir unsere Trennung den Kindern mitgeteilt haben, entschied sich Kind B (11 Jahre) sofort bei mir zu bleiben, Kind A (14 Jahre) kommentierte: "Ich kann Papa ja nicht alleine lassen!" Nach ein paar Wochen, kurz vor dem Auszug aus dem gemeinschaftlichen Haus, entschied sich Kind A doch wieder um, und wollte lieber mit mir ausziehen. Daraufhin eskalierte die Situation "ein wenig", und KV verlangte das Wechselmodell. Wie ich vermute, um Kindesunterhalt einzusparen, und auch noch die Hälfte des Kindergeldes zu verlangen.
    Dies praktizieren wir nun seit über einem halben Jahr.
    Ich bin der Meinung, dass das Wechselmodell nicht funktioniert. Habe mir immer genau aufgeschrieben, wann die Kinder wo waren. So hatte ich sie 8 Wochenenden mehr wie er. Insgesamt über 30 Tage öfter. Es ist in meinen Augen ein erweitertes Umgangsrecht. Da er in 12 Stunden-Diensten arbeitet (auch am Wochenende) und abends wenn er kein "Frei" hat, erst um 20.30 Uhr zuhause ist, bleiben die Kinder an diesen Tagen alleine (fast immer die Ältere) oder werden durch seine Eltern, meine Mutter/Schwester betreut. Wenn ich das mitbekomme (kenne seinen Dienstplan ja nicht) verlange ich immer, dass die Kinder (zumindest die Jüngere) zu mir kommt. Sie darf dann allerdings nicht bei mir schlafen. Er holt sie dann ab, selbst wenn es mehrere Tage hintereinander sind, und sie gerne bei mir schlafen möchte.
    Neben der Mehr-Zeit bei mir, finde ich es also nicht gut, wenn die Kinder so lange alleine sind (Im Rahmen ist es ja okay, sie sind ja nicht mehr die Kleinsten, Und ich komme auch manchmal nach Ihnen nach Hause. Aber zum Abendessen zubereiten und essen bin ich immer da. Aber die Große ist über 6 Stunden alleine, sie müssen alleine zu Mittag und zu Abend essen, und es sich auch ab und zu selbst machen.). Wenn er keinen Dienst hat, ist er natürlich da. Keine Frage.
    Dies habe ich so schon ihm gegenüber angesprochen, er beharrt aber auf dieses Modell. Er frage die Große immer, ob es für sie okay wäre. Natürlich sagt sie nicht nein. Sie ist voll in der Pubertät und entzieht sich liebend gerne der "elterlichen Kontrolle". Die Frage ist, ob es ihr gut tut.


    Nun wurde mir geraten, die Zeiten, wann die Kinder wo sind, genau zu erfassen, wenn möglich stündlich. Ich habe das für die letzten 3 Monate getan, und hatte die Jüngere etwa 200 Stunden mehr (1100 Std.KM/900 Std.KV). Die Ältere etwa 120 Stunden, weil sie oft alleine bleibt (1020Std.KM/900Std.KV).
    Das ist in 3 Monaten nicht viel, keine 10/5 Tage. Hinzu kommen aber fast 15 Tage, in denen er arbeitet, und sie fremdbetreut werden, oder alleine sind.


    Wie kann ich nun dagegen angehen? Was sind die nächsten Schritte? Und habe ich überhaupt das Recht? Sehe ich das vielleicht zu engstirnig? Klar, sie sind "schon" 11 und 14 Jahre. Aber ich fände einen geregelteren Alltag hätten sie bei mir. Soll ich erst mit den Kindern drüber reden? Ich würde ein Modell bevorzugen, nachdem sie alle zwei Wochen bei ihm wären, und 1-2 Tage in der Woche, je nachdem, wie er Dienst hat.


    Wenn ich das aber angehe, geht der Krieg erst richtig los. (Obwohl er das ab Juli sowieso wird, wenn ich die Scheidung einreiche, und der Verbleib des Hauses geklärt werden muss!) :thumbsup:


    Vielleicht hat ja hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Hallo Susayk,


    danke für die liebe Begrüßung. Ich habe mich inzwischen weiter umgesehen, und auch schon mal kommentiert. Es gefällt mir sehr gut hier.


