Dieses "nichts müssen müssen", das Jannne in ihrem Post beschreibt, ist in meinen Augen auch ein großes Problem, gerade am Schulanfang. Da müssen halt auch mal Sachen gemacht werden, die keinen Spaß machen, und zwar auch, wenn Kind Grad mehr Lust auf andere Dinge/Aktivitäten hat. Wenn Kind das in 6 Jahren vor der Einschulung nicht gelernt hat, sich nicht nur ein- sondern auch mal unterzuordnen, wenn es keine "Ansagen" von Erwachsenen kennt, weil in der Familie alles und jeder nur um das Kind gekreist hat, ist die Einschulung natürlich ein "Schock".
Mein Neffe wird erzogen wie oben beschrieben, und ich ich Frage mich echt, wie das im September laufen soll. Er hat keine Lust auf KiTa - dann bleibt er halt zu Hause bei Oma. Er möchte zwei Wochen nichts anderes essen als Nutellabrot - dann bekommt er das auch. Er möchte nicht, wie von langer Hand vom Rest der Familie geplant, in den Freizeitpark fahren, weil er sich dafür entscheidet, "noch eine Folge" anzuschauen - dann bleiben er und seine Eltern halt zu Hause oder kommen später nach.
Ich bin gespannt auf das Theater, wenn zum ersten Mal was im der Schule gemacht werden muss, was ihm nicht passt. Und dann stell ich mir vor, die Lehrperson hat nicht nur einen von der Sorte, sondern 10 oder mehr... Ich weiß nicht, wie da geregelter Unterricht möglich sein soll, und das bremst halt dann die ganze Klasse.