Beiträge von Lanie

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    Also die Kinder haben es erstaunlich gut "weggesteckt". Sie haben sogar eine halbwegs realistische Vorstellung davon, wie lang es wohl dauern wird, bis der Papa seine Frau "überzeugt" hat - "na auf jeden Fall Monate" hieß es. Ich habe mich natürlich ins Gespräch mit ihnen begeben, dabei kam heraus, dass die Kleine jetzt zumindest nicht mehr auf dem Dampfer ist, dass sie sich selbst die Schuld für den nicht bestehenden Kontakt gibt und dass er wohl offen gesagt hat, dass es Probleme zwischen ihm und seiner Frau gibt, was den Umgang angeht, er sie wohl aber mittelfristig wieder dazu bringen will, dass sie sich sehen können. Diesbezüglich habe ich dann nachgehakt, was für die Kinder wohl bedeutet, wie lang das dauert. Sie schätzen wie geschrieben schon ein, dass es eine ganze Zeit in Anspruch nimmt. Die Große meinte dann noch: "Und wenn es gar nicht geht, dann schmeißt er sie sicher irgendwann raus." Ich habe ihr dann gesagt, dass ich davon nicht ausgehe - weil es ja schon seit fünf Jahren so eigenartig läuft.


    Sie sagten dann beide noch, dass sie es natürlich echt doof finden, warum der Papa nicht einfach sagt: "Das sind aber meine Kinder." Darüber haben wir lang gesprochen und ich habe ihnen auch gesagt, dass ich das leider auch nicht erklären kann - für mich gäbe es da keine Frage. Sie stützen sich nun darauf, dass er ja einen Termin für sich im Kalender angelegt hat, um regelmäßig anzurufen. Ich habe gesagt, dass das natürlich gut ist, wir das in der Vergangenheit aber alles schon mal hatten und ich ihnen wünsche, dass es dieses Mal dann auch funktioniert.


    Insgesamt habe ich versucht, ihre positive Einstellung zu teilen, aber auch, zu hohe Hoffnungen zumindest zu dämpfen. Nach längerem Gespräch kam dann auch ein "Ich find das blöd, dass es so ist." Naja. Ich bin skeptisch und werde beobachten, wie sie sich weiter verhalten. Kontakt zum Jugendamt besteht auch weiterhin. Ich hoffe nicht, dass irgendwann der große emotionale Einbruch kommt - werde mich aber dennoch vorbereiten.


    Ich denke, dass das der richtige Weg ist. Bin aber offen für eventuell andere Ansichten.


    Aktuell hätte ich eigentlich noch die Kosten fürs Schullandheim mit ihm zu besprechen - meint ihr, er denkt, dass das meine "Retourkutsche" ist? Soll ich noch warten damit oder gleich raus rücken? Wir hatten bisher kein Schullandheim, wäre also das erste Mal, dass ich ihn damit konfrontiere.

    Würde mir ja wünschen das ein Kind sagt weißte was Papa, du kannst mich mal. :motz:


    Ja, ich auch, das kannst du mir glauben.



    Daumen sind gedrückt. Hoffentlich sagt er es den Kindern auch tatsächlich. Aber bereite Dich darauf vor: Du wirst es (nicht nur einmal) auffangen müssen.


    Ich weiß. Aber wenigstens das kann ich aktiv tun. Und ihnen so zeigen, dass wenigstens ein Elternteil nicht nur nach seinen eigenen Interessen schaut.

    Kurzes Update: Nachdem es noch 2 Gespräche mit dem JA gab, ist heute der "Tag X". Er wird es den Kindern heute sagen. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass er ohne Umschweife und Beschönigungen die Wahrheit sagen soll, was die Hintergründe seiner Entscheidung angeht. Weiterhin habe ich ihm gesagt, dass er sich hüten soll, einen Zeitpunkt anzugeben, ab wann sie sich wieder sehen (führt nur dazu, dass die Kleinere anfängt, die Tage rückwärts zu zählen), sofern er nicht zu 100 Prozent weiß, dass er diesen Tag auch halten kann.


    Ich habe gesagt, dass ich den Kindern nach diesem Gespräch helfen möchte, damit umzugehen - und das kann ich nur, wenn ich Ross und Reiter benennen kann. Er weiß, dass ich das auch dann tun werde, wenn er mal wieder mauern sollte heute.


