Beiträge von Jannne

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    8) Und genau das, kann zu dem werden, dass er dich dann nie wieder loslässt und zu deinem Leuchtturm im Leben wird. Ach und das Schlimmste... ohne ihn kann ich nicht einschlafen, döse nur, er muss neben mir liegen sonst wird das nüschts. 😅

    Schön wärs...


    Alleine schlafen habe ich mittlerweile gelernt - wäre auch schlimm, wenn es anders wäre.


    Was ich oben geschrieben habe ("Damals hat mir auch nichts gefehlt") stimmt nicht ganz. Das Dasein als Alleinerziehende ist anstrengend. Vor allem, wenn man keinerlei familiäre "Rückendeckung" hat und alles an einem selbst hängt. Wenn eben nicht Mama, Papa, Oma, Opa, Onkel, Tante, Geschwister oder sonstwer da ist, der einem bei der Kinderbetreuung hilft, wenn man wirklich für jede Stunde Kinderbetreuung ZAHLT. Das war in der Tat schwierig.


    "Fahrdienste" kann man organisieren, ohne ein soziales Netz ist man aufgeschmissen. Aber ich weiß noch sehr gut, wie schwierig es manchmal war, nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag heim zu kommen und es ging nahtlos und ohne Pause weiter. Wie müde ich oft war. Es geht mir noch heute so, dass ich in die Wohnung reinkomme und sofort "in Aktion" bin bzw. bleibe. Meine Freundinnen meinten immer "Warum setzt du dich nicht erst mal hin und trinkst nen Tee und entspannst ne Runde?" Aber das sind Überbleibsel von damals. Mein Tag war strikt getaktet und das über Jahre hinweg.


    Klar genieße ich es auch, heimzukommen und meine Ruhe zu haben - es ist immer tagesformabhängig. Aber manchmal ist da auch wirklich die krasse Ablehnung, das "ich mag jetzt echt nicht in die Wohnung fahren" und so kommt es, dass ich dann nach einem Arbeitstag von 7.30 bis 19.30 Uhr noch mal eben einkaufen fahre und dann auf dem Parkplatz im Auto am Handy sitzend irgendwelche Spiele (Phase 10) spiele - eben weil ich keinerlei Ambitionen verspüre, in die Wohnung zu fahren. Obwohl die Wohnung an sich sehr schön ist. Aber das gibt mir nichts. Der Fernseher war noch nie mein bester Freund und sonst ist da nicht viel, warum es sich lohnt, in eine leere Wohnung zu fahren. Das ist kein "nach Hause" kommen.


    Das, was ich jetzt lebe, habe ich mir so nun wirklich nicht und niemals gewünscht. Ich habe mir stets ein "wir" und "gemeinsam" gewünscht. Mit meinen Kindern hatte ich dies und insofern war das vollkommen okay. Nun sind sie groß und selbstständig, gehen ihre eigenen Wege und das ist auch gut und richtig so. Mich hätte man mit 18, 19 oder 20 auch nicht aufhalten können. Es ist wie es ist aber manchmal frage ich mich tatsächlich, ob ich überhaupt noch in der Lage bin... sozusagen zu vertrauen, mich tatsächlich auf einen anderen Menschen zu "verlassen" (obwohl ich mir das sehr wünsche). Denn: ich habe immer einen Plan B.


    Edit: und was auch immer irgendwie "gefehlt" hat, war jemand, der "mitdenkt", auch mal Verantwortung übernimmt. Jemand, mit dem man sich austauschen kann, der zuhört und dem man selbst auch zuhören kann. Der dann einspringt, wenn es "brennt", genauso wie man selbst einspringt, wenn es beim anderen eng wird. Dem man wirklich "vertrauen" kann, wenn einen etwas beschäftigt, was durchaus über das hinausgeht, was man Freunden oder Bekannten erzählt. Es gibt z.B. Berufe, die der Dienstschweigepflicht unterliegen und da wird es dann happig. Ein Partner hat da rein theoretisch zumindest (sofern er den Nerv dazu hat...) eine andere "Wertigkeit". Da ist eine andere Basis - sozusagen. Ob es das wirklich gibt - keine Ahnung. Aber so sollte es sein - zumindest aus meiner Sicht. Und das ist etwas (unter anderem), was Freunde / Freundinnen einem niemals ersetzen können. Und ein Hund schon mal rein gar nicht.


    Vom "Leuchtturm" und nicht schlafen können mal ganz abgesehen.