    Getrennt sind wir seit März 2017. Die Kinder erfuhren es im Mai. Ich rede eigentlich sehr offen und mMn sehr reflektiert mit ihnen, versuche ihnen immer recht positiv das Verhalten ihres Vaters zu erklären. Aber auch, dass er sich Hoffnungen macht, die nicht erfüllt werden. Ich möchte einfach nicht, dass sie sich auch falsche Hoffnungen machen. Ich denke, dass ich da sehr klar bin, und meine Mädels das auch sehen. Sie selbst kamen im Dezember auf die Idee mich an einer PartnerInternetSeite anzumelden. Dies habe ich aber dankend abgelehnt. Hat mich zugleich auch sehr verwundert. Meine Jüngere meinte vor ein paar Wochen, dass sie Angst habe, ein neuer Mann würde sie nicht mögen. Ich habe ihr gesagt, dass sie da keine Angst haben bräuchte, da man sie nur mögen kann. Außerdem habe ich ihr gesagt, dass ich keinen Mann haben könnte, der sie nicht ausstehen würde. Meine Töchter gehen mir über alles, und ich möchte, dass sie das wissen. Über all das rede ich natürlich auch mit meinem Freund, und er hat vollstes Verständnis dafür, drängt mich überhaupt nicht dazu, ihm die Kinder vorzustellen, oder unsere Beziehung "offiziell" zu machen. Immerhin hat er ja auch ein Kind aus voriger Beziehung, und es geht ihm da sehr ähnlich.
    Ich möchte mir da noch ein paar Monate Zeit lassen, erstmal "nachfühlen", wie die Mädels so etwas fänden. Und dann nach und nach den Gedanken einfließen lassen.


    Danke für deine Rückmeldung.


    Liebe Grüße,
    Alicia

    Ich war in der Nordseeklinik Friesenhörn in Horumersiel. Und absolut zufrieden. Ich habe alle Behandlungen bekommen, die ich brauchte und wollte. Das Essen war mehr als in Ordnung. Klar, nicht jeden Tag gab es etwas, was man mag. Aber ich habe auch viele neue Sachen probiert, vor allem die Kinder. Alles war sauber und sehr freundlich eingerichtet. Die Appartements klein und zweckmäßig. Die Kinder hatten ein eigenes Zimmer. Jedes Appartement hat einen eigenen Balkon oder Terrasse.


    Das Personal war so freundlich und immer sehr bemüht, einem zu helfen und zu unterstützen. Es gab zahlreiche Freizeitangebote, und die Lage direkt hinterm Deich ist perfekt.


    Ich werde definitiv nochmal beantragen, und versuchen in Friesenhörn unterzukommen.

    Hallo ihr,


    ich habe dieses Forum gefunden, als ich auf der Suche nach Antworten auf meine vielen Fragen war. Ich habe bereits als Gast ein bisschen was gelesen, und nun entschlossen, mich zu registrieren. Nun aber mal zu mir:


    Ich bin 36 Jahre alt, mit zwei Töchtern (11 und 14 Jahre), und getrennt lebend.