    Hab ordentlich Muffensausen davor, wie die Kinder aus dem Gespräch kommen. Drückt uns die Daumen bitte.


    Ok, das ist natürlich blöd. Dann kann man nur hoffen, dass er einer gemeinsamen Kündigung zustimmt. In diesem Fall könntest du aber eventuell beim Vermieter anfragen, ob du im Anschluss allein einen neuen Mietvertrag unterzeichnen darfst? Das kommt natürlich auch ein wenig auf das Verhältnis zum Vermieter an.


    Naja aber damit hat sich die Wohnung für ihn doch erledigt oder nicht? Ich mein, wenn du jetzt ohnehin die Miete komplett von deinem Geld zahlt und ihm nur 1,5 Zimmer zustehen - was will er dann? Da musst du auch nicht mit der Kleinen umziehen - verstehst du, was ich meine? Ich würde ihm klipp und klar sagen, dass ich nach bzw. während der Trennung nicht mit ihm wohnen will. Und wenn er da nicht raus will, spielt das doch gar keine Rolle mehr, weil er allein dort nicht wohnen kann. Meinst du nicht, dass das bei ihm zieht?

    Hallo Vally,


    zum Thema Wohnung: Kann er sich denn die Wohnung allein überhaupt leisten? Hätte er Anspruch auf Wohngeld bzw. käme die Wohnung unter diesen Umständen überhaupt in Frage dafür, dass das Amt sich beteiligt? Vielleicht lässt sich diese Problematik so aushebeln, wenn du ihm sagst, dass ihr nicht mehr zusammen wohnen könnt und du ggf. ausziehst. Wie ist denn das Wohnungsangebot bei euch?


    Zum Thema Selbstbehalt mit Kindern unter 18 kann dir eventuell die Düsseldorfer Tabelle weiter helfen.


    Kinderbetreuung: Eventuell beim Jugendamt mal das Gespräch suchen, um dort Möglichkeiten auszuloten? Du bist ja nicht die einzige Mutter, die schichtet - in dem Fall sollten die also schon Erfahrung haben und Lösungansätze aufzeigen können.


    Alles Gute für euch!

    Danke euch allen für eure Sichtweisen. Ich sehe es nach wie vor auch so, dass eine Deadline wenig bringen wird - aus genannten Gründen, die musicafides am Ende nochmal so schön auf den Punkt gebracht hat. Aus Erfahrung denke ich auch, dass er das Problem jetzt erstmal aus dem akuten Handlungsfeld bringen will, damit er nicht mehr so den Druck hat. Dann hat man ja erstmal wieder Zeit und kann sich anderen Dingen zu wenden, sich an seiner super-funktionierenden Ehe freuen etc. (Sorry für den Sarkasmus) Und wenn es dann wieder akut wird, vertröstet man höchstwahrscheinlich wieder.


    Ich werde das Thema "Deadline" mal beim Gespräch mit dem JA anbringen und versuchen, gemeinsam mit der Beraterin einen Weg zu finden, der ansatzweise sinnvoll sein könnte.


    anitadr: Ja, ich habe seine Frau auch persönlich kennen gelernt. Auch damals meinte sie, der Umgang wäre viel zu häufig (damals alle 6 Wochen) und man müsste da größere Zeiträume finden, da sie das alles sehr stresse. Danach habe ich noch diverse SMS von ihr erhalten mit der Bitte, ich möge doch auf ihn einwirken, damit er ihr zuhört (kein Witz!) und in ihrem Sinne handelt. Ich habe ihn sogar darauf angesprochen, dass ich nicht möchte, dass sie mir SMS schickt - worauf hin er sich bei mir über sie ausgeheult hat. Ich habe beiden damals schon erklärt, dass ich den Umgang nur den Kindern zuliebe fördere, weil sie sich wünschen, ihren Vater zu sehen. Bereits damals habe ich einen gemeinsamen Termin mit seiner Frau beim JA forciert. Wurde von beiden abgesagt mit der Begründung: "Sowas brauchen wir nicht." Das liegt schon 3 Jahre zurück. Von daher denke ich nicht, dass Änderung in Sicht ist.