    Aber heutzutage ist es ja schon fast ein Affront, eine Zumutung, wenn man zugibt, dass man sich so etwas durchaus "wünscht". Heutzutage (oder in meinem "Alter"?) ist es extrem wichtig, auf den eigenen Beinen zu stehen, unabhängig zu sein, niemanden zu "brauchen", sich bloß nicht "abhängig" zu machen, den anderen ja nicht zu sehr zu "fordern" und ihm erst Recht nicht auf den Zwirn zu gehen. Und das finde ich ehrlich und sehr deutlich gesagt: armselig.


    Früher habe ich in diesen Thread nicht reingeschaut, weil mir das alles viel "zu hoch" war. Aber die Zeiten ändern sich - oder auch man selbst?!

    Ganz kurz noch (ich muss gleich ins Büro...):


    Ich denke, es ändert sich auch mit der Zeit und in den unterschiedlichen Lebensphasen.


    Als meine Kinder klein waren, hätte mich diese Diskussion in keinster Weise interessiert. Ich war zwar eh immer "alleine" unterwegs. In der Nachbarschaft war ich die "alleinerziehende Verheiratete". Weder Herr KV noch Herr Noch hatten ein besonderes Interesse an einem Familienleben oder an gemeinsamen Unternehmungen mit den Kindern und mir. Herrn KV war das insgesamt zu viel, zu anstrengend, er wollte am Wochenende lieber seine Ruhe haben und am Rechner sitzen und spielen, Herr Noch kam nicht damit klar, dass da zwei Kinder waren und er mich quasi mit ihnen "teilen" musste. Dadurch, dass er dann regelmäßig schlechte Laune verbreitet hat (und mehr, teils kamen genau da auch die körperlichen Aggressionen), sind wir zu dritt (ich und die Kinder) halt alleine losgezogen. Und wenn die Kinder keinen Bock hatten, habe ich mich halt mit anderen verabredet oder bin ganz alleine losgezogen. Ich schreibe das nicht, um Mitleid zu heischen oder so - es war einfach Fakt. Und damals hat mir auch nichts gefehlt.


    Vielleicht sind es die Wechseljahre, vielleicht ist es sonstwas, aber so wie es aktuell ist... ist es okay. Ich habe meinen Beruf, in den ich mich voll reinhänge. Aber ob mir das für den Rest meines Lebens reicht, wage ich zu bezweifeln.

    Hach ja... die leidige Partnersuche... und dann die "Ansprüche" von außen (aber auch die eigenen!). Wer nicht ins "Raster" passt , hat es per se schon mal schwerer. Zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, zu "intelligent", zu "doof", zu "stark", krank, eingeschränkt usw. usf. Das wird dann eine Mammutaufgabe, viele wünschen sich die eiermilchlegende Wollmilchsau und übersehen nicht nur, dass der Spatz in der Hand manchmal deutlich "besser" ist als die Taube auf dem Dach, sondern auch, dass man selbst vielleicht nicht unbedingt das "mitbringt", was der andere sich letztendlich "wünscht". Es ist also die Suche nach der Nadel im Heuhaufen .;)


    Ich habe dieses Jahr Monate und viele Gespräche und Diskussionen mit einem guten Freund "gebraucht", um auch für mich klar sagen zu können: "Ich mag nicht dauerhaft alleine / Single bleiben". Ich mag diesen Gedanken, abends eben nicht alleine vor dem Wohnwagen zu sitzen und mein Radler zu trinken, ganz einfach nicht komplett und vollständig aufgeben. So "bedient" bin ich auch nach wie vor nicht und werde es vermutlich auch niemals sein. Irgendwann früher oder später wird das auch wieder kommen.


    Aber nie wieder auf der Basis, dass der eine den anderen kleiner macht als er ist oder den anderen grundlegend verändern möchte. Sondern wenn, dann - positiv formuliert - auf der Basis, dass man sich gemeinsam "entwickelt" und dass man sich gemeinsam etwas "aufbaut". Das meine ich gar nicht mal im materiellen Sinn. Aber dass man sich nicht aus den Augen verliert. Beziehung kann wunderschön und stützend sein, aber Beziehung ist immer auch ein Stück weit Kompromisse eingehen und auch "Arbeit". Wobei ich auch den Begriff "Arbeit" nicht von vornherein negativ sehe, Arbeit kann durchaus auch Spaß machen und Freude bereiten. Aber dazu gehören nun mal zwei.

    Dieses sich im Kreis drehen, nicht mehr aus den Gedanken herauszukommen, ist ein Teil der Depression. Eine Depression kann viele Ursachen und "Gesichter" haben. Und sie ist für andere (und auch für einen selbst?) schon ein "Mysterium".


    Handtuch werfen ist nicht ;), gibbet nicht! ;) Du kommst da auch wieder raus - auch wenn du es momentan vielleicht nicht siehst.

