Beiträge von musicafides

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    Siehst musicafides...einen Versuch ist es Wert...auf Kosten des Kindes

    Wenn man da mit Fingerspitzengefühl vorgeht, dann muss es nicht auf Kosten des Kindes sein. Nach meiner Erfahrung sind da Kinder oft flexibler, als wir Erwachsenen das denken. Die Herausforderung ist natürlich, das Kind so mitzunehmen, dass es nicht auf dessen Kosten ist. Da sehe ich in diesem Fall durchaus Potenzial.

    Er soll sich um einen neutralen Raum kümmern

    Das kann man unterschiedlich sehen. Wir hatten eine Zeitlang begleitete Umgänge beim Kinderschutzbund, als die Kinder in Pflegefamilien waren - und das war aus Sicht von uns Eltern eher suboptimal. Natürlich kann man das nicht auf diesen Fall direkt übertragen, aber ich finde zumindest, es ist einen Versuch wert. Wenn die Abneigung des Kindes, sich auf seinen Vater einzulassen, besteht, unabhängig davon, wo sie sich sehen, dann muss eh woanders geschaut werden.

    Der Vater hat sich gekümmert? Die einfachste Lösung hat er genommen, der Vater schafft es nicht, beim Spaziergang einen Draht zum Jungen aufzubauen, aber in der Whg des Vaters soll es besser sein? Hier wird dem Vater der Poppes gepudert - Hauptsache er bekommt sein Recht, wie der Junge sich fühlt, ist egal?

    Sehe ich mit Verlaub anders. Wenn man jeden Versuch des KV gleich abwertet, weil das Kind Zurückhaltung zeigt (sehr verständlich aus meiner Sicht), dann kann er machen, was er möchte und hat keine Chance. Find ich eher nicht so konstruktiv, ganz ehrlich gesagt.

    Gefühlt hatte ich im Laufe der Jahre den Eindruck, dass bei manchmal schwierigen und "unauflösbaren" Situationen sich die Gerichte "einen schlanken Fuß" machen

    Ganz meine Erfahrung. Es wird ein Gutachten für teures Geld beauftragt, und da es ja so viele Anträge gibt, wird erst probiert, ob die Eltern sich auf einen Vergleich einlassen (aber dazu bräuchte es kein Gericht). Ich habe der Richterin im letzten Verfahren auch ganz deutlich meine Vermutung mitgeteilt, es ginge wohl darum, den Fall schnell zu bearbeiten und nicht so sehr, einen dem Kindeswohl entsprechenden Beschluss zu finden. Wie gut, dass es damals eine kompetente Verfahrensbeiständin gab, sonst wäre der Beschluss vermutlich noch schlechter ausgefallen. Nicht auszudenken, was wäre, wenn ich jetzt UET wäre und die Kinder bei jeder Psychose der Mutter auf sich gestellt wären ... da die KM kein stabiles soziales Umfeld hat und auch keinen Plan B hat, falls sie mal ausfällt ... aber ich schweife ab.

    Ja waren/sind verheiratet, aber nur kurz und seit Trennung habe ich meinen Sohn bei mir. Wieso sollte der KV dann also Wechselmodell bekommen.

    Weil Elternschaft und Ehe bzw. Form des Zusammenlebens nichts miteinander zu tun haben. Und weil ein Kind zu beiden Eltern gehört. Deswegen ist das Wechselmodell gut, wenn dem Kind ermöglicht werden soll, regelmäßigen und verlässlichen Kontakt zu beiden Eltern zu haben. Das Kind ist ja weder Eigentum der Mutter noch des Vaters. Deswegen kann der eine Elternteil ohne den anderen nicht eigenmächtig festlegen, wie der Kontakt zum anderen Elternteil sein soll.

    Der Grad zwischen Anteilnahme und Co-Abhängigkeit ist schmal.

    Und deshalb finde ich es gut, wie TS sich (mittlerweile) abgegrenzt hat, zuletzt auf die Versuche, es doch nochmal miteinander zu versuchen, ablehnend reagiert hat, um sich zu schützen. Kann das aus eigener Erfahrung sagen, wie wichtig das ist: die Mutter meiner Kinder rennt schon ihr ganzes Leben lang vor ihrer Erkrankung davon und ich muss davon ausgehen, dass das auch so bleibt. Ich kann ihr nicht helfen und will das auch gar nicht. Sie würde sich auch von mir gar nicht helfen lassen wollen (außer es dient ihr selbst zum Vorteil). Da habe ich früh verstanden, dass ich mich abgrenzen muss, mich eben nicht vor ihren Karren spannen lasse. Das erleichtert es mir auch, ihr gegenüber wohlwollend zu sein und den Kontakt der Kinder mit ihrer Mutter nach meinen Möglichkeiten zu unterstützen. Es sind die Kinder, welche mit der Erkrankung ihrer Mutter leben müssen, und ich versuche ihnen dabei zu helfen (ergänzend zu therapeutischen Angeboten). Es ist ihr Leben, welches sie nach ihren Vorstellungen leben können muss - nicht meines. Auch das ist für mich ein wichtiger Teil der Abgrenzung. Anders gesagt: ich mische mich nicht in ihre Angelegenheiten ein.

