Care Arbeit wird klein geredet

  • Ich muss mal Luft raus lassen.


    Wahrscheinlich kommt die kleine ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres in den Kindergarten.


    Jetzt kam vom Vater ich hätte ja dann jeden Vormittag zeit für mich, nichts zu tun und ein schönes Leben.

    Aktuell arbeite ich ein Vormittag, wenn die kleine in den Kindergarten kommt Versuche ich einen zweiten zu bekommen.

    Klar hab ich dann noch 3 freie Vormittage. Mit je 3 Std. Bringe ja die Kinder zu Schule und kiga und abholen ist ja auch mein job. In den 9 std ist dann der Haushalt drin, Einkauf, der Garten, Treppenhaus etc. Ich habe kein Auto, daher brauche ich für den Wocheneinkauf fast 2 Std. Daher wird da nix sein mit chillen. Was für mich völlig ok ist. Mich aber ärgert weil er immer so tut als wäre der Haushalt me Time.

    Hab letzt den Keller ausgemistet und da kam auch er habe ja 2 std aufs Kind aufgepasst..klar freut mich das. Weil Entlastung. Aber es wird immer so getan als sei ich in der zeit auf Wellness gewesen.

    Oder die Vorwürfe oma und opa würden ja ständig aufpassen und ich hätte nichts zu tun. Ich koche jeden Mittag. Nachmittag sind wir dann bei den Aktivitäten der Kinder. Abends ab 21 Uhr habe ich frei.

    Klar sind die Kinder auch mal bei oma und opa. Oft wenn zb die kleine turnen hat und die große nicht mit darf usw. Da bin ich auch dankbar für.


    Aber dass es immer so hingestellt wird ich sei ja nur faul und würde nichts machen....


    Im Monat 6 std betreut er ca sein Kind. Ist jetzt auch nicht sooo viel. Aber Streit anfangen möchte ich nicht. Kind ist ja immer da...aber es nervt schon. Ich erwarte kein lob oder so. Nur nicht ständig das gemotze was alles schöner und besser sein könnte, wie faul ich bin....


    Unsere Wohnung ist ziemlich klein. Das führt des öfteren zu Streit. Da sie klein ist wirkt sie halt auch voll. Schuhregal, Garderobe usw. Aber nach einem Jahr kann ich es einfach nicht mehr hören.


    Habt ihr auch so Streitereien? Würdet ihr euch verteidigen? Gefühlt wird ja wh nur abgewunken.

  • Das Problem ist die fehlende Wertschätzung? Geht es nur um den Vater oder meckern auch die Großeltern?


    Du lebst mit dem KV nicht zusammen, richtig?


    Wenn ihr getrennt seid, getrennt lebt und er sich 6 Stunden im Monat um sein Kind kümmert (was sehr wenig ist, finde ich!) - warum ist das überhaupt ein Thema für euch, was und wann du was tust? Dann - finde ich - geht die Kommunikation ums Kind und nicht darum, dass er dein Leben mit "dann hast du nix zu tun" bewertet. Oder muss er, wenn euer Kind dann eine Kita besucht, auch für dich weiterhin Unterhalt zahlen und nicht nur für das Kind. Dann wäre es - vielleicht - "verständlich" oder "nachvollziehbar", dass er versucht, dich in eine Richtung zu "drücken", mehr zu arbeiten.


    Was bringt es, wenn du dich rechtfertigst oder verteidigst? Wird er deine Argumente verstehen? Wie wichtig ist dir seine Anerkennung? Warum ziehst du dir den Schuh, du seist "faul" an?

  • Bist du noch mit dem Vater deines Kindes zusammen? Das klingt irgendwie so.


    Wenn nein, würde ich ihm ganz klar kommunizieren, dass es ihn nichts angeht, wie du deine Zeit gestaltest. Du musst dich nicht erklären. Das macht er ja sicherlich auch nicht, wenn er mit seinen Kollegen quatscht oder eine Kaffeepause macht.


    Wenn ein Mensch, der nichtmal 2 (!) Stunden (!) in der Woche (!) sein Kind betreut, solche Aussagen trifft, dann ist er es nichtmal wert, dass du deinen Atem mehr als nötig an ihn verschwendest.


    Ihm zu erklären, was Care-Arbeit und Mental Load bedeutet, wäre denke ich zwecklos. Viel eher soll er sich doch mal fragen, warum er SEIN KIND im Schnitt nur 1,5 Stunden in der Woche sieht?