    Mir gings doch früher auch nicht viel anders... Klar habe ich die Kinder vermisst, wenn sie bei ihrem Vater oder den Großeltern waren. Aber schlussendlich habe ich es genossen, wenn ich mal Zeit für mich hatte.

    Danke Witchmaster für dein Verständnis!


    Demnächst sind es keine 550 km mehr und darauf freue ich mich wie sonst was. Wenn es mir dann so wie gestern Abend geht, kann ich mir eins meiner Kinder krallen (oder auch jemand anderes?!) und einfach mal ne Runde essen gehen oder so. Hier fühle ich mich wie "abgeschnitten". Es ist nicht so, dass ich hier niemanden kenne, ganz und gar nicht! Ich "habe" auch hier "meine Leutchen". Aber die meisten sind familiär so eingebunden, dass es halt schwierig ist, man muss aufpassen, dass es nicht zu viel wird und fühlt sich trotzdem immer wieder wie das fünfte Rad am Wagen.


    Es gibt hier durchaus Menschen, die verstehen, was ich meine und auch, warum das so ist. 25 Jahre lang hat sich zwar längst nicht alles, aber doch vieles um die Kinder gedreht. Nun sind sie erwachsen und stehen auf eigenen Beinen - und sind vor allem so verdammt weit weg. Demnächst sind es nur noch plusminus 50 km, die kann man mal eben auch mal fahren. Abgesehen davon kenne ich im Rheinland auch nach 7 Jahren Bodensee immer noch mehr Menschen auch in "meinem Alter", mit denen ich was unternehmen kann und die einfach ähnliche Haltungen und Einstellungen haben wie ich.


    Noch 6 Wochen - ich freu mich total!!!

    Hast du mal durchs Netz zwecks Schilddrüse gelesen? Jeder hat aein Wohlfühlwert...nur weil der Arzt sagt, die Werte liegen im Normbereich, heisst das lange noch nicht, dass es der richtige Wert für dich bzw. deinen Körper ist. I

    Richtig.


    Ich wünsch dir einfach, dass du aus dem Loch schnell und gut wieder herauskommst!

    Was wirklich übel ist... ist nach einem Hammertag (den ich heute hatte) in eine leere Wohnung zu kommen und mit niemandem reden zu können. Eben weil es da um Dinge geht, über die man eigentlich nicht sprechen darf. Andere haben Partner, eventuell auch Familienangehörige, bei denen man einfach mal Dampf ablassen kann oder wo man sich einfach auch mal fallen lassen kann - wie auch immer. Das fehlt sehr.


    Freunde sind da kein Ersatz. Und Hunde erst Recht nicht. Ich wäre jetzt auch viel zu k.o., um noch mit einem Hund rauszugehen.


    Jetzt unbedingt auf Biegen und Brechen noch rumzuknutschen bräuchte ich jetzt auch nicht. Höchstens ne Runde Sofakuscheln oder so. Aber dieses in eine leere Wohnung kommen und alles ist ruhig, nichts lenkt einen ab - da weiß ich nicht, ob ich mich da jemals dran gewöhnen kann.

    Liebe Urtica,


    das alles ist schon ein "Brett", das ganz schön schwer ist. Aber du wirkst reflektiert, bist dir deiner Gefühle bewusst und kannst sie artikulieren. Das ist deutlich mehr, als ich vor 1,5 Jahren konnte. Mich würde schon interessieren, um was für eine Art Persönlichkeitsstörung handelt, aber das frage ich dich dann irgendwann mal per PN.


    Erst mal freue ich mich, dass das Medikament Wirkung zeigt! Das ist ein Schritt in eine gute Richtung. Ich schreibe bewusst nicht die "richtige" Richtung, denn: was ist schon richtig oder falsch? Auf jeden Fall geht es vorwärts und das ist schon mal gut. :thumbup:


    Ich kann deine Traurigkeit nachvollziehen. Ähnliches gilt für die Co-Abhängigkeit.


    Hilfe von außen hat mir geholfen. Aber es gibt Unterschiede. Wichtig ist, dass man jemanden findet, mit dem man die vielgerühmte "therapeutische Beziehung" auch eingehen kann. Da ist dann zunächst die Frage, ob man besser zu einem männlichen oder einem weiblichen Therapeuten geht. So ein wenig kann man ja vorab "sortieren".


