Beiträge von JayCee

    Hallo zusammen,


    ich habe keine Ahnung, ob das hierhin gehört... aber ich schreib's mir einfach mal von der Seele. Und vielleicht ist ja auch zufällig jemand da, der sich da ein bisschen auskennt.


    Also, die Sache ist die. Kurz nach der Trennung vom KV musste ich Privatinsolvenz anmelden (Schulden aus Krediten, die ich für ihn aufgenommen habe, Raten für ein Haus, die er nicht mehr bedienen konnte/wollte, da er einen auf arbeitslos und später Schüler machte - er macht gerade seinen Meister, hat aber eine abgeschlossene Berufsausbildung - Und er zahlt auch keinen Unterhalt). Ich also auf einmal AE, Gottseidank mit Job, war nicht in der Lage sämtliche Raten alleine zu bedienen. Nun werde ich ja nach Stunden bezahlt und konnte deswegen einfach mehr Stunden arbeiten. habe und zusätzlichem Nebenjob - wenn ich alles zusammenzähle, komme ich monatlich auf 40 - 45 Stunden. Und trotzdem hat's einfach nicht gereicht. Daher hab ich mich schweren Herzens für diesen Schritt entschieden.



    Nun ist es bei PI ja so, dass der Arbeitgeber alles, was über den Selbstbehalt geht (in meinem Fall ca. 1400€) hälftig gepfändet wird. Ist auch in Ordnung so, schließlich habe ich die Schulden ja verursacht.


    Zu meinem Hauptjob muss man sagen, dass ich, wie gesagt, nach Stunden bezahlt werde. Das Gehalt differiert also von Monat zu Monat. Dementsprechend differiert natürlich auch der pfändbare Anteil meines Gehalts. Dazu kommt, dass ich quasi erst im Monat nach der erbrachten Leistung bezahlt werde (weil ich ja erst am Ende des Monats weiß, wie viele Stunden ich tatsächlich gearbeitet habe) Sprich, jetzt, Ende April habe ich das Märzgehalt bekommen. Ein bisschen kompliziert, das Ganze, aber ich denke, dass jemand, der in einer Lohnbuchhaltung arbeitet, diesen Sachverhalt doch verstehen sollte.


    Im März habe ich also mein Februargehalt bekommen und mich schon gewundert, dass ich überdurchschnittlich viel bekommen habe. Leider war meine Gehaltsabrechnung nicht bei den anderen dabei, so dass ich das Ganze nicht überprüfen konnte (wobei meine Gehaltsabrechnungen so kompliziert gehalten sind, dass nicht mal meine Insolvenzverwalter durchblickt, also ist das mit dem Überprüfen auch so eine Sache). Ich also alle Kollegen befragt, ob jemand versehentlich meine mit eingesteckt hat (wir sind 3 Kolleginnen mit gleichem Vornamen, da kann das schonmal sein). Nix da. Ich also in der Personalabt. nachgefragt, ziemlich pampige Aussage: "Die muss da dabeig'wesen sei, aber mei, dann schick I's Eana hoit zua.". Nach fast einer Woche - mittlerweile eine Woche vor Karfreitag - kam die Gehaltsabrechnung mit Brief: "Leider wurde bei Ihrer letzten Gehaltsabrechnung das Urlaubsgeld vom letzten September nochmal ausgezahlt, das wird bei der nächsten Auszahlung dann einbehalten."
    Außerdem habe ich festgestellt, das die Pfändung nicht an den Insolvenzverwalter ausgezahlt wurde. Bei dem, was ich den Monat bekommen habe, immerhin 400€. Wenn es korrekt, ohne "falschen" Urlaub ausbezahlt worden wäre, hätte ich nur 100€ abtreten müssen. Am Montag darauf habe ich dort angerufen, da war die Sachbearbeiterin leider im Urlaub




    Natürlich wurde das falsche Urlaubsgeld diesen Monat einbehalten. Der Rest hat nichtmal ganz für die Miete gereicht. Gottseidank habe ich mir vom letzten Monat noch was aufgehoben, weil ich schon sowas geahnt habe. Allerdings ist es nun so, dass ich, trotz dem Urlaubsgeld nicht über die Pfändungsgrenze gekommen wäre. Sprich, 300€ sind futsch (bzw. werden futsch sein, denn ich muss die fehlende Pfändung ja nachzahlen)


    Nochmal zusammengefasst


    März: 2200€ Ausbezahlt = 800€ (incl. 600€ falsches Urlaubsgeld) über SB => 400€ Pfändung (Ohne falsches Urlaubsgeld 600€/2=300€ wären es 100€ gewesen)
    April: 800€ ausbezahlt (+ 600€ falsches Urlaubsgeld wären 1400€ => keine Pfändung


    Ergo hätte ich für beide Monate nur 100€ abgeben müssen. Also sind 300€ einfach weg.