    Das einzige, wie er es verstehen würde ist, wenn er selbst mal die Arbeit übernimmt. Soll er doch mal euer Kind für 14 Tage nehmen und dann schauen, ob er klarkommt.

  • Ich kenn das nur umgekehrt, dass mir nahegelegt wurde, das Kind solle ja vielleicht besser bei ihm wohnen, weil ich ja dauernd arbeiten täte. Tue ich auch - wenn das Kind in der Schule bzw. im Hort ist. Die Vorwürfe kamen von jemandem, der zu dem Zeitpunkt vor allem nachmittags/ abends bis spät und am Wochenende arbeitete. Findet den Fehler 🙃 Will sagen: Manche Leute reden halt viel, wenn der Tag lang ist, und nicht alles davon ist uneingeschränkt intelligent 🤷‍♀️ Ignorieren und weiter im Text. Und wenn er gar zu frech wird, soll er halt mal mit dir tauschen und dann sehen, wo er bleibt.

    "Wenn wir einfach alles anzünden, sparen wir uns viele Zwischenschritte.“ Marina Weisband

  • Unterhalt bekomme ich für's Kind. Ich keinen. War auch noch nie. Er hat finanziell von meiner Arbeit weder vor noch Nachteile zu vorher.

    Zusammen sind wir nicht. Möchte halt ein gutes Verhältnis weil es den Kindern zu gute kommt.


    Mein Vater ist genauso. Da hab ich es aufgegeben irgendwie was recht zu machen. Bin da grundsätzlich faul weil ich keine 40 std Arbeite, Garten und Haushalt schmeiße usw. Meiner Mutter egal. Also mein Haushalt juckt sie null. Dieses gemotze von meinem Vater hst sie aber auch.


    Ich selbst hätte halt einfach gerne Ruhe.

    Mich nicht erklären müssen usw. Bei einigen Kommentare ist es schwierig. Hab immer das Gefühl das Kindeswohl wird angezweifelt. Dabei fehlt es den Kindern am Nichts. Haben je eigene Zimmer, Hobbies.....


    Die kleine übers Wochenende nehmen gehr noch nicht. Ist dafür noch zu klein.

  • Ich würde da gar nicht mehr drauf eingehen und das Thema wechseln und falls er darauf bestehen bleibt, würde ich ihn stehen lassen oder ignoieren.

    Nimm dir das nicht so zu Herzen.


    Na, wenn dein Vater so ist, dann hast du dir ja wieder das selbe ausgesucht.

    Mein Vater war auch so. Als er mal wieder anfangen wollte, habe ich ihm gesagt, wenn er deswegen gekommen ist, um zu motzen, kann er gleich wieder gehen - da ist die Tür.

    Und danach war er zahm.


    Du musst dir nicht alles gefallen lassen ! Was lernt dein Kind davon ? Dass man so mit der Mama umgehen kann ? Dass du kein Recht hast etwas dagegen zu sagen oder ihm den Ausgang zu weisen und das Kind dann später eventuell dann auch nicht ?


    Bleib taff und verbiege dich nicht mehr - DAS ist besser für das Kind.

    Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst.........

    Was mache ich im Nebenzimmer ? (unbekannt)

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    G e l a s s e n h e i t .....................#atmen....

  • Ich sehe es ähnlich wie meine Vorschreiberinnen. Es ist dein Leben mit den Kindern, deine Verantwortung, deine Entscheidung. Wichtig ist, dass es dir und den Kindern gut geht.


    Die Kiste mit den Erwartungen an andere ist eine andere. Erwarte keine Anerkennung, dann lebt es sich leichter (meine persönliche Erfahrung). Allen recht machen kann man es eh nicht, irgendjemand wird immer ein Haar in der Suppe finden (sofern gesucht wird).


    Ich finde es (mittlerweile) gut, wenn man eine Zeit lang für die Kindern zuhause bleibt und eben nicht mit kleinen Kindern sofort Vollzeit arbeitet. 2-3 Tage sind doch okay?


    Zum Thema "übers Wochenende nehmen" - das sehe ich anders. Der Sohn meines Sohnes war eigentlich von Anfang an stundenweise bei ihm, damit ein Kontakt, eine Bindung aufgebaut werden kann - und auch, weil es einfach Spaß macht und schön ist, den Kleinen zu sehen. Stolzer Papa - das ist wirklich so. Allerdings gehören da "zwei" zu - ein Vater, der ehrliches Interesse an seinem Kind hat und eine Mutter, die das Kind "abgibt".