    Bei mir war es so: Ich wollte nie zu einem Mann und ich hab innerlich Kakao geschrien, als ich einem Mann zugeordnet wurde. =O Letztendlich war er für mich aber genau das Richtige. Als ich später urlaubsbedingt zu einer Frau kam, bin ich nicht weitergekommen, viel schlimmer: ich bin in meine alten Verhaltensweisen zurückgefallen. Für mich gilt also: ich "muss" zu einem männlichen Therapeuten oder einer weiblichen Therapeutin, die ziemlich "männlich" drauf ist. Auch wenn mir das unglaublich schwer fällt. Komme ich aber zu einer weiblichen Therapeutin, rutsche ich sofort in meine alten Verhaltensweisen rein, mutiere zum Kleinstkind und gleichzeitig der Erwachsenen, die dann "sagt": "Ich brauche niemanden, ich schaffe das auch alleine!" Vor allem, wenn diese Therapeutin (ich denke da gerade an "Frau Chefarztgattin":rolleyes:) mir sagt, ich solle mich zusammenreißen. Dann funktioniere ich wie ein Uhrwerk - und komme an das, worum es eigentlich geht und wo es wirklich weh tut, nicht dran. Dies ein bissel zur Erklärung.


    Ich drücke dir also ganz fest die Daumen, dass du zeitnah den oder die richtige Therapie eingehen kannst!


    Und ja: auch ich fände es klasse und durchaus auch gerechtfertigt, wenn dieser Thread "anderswo" (etwas "geschützer") landen könnte.


    Und noch was: man kann es durchaus schaffen. Ich habe gestern Fotos von meinen Kindern, die mittlerweile selbstständig ihren Weg gehen, bekommen. Diese Fotos haben mich sooooo stolz gemacht. Es waren harte Zeiten, auch bei mir war längst nicht alles das reinste Zuckerschlecken, auch wenn ich das früher nie so gezeigt habe. Und vor allem mein Sohn, aber auch meine Tochter haben ihre "Böcke" gedreht. Man darf nur nicht aufgeben.

    (...)


    Durch räumliche Distanz die Spannungen die Euer Patchworkkonstrukt so mit sich bringt zu lösen, halte ich gar nicht mal für den schlechtesten Ansatz.


    vg von overtherainbow

    Sehe ich auch so.


    Den ersten Satz habe ich mal rausgenommen, aber er steht ja oben.

    Danke Elin :*


    Aber dieses "ich, ich, ich" ist exakt das, was mir Herr Noch immer noch vorwirft. Dass ich eben nicht mit einem undichten Dach, durch das es ins Bad durchregnet, mit Schimmelbefall im Keller, mit nem kaputten Wasserspülkasten im Bad und Mäusen, die nachts durch die Gegend laufen, mit seinem Chaos leben konnte. Ich habe kein Problem mich zu streiten oder mich für meine Belange einzusetzen. Sich auch mal zu streiten ist kein Weltuntergang, sofern das nicht zum Dauerzustand wird. Wir haben uns gestritten. Er wirft mir vor, ich hätte zu viel Druck gemacht. Hätte alles sofort gewollt. Klar - wer mag schon mit nem kaputten Dach leben oder nach jede, Toilettengang mit Wasser aus dem Eimer spülen? Ihn hat das nicht gestört. Und er wusste genau, wo meine "wunden Punkte" sind und hat diese zielsicher torpediert. Er versucht es noch heute. Mittlerweile bin ich aber weitgehend immun dagegen. Er hat sich mit unserem Umzug an den See ziemlich krass verändert. Ich bin in diese "Nummer" reingerutscht, ohne es zu merken, weil das so schleichend ging und ich ihm und an ihn geglaubt habe. Wie sehr er mich teils auch bewusst angelogen hat (Stichwort sein Sohn) ist mir erst klar geworden, als es längst zu spät war und ich in der "Falle" saß. Ich hätte nie gedacht, dass mich jemand mal so klein kriegt. In diesen 7 Jahren ist verdammt viel kaputt gegangen.


    Ich rutsch schon wieder in die Vergangenheit ab :/. Raus da, ab in die Gegenwart!!! :thumbup:


    Mein absoluter Lieblingstherapeut hat es geschafft, mich auf einen Hochseilgarten zu bringen. Ich hab letztes Jahr meine Höhenangst überwunden! Und ich bin gesprungen, hab mich fallen lassen. Es hat gedauert, aber dieser Therapeut hat mir die Zeit gegeben, geschenkt. Er blieb ruhig, auch wenn unten die anderen bereits mit den Augen rollten. Das war Wahnsinn... <3


    Begleitet vom Satz "Sie schaffen das, Sie sind mutig, denken nach, Sie schaffen ALLES, wenn Sie sich die Zeit nehmen, die sie brauchen." Das ist eins meiner Mantras, die ich mir immer wieder selbst vorsage, wenn es mir nicht gut geht. Ich brauche ZEIT und Geduld - auch mit mir selbst. Auf den Hochseilgarten zu kommen, die 5 Meter Höhe auch wirklich genießen zu können, dort oben zu schaukeln (es gab dort eine Schaukel) und mich wie ein Kind zu freuen (!!!), hat mich zwar drei Anläufe gekostet, war aber genial. <3


