Beiträge von Handycap-Kids

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    Kaum eine Hausfrau/Hausmann in einer ehe


    Und genau hier liegt der Unterschied, heiraten tut man, weil man füreinander einstehn will, in einer nicht verheirateten Partnerschaft will man das nicht immer und ist auch nicht verpflichtet, den Partner zu unterstützen (mal davon abgesehn, wenn gemeinsame Kinder existieren würden, tut es hier aber nicht).

    Es geht hier aber nicht um Bafög sondern um eine Mutter mit Kinder, die ihr eigenes Leben finanziell relativ gut bewältigt durch eigenes Einkommen, aber finanziell nicht auch noch in der Lage ist, eine weitere Person mit durchzufüttern und dadurch ins Minus gerät.

    ja in 2 Monaten hätte das Jobcenter sie anschreiben können und eine eheähnl. Gemeinschaft vermuten können, dazu hätten sie dann Stellung nehmen können, ob sie eine sind oder nicht. Vom Gesetz her kann er bei ihr keinen Unterhalt einklagen, solange sie sich weigert, ihn mit durchzufüttern, sind sie keine eheähnl. Gemeinschaft.


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    Man informiert sich doch zumindest ein bisschen, oder? Man bekommt doch Broschüren überall, Merkblätter etc...


    Ich habe in 5 Jahren Hartz4-Bezug nicht eine einzige Broschüre oder Merkblatt bekommen, außer die Ausfüllhilfen bei den Anträgen. Die Handlungsweisen werden ständig ergänzt oder geändert, das was letzten Monat war, kann diesen Monat schon wieder anders oder ergänzt worden sein. Um das ganze SGB2 zu kennen, damit man überhaupt irgendwie im Bilde ist was da Behördenschikane oder doch gesetzlich ist, brauchts ein wenig mehr, als ne Broschüre, die im nächsten Jahr eh wieder geändert ist. Ein Jobcenter hat eine Beratungspflicht, nur leider kommen viele der SB dem nicht nach, weil es ihnen selbst oft an Schulungen mangelt, nicht allen, aber vielen.


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    aber den Staat zu hintergehen, dass wäre die letzte Option für mich



    Eigene Wohnung suchen = Staat hintergehen? Finde die Logik.....

    Ja, sie sind zusammen gezogen und frühestens nach 12 Monaten - und nicht jetzt schon - hätte das Jobcenter eine eheähnliche Gemeinschaft vermuten können! Aber nur, weil man einmal zusammen gezogen ist, muß das kein bleibender Zustand sein, die beiden sind nicht verheiratet, haben keine gemeinsamen Kinder, sind sich gegenseitig zu nichts verpflichtet und schon gar nicht, wenn sie anderweitigen finanziellen Verpflichtungen in dem Rahmen nicht mehr nachkommen kann, sondern monatlich Miese machen würde, zudem wird das Einkommen ihrer Tochter 8die nicht seine Tochter ist und auch keine beziehung mit ihm hat) mit angerechnet.
    Zu einer eheähnl. Gemeinschaft im Sinne des SGB2 gehört ein bißchen mehr dazu, als in einer Wohnung zu wohnen und ab und zu ins Bett zu springen, zumal wohl von Anfang an nicht gewollt war, daß sie für ihn mit aufkommt, sie also von Anfang an nicht willentlich zugestimmt hat, für seinen Unterhalt zu sorgen, dafür wurde ja auch ein Untermietvertrag erstellt. Wenn sie jetzt diesen kündigt, weil das Jobcenter im Irrglauben ist, daß sie für ihn aufkommen wird, seine Leistungen gekürzt hat und er so seine Untermiete nicht zahlen kann, dann ist das halt so.

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    anstatt das Amt zu besch...... , nur um mit dem Jobcenter nichts mehr zu tun zu haben.


    Was ist denn daran besch...., wenn er ne eigene Wohnung bezieht und nicht mehr bei ihr wohnt???? Dann führen sie halt ne Beziehung wie viele andere es tun, wo jeder seine eigenen 4 Wände hat und zwischendurch sieht man sich dann halt. Das hat doch mit besch.... nichts zu tun? Sie muß doch auch an ihre Kinder denken.

    Er muß quasie einmal am Tag (an Werktagen) seine Post persönlich aus dem Kasten holen und in der Lage sein, das Jobcenter auf Aufforderung erreichen zu können, einen potentiellen Arbeitgeber zu treffen bzw. sich vorzustellen oder an einer Maßnahme vor Ort teilnehmen zu können. Ob er nun seine Nächte in irgendeiner Kneipe verbringt, angelnd am See, bei irgendwelchen frauen (oder auch nur einer Frau) etc. , das ist relativ egal. Allerdings sollte er dort tatsächlich auch wohnen, also einen Verbrauch an Heizkosten, Wasser etc. haben und auf jeden Fall auch täglich dort sein (eben wegs der Post) und nicht an seinen Nahrungsmittelkosten einsparen, in dem er sozusagen woanders täglich mit durchgefüttert wird und sein Regelsatz zum Taschengeld wird. Ob man mal gemeinsam was kocht und dafür das Geld zusammenschmeißt ist ne andere Sache, machen viele mal gerne, auch ein Alg2-Empfänger möchte ja gerne am gesellschaftlichen Leben teilnehmen ;-)

    An seiner Stelle würde ich mir ne kleine eigene Wohnung suchen, schon alleine um die Tochter sozusagen zu entlasten, sie hat mit ihrem Ausbildungsgehalt nicht für den zugezogenen LG der Mutter gerade zu stehn. Eure Wochenenden könnt ihr dann ja weiterhin zusammen verbringen, aber das Zusammenwohnen war wohl finanziell ein Schuß in den Ofen. Daß da die Stimmung kippt kann ich mir gut vorstellen, es sind ja auch die Kinder der Betroffenen involviert.

