Hallo zusammen,
ich habe keine Ahnung, ob das hierhin gehört... aber ich schreib's mir einfach mal von der Seele. Und vielleicht ist ja auch zufällig jemand da, der sich da ein bisschen auskennt.
Also, die Sache ist die. Kurz nach der Trennung vom KV musste ich Privatinsolvenz anmelden (Schulden aus Krediten, die ich für ihn aufgenommen habe, Raten für ein Haus, die er nicht mehr bedienen konnte/wollte, da er einen auf arbeitslos und später Schüler machte - er macht gerade seinen Meister, hat aber eine abgeschlossene Berufsausbildung - Und er zahlt auch keinen Unterhalt). Ich also auf einmal AE, Gottseidank mit Job, war nicht in der Lage sämtliche Raten alleine zu bedienen. Nun werde ich ja nach Stunden bezahlt und konnte deswegen einfach mehr Stunden arbeiten. habe und zusätzlichem Nebenjob - wenn ich alles zusammenzähle, komme ich monatlich auf 40 - 45 Stunden. Und trotzdem hat's einfach nicht gereicht. Daher hab ich mich schweren Herzens für diesen Schritt entschieden.
Nun ist es bei PI ja so, dass der Arbeitgeber alles, was über den Selbstbehalt geht (in meinem Fall ca. 1400€) hälftig gepfändet wird. Ist auch in Ordnung so, schließlich habe ich die Schulden ja verursacht.
Zu meinem Hauptjob muss man sagen, dass ich, wie gesagt, nach Stunden bezahlt werde. Das Gehalt differiert also von Monat zu Monat. Dementsprechend differiert natürlich auch der pfändbare Anteil meines Gehalts. Dazu kommt, dass ich quasi erst im Monat nach der erbrachten Leistung bezahlt werde (weil ich ja erst am Ende des Monats weiß, wie viele Stunden ich tatsächlich gearbeitet habe) Sprich, jetzt, Ende April habe ich das Märzgehalt bekommen. Ein bisschen kompliziert, das Ganze, aber ich denke, dass jemand, der in einer Lohnbuchhaltung arbeitet, diesen Sachverhalt doch verstehen sollte.
Im März habe ich also mein Februargehalt bekommen und mich schon gewundert, dass ich überdurchschnittlich viel bekommen habe. Leider war meine Gehaltsabrechnung nicht bei den anderen dabei, so dass ich das Ganze nicht überprüfen konnte (wobei meine Gehaltsabrechnungen so kompliziert gehalten sind, dass nicht mal meine Insolvenzverwalter durchblickt, also ist das mit dem Überprüfen auch so eine Sache). Ich also alle Kollegen befragt, ob jemand versehentlich meine mit eingesteckt hat (wir sind 3 Kolleginnen mit gleichem Vornamen, da kann das schonmal sein). Nix da. Ich also in der Personalabt. nachgefragt, ziemlich pampige Aussage: "Die muss da dabeig'wesen sei, aber mei, dann schick I's Eana hoit zua.". Nach fast einer Woche - mittlerweile eine Woche vor Karfreitag - kam die Gehaltsabrechnung mit Brief: "Leider wurde bei Ihrer letzten Gehaltsabrechnung das Urlaubsgeld vom letzten September nochmal ausgezahlt, das wird bei der nächsten Auszahlung dann einbehalten."
Außerdem habe ich festgestellt, das die Pfändung nicht an den Insolvenzverwalter ausgezahlt wurde. Bei dem, was ich den Monat bekommen habe, immerhin 400€. Wenn es korrekt, ohne "falschen" Urlaub ausbezahlt worden wäre, hätte ich nur 100€ abtreten müssen. Am Montag darauf habe ich dort angerufen, da war die Sachbearbeiterin leider im Urlaub
Natürlich wurde das falsche Urlaubsgeld diesen Monat einbehalten. Der Rest hat nichtmal ganz für die Miete gereicht. Gottseidank habe ich mir vom letzten Monat noch was aufgehoben, weil ich schon sowas geahnt habe. Allerdings ist es nun so, dass ich, trotz dem Urlaubsgeld nicht über die Pfändungsgrenze gekommen wäre. Sprich, 300€ sind futsch (bzw. werden futsch sein, denn ich muss die fehlende Pfändung ja nachzahlen)
Nochmal zusammengefasst
März: 2200€ Ausbezahlt = 800€ (incl. 600€ falsches Urlaubsgeld) über SB => 400€ Pfändung (Ohne falsches Urlaubsgeld 600€/2=300€ wären es 100€ gewesen)
April: 800€ ausbezahlt (+ 600€ falsches Urlaubsgeld wären 1400€ => keine Pfändung
Ergo hätte ich für beide Monate nur 100€ abgeben müssen. Also sind 300€ einfach weg.
Heute habe ich nochmal bei meiner Sachbearbeiterin angerufen. Auf die Frage hin, warum der Septemberurlaub nochmal ausbezahlt wurde, meinte sie ganz lapidar: Da hab ich keine Ahnung. Warum ich keine Lohnabrechnung bekommen hätte? Sie hätte halt gemerkt, dass da was nicht stimmt. Ich sei ja informiert worden. Als ich erwidert habe, dass ich ja erst mal nachfragen musste, bevor da was kam, meinte sie nur: "Na, wenn sie das sagen!" Und der Abschuss: Ich hätte ja garkein pfändbares Einkommen, weil ich im Schichtdienst arbeite.
HÄÄÄÄÄÄ????
Naja, heut Nachmittag habe ich einen Termin mit ihrer Vorgesetzten, mal schauen, was die sagt. Das regt mich so auf. Ich meine, ich arbeite ja da auch zuverlässig, da ist es doch eigentlich selbstverständlich, dass ich da auch zuverlässig und vor allem richtig bezahlt werde. Klar macht das mit einer Insolvenz ein bisschen mehr Arbeit. Aber soooo kompliziert kann das doch nicht sein, das macht doch eh der PC, oder nicht?
Ach Mann, das ist so nervig und so unnötig.
Danke fürs Lesen.