Beiträge von Siri2012

    Wir sind angekommen. Kind ist total durch den Wind, schaut jetzt TV, spielt nachher kurz auf dem Tablet und will seine Ruhe.

    Der hat jetzt schon Heimweh, ihm ist das alles zu laut und zu viel Trubel (wir sind im Haupthaus einquartiert).

    Ich habe jetzt fast alles ausgepackt, nachdem ich meine Koffer gesucht habe (ich hab mal wieder den Jackpot gehabt, wie immer, dass bei mir nix funktioniert - Nichts mit Koffer auf Zimmer. Ich durfte die selber durchs Gebäude schleifen.).

    In Ermangelung von WLan habe ich mir ein unbegrenztes mobiles Datenvolumen geholt.


    Im Vergleich zur letzten Kur, muss man sich selbst um die Bettwäsche kümmern muss und die WaMas mindest bei 40 Grad waschen. Ich sehe schon kommen, dass ich meine Klamotten mit der Hand in der Dusche wasche (das steht überall 30C drauf, 100% Baumwolle).

    Wobei, nur weil Mutter zu Hause bleibt, hat Junge nicht auszuflippen.

    Meine Tochter und auch ich selber hätte das als Kind ohne weiteres schaffen können, am nächsten Tag zur Schule zu gehen. Aber jedes Kind ist ja anders

    Kind ist ausgeflippt, erst ist da die lange Fahrt und wir sind nicht so oft den ganzen Tag alleine zusammen Zuhause.

    Für Junior ist es auch mit Stress verbunden, der ist wie ich eigentlich ein Heimschläfer (der schläft nicht mal bei seinem Kumpel ein Ort weiter oder wenn wir bei Freunden übernachten) + die lange Fahrt - das war in der Vergangenheit für ihn immer schwierig. Die 8 Std Autofahrt in den Urlaub und der nächste Tag war gelaufen.


    CoCo das habe ich Junior angeboten - wenn er sich frühs nicht gut fühlt, bleibt er Zuhause.


    Jetzt kommt die allgemeine Aufbruchstimmung hoch. Morgen müssen wir um 5 Uhr aufstehen. Drückt uns die Daumen, dass wir nicht verschlafen.

    So viel Gelassenheit würde ich da jetzt nicht walten lassen.

    Mein Junior ist zwar 2 Jahre jünger und hat nun doch WhatsApp (über mich), da nehme ich mir tatsächlich heraus gewisse Dinge zu kontrollieren - mit ihm zusammen.

    Ich war am Ende der Grundschule bei einem Workshop, bei dem es genau ums so etwas ging.

    Ich habe aus den paar Stunden mitgenommen:

    - sich für die Sachen, die Kind so mit den ganzen Geräten anstellt interessieren und erklären lassen (praktisch sind das bei Spielen böhmische Dörfer)

    - nicht ohne eine Erklärung dem Nachwuchs das Gerät in die Hand drücken

    - Apps sollte nur nach "Genehmigung" installiert werden dürfen

    - sich zeigen lassen, wessen Nummern gespeichert sind und wer das ist

    - öffentliche Chatverläufe (Klassen-/ Hausaufgaben WhatsApp Chats) mitlesen - es ggf auch verlangen.

    - private Einzelchats "ignorieren", aber dennoch bei Fragen ein offenes Ohr haben

    - sollten in diversen öffentlichen Gruppen Cybermobbing geschehen- dies sichern und den Klassenlehrer informieren


    Und immer mit dem eigenen Nachwuchs im Dialog bleiben und ggf ein paar Sachen zusammen ausführen und niemals mit allem alleine lassen.


    Im konkreten Fall heißt das: Rede mit Karl. Zeige deinen Standpunkt bezüglich Mobbings und grage ihn, wie er das sieht. Zeige Interesse - wenn es klappt wird dir die verschlossene Teenie- Auster seine digitale Welt erklären wollen.

    Wie bitte? Der Lehrer hat euch das per WhatsApp Sprachnachricht mitgeteilt? Da wüsste ich was ich machen würde. Mein Kind wäre aufgrund der langen Reise am nächsten Tag nicht in der Lage zur Schule zu gehen.