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    Letzten Juli sind wir zusammengezogen


    Dann sind die 12 Monate noch nicht rum und solange ihr nicht zusammen wirtschaftet, dein Freund nicht deine Kinder betreut und keine eigenen Kinder vorhanden sind, darf das Jobcenter euch zu diesem Zeitpunkt noch nicht als eheähnlich betrachten, also Widerspruch einreichen!

    Normalerweise hast du, wenn du Alg2 beantragt hast, eine Abtretung unterschrieben, was Unterhalt betrifft. Das heißt, das Jobcenter schreibt deinen Ex an und fordert Auskünfte über sein Einkommen.
    Wenn du selber tätig werden möchtest in Bezug auf Unterhalt, dann klär das erst mit dem Jobcenter ab. Ich sollte seinerzeit nicht mehr auf eigene Faust tätig werden, sondern das Jobcenter hier hat ne Unterhaltsabteilung und die wollten das selber in die Hand nehmen - für mich entlastend, denn so bin ich nicht die fiese geldaufhaltende Ex, sondern das Jobcenter hat sozsuagen den schwarzen Peter, was das betrifft.

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    Wie bzw. mit welchen Mitteln hat euer Ex euch gezwungen zu Hause zu bleiben statt (weiter) zu arbeiten und damit an eurem beruflichen Fortkommen zu basteln?


    Indem er seine Zustimmung für die Kinderkrippe verweigert, und verweigert seine Lohnunterlagen heraus zu geben für die Berechnung des Krippenbeitrags und Frau so das Kind weder in der krippe anmelden kann, noch der Beitrag berechnet werden kann, noch der Beitrag bezahlt werden kann, weil Mann jeglichen Zugriff aufs Konto verweigert und Frau kein Einkommen hat.
    Dazu das Jugendamt fragt, warum Frau denn unbedingt arbeiten muß, es wäre doch kein Haus abzuzahlen.
    Resultat: Frau kriegt keinen Job, da Kinderbetreuung nicht vorhanden ist
    Resultat weiter: Irgendwann Trennung
    Resultat noch weiter: Er zahlt weder Kindesunterhalt, noch hat er je Unterhalt für Frau gezahlt
    Quelle: eigene Erfahrungen, leider....

    Das klingt jetzt so, als würde jeder, der in der Arge freundlich zu den SB ist, auch Freundlichkeit zurück bekommen und alles andere wäre übertrieben.
    Ich bekomme spätestens alle 6 Monate einen neuen Sachbearbeiter und ich muß sagen, bisher habe ich bessere Erfahrungen mit männlichen SB gemacht, als mit weiblichen. Der erste SB den ich hatte war ein richtiges Schätzchen, der hat mir durch die ganzen Anträge geholfen und mir - gerade frisch getrennt - Mut gemacht, daß es wieder aufwärts gehen wird. Die SB (weiblich) die ich als nächstes bekam, hat wohl irgendwie nen Haß auf Alleinerziehende und es wurde zwischendurch einfach das Geld nicht angewiesen, weil ich nicht bereit war, meine damals 10jährige Tochter auf ihre behinderten Brüder aufpassen zu lassen, damit ich einem Ein-Euro-Job machen kann (den ich gesundheitlich nichtmal hätte ausführen können). Leider werde ich die nächsten Jahre wohl weiterhin von Alg2 leben müssen, bin mal gespannt, was mir da noch vorgesetzt wird an SB, aber ich glaube, da wird keiner mehr kommen, der diese Dame toppt.

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    Klischeedenken, sorry !!


    Irrtum, jeder hat seine eigenen ERfahrungen oder Mißerfahrungen mit dem Jugendamt gemacht, du deine, ich meine....

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    Absolut falsche Vorstellung von der Arbeit einer Familienhilfe. Die soll nicht dem EX unterstützen sondern
    die KM und die Kinder.


    Tolle Unterstützung, die meiner Nachbarin hält sich am Kaffe fest und mockiert nur, was die Mutter angeblich alles falsch macht, angefangen über die Farbe der Hose bis hin dazu, daß sie ein Problem damit hat, daß die Mutter Vegetarierin ist. Ich hab die Frau mal erlebt, ich war keine 10 Minuten in der Wohnung, da wollte sie mir einreden, auch ne Familienhilfe zu benötigen (warum konnte sie mir allerdings nicht sagen).

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    Also ich würde dringend raten dieses Angebot freiwillig anzunehmen.


    Von freiwillig kann ja wohl keine Rede mehr sein, sondern sich dazu gedrängt fühlen allenfalls

    Ich würde mir ganz ehrlich gesagt, auch nicht freiwillig das Jugendamt ins Haus holen, nur um zu beweisen, daß an den Lügen des Ex nichts dran ist. Laß da nur ein "faules" Ei bei sein bei den Mitarbeitern, dann steht man plötzlich als wer weiß was dar, was man gar nicht ist, wer weiß, was das nach sich zieht. Wenn jemand wirklich eine Hilfe braucht und sie auch wünscht, ok, aber was soll da ne Familienhilfe? Die Bewachung für den Ex machen, weil er selber nicht vor Ort ist? So würde zumindest ich mich fühlen, wenn ich aufgrund der Lügen vom Ex ungewollt ne Familienhilfe ins Haus bekäme.....