    Ich weiß, dass ich noch lange nicht fertig bin. Aber ich weiß auch, bei wem ich in Bonn weiterarbeiten werde. Das ist bereits klar und mit ein Grund, warum ich zurück will. Denn: dieser Frau vertraue ich - und das ist bei mir eine meiner "Schwierigkeiten". Prognose: es liegen noch ca. 2 harte Jahre vor mir, was aber ambulant geht. Aber ich bin - bis auf dieses eine Mal 2020 - nie weggelaufen, weder vor mir selbst, noch vor anderen, und habe es auch dieses mal nicht vor. Deswegen ist meine Prognose auch gut - im Gegensatz zu dem, was sie mir in der Klinik erklärt haben, was aber in den schlimmen Momenten immer wieder hochkommt.


    Und ich denke, dann wird auch das Übergewicht OHNE Diät verschwinden - denn das ist mein "Panzer", der andere auf Abstand hält und mich "schützt" - auch wenn das natürlich nur im übertragenen Sinne so ist.


    Im Moment brauche ich keinen Hund, der mich "bedingungslos liebt" und einfach da ist. Im Gegenteil, es wäre aktuell eine Belastung, die mir zu viel wäre. Jetzt und hier brauche ich einen "Unterschlupf", einen "sicheren Ort", Menschen, denen ich vertraue, denen ich mich zeigen kann und darf, wie ich bin - wenn mir hier alles zu viel wird. Und den habe ich - glaube ich. Zumindest im Moment.

    Was ich momentan laut Rückmeldung anderer ausstrahle ist (wenn ich gut drauf bin): tolle Frau. Hat zwar Übergewicht, ist aber gepflegt und achtet auf sich. Eine Frau, die weiß, was sie will, sie ist munter, fröhlich, lustig, hat Humor, lacht gerne und viel, steht für das ein, was ihr wichtig ist, kann denken, interessante und auch tiefsinnige Gespräche führen, aber auch nein sagen.

    Wenn mich aber jemand näher kennenlernen will, ziehe ich mich sofort in mein Schneckenhaus zurück, das geht mittlerweile automatisch und ohne, dass ich das selbst sofort merke. Da kommt dann Misstrauen und "ich will nicht" rüber.

    Von daher: es ist aktuell nicht die Zeit, irgendwen kennenzulernen. Der Seelenfrieden geht vor.:thumbup:

    Umzug, Seelenfrieden finden (sofern möglich, ab und zu zweifele ich daran, ob ich das überhaupt noch mal schaffe), im Garten buddeln - das ist der Plan.


    Was den Hund angeht, weiß ich noch nicht. Man entwickelt sich weiter... ich bekomme zunehmend Respekt vor dem Thema "Hund alleine halten". Damals, 2007/2008 kam der Gedanke an einen Hund auf, weil ich mich zwischen Kindern, Haushalt und Beruf aufgerieben habe und ich mir ein "Hobby", etwas für mich gesucht habe, um nicht vor die Hunde zu gehen... das Ergebnis war meine "Hundezeit", in der ich mich aus der Familie regelmäßig und oft auch an kompletten Wochenenden ausgeklinkt habe.


    MIR hat das gut getan, ich war wieder unter Erwachsenen, habe Anerkennung und Wertschätzung bekommen - das alte Spielchen:rolleyes:. Mein Ex-Mann (der Papa), der bis dahin familiär kaum einen Handschlag übernommen hatte, musste sich dann jedoch stärker als bis daheim engagieren und hätte was mit den Kindern machen müssen, was gründlich in die Hose gegangen ist. In diesen zwei Jahren, in denen ich abends und am Wochenende oft beim Training war, ist bei uns daheim das Chaos ausgebrochen, den Kindern ging es Scheisse mit der Situation. JETZT sind sie soweit, dass sie alleine klarkommen. Damals waren sie es nicht. Nach der Trennung blieb es dann wieder an mir hängen, alles in Ordnung zu bringen und die Kinder emotional wieder aufzustellen. Dies ist mir offensichtlich gelungen und darauf bin ich irgendwie auch stolz. Ich hab ne Menge geleistet in meinem Leben, mich nie "gedrückt" und bin auch nur einmal "abgehauen" - weil ich es mit Herrn Noch nicht mehr ausgehalten habe. Der war mir dann wirklich zu viel. Irgendwo hatte ich mal geschrieben, dass der Vater unserer Kinder seine Frau Next gebeten hat, ihm dabei zu helfen, zu den Kindern eine Beziehung aufzubauen. Fazit: Vertrauen (der schafft das schon...) ist gut, selber machen (er schafft es eben nicht!) ist besser.