    Jep, der hat mir mitgeteilt, dass der Schulleiter nur bis zum 20.11 befreit hat. Er hatte mir schon vorher, wenig Hoffnung auf einen Tag mehr gemacht, wegen der Kurzfristigkeit.

    Wir haben eine rund 10- stündige Heimreise per ÖPNV (inklusive Fahrt zum Startbahnhof bis nach Hause).

    Endlich gab es eine Nachricht von der Schule, also dem Lehrer.

    Der Zettel mit den Aufgaben, gibt es heute am letzten Schultag.

    Der "Bescheid" über die Befreiung geht nur bis zum Rückreisetag - den Donnerstag muss Junior definitiv zur Schule (ist auch noch der längste Tag mit 8 Stunden), weil der Antrag so kurzfristig gestellt wurde, war man dann nicht so kulant.

    Das kann ich auch minimal nachvollziehen, kurz vor den Ferien wird der Antrag gestellt, um 2 Tage nach dem Schulstart wieder zu verschwinden - dass das für eine allgemein träge Schulverwaltung zu kurzfristig ist.


    Kind ist dezent ausgeflippt, weil ich Urlaub habe und er zur Schule gehen muss und das auch an einem langen Tag.

    Ich wollte es eigentlich nicht, dass Kind es mitbekommt, da der Lehrer anscheinend eine Aversion gegen getippte Nachrichten hat und lieber Sprachnachrichten per WhatsApp verschickt ist das "Kind in den Brunnen gefallen".

    Nunja, wir werden sehen, wie wir es nach der Rückkehr machen werden. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass es dann doch genehmigt wurde.


    Die Koffer sind auf jeden Fall schon unterwegs - jetzt müssen nur noch die letzten Sachen in der Wohnung "klar Schiff" gemacht werden.


    Morgen heißt es, 5 Uhr aufstehen, 6:30 Uhr zum Bahnhof starten und hoffen, dass der Zug um 7:10 Uhr fährt.

    Koffer sind gepackt und werden in Kürze die Reise zur Kurklinik antreten.

    Eine Reaktion der Schule ist bis heute nicht erfolgt und der Klassenlehrer hat sich auch nicht mehr gemeldet - es sollte ja Montag eine Reaktion kommen und zumindest der Aufgabenteil zurück kommen.

    Wir werden dennoch fahren, auch ohne Rückmeldung der Schulleitung (ich habe vom 30.10-21.11 beantragt - wir haben eine jeweils rund 9-10 stündige An- und Heimreise per Zug. Da werden wir total fertig nach dem Ankommen ins Bett fallen.)

    Das ist der Schule gegenüber die falsche Argumentation. Wenn die Großeltern die Betreuung übernehmen können, dann darf die Schule eigentlich nicht freistellen.

    Und wenn du argumentierst, Sohn hätte Kur auch nötig, wird die Schule den ärztlichen Beleg erbitten. Deshalb: "Auflösung des Haushaltes. Keine Fremdbetreuung möglich". Punkt.

    Das war der Unterton der Unterhaltung mit den Lehrer - entweder ich gebe den Grund warum wir die Kur machen oder er kann keine Begründung für die Kur schreiben.


    Und dass Kind bei den Großeltern unterkommen könnte habe ich nicht erwähnt - das ist halt die Notlösung für unvorhergesehene Ereignisse und Ferien.

    Kind lässt halt immer Zuhause bei meinen Eltern anrufen, wenn es abgeholt werden muss.


    Ich habe das Gefühl, der Klassenlehrer tut sich bei solchen Dingen sehr schwer.

    "Auflösung des Haushalts" ist die Argumentation der Schule gegenüber. Und halt damit verbunden, dass du AE bist.

    Okay, danke. Ich kann Kind ja schlecht für die 3 Wochen bei meinen Eltern lassen (klappen würde es ja theoretisch), aber das nicht der Gedanke warum ich die Kur für uns beide beantragt habe. Kind braucht auch diese Zeit.

    Okay. Aber was soll da anderes entschieden werden wie bei allen anderen MuKi-Kuren oder Rehas?

    Zitat des Lehrers: "Zettel habe ich bekomme, ich müsste nur nochmal den Grund für die Kur von Kind erfahren". (Juniors Namen habe ich aus der Nachricht entfernt).


