Beiträge von Aristocat1969

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    Junior (9 Jahre) macht sich, wenn Schule ist um 19.15 h für das Bett fertig, darf dann noch lesen und aller spätestens um 20.00 h ist Ruhe im Zimmer. Er muss um 6.00 h aufstehen.
    Sind Ferien und ich muss nicht arbeiten darf er bis max. 22.00 h aufbleiben.

    Junior hatte während der KiGa-Zeit 3 mal eine Lungenentzündung und war nie im KH sondern immer zu Hause. Und man braucht nicht unbedingt einen Röntgen-Torax um eine Lungenentzündung zu diagnostizieren.


    Da Junior Asthmatiker ist haben wir immer a) Notfallzäpfen mit nach Hause bekommen b) ein Leihinhaliergerät mit dem er 3 - 4 mal pro Tag inhalieren musste und c) bekam er ein Antibiotikum.

    Bei uns lief es so, dass der Termin über die Schule mit uns Eltern gemacht wurde. Die Klassenlehrerin kam auf mich zu und fragte welcher Termin passen würde. Bei diesem Termin war die Klassenlehrerin, die Sonderpädagogin, wir Eltern und die Gutachterin anwesend. Da gab es dann Gespräch Nr. 1. Anschließend war dann Juniors Begutachtung in der Klasse und irgendwann dann ein weiterer mit der Lehrerin, uns Eltern und der Gutachterin.
    Meiner Erfahrung nach läuft da nichts über die Köpfe der Eltern.

    Also ich wusste gar nicht, dass der Antrag auf Förderung AOSF hieß, aber gestellt haben wir ihn letztes Jahr zusammen mit der Schule. Junior hat neben dem ADHS eben auch Probleme im sozialen - emotionalen Bereich. Da erhält er nun zusätzliche Förderung innerhalb des Unterrichtes.
    Nachteile keine - Vorteile ja und zwar ganz klar. Auf Grund dieser Förderung hat Junior einen Schulplatz auf der weiterführenden Schule in Wohnortnähe sicher.

    Einen I-Helfer kannst nicht du beantragen sondern das ist Aufgabe der Schule. Du jedoch solltest einen I-Helfer nicht rund heraus ablehnen sondern dafür offen sein und das eben auch gegenüber der Schule und dem KJP äußern. Übrigens ohne entsprechende Diagnose kein I-Helfer.


    Bei uns lief auch zu Hause nie alles Reibungslos, aber wir haben hier bedeutend weniger Probleme. Nun was auch kein Wunder ist. Er ist Einzelkind (mit erwachsenen Geschwistern), es ist hier ruhig und er bekommt quasi volle Aufmerksamkeit.


    Such dir auch Hilfe für dich. Ich gehe in regelmäßigen Abständen zur Familientherapeutin des Jugendamtes. Lade da meinen Frust ab und fühle mich anschließend leichter.
    Wichtig ist nie locker lassen. Setz solche Dinge durch, wie das dein Kind in der ersten Reihe sitzt. Da wo er unter "Kontrolle" ist. Und und und.
    Nein es ist nicht einfach, aber mit der Zeit lernt man damit umzugehen.

    Mein Sohn hat ADHS - Diagnose erfolgte im Oktober 2014.


    Vorher war er "leicht" auffällig in der Schule. Redete pausenlos, saß immer alleine, unter Arbeiten stand häuft M. du musst dich mehr konzentrieren. Das steigerte sich im Laufe der Grundschulzeit. Mit hinwerfen, verstecken unter Tischen, rennen durch die Klasse etc. Auch mein Sohn wurde aus dem Unterricht nach Hause geschickt.
    Ich weiß wie fürchterlich das ist für uns als Mutter. Ich stand immer in sehr engen Kontakt mit der Klassenlehrerin.
    Wir hatten vorher schon die Konzentrationsgruppe bei der Aussenstelle unsere Jugendamtes für Junior "in Anspruch" angenommen.


    Was nicht richtig ist, ist das dir die Schule kommt mit Klinikaufenthalt.


    Was jedoch richtig und auch wichtig ist, dass nach den Ursachen für das Verhalten gesucht wird.


    Junior hat seit Januar 2015 einen Schulbegleiter, bekommt auf Grund sozialer und emotionaler Störung eine extra Förderung (die läuft während des Unterrichtes und er bekommt da gar nichts von mit), hat erst Ergotherapie gemacht und später dann Neurofeedback. Seit Oktober 2016 bekommt er Medikamente und ist "endlich" ein glückliches Kind welches gerne in die Schule geht. Probleme gibt es immer noch, aber die sind wesentlich kleiner geworden.

    Menschen mit geistiger Behinderung und eingeschränkter Alltagskompetenz müssten genau wie Menschen mit Demenz Pflegestufe 0 bekommen. Ob und wie das was finanziell drin ist keine Ahnung. Ab Januar gibt es für Kinder Ü12 dann UHV.

    Es gibt ja sehr viele Möglichkeiten wie, wann und in welcher Dosierung die Kids Ritalin bekommen. Junior bekommt tatsächlich Ritalin, allerdings nicht an den Wochenenden und nicht in den Ferien. Einfach weil ICH mit ihm hier zu Hause die wenigsten Probleme habe. Er braucht es also nur an den Schultagen um dort endlich das Leistungsvermögen abrufen zu können, welches in ihm steckt. Junior hat seit Februar einen Integrationshelfer und bekommt in diesem Schuljahr nun auch noch Förderung im sozialen und emotionalen Bereich.


    Im übrigen haben viele der betroffenen Kinder nicht nur AD(H)S, sondern wie z.B. mein Kind zusätzlich noch AWVS (Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung) so wie soziale und emotionale Störungen.
    Es ist nicht nur ein täglicher Kampf für das Kind in der Schule, hinten alleine Sitzen, vom Unterricht ausgeschlossen werden etc - haben wir hier auch alles durch - sondern auch für die Eltern. Ich weiß nicht wie oft ich in persönlichem Gespräch mit der Klassenlehrerin und auch per Mail mit ihr darum gekämpft habe, dass mein Sohn vorne sitzen muss! Es hat lange gedauert und ich habe es dann für ihn tatsächlich irgendwann erreicht. Man kämpft immer und immer wieder gegen Vorurteile, für eine besondere Therapie, Plätze in der Klasse, für Verständnis etc. Zum Glück hat er eine tolle Klassenlehrerin.