    Einen Hund alleine halten ist mit den langen Arbeitstagen schwierig, der Hund kommt dann entweder mit oder aber ist alleine. Es gibt oft Tage, an denen ich um 7 aus dem Haus gehe und um 18 Uhr abends wieder heimkomme. Ich bin dann wieder gebunden, stehe unter Strom - das, was ich nicht mehr haben will. Es ist niemand da / man kann niemanden bitten, noch eine Runde mit dem Hund zu laufen, weil der Hund das braucht, man selbst aber kreuzgroggy ist und einfach nur noch seine Ruhe haben möchte. Und sich dann einen Hundesitter zu suchen, ist auch suboptimal. Nur aus purem Egoismus, eben weil man nicht alleine in der Wohnung hängen will, einen Hund zu halten, ist auch fragwürdig.


    Dazu kommt, dass ich in meiner Hundezeit damals mehrere Frauen kennengelernt habe, alle zwischen 50 und 60 (so, wie ich jetzt auch), die ihren kompletten Lebensmittelpunkt (neben dem Beruflichen) im Hund gesehen haben. Das Leben, das diese Frauen geführt haben, ihre "Art", alles auf den Hund zu projezieren, ihre "Art", mit anderen Menschen umzugehen (Stichwort die Biestigkeit und Zickigkeit, dieses "Ich und mein Hund, ich und mein Hund, ich, ich, ich... und dann kommt erst mal lange Zeit gar nichts mehr) hat mich damals schon "abgestoßen", ich fand das schon damals nicht "erstrebenswert" und daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Ähnlich geht es mir mit einem guten Bekannten, den ich seit über 10 Jahren kenne und der sich ebenfalls sehr krass in diese Richtung entwickelt hat. Mich "macht das nicht an", so zu sein und ich will auch nicht so werden.


    Ich wollte das so eigentlich nicht schreiben, weil ich weiß, dass ich damit dem einen oder anderen möglicherweise auf die Füße trete - ohne es zu wollen. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie man leben möchte. Aber für mich ist das nichts.


    Und das war auch das, was ich weiter oben meinte ("Ein Hund kann keinen Menschen, keinen Partner ersetzen") und wo die Reaktion ja auch prompt kam. Wo mir dann Humorlosigkeit und Verbissenheit vorgelatzt wurde. Vielen Dank auch. Ich habs mit Humor, mit einem Lächeln zur Kenntnis genommen - und abgelegt.


    Ob mir dann irgendwann einmal jemals jemand vor die Füße fällt - abwarten. Da gilt: eventuell, vielleicht, unter Umständen, gegebenenfalls irgendwann. Im Moment sicher nicht, im Moment bin ich diesbezüglich einfach nicht "offen", weil der ganze Rest meine komplette Energie und Kraft (ver)braucht, ich Menschen, die ich neu kennenlerne, innerlich absolut misstrauisch gegenüber stehe, ziemlich schnell genervt bin UND ich mit meinen Kräften gut "haushalten" muss. Ich darf mich nicht erneut auspowern, das wäre das Ende, noch einmal schaffe ich das nicht.


    Im Prinzip lebe ich also exakt das Leben, das ich nie wollte und wogegen ich mich innerlich nach wie vor wehre, das ich von meinen Grundhaltungen her ablehne. Man kann natürlich sagen: "Es ist doch alles gut, du hast keine Finanzsorgen (wenn der Hausverkauf komplett über die Bühne gegangen ist), du hast keine Verpflichtungen", etc. pp. Und von Altersarmut werde ich nie betroffen sein, eben WEIL ich durchgearbeitet habe und keine Kinder- oder sonstwas Pause hatte. Und ich beobachte an mir selbst, dass ich genau so werde, wie ich nie werden wollte. Das ist das Schlimmste für mich im Moment.


    Ich würde dieses ganze verdammte Geld sofort in den Ofen schmeißen und verbrennen, wenn ich dafür was "anderes" hätte. In der Zeit, als ich / wir weniger hatten und wirklich jeden Cent umdrehen musste, sorgte das auch für einen gewissen (Zusammen-)Halt. Was im Umkehrschluss jedoch NICHT heißt, dass ich jemanden "kaufen" möchte - bitte nicht falsch verstehen! Nur falls das so rüberkommt... Das Geld bekommen irgendwann meine Kinder und Punkt. Ich möchte nicht, dass meine Kinder irgendwann mal so dastehen, wie es bei mir der Fall war.