    Ich kann dir nur meine Seite dazu schildern und dir sagen das ein Gespräch vorher durchaus sinnvoll ist

    Nicht nur sinnvoll, sondern unerlässlich - und wenn man das zu zweit nicht hinbekommt (was ich gut verstehen kann, auch aus eigener Erfahrung), dann mit Unterstützung Dritter (z. B. beim Jugendamt, Kinderschutzbund, Caritas o. ä.).

    Gestern hab ich meinen Sohn abgeholt und er hat geweint. Der KV meinte nur: klar weil er nicht weg wollte. Der dreht das immer für sich hin. Was soll so eine Inszenierung.

    Gestehe doch einfach mal dem KV eine andere Wahrnehmung zu, als es Deine eigene ist. Ich finde, Du solltest dringend mit professioneller Unterstützung daran arbeiten, Euren Sohn als eigenes Individuum zu sehen und weder als Deinen Besitz noch als Anhängsel von Dir.


    Tu es dem Kind zuliebe. Und vielleicht kannst Du Dir ja auch eingestehen, dass Du so voller Hass auf den KV bist, dass Du Deine Mutterrolle derzeit nicht so wahrnehmen kannst, wie es für Euer Kind gut wäre.


    Arbeite an Dir, anstatt Dich am KV abzuarbeiten!

    Ich weiß es nicht, ich muss aber auch ehrlich dazu sagen, dass ich den Wahrheitsgehalt nicht überprüft habe,

    Ich denke, die Frage nach dem Wahrheitsgehalt wirst Du nie klären können, das ist müßig. Worauf es m. E. ankommt, für die Kinder präsent zu sein in ihrer jeweiligen Situation, mit ihnen Freud und Leid zu teilen. Was die KM macht oder auch nicht, wirst weder Du, noch werden das andere ändern können. Sei Du für die Kinder der Vater, den sie brauchen. Du bist immer noch viel zu sehr auf der Beziehungsebene - der ewige Kampf gegen die KM, bei denen die Kinder die Verlierer sind.


    Fang doch mal ganz einfach an. Wenn Du Deine Kinder ins Bett bringst, frage sie, was das Schönste an diesem Tag für sie war. Vermittle ihnen durch Dein Handeln, dass Du für sie da bist, anstatt durch Deine Worte zu glänzen. Irgendwann wirst Du damit für sie nicht mehr überzeugend sein.


    Im Vordergrund sollte für Dich stehen, an der Beziehung zu Deinen Kindern zu arbeiten und diese so stark werden zu lassen, dass Störungen von außen egal werden. Und da bist Du noch lange nicht. Also fang heute damit an. Die Zeit ist besser in die Kinder investiert, als hier im Forum ständig neue Themen zu eröffnen und sich wortreich gegenüber anderen hier zu verteidigen.

    Er will nicht verstehen dass wir ihn nicht mehr wollen

    Ein Kind hat Recht auf eine Beziehung mit beiden Eltern. So, wie ich es lese, klingt es für mich so, als wolltest Du den Vater einfach durch Wegzug entsorgen. Als wäre Deiner Meinung nach Euer gemeinsames Kind Dein Eigentum. Ist es aber nicht. Das Kind ist ein eigenes Individuum mit eigenen Rechten.


    Ich will auf jeden Fall nicht riskieren dass er meinen Sohn bekommt.

    Ich denke, Du solltest erst einmal arbeiten, dass Ihr eine gemeinsame Elternschaft leben könnt. Das ist das Beste für das Kind. Nichts schadet nachhaltiger, als wenn Eltern nicht mehr reden können oder sich bekriegen.

    Das liegt daran, dass das fachkundige Institutionen sind und alle Infos haben, die ihr nicht habt und ihr euch dadurch nur ein eingeschränktes Bild machen könnt.

    Warum machst Du dann nicht genau das, was die fachkundigen Institutionen Dir raten? Warum fragst Du uns hier dann zusätzlich? Was soll Dir das bringen? Wessen Meinung vertraust Du, außer Deiner eigenen? Manchmal kann es sich lohnen, auch mal über andere Vorschläge nachzudenken, gerade dann, wenn sie überhaupt gar nicht so dem entsprechen, was Du bisher kennst.


    Du kannst ruhig mal davon ausgehen, dass mindestens die überwiegende Anzahl derer, die Dir Vorschläge hier gemacht haben, ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder zumindest andere kennen, die in ähnlicher Situation waren.

    Auch psychische Gewalt wird beim Jugendamt und vor Gericht sehr wohl bedacht...man müsste dafür nur Tatsachen schaffen.

    Das ist schwierig, nachzuweisen. Denn wenn es keinem Dritten auffällt, dann kann das leicht unter "persönliche Wahrnehmung der Realität" verbucht werden.


    Frage an die TS: um welche objektive Nachweise psychischer Gewalt geht es denn? Wer sonst außer Dir hat von dieser Kenntnis?