Hallo ihr Lieben,
vor etwa einem Jahr bin ich mit meinen Kindern aus der gemeinsamem Wohnung mit meinem Noch-Ehemann aus- und in die Nähe meiner Eltern gezogen.
Die Kinder sind wunderbar in ihrem neuen Leben angekommen und fühlen sich wohl. Auch für mich läuft es besser denn je. Arbeit, Alltag etc- alles läuft.
Ein Wehmutstropfen ist allerdings der Umgang mit den Kindern. Da mein Exmann mir die Schuld an der Trennung gibt, bin ich auch in seinen Augen an allem Schuld, was die Trennung mit sich bringt.
Unter anderem, dass die Kinder ihn vermissen.
Wir haben aktuell folgende Umgangssituation: er holt die Kinder freitags aus der Kita ab und ich hole sie samstags bei ihm ab. Diese Regelung ist damals als Kompromiss entstanden, da jeder gerne Zeit am Wochenende mit den Kindern verbingen wollte und er sich nicht auf einen 14-tägigen Rhythmus einlassen wollte.
Nun ist es aber so, dass ich die Kinder schon oft freitags selbst abholen musste, da mein Exmann es nicht geschafft hat, bis 16 Uhr vor Ort zu sein. Er arbeitet nicht. Dennoch weist er die Schuld diesbezüglich vollständig von sich.
Die Kinder leiden jedoch mittlerweile darunter, da sie oft sehen, wie Väter ihre Kinder abholen, nur sie können sich nicht drauf verlassen.
Allgemein ist das Thema Papa und Papa vermissen aktuell groß und ich suche nun nach Lösungen. Eigentlich sehe ich dies nicht als meine Aufgabe an, da ER sich ebenfalls ständig über zu wenig Zeit mit seinen Kindern beschwert, aber es geht ja um die Kinder.
Mein Vorschlag, die Umgangszeiten auf alle 14 Tage DO-MO auszuweiten, wurde jedoch abgelehnt. Auch, dass er die Kinder an einem Tag unter der Woche zu ihren Aktivitäten begleitet wurde mit der Aussicht auf ein potenzielles Arbeitsverhältnis abgelehnt.
Dass die Kinder jedes Wochenende bei ihm bis sonntags sind, kommt für mich wiederum nicht in Frage.
Sämtliche Gespräche diesbezüglich sind unglaublich schwierig zu führen, da seine Position klar ist: ich bin Schuld an der Situation. ich habe die Entfernung geschaffen, weshalb er die Kinde nicht oft sehen kann. Gleichermaßen hat er aber auch kein Interesse am Alltag der Kinder. Er blockiert den Kontakt zu Freunden (er sieht es nicht ein, an Kindergeburtstagen während seiner Umgangszeiten teilzunehmen) und selbst wenn er die Kinder länger am Stück bei sich hat, musste ich des öfteren einspringen, da ihm "wichtige" Termine dazwischen kamen.
Sämtliche Termine der Kinder, sämtliche Kurse (zb Schwimmkurs) nehme ich ebenfalls alleine wahr.
Ich weiß nicht mehr weiter, wie ich weiterhin mit der Situation umgehen soll.
In meinen Augen ist er immer noch unglaublich verletzt, handelt aber nicht im Sinne der Kinder.
Stattdessen wartet er darauf, dass sich die Kinder für ihn entscheiden und erkennen, dass ich alles kaputt gemacht habe (wurde mir heute gesagt)