    Heute habe ich nochmal bei meiner Sachbearbeiterin angerufen. Auf die Frage hin, warum der Septemberurlaub nochmal ausbezahlt wurde, meinte sie ganz lapidar: Da hab ich keine Ahnung. Warum ich keine Lohnabrechnung bekommen hätte? Sie hätte halt gemerkt, dass da was nicht stimmt. Ich sei ja informiert worden. Als ich erwidert habe, dass ich ja erst mal nachfragen musste, bevor da was kam, meinte sie nur: "Na, wenn sie das sagen!" Und der Abschuss: Ich hätte ja garkein pfändbares Einkommen, weil ich im Schichtdienst arbeite.


    HÄÄÄÄÄÄ????


    Naja, heut Nachmittag habe ich einen Termin mit ihrer Vorgesetzten, mal schauen, was die sagt. Das regt mich so auf. Ich meine, ich arbeite ja da auch zuverlässig, da ist es doch eigentlich selbstverständlich, dass ich da auch zuverlässig und vor allem richtig bezahlt werde. Klar macht das mit einer Insolvenz ein bisschen mehr Arbeit. Aber soooo kompliziert kann das doch nicht sein, das macht doch eh der PC, oder nicht?


    Ach Mann, das ist so nervig und so unnötig.


    Danke fürs Lesen.



    Bin noch relativ neu hier, daher kenne ich deine vorherige Geschichte nicht. Hast du einen RA? Was sagt der denn zu dem Ganzen? Das wäre meine allererste Anlaufstelle. Ihm/ihr den Fall schildern und besprechen, welche Schritte du in die Wege leiten kannst. Meiner Erfahrung nach macht es viel mehr Eindruck und du wirst viel ernster genommen, als wenn du alleine stehst. Außerdem kann er/sie dir sagen, mit welchen Maßnahmen du dir selbst ins Bein schneidest, und welche sinnvoll wären.

    Hy Schnien,
    Der Gedanke, ein AE zu sein, war mir immer verhasst. Um ganz ehrlich zu sein, wollte ich nicht mal Mutter werden, bevor ich schwanger wurde. Mittlerweile kann ich mir ein Leben ohne mein Kind nicht mehr vorstellen. Was mich am Anfang meines AE-Daseins am Leben erhielt, war die Aufgabe, meinem Kind den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen, sie zu einer starken und selbständigen Persönlichkeit zu erziehen. Vor einem Jahr - da habe ich mich gerade von meinem EX getrennt - habe ich quasi die Tage gezählt, die ich noch durchhalten muss, bis mein Kind 18 ist und ich mit gutem Gewissen an den Baum fahren darf. Wie ich das so schreibe, läuft's mir da selber kalt den Rücken runter. Aber... so paradox das klingt, das hat mich am Leben gehalten damals, der Gedanke, dass ich für mein Kind da sein muss, hat mir die Kraft gegeben, mich jeden Morgen aus dem Bett zu quälen, zu arbeiten... das mit dem "Liebe dich selbst" war für mich völlige Utopie.




    Nach einem halben Jahr psychologischer Behandlung fange ich langsam an, die positiven Seiten meines Lebens zu sehen. Ich kann unseren Tagesablauf frei gestalten. Wenn ich abends fernsehen will, schalte ich das Programm ein, das ich möchte. Wenn ich lesen will, lese ich. Wenn ich am PC zocken oder im Forum schreiben möchte :) , dann tu ich das. Und ich muss keinem Rechenschaft darüber ablegen. Das einzige, was ich ab und zu vermisse, ist, dass ich nie auch mal schwach sein und mich irgendwo anlehnen darf.


    Vielleicht kommt es irgendwann ja mal soweit, dass ich das AE-sein richtig genießen kann, wer weiß?