    Er wird nicht in ein paar Monaten willkommen sein - beziehungsweise geht es nicht darum, ob er bei den Kindern willkommen ist (das ist er sowieso), sondern ob er sich bei seiner Frau durchsetzen kann. Was wäre denn deiner Meinung nach der Weg, hier zielführend Druck auszuüben? Rein rechtlich kann man Umgang auch einklagen - macht aber kein Gericht, weil damit den Kindern auch nicht geholfen ist, wenn sie irgendwo sitzen, weil sie da sitzen "müssen" und der UET es sie spüren lässt (oder in dem Fall eben seine Frau). Was soll ich also tun? Ihn zwingen, sich von ihr zu trennen? Ihn zwingen, meine Ansichten zu übernehmen?
    Nur weil ich meinen Mann nicht über meine Kinder gestellt hätte, heißt das noch lang nicht, dass jeder genau so handeln würde wie ich. Und genau da liegt doch der Hase im Pfeffer: Seine Prioritäten sind offenbar andere und er glaubt (oder macht glaubhaft), dass er irgendwann zu seiner Frau durchdringt und sich die Situation dann ändert. Mit Druck werde ich überhaupt nichts erreichen. Ich trage ihm die Kinder auch nicht hinterher - es ist nun mal aber so, dass sie ihren Vater sehen wollen. Und so lange werde ich auch versuchen, Wege zu finden. Wenn irgendwann die Aussage kommt, dass sie nichts von ihm wissen wollen, dann ist das so - und dann höre ich auch auf, Wege zu suchen.

    Ich arbeite auch Vollzeit, habe es mit 2 Kindern allein gemacht und jetzt mit 3 und Mann. Es geht - allerdings musst du dazu wirklich im Reinen mit dir sein. Von deiner Argumentationsliste her hätte ich auch sofort gesagt: "Machen." Ich bin allerdings auch über den Satz gestolpert, dass du jetzt hin und wieder schon am Rande deiner Kräfte bist. Das gehört dann gründlich abgewogen, zumal die Kinder zwar mit zunehmendem Alter selbstständiger, nicht aber "Alleinläufer" werden. Ich habe jetzt die Konstellation: Gymnasium, Grundschule, Baby. Gymnasium ist auch sehr arbeitsintensiv, was gemeinsame Lernzeiten mit dem Kind angeht etc. Weniger wird es also nicht.
    Wenn dir die Arbeit Spaß macht (so klang es ja), du eventuell auch mal daheim arbeiten kannst und du keine Angst hast, das zu wuppen, dann machs.


    P.S. Ich kenne mich im ÖD nicht aus, aber wenn das stimmt, was Campusmami schreibt, würde ich auch die Chance nutzen zum Thema Eingruppierung.

    Was soll ich mit Druck erreichen? Versteh doch bitte, dass die Situation an seiner eigenen Lethargie und am absoluten Nicht-Wollen seiner Frau hängt. Hier geht es nicht darum, dass er etwas unterschreiben oder bezahlen soll - Dinge, wo man Druck ausüben kann. Hier geht es um Umgang, der von den Kindern gewünscht wird. Wie soll ich hier im Sinne der Kinder Druck ausüben?

    Hm, was an der Geschichte fehlt, ist wie lange er seine Auszeit braucht. Ich finde, dazu sollte er sich positionieren. Ein klare Aussage - in einem halben Jahr bin ich wieder für euch da, das erlaubt ihm dann auch keine Ausflüchte von wegen - ich hab doch gesagt das ich Zeit brauche. Und wir wissen, das Zeit schnell vorübergeht, wenn man eine Entscheidung NICHT treffen will.
    Dann merkt er auch deutlicher, wenn er nicht weitergekommen ist und ist stärker angehalten, an dem Thema dranzubleiben. und wenn sich nix geändert hat, kann man meines Erachtens auch den kompletten Cut fordern - weil die Ungewissheit daran bestimmt das schlimmste für alle ist.
    Und wenn er dann soweit wäre, kann er sich ja immer erst mal bei dir melden.