    Wie jede Trennungsgeschichte, ist auch meine nicht in zwei Minuten abgehandelt. Ich habe meinen Ex mit 16 kennengelernt, mit 21 geheiratet und mit 22 die erste Tochter bekommen. Mit 25 kam dann die zweite hinterher. Ich kann nicht behaupten, dass ich eine unglückliche Ehe hatte. Nein, ich war sogar glücklich. Wir beide arbeiteten Vollzeit, in unseren Traumberufen, hatten zwei gesunde, tolle Töchter, und haben uns vor 5 Jahren den Traum vom Eigenheim erfüllt. Aber ich hatte das Gefühl, dass er mit knapp Mitte 30 in eine Art Midlife-Crisis kam. Und zwar so richtig klassisch. Wollte z.B. den Motorradführerschein machen, usw.
    Da er auch nur ein wenig älter war als ich, hatte auch er vor unserer Beziehung kaum Freundinnen. Ich vermute, dass dann irgendwann das Gefühl aufkam: "Das soll alles sein? Nie wieder eine andere? Immer nur Sex mit derselben?" Jedenfalls gestand er mir irgendwann einen Seitensprung. Ich war sehr vor den Kopf gestoßen. Und ziemlich verletzt. Gedanken wie: "Reiche ich ihm nicht?" kamen mir natürlich auch. Ich habe irgendwie versucht damit umzugehen. Und hatte aus heutiger Sicht wenig Hilfe seinerseits. Sätze wie: "Ich hab mich doch entschuldigt, du musst mir verzeihen!" waren an der Tagesordnung, vor allem, wenn er nicht verstehen wollte, dass ich nicht von ihm berührt werden wollte. Der Wunsch einer Eheberatung wurde niedergeschmettert, "Wir haben das immer alleine geschafft, wir brauchen keine Hilfe. Aber es ging schließlich soweit, dass er MIR misstraute, mir nachspionierte, mein Handy kontrollierte, mich orten wollte, usw. Ich habe das alles nicht erlaubt, und ihn dabei des öfteren erwischt. Im Gegenzug war ich natürlich misstrauisch. Erwischte ihn dabei, wie er mich belog, dass er arbeiten müsste, aber eigentlich unterwegs war. Bei Nachbarinnen und Kolleginnen. Ich merkte, dann mit der Zeit, dass es mir fast schon egal war. Mir lieber war, er war weg, anstatt bei mir. Und so traf ich irgendwann die Entscheidung: SO möchte ich nicht mehr leben. Ich will nicht mehr rumdiskutieren, warum ich keine Zärtlichkeiten zulasse. Warum er mich belog. Ich habe sehr lange gehadert, vor allem auch wegen meiner Töchter. Aber ich wurde immer unglücklicher, jeder konnte es sehen. Mehrfach wurde ich darauf angesprochen. Aber er sah es nicht, es war doch alles in bester Ordnung. Es würde schon wieder gut werden.
    Schließlich konnte ich einfach nicht mehr. Ich sprach die Trennung aus. Er fiel tatsächlich aus allen Wolken. War sehr überrascht. Konnte auch nicht nachvollziehen warum. Erst jetzt war er zur Eheberatung bereit. 2x waren wir dann auch da. Es hat nichts gebracht. Bestimmt auch weil ich dann nicht mehr wollte, gebe ich zu. Da er ja die Trennung nicht wollte, beharrte er darauf, das Haus zu behalten, ich wollte nur noch raus. Also suchte ich mir im Ort eine Wohnung, damit ich die Kinder nicht zu sehr entwurzelte. Ihr Leben würde sich sowieso schon sehr ändern. Als ich eine schöne Wohnung gefunden hatte, sagten wir es auch den Kindern, wobei mein Ex sehr betonte, dass ICH die Trennung wollte. Nach ein paar weiteren Wochen zog ich in meine Wohnung, und fühle mich seitdem sehr erleichtert. Nach einigem Hin und Her fahren wir nun das Wechselmodell. Die Kinder sind zu gleichen Teilen bei uns beiden. Es funktioniert fast perfekt. Er hat nach wie vor die Hoffnung, dass ich mich wieder in ihn verliebe, und alles wieder gut wird. Für mich gibt es aber keinen Weg zurück. Es sind viele Vertrauensbrüche passiert, seine Art mit mir umzugehen hat mich sehr verletzt, und ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass "es wieder wird".


    Stattdessen habe ich einen neuen Mann an meiner Seite, der mir gut tut, der mich so liebt, wie ich bin, mir das Gefühl gibt, die wichtigste Person in seinem Leben zu sein. Ich kannte ihn schon vor der Trennung platonisch als eher entfernter "E-mail"-Freund, den ich nur einmal gesehen hatte. Habe daraus vor meinem Ex auch kein Geheimnis gemacht. Erst nach meinem Auszug habe ich ihn zum zweiten getroffen, und dann immer wieder. Er hat sich sehr um mich bemüht. Und doch habe ich ihn einige Monate auf Abstand gehalten. Bis mir klar wurde, dass ich ihn nur wegen anderen auf Abstand halte. Während ICH eigentlich was anderes will. Ich fühle mich bei ihm unendlich wohl und er macht mich sehr glücklich.
    Nun stellt sich mir die Frage, wie geht es weiter? Wann und wie beziehe ich meine Kinder mit ein? Ich weiß, dass die Situation mit meinem Ex dann eskalieren wird. Er wird alles zu einem Rosenkrieg ausarten lassen. Wir sind noch nicht geschieden, das Haus ist noch nicht geregelt und wir streiten sowieso oft über die Kosten. Dann wird er nichts mehr zu verlieren haben, und ich werde noch mehr um alles streiten müssen. Außerdem habe ich Angst, dass er es vor den Kindern so darstellt, dass mein Freund der Grund für die Trennung sein wird. Als ob es nicht genügend andere Gründe gab. Aber die zählen ja alle nicht.


    Ich hoffe darauf, hier ein paar nette Gespräche und Gleichgesinnte zu treffen. Man kann mich jederzeit anschreiben, ich antworte sehr gerne. Freu mich auf euch.


    Liebe Grüße,
    Alicia