    Was ich damit sagen will: Das mit dem sich selber lieben ist schwer. Aber was mir wahnsinnig geholfen hat und was mir deutlich leichter gefallen ist, war, ganz bewusst das Positive um mich herum zu sehen und mich daran hochzuziehen. Damit kann ich mich mittlerweile ganz gut aus der "Grübelfalle" befreien.


    LG, und fühl dich gedrückt, und natürlich erst mal :welcome here,


    JayCee

    Hy Mely,


    :welcome hier im Forum.




    Ich komme aus dem Süden von München, vielleicht kann man ja mal was zusammen machen? Hirschgarten oder so... meine Tochter liebt die Spielplätze dort. Wie alt ist/sind denn dein/e Kind/er?



    LG, JayCee

    Leider war ich das Wochenende viel unterwegs, komme leider deswegen jetzt erst zum Schreiben.


    Antje77: Ich arbeite ja nicht jeden Tag, und sie löst mich auch nicht jeden Früh ab. Daher ergibt das im Schnitt "nur" eine Stunde. Und ja, vielleicht bin ich zu geduldig und zu gutmütig in gewesen. Ich hab im letzten Jahr einfach so viel Streit wegen Scheidung, Umgang und Unterhalt gehabt, dass ich einfach keine weitere Energie auf noch einen Konflikt verwenden wollte/konnte.


    Das mit dem Buch führen ist eine gute Idee... das werde ich ab jetzt auf jeden Fall machen. Und das mit der schriftlichen Übergabe auch. Inwieweit es möglich ist, die Arbeitszeiten zu verändern, ist fraglich. Aber ich werde es mal anregen.


    Ich danke euch nochmal für eure Antworten, sie zeigen mir, dass ich nicht überempfindlich in dieser Sache bin, sondern jetzt wirklich mal was machen muss.


    LG, JayCee

    Vielen Dank für eure Antworten. [Blockierte Grafik: http://www.allein-erziehend.net/forum/wcf/images/smilies/danke.gif]


    Dann werde ich wohl nochmal das Gespräch mit ihr suchen und, falls das nicht wirkt (was ich allerdings befürchte) den Weg zur Chefin antreten.



    Das Labor, auch nur für 10 Minuten, unbesetzt zu lassen, geht leider nicht... da ist der Teufel los. Ich meine, wir verwalten ja z.B. auch Blutkonserven und so weiter. Wenn da ausgerechnet in dieser Zeit was kommt... das geht leider nicht. Aber das mit der schriftlichen Übergabe halte ich mal im Hinterkopf, das ist eine gute Idee.

    Hallo zusammen,


    ich habe ein Problem mit einer Kollegin, und weiß nicht so recht, was ich machen soll. Vielleicht erstmal das ganze "Drumrum"


    Ich arbeite Nacht- und Wochenenddienste in einem Krankenhauslabor. Unter der Woche fängt der Dienst abends um 18:30 an und endet um 7:30 am nächsten Morgen. Während dieser Zeit ist meine Kleine bei meinen Eltern - beide ebenfalls berufstätig. Sie müssen um 8:00 das Haus verlassen. Da ich ca. eine viertel Stunde Arbeitsweg habe, eigentlich kein Problem. Ich übernehme dann die Kleine (4), gebe ihr den "letzten Schliff" - meist Zähneputzen und Kämmen - und bringe sie in den Kindergarten, wo sie um 8:30 spätestens sein soll.


    Wie gesagt, ein recht straffer Zeitplan, aber es haut hin.


    AUSSER... besagte Kollegin löst mich in der Früh ab - was relativ häufig ist, weil sie hauptsächlich morgens arbeitet. Jedes Mal - und ich meine wirklich jedes Mal - kommt sie ca. 10 Minuten zu spät (Ich habe kein Problem damit, wenn es MAL passiert. Wirklich nicht. Aber ich bin jetzt seit über einem Jahr dort, und die Male, die sie auch nur annähernd pünktlich war, kann ich an einer Hand abzählen). Bis dann Übergabe gemacht ist, ich bei meinem Auto bin, ist es dann 10 vor 8, und der ganze schöne Zeitplan ist futsch. Bis ich daheim bin, scharren schon meine Eltern mit den Hufen, weil die natürlich auch ärger bekommen, wenn sie zu spät in der Arbeit sind. Die Folge: Ich gestresst, Eltern gestresst, und in der Folge auch Mini gestresst, denn die bekommt das natürlich mit. Dadurch dreht sie total auf, alles dauert länger, wir kommen zu spät in den Kindergarten - noch mehr Stress.