    Sehe ich auch so und habe ich auch so gesagt. Mehr kann ich da leider nicht tun. Er sagt ja, er kann keinen Zeitrahmen nennen und wird das sicher entsprechend kommunizieren. Den kompletten Cut fordern? Ja, kann ich. Wenn er das aber nicht möchte (weil er sich ja soooo um seine Kinder sorgt), dann kann ich sicher auf und nieder springen - das Jugendamt wird dann für die Kinder argumentieren, dass ein Vater, der ja irgendwann wieder Umgang will und der nur wegen seiner Frau derzeit nicht kann (und dennoch den Kindern sein Interesse signalisiert) besser ist, als gar keiner. So war es jetzt bei dem Gespräch. Wie gesagt: An sich ist die Argumentation schon schlüssig, nur sehe ich auch die Gefahr, dass es in eine Hinhaltetaktik mündet. Hatte ich ja gestern auch geschrieben. Ich werde es wie Butterblum halten und das zumindest ansprechen und nach Lösungen fragen, falls es tatsächlich so kommen sollte.


    Feli: Um Unterhalt wird nicht diskutiert. Deshalb keine Baustelle. Er zahlt pünktlich, war noch nie ein Problem. Ich kann mein Gebiet abstecken, ja. Hier geht es aber nicht darum, was ich will, sondern um meine Kinder, die nun mal gern Kontakt zum Vater haben wollen. Dabei möchte ich sie unterstützen und gleichzeitig vor Enttäuschungen schützen. Deshalb suche ich den Weg über das Jugendamt. Für die Kinder.

    Hallo,


    gestern nun also hatten wir ein weiteres Gespräch beim JA. Kurz zusammen gefasst: Er stellte es so dar, dass er sehr wohl ein großes Interesse an den Kindern hat und nur "vorübergehend" keinen Umgang möchte. Solange eben, bis seine Frau ihr Problem mit den Kindern beiseite legt. Dazu würde er ja auch auf sie einwirken - nur momentan ist eben immer gleich Stimmung bei denen, wenn es um die Kinder geht. Deshalb kann er nicht sagen, wie lang "vorübergehend" wohl sein wird. Er sieht wohl auch, dass sie tatsächlich der Dreh- und Angelpunkt der ganzen Problematik ist. Mein Hinweis, dass die Änderung ihrer Haltung schwierig wird, wenn sie total zu macht und noch nicht mal bereit ist, mit ihm allein ein Gespräch zu suchen bzw. Beratung wahr zu nehmen, nahm er mit den Worten: "Das sehe ich auch so." auf. Trennung kommt aber nicht in Frage, dazu sei er jetzt auch zu alt (Hä?) und er hätte keine Lust mehr, nochmal alles neu anzufangen, neue Frau, neues Kind etc. (Hääää?)
    Nun ist es so, dass ich gesagt habe, dass es natürlich für die Kinder ziemlich blöde ist, wenn es heißt: Also zur Zeit gibt es keinen Umgang, aber ich will ja - und irgendwann gibts dann bestimmt auch wieder ein Treffen. Die Dame vom JA stimmte dem zu, sagte aber auch, dass das besser sei, als der totale Schlussstrich. Er solle es ihnen persönlich sagen, was genau nun Phase ist und ihnen danach aber signalisieren, dass sie ihm wichtig sind. Indem er anruft, schreibt o. ä. Ich fragte darauf hin, weshalb die Beraterin vom Sozialen Dienst genau das Gegenteil geraten hätte: Nämlich keine Telefonate etc. mehr. Darauf hin sagte sie, dies käme nur in Frage, wenn der Vater also entscheidet, dass er nie wieder Umgang möchte. Und das sei ja nicht so - deshalb dieser Weg.
    Nun wird er nochmals ein Einzelgespräch zur Vorbereitung haben, im Anschluss dran ich und am 4. Mai gibt es dann das Gespräch mit den Kindern. Als ich sie fragte, was ich ihnen dann sagen soll an diesem Tag, wo wir hin fahren etc. sagte sie, das wisse sie jetzt auch noch nicht, das geht ihr zu schnell und das besprechen wir noch im Einzelgespräch.