    Das würde er als Begründung für den Antrag der Freistellung gegenüber der Schulleitung benötigen.

    gibt es generell Probleme beim Thema Urlaub oder Absprachen?

    Teilweise, es wird gerne bis zur letzten Minute/ 5vor12 gewartet. Meistens wird es unter den Kollegen auf dem kurzen Dienstweg geklärt.


    Volleybap die Aufgaben sind eher das kleinere Problem, die kann ich zur Not per E-Mail empfangen. Mir geht es um die Nachricht, dass Kind offiziell vom Unterricht befreit wird.

    Nunja, ich habe noch so furchtbar viel Resturlaub (ich würde dann rund 10 Tage mit ins neue Jahr nehmen - dann tun sich neue Probleme mit dem Verfall auf).

    Am Ende des Tages würden auch die 2 Tage nach der Kur auch nicht mehr helfen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

    Ich mache mir halt extrem viele Gedanken, was sein könnte. Es ist ja ein generelles Problem bei mir (ich bin eine 1- Personen Abteilung lt. Controlling)


    Geregelt war es ja, mein Abteilungsleiter wusste bescheid, meinte er kümmert sich - tja Freitag kam dann "Frau Siri, sprechen Sie mich bitte am Montag nochmal darauf an." - weil ich gefragt habe. Die Schule ist auch abgetaucht, daher die beiden Tage vorher, damit ich mich ggf. kurzfristig beim Schulamt um die Befreiung kümmern zu können.

    Ich meine, wir fahren eh, ob da was von der Schule kommt oder nicht.

    Hast du nun Urlaub bekommen oder nicht?

    Anspruch hast du nicht - aber ganz ehrlich, das sollte kein Problem sein. Wenn der direkte Chef das nicht genehmigt, würde ich an die Bereichsleitung gehen

    Nur für die Tage vor der Kur - die Tage danach sind gestellt, aber nicht genehmigt.

    Eine Vertretung habe ich im Übrigen auch nicht, keiner meiner Kollegen kann und will meine Aufgaben übernehmen.

    Nur eine Frage - wie ist das mit Urlaub? Die beiden Tage vor der Kur habe ich Urlaub bekommen, aber die beiden Tage nicht. Habe ich überhaupt Anspruch für paar Tage nach der Rückkehr? Kind müsste eigentlich gleich am Donnerstag wieder in die Schule, aber mit dem Klassenlehrer ist abgesprochen, nur den Freitag (als kurzes Hi- sagen und Eingewöhnung, da es nur ein kurzer Tag ist).

    Ärgert mich sehr, was Du da schreibst. Zum einen, weil ich ausdrücklich gesagt habe, dass ich sie bei der Entscheidungsfindung nicht übergehen werde, da ist es wenig hilfreich, wenn Du mir rätst, sie bei der Entscheidungsfindung zu übergehen.

    Und zum anderen, weil ich es schlimm finde, wie jemand heute noch so ein "friss-oder-stirb" mit seinen Kindern praktizieren kann. Ich dachte, diese Zeiten hätten wir hinter uns gelassen!?

    Nunja, so wie ich das, was Du am Anfang geschrieben hast, aufgefasst habe, gehen die Meinungen von euch beiden sehr weit auseinander und deine Tochter hat bisher alle Kompromissvorschläge direkt abgelehnt. Du bist die erwachsene Person im Haushalt, du bist der Haushaltsvorstand, also hast Du das letzte Wort.

    Das heißt:

    Du triffst die Entscheidung eine Rehabilitation/ Kur zu beantragen (am besten gestern schon) - dann legst Du den Rahmen der möglichen Kinderbetreuung fest; in diesem dann Fräulein Tochter sich entscheiden darf. Tut sie das nicht, wird für sie entschieden.


    Vielleicht gehen unsere Vorstellungen hier ziemlich weit auseinander - aber bei Kind und ich, bin ich der Chef und entscheide die grundlegenden Dinge alleine. Sehe ich eine Möglichkeit der Mitsprache von Kind, dann mache ich das.


    Mir wurde im Übrigen in meinem Thread auch nahegelegt, ohne Kind eine Entscheidung zu treffen.