    Die Frage ist, ob ich es schaffe, mich dahingehend zu erziehen, ob ich es "radikal" akzeptieren kann. Und das bezweifele ich, ehrlich gesagt. Ich kenne meine "Diagnose", habe im vergangenen Jahr ziemlich intensiv an mir selbst (meiner "Persönlichkeit") gearbeitet und tue es bis heute. Da geht es dann an meine Persönlichkeit, meinen "Charakter". Ich stehe mir mit meinen Werthaltungen auf der Ebene der Grundstruktur meiner Persönlichkeit selbst im Weg. Dann kommt von der Tiefenstruktur noch das ungeliebte Kind dazu. An der Grundstruktur, den Werthaltungen kann man arbeiten, schwierig und langwierig, aber es geht. Man muss sich dann halt komplett umkrempeln, auf links drehen. Bei der Tiefenstruktur ist es de facto fast unmöglich, etwas zu ändern. Sie ist teils genetisch verankert, teils entwickelt sie sich in der ganz frühen Kindheit.


    Es bleibt: abwarten und weitermachen, was anderes bleibt ja eh nicht. Es so zu akzeptieren, wie es ist. Und wenn das mit den allgemeinen Haltungen, Einschätzungen, Sichtweisen in unserer heutigen Gesellschaft inkompatibel ist, dann ist es so. Das akzeptiere ich und ich bin auch bereit, den Preis dafür zu zahlen. Denn: ich mag mich nicht mehr verbiegen.


    Das war wieder lang... sorry hierfür. Es war mir einfach ein Bedürfnis, zu erklären, warum das bei mir so ist. Es ist keine Rechtfertigung.

    Nun gibt es Kontakte, die "bleiben", auch wenn nichts draus geworden ist. Wenn gar nicht mal um Beziehung geht und / oder man einvernehmlich oder einseitig festgestellt hat: "Das ist es nicht, was man sich wünscht." Diese Kontakte sind mir wichtig, auch wenn man vielleicht zwischendurch ein halbes Jahr nichts voneinander hört. Vor allem: derjenige, an den ich jetzt gerade denke, hat tatsächlich "geschafft" und ist mit seiner neuen Partnerin glücklich. Und das ist er wirklich.


    Aber ansonsten? Da kommen Kommentare a la "Ohne dich wäre ich nicht soweit, danke, dass du da warst und zugehört hast", "Du solltest auch mal wieder jemandem vertrauen, ich wünsche es dir sehr!" - und weg sind sie, wenn die neue Partnerin dann aufgetaucht ist. Mittlerweile macht mich das - auch wenn es vermutlich lieb gemeint war - richtig wütend.


    Oder: "DU stellst ständig "W-Fragen", wie geht es dir, was macht das Leben, hattest du einen feinen Tag etc. - das ist "Kontrollwahn" 8|. Wie bitte? Wenn ich jmd frage, wie es ihm geht, signalisiere ich damit ein gewisses Interesse, nicht mehr und auch nicht weniger. Und wenn dann noch ein Anruf kommt, in dem die Quintessenz lautet: "So und so musst du sein, in die und die Richtung solltest du dich entwickeln, gemeinsam schaffen wir das! Gibst du mir noch eine zweite Chance?" ist meine Antwort ein klares Nein. Ich mag mich nicht mehr verbiegen. Und ich mag auch nicht zuallererst austesten, ob der Sex mit mir "perfekt" ist und dann weitersehen. <X Danke, SO ausgehungert, untervögelt oder was auch immer KANN ich gar nicht sein. Entschuldigt bitte meine Direktheit. Aber nach dem Anruf stand ich mal wieder heulend unter der Dusche ;). Das war Anfang des Jahres.


    Es gibt schon schräge Vögel auf dieser Erde... vielleicht bin ich aber mittlerweile auch einfach "schräg" drauf und alle anderen sind "normal", keine Ahnung.


    @ madamefaber: frag ihn einfach! Mehr als nein sagen kann er nicht. Aber dann weißt du Bescheid und kannst den Kontakt zu diesem Mann dort lassen, wo er hingehört: als einen superschönen beruflichen Kontakt, mit dem du dich gut verstanden hast und mit dem du auf beruflicher Ebene eine gute Zeit hattest. Und falls er ja sagt: Klasse!!!!! :thumbup:

    In den vergangenen Monaten habe ich mehrere Menschen (Männer) kennengelernt, die von sich sagen, dass sie sich nicht mehr binden wollen. Einerseits besteht schon der Wunsch, (s)eine "bessere Hälfte" zu finden, andererseits kommt man dann an einen Punkt, an dem es nicht "weitergeht". Da wird es dann spannend (oder eher frustrierend...), die alte(n) Beziehung(en) werden immer mehr zum Thema, der Verlust, der oder die Vertrauensbrüche, die Angst, dass einem dieses oder jenes noch einmal passiert und vieles mehr.