    Wenn ich ehrlich bin: Ich finde ihre Argumentation vollkommen nachvollziehbar und schlüssig. Dennoch habe ich das Gefühl, dass die Kinder hier eher die "Verlierer" einer perfiden Hinhaltetaktik werden. Ich fühle mich überhaupt nicht wohl dabei. Soll ich das ansprechen? Er verkauft sich ja immer superklasse, so als treusorgender Vater. Reden kann er tatsächlich. Aus Erfahrung weiß ich, was dahinter steckt. Aber beim JA weiß das halt niemand - wenn ich das so anspreche, dann sehe ich sicher aus wie die Mutter, die nicht auf Elternebene ist.

    Hallo,


    schwierige Situation. Aber zumindest mit den beiden älteren kannst du doch offen reden, was sie sich wünschen. Ich würde wahrscheinlich das Gespräch suchen und ihnen sagen, dass ich sehe, dass es ihnen derzeit damit nicht gut geht und ich deshalb das Thema ruhen lassen werde. Dass sie es aber dennoch jederzeit von selbst ansprechen können und bei mir ein offenes Ohr dafür finden. Bis dahin würde ich schon ihre Meinung akzeptieren, wenn es um den Umgang geht. Beim Kleinsten ist das sicher etwas schwieriger zu handhaben. Oftmals orientieren sie sich ja auch mit ihrer Meinung an den größeren Geschwistern.
    Wenn du Zeit für dich brauchst: Sind deine Eltern vielleicht greifbar?

    Zitat von »musicafides«



    Das stimmt. Ich selbst bin auch sehr skeptisch, was die Vertreter dieses Berufs angeht. Aber es sind Gespräche unter Zeugen, in denen das Gesagte (hoffentlich) dokumentiert wird und Ziele bzw. Vereinbarungen getroffen werden, welche (hoffentlich) von allen Beteiligten als verbindlich angesehen werden.
    Diese Hoffnungen wurden bei uns immer enttäuscht


    Mag sein. Die Alternative wäre, es allein zu versuchen. Ob das die bessere Lösung ist?


    Zitat von »musicafides«



    Auch ein wichtiger Punkt. Aber wenn es ihm darum geht, raus aus der Verantwortung für die gemeinsamen Kinder zu kommen und er das nur als vorgeschobenes Argument benutzt?
    Wichtig fände ich den Punkt ihm zu vermitteln das er möglicherweise Kontakt abbrechen kann, aber deswegen bleibt doch die Verantwortung für die Kinder trotzdem erhalten.


    Er sieht seine Verantwortung mit der Zahlung von Unterhalt erfüllt. Er meldet sich ja jetzt schon nicht vo selbst. Ich habe ihm oft gesagt, geschrieben, dass die Kinder ihn brauchen etc. pp. Dennoch kann man ihn zu nichts zwingen.


    Elternschaft kann man nicht kündigen. Von Kindern kann man sich nicht scheiden lassen.


    Sicher. Nur das blendet er offenbar gezielt aus.


    Dieser Mann gehört meines Erachtens in Behandlung, weil er sich in einem Ausnahmezustand befindet und in eine Sackgasse rennt (und alle schauen zu)



    Ich schaue zu. Ja. Aber ich kann ihn auch nicht zu einer Therapie zwingen. Weißt du, dass er in einer dämlichen Situation steckt, weil er offenbar immer gehofft hat, dass seine Frau dieses Problem von selbst ablegt ohne dass er aktiv werden muss, hat es ja erst soweit kommen lassen. Sämtliche Gesprächsangebote meinerseits wurden immer wieder abgelehnt. Sowas bräuchten sie nicht. Wie lang soll ich ihm noch ein Ohr abkauen? Wie lang noch die Kinder bestärken, dass der Papa sie genauso lieb hat wie ihr Halbgeschwisterchen? Wie lang sie noch hinterher tragen? Er war auch dieses Mal reserviert, genervt, beratungsresistent. Wie weit geht meine Verantwortung diesem erwachsenen Menschen gegenüber? Vermittle ich meinen Kindern nicht etwas, was offenbar gar nicht mehr da ist? Er spricht jedes Mal von seiner neuen Familie. Da gehören unsere Kinder allerdings nie dazu, wenn er darüber redet.


