Beiträge von Sonne*

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    Ja, ich hätte ohne diese Geschichte auch nicht meinen Sohn und wäre nicht die, die ich bin.
    Man kann schlimme Erfahrungen machen, Mist bauen, sich blöd und schwach finden - Hauptsache man nutzt diese Krisen als Chance, daran zu wachsen, etwas über sich zu lernen und dann braucht man sich auch nicht mehr schuldig zu fühlen.

    Hallo Honey, ich habe diesen Thread mit großem Interesse gelesen, denn ich habe ähnliche Schwierigkeiten mit meiner Tochter. Sie ist 9 und bei ihr ist die Lage etwas komplizierter wegen einer schweren Gehirnentzündung gleich nach der Trennung...
    So eine therapeutisch begleitete Spielgruppe ist sicher eine gute Sache, falls machbar.
    Man kann Kindern nicht "beibringen", ihre Gefühle in Worten zu äußern, das ist auch für viele Erwachsene schwierig. Und es gibt ja auch sehr unterschiedliche Charaktere, manche sind einfach verschlossener, machen lieber alles mit sich selbst aus, andere wollen sich dauernd mitteilen. Aber man kann den Kindern auch zu Hause die Möglichkeit bieten, ihre Gefühlswallungen anderweitig auszudrücken, zB durch Bewegung (Toben, Boxen, Trampolin..) und durch Kreativität (Malen, Höhle bauen, Trommeln..). Ich weiß ja nicht, welche Angebote du deiner Tochter zu Hause machen kannst (oder willst) und welche Vorlieben sie hat, aber ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Meine Tochter kann zB am Klavier viele Gefühle ausdrücken, vielleicht sogar ein wenig abarbeiten (sie spielt frei, hämmert wild und laut oder improvisiert harmonisch, "erzählt" mit Tönen Geschichten..), und sie malt sehr viel. Nicht alle Kinder haben diese kreative Ader, aber man kann Angebote machen.
    Mir gefällt die Einschätzung von Myronn sehr gut, ich denke auch, man sollte nicht zu viel herumtherapieren, aber eben an den problematischen Stellen fördern.
    Trotzdem habe auch ich fast täglich mit den Wutausbrüchen und Gefühlsschwankungen meiner Tochter zu kämpfen, da sehe ich aber oft auch mich selbst als das Problem, denn ich bin leider oft nicht in der Lage, damit so umzugehen, wie ich es für angemessen halte. Also werde ich für mich wieder einen Therapeuten suchen und nicht für meine Tochter...
    Aber das ist eine andere Geschichte, werde einen eigenen Fred aufmachen dazu.

    du musst dir nicht selbst verzeihen... Du musst stolz darauf sein, dass du gegangen bist!


    Ja, das stimmt, aber wie kann man stolz sein, wenn man noch so ein ungutes Gefühl mit sich herumschleppt, etwas falsch gemacht zu haben? Klar sollte man eher die eigenen Stärken sehen statt sich selbst schlecht zu machen - aber ich denke, das geht nur dann, wenn man zu seinen Schwächen oder Fehlern auch stehen kann. Also erst mal überlegen, warum ich so und nicht anders gehandelt habe, warum hatte ich Angst davor, auf meine innere Stimme zu hören, die Situation zu verändern..? Erst dann kann man sich von dem Schuldgefühl befreien (egal ob das berechtigt ist oder nicht) und sich sagen: Hey, ich habe jetzt verstanden, was da schiefgelaufen ist und das wird mir nicht nochmal passieren.
    Ich habe vor langer Zeit etwas Ähnliches erlebt, habe es 2 Jahre nicht geschafft, mich von einem Mann zu trennen, der psychische und körperliche Gewalt ausgeübt hat... Ich musste erst begreifen, dass ich damals einfach keine Möglichkeit hatte, mich dagagen zu wehren, ich war zu schwach, hatte Angst...Und dann erst konnte ich mir das verzeihen und mir sagen: Ich war stark genug, nicht daran zu zerbrechen und ich bin jetzt stark genug, es anders und besser zu machen.

    Hallo Anonymus,
    sich selbst verzeihen ist viel schwerer als einem anderen Menschen zu verzeihen. Denn man muss sich dabei selbst eingestehen, dass man sich nicht an die eigenen Ideale gehalten hat, wider besseres Wissen gehandelt hat, zu schwach war.
    Aber jetzt hast du die Situation verändert und deine Stärke ist, dass du jetzt klar siehst, was falsch gelaufen ist, was du in Zukunft anders machen willst. Niemand kann immer stark sein und richtig handeln, niemand ist perfekt!
    Falls deine Kinder alt genug für ein Gespräch sind, würde ich sie einfach fragen, wie sie sich mit all dem fühlen. Sie werden dir vielleicht schneller verzeihen als du dir selbst.

    Hallo Leute, ich habe schon ein paar Tage hier gestöbert und kann mich nun vorstellen: Bin 43, habe einen erwachsenen Sohn und eine Tochter, die bald 10 wird, wohne im Norden und bin seit Sommer 2009 alleinerziehend. Da ich meinen Sohn damals allein erzogen habe, ist diese Situation nicht neu für mich, aber die plötzliche und von mir nicht gewollte Trennung nach 15 Jahren war schon ein Schock und ich bin auch anderweitig etwas vom Schicksal gebeutelt und eben nicht mehr ende 20...
    Ich wünsche mir Austausch zu Themen rund um das Leben allein mit Kind und würde mich freuen, wenn ich dadurch auch Kontakte in der Nähe finden könnte, zB für einen gemeinsamen Ausflug oder auch mal ein Schwätzchen auf der Terrasse, während die Kinder im Garten spielen...[Blockierte Grafik: http://www.gif-paradies.de/gifs/natur/sonne/sonne_0056.gif]