    Man (frau) hört zu, lässt sich ein, denkt sich da rein, fühlt mit. Und öffnet sich auch selbst dem anderen gegenüber. Und darf dann feststellen, dass man mit dem Vergangenen einfach nicht "mithalten" kann. Und es auch gar nicht möchte! Denn: wer will schon ein "Ersatz" sein?! Ich jedenfalls nicht. Schließlich ist man ja durchaus eine eigenständige Persönlichkeit mit den ganz eigenen "Macken" und "Defiziten" - aber auch mit seinen eigenen Stärken.


    Es gibt auch Menschen (Männer), die von sich aus sagen, sie kannten ihren "Lieblingsmenschen", waren mit ihm / ihr zusammen, doch diese(r) ist leider verstorben. Auch da hängt die "Messlatte", gerade wenn es sich um eine glückliche Beziehung / Ehe handelte, sehr hoch.


    Oder auch die Menschen, die noch nie eine (längere) Beziehung geführt haben, die Nähe gar nicht (mehr) "zulassen" können. Vielleicht auch, weil sie es nicht "gewohnt" sind.


    Manchen wiederum geht es im Wesentlichen um den Bettsport. Sich ein paar Stunden austoben, den möglichst perfekten Sex (fast O-Ton: erst mal perfekter Sex und dann sehen wir weiter... - mein Kommentar: nein, machen wir eben nicht!), endlich mal wieder sich als "Mann" oder auch als "Frau" erleben, körperliche Nähe spüren - und das wars dann.


    Und dann steht oder sitzt man da und es tut einem um jede Minute leid, die man in den Kontakt "investiert" hat. Zusätzlich dazu kommen dann die Erinnerungen an die Dinge hoch, die man mal hatte - schöne aber auch nicht schöne. Wut, Sehnsucht, Trauer. Erst fragt man sich "War`s das nun?", dann akzeptiert man und schlussendlich gibt man auf - oder auch nicht. Das hängt sicher auch vom eigenen Charakter, vom eigenen "Typ" ab.


    Mir geht es momentan so, dass ich im Hier und Jetzt niemanden kennenlernen möchte. Ich bin auf dem Sprung, sitze quasi auf gepackten Koffern (Umzugskartons werde ich heute oder morgen bestellen :D), habe einen Haufen Krams um die Ohren UND hänge immer noch einer "alten Geschichte" nach. Es "passt" bei mir aktuell so rein gar nicht.


    Und trotzdem. Ich möchte nicht alleine alt werden und glaube auch ganz fest daran, dass ich SO wie jetzt nicht alt werde. Wenn die Zeit reif ist, wird man sehen. Schließt sich die eine Tür, öffnet sich früher oder später eine andere. Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis Menschen, die es auch nach ganz heftigen Erfahrungen geschafft haben, diese zu verarbeiten, eine andere Sichtweise auf das Vergangene zu entwickeln und sich erneut zu verlieben, sich erneut zu binden. Eine(n) Partner(in) zu finden, mit dem sie glücklich sind, ohne sich gegenseitig die Luft zum Atmen zu nehmen. Daran glaube ich - auch für mich.


    Und diesen Glauben mag ich auch nicht aufgeben - sonst könnte ich aufhören zu existieren. Dann würde ich einen ganz wesentlichen Teil meines "Selbst", meines "Ich", dessen, was mich ausmacht, aufgeben, quasi "abtöten", um ja die Sehnsucht nicht mehr zu spüren, die doch immer noch da ist. Denn die tut momentan weh. Die Sehnsucht nach "meinem" Lieblingsmenschen für den ich das selbe bin wie ich für ihn. Kumpel, bester Freund, Vertrauter, Partner Spielpartner im Bett (und ja, auch das gehört ganz klar dazu :D). Vertrauen, Verstehen, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, Respekt, Achtung, Wertschätzung - Liebe?! Bei dem ich keine Angst habe, mich auf ihn zu verlassen, weil ich ja verlassen werden könnte... Der auch dann "da" ist, wenn wir nicht direkt zusammen sind. Der Mensch, bei dem einfach klar ist: Dort "gehöre" ich hin, selbst wenn einen dann "ein paar" Kilometer trennen und man sich nicht jeden Tag sieht. Und dem es mit mir ähnlich oder "genauso" geht.