    Zitat
    Die Dame vom Sozialen Dienst fragte mehrfach nach, ob er nicht mit ihr
    eine Paarberatung anstrebt, um zumindest das Konkurrenz-Denken
    abzustellen. Antwort: Da kriegt er sie ohnehin nicht dazu.
    Hier hätte die Dame vom sozialen Dienst ihm m.E. nahe legen können das er derartige Beratung auch ohne seine Partnerin beginnen kann.
    Wird sich der Druck auf ihn (KV) erhöhen, wird nichts besser. (Schon gar nicht für die Kinder)


    Ich verstehe deine Argumentation und finde sie grundsätzlich nachvollziehbar. Aber ist es wirklich so, dass er sich hinter dieser unangenehmen Situation daheim verstecken und wie die Axt im Walde benehmen kann und alle anderen ihn der Kinder zuliebe pampern müssen? Was haben die Kinder von diesem Vater? Wie lange dauert es bis zur nächsten unangenehmen Situation? Trennen wird er sich niemals, aus finanziellen Gründen.


    Alles richtig. Das Gespräch wird vorbereitet und im Beisein geschulter Psychologen stattfinden. Ich werde auch dort sein, damit ich weiß, was er gesagt hat. Und danach werden Gesprächsangebote für die Kinder folgen. Mehr kann ich nicht tun, schön wird es für sie so oder so nicht. Aber ich werde mich nicht hergeben, diesen Mist an die Kinder weiter zu vermitteln, damit er da auch noch fein raus ist. Unterm Strich ist es doch so: Sobald das Gespräch gelaufen ist, geht er heim und kümmert sich nur noch um "seine neue Familie". Wie es bei uns weiter geht, ist ihm doch ohnehin egal. Da wird er wenigstens da durch müssen - ohne meine Hilfe.

    @ Elin: Das denke ich auch.
    @ Antje: Ich werde auf keinen Fall mit ihnen darüber reden. Das muss er selbst machen. Ich kann nur nach dem Gespräch für sie da sein und natürlich dann auch reden. Der Grund, warum allein er ihnen reinen Wein einschenken soll, ist ganz einfach: Es ist seine Entscheidung, sein Weg und das soll den Kindern auch vermittelt werden. Egal, mit wem ich gesprochen habe - alle rieten mir dringend davon ab, dieses Gespräch selbst zu initiieren. Denn am Ende hänge ich aus Sicht der Kinder in diesem Schlamassel mit drin. Weil ich Dinge über den Vater sage, die vielleicht ja gar nicht so sind, weil ich schlimme Sachen sage oder ähnliches. Da die Kinder sich auch nach einem solchen Gespräch wünschen werden, ihr Vater wäre jemand, der für sie da ist, der ihnen zeigt, dass er sie gern hat etc. zweifeln sie verständlicher Weise auch Dinge an, die nicht direkt aus seinem Mund kommen. Deshalb werde ich mir diesen Schuh nicht anziehen. Er ist mir meilenweit zu groß.


    Glaube mir, exakt diesen Gedanken, dass er die Kinder gleich setzt mit etwas wie "Ich hab Sch*** gebaut und muss nun dafür grade stehen" hatte ich auch. Dennoch - den Raum zu verlassen hätte mich im Hinblick auf meine Kinder auch nicht weiter gebracht. Ich habe an manchen Stellen des Gesprächs innerlich gekocht. Ich hätte auf und nieder springen können. Klar. Geändert hätte das aber dennoch nichts. Für mich gilt es nun, die Situation so schnell wie möglich für die Kinder wieder klarer zu gestalten und dann so gut wie es geht für sie da zu sein. Denn auch das ist ihm ja völlig egal.

    Dabei bleibe ich.


    Ob es nun ziel führend war ihn in dieser Position festzunageln .... :hae:


    Was war nochmal Ziel des Treffens ?


    Ziel war es, das Gespräch mit den Kjndern abzustimmen. Mein ursprünglicher Plan, einfach alles laufen zu lassen, bis die Kinder ihn abhaken, funktioniert nicht. Insbesondere das ältere Kind leidet schon jetzt unter der unklaren Situation. Derzeit sagt er ihnen ja, dass er keine Zeit hat für ein Treffen. Damit hoffen sie natürlich dennoch, ihn bald zu sehen.
    Eine Lösung, die problemlos für die Kinder zu handeln ist, gibt es ja nicht. Zumindest nicht von seiner Seite.