    Außerdem stinkt mir, dass ich quasi auf "ihre Zeit" arbeite. (Ich werde dort nach Stunden bezahlt, und die zu spät kommerei läppert sich ganz schön, das macht im Monat fast eine Stunde aus). Klar, das ist jetzt ein bisschen kleinlich. Und wie gesagt, wenn es nur vereinzelt passieren würde, wärs mir echt egal. Aber so, wie die Situation ist, finde ich das echt frech.




    Nun weiß ich nicht recht, was ich tun soll. Ich habe versucht, mit der Dame zu reden. Danach war's einmal gut, und dann wieder das Selbe wie vorher.


    Ich fix und fertig umgezogen, strenger Blick zur Uhr, wenn sie kam - null Effekt. Und nun?



    Einfach pünktlich gehen? Fällt aus, ich kann das Labor ja nicht einfach unbesetzt lassen, und eine Übergabe muss ich natürlich auch machen.


    Versuchen, es mit ihr persönlich zu klären? Hat nichts gebracht. Und viel sagen traue ich mich auch nicht, da die Dame sehr schnell mit Anwalt und Betriebsrat wegen Mobbingvorwürfen bei der Hand ist. Warum sie so ist - keine Ahnung, vielleicht ist da vor meiner Zeit mal was vorgefallen, auf jeden Fall braucht man nur mal schief schauen, und sie fühlt sich gemobbt.


    Bei der Chefin melden? Dieses Denunziantentum liegt mir so garnicht. Vor allem, da diese Kollegin - nun sagen wir mal - nicht zu den Beliebtesten im Kollegenkreis zählt. Da will ich nicht noch dazu beitragen, dass gegen sie Stimmung gemacht wird. Bis jetzt habe ich es prima geschafft, mich aus der ganzen Sache rauszuhalten (das ist das Praktische daran, wenn man fast nur alleine arbeitet), und ich fürchte, wenn ich jetzt was sage, gerate ich zwischen die Fronten.



    Aber irgendwas muss ich jetzt mal machen. Heute früh kam sie um DREIVIERTEL ACHT (!!!) reingeschlappt und meinte ganz gönnerhaft: "Wenn du willst, kannst du jetzt gehen." Mir wär beinahe die Hutschnur hochgegangen. Hab einfach nur meine Sachen geschnappt und bin gegangen (zum Übergeben war Gott sei Dank heut nichts).


    Ich habe Angst, dass meine Eltern auch irgendwann mal genug haben. Die Jüngsten sind sie ja auch nicht mehr, und Stress haben sie auch ohne meine Kollegin zur Genüge - ich übrigens auch, aber das betrifft ja nur mich. Und natürlich fände ich es für Mini auch schöner, wenn keine gestresste, genervte Mama nach Hause kommt. Ich meine, ich bin eh schon ein bisschen dünnhäutig, wenn ich in der Früh heimkomme - wenig Schlaf, viel Action, da brauch ich nicht noch zusätzlich so einen Schmarrn.




    Was würdet ihr denn an meiner Stelle tun?

    So, wie Rosefield ihren... Partner beschreibt, würde ich auf keinen Fall das Gespräch in den eigenen 4 Wänden suchen (wenn ich denn wirklich noch das Bedürfnis hätte zu sprechen) Wenn er so dermaßen versucht, sie zu kontrollieren, dürfte er doch beim kleinsten Anzeichen, sie würde sich dieser Kontrolle entziehen, vollends durchdrehen. Zumindest würde ich vorsichtshalber damit rechnen und meine Vorkehrungen treffen - sprich, erst mal mich und vor allem die Kinder in Sicherheit bringen (inklusive Pässen, Krankenkarten, Bank- und Versicherungsunterlagen etc.). Selbst wenn dieser Mann Hilfe braucht, glaube ich nicht, das Rosefield in dieser Situation diejenige ist, die sie ihm bieten kann. Da müssen Experten ran.


    Just my 2 Cents...