    Ich müsste jetzt nachdenken, aber das erste Mal bei ihm (bzw. uns) übernachtet hat er - mit 3 Monaten?! Mittlerweile ist er knapp 9 Monate alt und es wird normal, dass er auch das komplette Wochenende bei ihm / uns ist. Mein Sohn ist auf Grund seiner Ausbildung wieder bei mir ins Haus gezogen und somit bin ich auch als Oma dabei (und genieße es sehr, wenn der Kleine da ist). Ich denke, es ist eine win-win-Situation: der Vater und die Familie des Vaters hat die Chance, das Kind kennenzulernen und die Mutter hat auch mal Zeit für sich.

  • Ehrlich gesagt hört es sich für mich so an, als ob er Dich kleinklopfen will, es ist ein Machtgehabe und Du sollst die Schwächere sein.


    Es hat rein gar nichts mit dem zu tun was er kritisiert - das ist ein Vorwand. Lass Dir nichts einreden, und da er es für seine Zwecke ausnutzt dass Du Dir das irgendwie doch zu Herzen nimmst, würde ich da erst recht nichts mehr drauf geben.


    Klar könnte man sich jetzt darüber aufregen, dass er es versucht. Man kann es aber auch einfach ignorieren und dabei selber besser wissen.


    Interessant finde ich bei solchem Gebaren noch zu überlegen, warum er so agiert. Vielleicht erlebt er Dich ansonsten als (gleich)stark oder stärker und verträgt das nicht.

  • Oma, wie habt ihr das denn mit dem stillen gemacht? Das muß für die Mutter ja sehr aufwändig gewesen sein. Unsere hat Flasche immer verweigert. Aber selbst abgepumpt Milch hätte ich keine lust gehabt mehrmals täglich dem Vater vorbei zu fahren. Selbe Stadt evt. Mit längeren Fahrtweg nein.


    In der Beziehung war er noch nicht wie Papa. Erst nach dem Kind.


    Warum, keine Ahnung, er hat besser Job, verdient mehr, mehr Wohnraum.....

  • Sie hat nach 4 Wochen abgestillt und ist auf Pre-Milch umgestiegen.


    Bei meiner Tochter war es so, dass ich auf Grund meiner Berufstätigkeit (mein Ex-Mann war damals arbeitslos, er hat auf Grund meiner Berufstätigkeit auch kein Geld vom Staat bekommen) auf Zwiemilch umgestiegen bin. Ich habe zweimal am Arbeitsplatz abgepumpt, kam mir wie eine "Milchkuh" vor und habe beschlossen, dass das nichts ist für uns.


    Wenn ich also am Arbeitsplatz war, bekam sie Fläschchen hypoallergen, zu Hause und an den Wochenenden war ich dann die "Milchbar". Die daheim abgepumpte Milch hätte nicht gereicht. Damals gab es noch "Stillstunden", ich bin ja wie gesagt nach 8 Wochen wieder eingestiegen in den Beruf. Allerdings war meine Tochter auch der Stilltyp "Barrakuda-Haifisch".:D;) Endgültig abgestillt habe ich meine Tochter mit 8 oder 9 Monaten... es kam mir damals nicht richtig vor, die Stillstunden zu kassieren und nur noch 2 mal am Tag zu stillen. Heute sehe ich das anders, aber gut, es ist lange her. Mein Sohn war von Anfang an der "Still-Verweigerer". Ihn musste ich mit 4 Wochen abstillen (was für mich als Mutter damals ein echtes Drama war!).

  • Damals gab es noch "Stillstunden",

    Das gibt es heute auch noch, ist im Mutterschutzgesetz geregelt und absolut wichtig und richtig! Wie sollen stillende Mütter sonst arbeiten? Und wie war das noch gleich mit der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe?! Aber gut, dass du das heute anders siehst:).

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Und nur falls das unklar rübergekommen ist: heute würde ich die Stillstunden so lange in Anspruch nehmen, wie ich tatsächlich auch stille und nicht zugunsten der Allgemeinheit früher „zurückgeben“, „canceln“. Denn campusmami, du hast Recht!😊💐