    Gestern nun also der Termin. Er präsentierte dort folgende Fakten:
    1. Seine Frau sieht in den Kindern eine direkte Konkurrenz, da sie Zeit mit der Familie stehlen (Anmerkung: alle 4 Wochen Samstag bis Sonntag).
    2. Die Unterhaltszahlungen sind so hoch, dass sie sich dshalb seit fünf Jahren (also seit sie zusammen sind) zoffen.
    3. Seine Frau verdient so wenig. (ungelernt, Teilzeit).
    4. Unterhaltszahlungen berücksichtigen niemals die Situation des Vaters. Das ist ungerecht. Aber er wird weiter zahlen, geht ja eh nicht anders. Außerdem zahlt er ja auch seine Knöllchen, wenn er zuschnell gefahren ist.
    5. Sie hat ihm klar gesagt, dass sie auch gehen wird, wenn sich nichts ändert. Der Umgang geht einfach nicht.
    6. Er muss deshalb seine neue Familie retten.
    7. Dass die Kinder darunter leiden werden, sei ihm schon klar, aber da kann er eben nichts machen.
    8. Sie telefonieren ja regelmäßig, das läuft richtig gut. (Weil die Kinder ihn regelmäßig anrufen, er aber nie.)


    Die Dame vom Sozialen Dienst fragte mehrfach nach, ob er nicht mit ihr eine Paarberatung anstrebt, um zumindest das Konkurrenz-Denken abzustellen. Antwort: Da kriegt er sie ohnehin nicht dazu. Weiterhin fragte sie, ob er sich nicht wenigstens vorstellen könnte, die Kinder hin und wieder mal einen Nachmittag oder dergleichen zu holen. Antwort: Eigentlich nicht.
    Ich sagte ihm dann, dass er ja dann, wenn Kind 12 wird dieses Jahr, gleich den nächsten Terror vorprogrammiert hat, weil der Unterhalt ja nochmal steigt. Da wurde er richtig ungehalten und meinte, dass er darüber jetzt auch nicht nachdenken kann und dann muss er halt zahlen aber das sei jetzt nicht Thema. Ich fragte außerdem, ob er sich überlegt habe, wenn die Beziehung mit ihr doch mal in die Brüche geht, dass er sich dann eventuell in den Hintern tritt, seine Kinder so abserviert zu haben? Antwort: Darüber denkt er jetzt nicht nach, es geht ihm jetzt schlecht und er muss jetzt eine Entscheidung fällen und wenn er bei jeder Entscheidung darüber nachdenken würde, was in 60 Jahren mal ist, dann würde er ja wahnsinnig werden.
    Ich lasse das einfach so stehen hier, denn weder heute noch gestern fällt mir noch irgendwas dazu ein.


    Ich meinte dann abschließend, dass wir dann einen Termin für ein Gespräch brauchen. Darauf sagte er, er wird nochmal überlegen zwecks Minimallösung und mir bis nächste Woche Bescheid geben. Terminanfrage zum Gespräch (vorbereitend und dann auch ein zweites mit den Kindern) haben wir bereits gestartet. Es wird sich ja so oder so viel ändern für die Kinder - das Gespräch ist also unausweichlich. Außerdem legte mir die Dame nahe, gleich Therapieplätze für sie zu suchen. Auch das habe ich gestern gemacht.


    Ergänzung: Die Dame vom Sozialen Dienst hat ihm noch gesagt, dass wenn er den Umgang ganz aussetzt auch die Telefonate flach fallen müssen, da die Kinder sonst nie abschließen und immer neu hoffen.

    Hoffnung habe ich wenig, dass er seine Meinung ändert. Aber er wird denke ich da sein.
    Heute meinte das älteste Kind, es hätte bei Papa angerufen, sein Halbgeschwisterchen (also das Kind von Papa + Ehefrau) hat ja heute Geburtstag. Leider sei niemand ans Telefon gegangen, aber Kind wird später noch einmal anrufen. Ich finde es ja toll, dass selbst diese Termine hier nicht vergessen werden. Ich hoffe, dass der Vater irgendwann mal rafft, dass er ganz wundervolle Kinder in den Hintern getreten hat. Selbst, wenn es dann zu spät sein sollte. Die Erkenntnis, dass er ein Riesen-A****loch war, würde ich ihm gönnen.


    Also, ich werde berichten.