    Ich würd dir raten: Raus da, und zwar besser heut als morgen. Das nötigste zusammenpacken, wenn er mal nicht da ist, und ab zu Freunden, Eltern, Verwandten... zur Not ins Frauenhaus o.ä. Klar braucht er vielleicht Hilfe. Aber mir würde die Unversehrtheit meiner Kinder vorgehen. Ich würd mich nicht drauf verlassen, dass diese Ausraster sich nur auf mich beschränken. Oder nur dann stattfinden, wenn die Kinder außer Haus sind. So, wie du ihn beschreibst, ist er unberechenbar.


    Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute [Blockierte Grafik: http://www.allein-erziehend.net/forum/wcf/images/smilies/troest.gif]

    Ich habe mittlerweile vor einem dreiviertel Jahr eine Beistandschaft beantragt, und im März hat das JA einen pfändbaren Titel gegen meinen Ex erwirkt. Im Allgemeinen lief die Zusammenarbeit mit dem Amt sehr gut, wenn ich mir auch immer die Stichtage im Kalender notiert und ein oder zwei Tage später bei meiner Sachbearbeiterin den aktuellen Stand der Dinge erfragt habe. Sie war nie ungeduldig, hat sich immer Zeit für mich genommen und auch (finde ich sehr beachtlich) immer gewusst, wer ich bin und um was es geht, ohne erst meine Akte rauskramen zu müssen. Allerdings habe ich mich wirklich immer dahinter geklemmt, dass es weitergeht - wie gesagt, mich zu den Stichtagen gemeldet und das weitere Vorgehen besprochen.


    Außerdem hat, während meine Scheidung gelaufen ist (bis Oktober), meine Anwältin bei jedem Telefonat nachgefragt, wie es denn bei der Unterhaltsfront so steht und mir gesagt, in welche Richtung sie jetzt gehen würde. Das fand ich auch sehr hilfreich - ich habe immer gewusst, wo die Reise hingehen soll und wie ich auch am Ziel ankomme.


    Ich wünsch dir auf jeden Fall mehr Glück mit deinem neuen Sachbearbeiter und ggf auch mit deinem neuen RA

    Ich hab nochmal eine Frage zu den Aktivitätspunkten. Gibt`s die noch? Bei mir werden die seit dem Update nicht mehr angezeigt. Da ich doch gerne mal am Chat teilnehmen würde, würde mich schon interessieren, wie das nun geregelt wird. :hae:

    Hallo Dragonia,


    habe einen ähnlichen Fall durch, wobei sich bei uns mittlerweile gottseidank alles zum Friedlichen gewandt hat.


    Mein Ex hat auch nach längerer Zeit des rein virtuellen Kontakts beschlossen, unsere Kleine 3 Wochen zu sich zu holen (damals war sie 3), um sie seiner (mittlerweile Ex) Next vorzustellen. Hatte ich auch prinzipiell nichts dagegen, ich habe nur angeregt, dass es vielleicht klüger wäre, nicht drei Wochen am Stück zu machen, sondern erstmal kürzere Etappen in geringeren Abständen - erst ein verlängertes WE, dann vielleicht eine Woche, dann zwei Wochen. Ich hätte mich sogar an den Fahrtkosten (bzw. Übernachtungskosten, falls er hier bei uns hätte übernachten wollen) beteiligt. Da er zu dieser Zeit arbeitslos war, wäre es auch zeitlich kein Problem gewesen.


    Langer Rede, kurzer Sinn, es wurde ein Riesenfass aufgemacht. Ich habe dann wider besseren Wissens dem Aufenthalt zugestimmt. 2 Wochen lief es wohl ziemlich gut, dann war es der Kleinen offensichtlich zu viel. Da hat sie wohl massiv angefangen nach mir zu weinen usw. Als sie dann nach drei Wochen wiederkam (nach einem riesen HickHack, weil ihm plötzlich angeblich alles mögliche dazwischen kam, weswegen er die Kleine auf keinen Fall zum vereinbarten Zeitpunkt zurückbringen könnte), hatte ich ein total verstörtes Kind (Aussage KITA, Freunde, Familie). Ich bin dann erstmal zu nem Kinderpsychologen mit ihr gegangen, der mir auch gute Tipps gegeben hat, wie ich ihr helfen konnte, mit dieser Situation umzugehen. Vor allem, da ich ihr den Vater ja nicht madig machen wollte (was mir echt schwer gefallen ist, da ich einen ganz schönen Hals hatte).


    Besagter Psychologe hat mir übrigens auch gesagt, dass Telefonieren oder SKYPE für so kleine Kinder viel zu abstrakt sind, um eine Bindung aufzubauen - soviel zum Thema, dein Kleiner "kennt" seinen Vater ja, weil 1x die Woche SKYPEt.


    Zeitgleich kam ein Brief seines Anwalts, in dem mir Kindeswohlgefährdung vorgeworfen wurde - aus den fadenscheinigsten Gründen. Weil ich im zweiten Stock wohne z.B. Oder weil ich arbeiten gehe (logisch, muss ich ja, wenn er keinen Unterhalt zahlt), er aber arbeitslos ist und deswegen viel mehr Zeit hat, sich um das Kind zu kümmern. Und noch eine ganze Liste von an den Haaren herbei gezogenen Sachen, über die meine Anwältin nur den Kopf geschüttelt hat (soviel zum Thema Kompetenz des gegnerischen Anwalts. Der hat nicht mal den Namen unserer Tochter richtig geschrieben. :nanana


    Naja, nach einem halben Jahr Schlammschlacht haben wir dann bei unserer Scheidung eine Umgangsvereinbarung geschlossen, die besagt, dass die Kleine im Quartal ca. 2 Wochen bei ihm verbringen kann. Alle 2 Wochenenden wäre einfach nicht praktikabel gewesen. Mit dieser Lösung leben wir alle recht gut. Telefonieren tun die beiden auch recht häufig.


    In unserer "Heißen Phase" ist es aber bei uns fast genauso abgegangen wie bei euch. Vielleicht macht dir das ein bisschen Mut. Ich mein, dass das ganze Elend irgendwann ein Ende hat und Frieden einkehrt. Das hätte ich vor einem Jahr auch noch nicht gedacht. Also, Kopf hoch, und halt die Ohren Steif :troest


    LG, JayCee

    Hallo Marian,


    hier meine Erfahrungen mit einem Papa aus Entfernung:



    Mein Ex wohnt ca. 600 km von uns entfernt, und nachdem jetzt die "heiße Phase" der Trennung vorbei ist, klappt es mit dem Umgang ganz gut. Er sieht unsere Tochter (4 1/2) im Quartal jeweils für ca. 2 Wochen (länger klappt noch nicht... da wird das Heimweh bei ihr dann doch zu groß) und dazwischen wird ziemlich viel telefoniert - auch mit der "neuen" Frau an Papas Seite, zu der unser Sonnenscheinchen ein hervorragendes Verhältnis hat. Wenn sie mal in der Schule ist, werden wir sehen müssen, wie wir das regeln... doch mittlerweile bin ich recht optimistisch, dass wir das hinbekommen.


    Klar ist diese Lösung nicht das Optimum - das schönste für alle Beteiligten wäre es natürlich, in einer intakten, friedlichen Familie zu leben. Aber ich glaube, dass es einem Kind viel mehr schadet, wenn ein Partner auf Dauer mit seiner Lebenssituation todunglücklich ist. Im Moment schaut es bei uns so aus, als ob jeder seine Nische in diesem Arrangement gefunden hat, und wir sind alle recht zufrieden damit.


    Mein Fazit: Die Anfangszeit war ziemlich besch... eiden. Vor allem für uns Erwachsene. Unsere Tochter - obwohl ziemliches Papakind - hat das Ganze echt gut weggesteckt. Und auch der Papa kommt ganz gut damit zurecht. Ob es für euch auch so funktionieren würde, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber vielleicht kann ich dir mit unserer Erfahrung ein bisschen weiterhelfen.


    LG

    Hallo zusammen,


    ich bin alleinerziehende Mama einer vierjährigen Tochter. Wir beide leben mit unserem Hund Sammy im Süden Bayerns. Ohne Papa sind wir seit fast zwei Jahren, die Scheidung war im letzten Oktober. Nach einigem Hickhack haben wir aber wieder recht vernünftigen Kontakt, und er sieht unsere Kleine ziemlich regelmäßig.


    Da unter meinen Bekannten leider (bzw. Gottseidank) keine geschiedenen Elternpaare sind, hoffe ich, mich in diesem Forum über die "Alltagsprobleme" von Alleinerziehenden austauschen zu können.


    LG, JayCee