Fragen zu Selbstbehalt, Einkünften, Wohngeld etc.

  • Ich kenne keinen "Fall", keine Familie.


    Es ist schwierig, ich versuche, das mal aufzudröseln. Auch möchte ich das eine oder andere nicht so stehen lassen.


    Da ist zum einen die Elternebene.

    Moralisch betrachtet finde ich es wichtig, dass man sich als Elternteil nicht vor der sozialen, emotionalen und finanziellen Verantwortung für das eigene Kind drückt. Leider geschieht das offensichtlich viel zu oft.

    Rechtlich ist es auch klar. Grob gesagt gilt bis zum 18. Lebensjahr: BETs betreuen, UETs zahlen Unterhalt - sofern es kein Wechselmodell gibt. Kompliziert wird es dann aber bei der Berechnung des Unterhalts.

    Dass eine Erstausbildung richtig und wichtig ist - darüber muss man sich grundsätzlich nicht wirklich streiten, oder? Die Frau und Mutter, um die es bei den o.g. Urteilen ging, hat lange ohne Ausbildung gearbeitet und Unterhalt bezahlt. Sie hat dann später doch noch die Chance bekommen, eine Erstausbildung zu absolvieren. Dass der Unterhalt im Zeitraum ihrer Erstausbildung ausgesetzt wurde, finde ich moralisch betrachtet richtig. Durch die Erstausbildung hat sie die Möglichkeit, nach der Ausbildung mehr zu verdienen - und auch mehr zu zahlen. Rechtlich musste sie sich durch die Instanzen fechten - was sicherlich nicht einfach war.


    Der Selbstbehalt eines Unterhaltspflichtigen liegt bei 1200 € (nicht berufstätig) bzw. 1450€ (erwerbstätig), richtig? "Moralisch" betrachtet kann man darüber diskutieren, ob 250 € mehr im Monat die 40h Woche mit allen Verpflichtungen "wert" sind. Man kann diskutieren, ob der Unterschied nicht mehr als 250 €/ Monat sein sollte - muss man aber nicht. Denn: rechtlich sind diese Zahlen Fakt. Sofern ich das richtig verstanden habe.


    Bisher wusste ich nicht, dass sich keine Unterhaltsschulden anhäufen, wenn man bis zum Selbstbehalt Unterhalt zahlt - richtig? Das ist neu für mich. Da stellt sich dann tatsächlich die Frage, inwiefern es sinnvoll ist, trotzdem zu zahlen. Heißt konkret: zu klären ist, wie viel Geld einem Erwachsenen in der Erstausbildung für den Lebensunterhalt zusteht und inwieweit ich als Mutter noch unterhaltspflichtig bin. Bisher haben wir familienintern gerechnet und brauchten daher weder Anwälte zu bezahlen noch die Gerichte zu belasten. Bitte habt Verständnis, wenn ich auf weitere Angaben zu Einkünften etc. verzichte. Denn:

    Ich habe nirgends gesagt oder geschrieben, dass er "mietfrei" bei mir wohnt oder was er für eine Ausbildung macht. In meiner Vorstellung steht: "Da mein Sohn noch in der Ausbildung ist und Wohnungen a) kaum zu finden und b) noch weniger bezahlbar sind, ist er dann erst mal wieder bei mir eingezogen." Weiter habe ich an einer anderen Stelle geschrieben, dass mein Sohn eins meiner beiden Autos fährt, u.a. um zur Arbeit zu kommen, seinen Sohn holen und bringen und gemeinsam mit der KM und dem Kleinen z.B. Termine beim Kinderarzt wahrnehmen zu können. Ein Auto reicht da nicht, weil ich im Schnitt zwischen 9 und 10 h täglich arbeite, oft auch Termine abseits vom eigentlichen Arbeitsplatz habe und hierfür ein Auto brauche. Warum dies so ist bzw. warum ich 2 Autos halte, kann man diskutieren - aber sind Infos darüber, was ich mir "leiste" oder nicht in dem Zusammenhang wirklich relevant?


    Kommen wir zum Thema Großelternunterhalt. Ich habe anfangs geschrieben: "Als ich von meinem Enkel hörte, befürchtete ich anfangs, dass ich zur Kasse gebeten werden könnte. Wäre da was gekommen, hätte ich das Ganze sicherlich einem Anwalt übergeben. Der Großelternunterhalt scheint aber vom Tisch zu sein."


    Ich habe nirgends geschrieben, dass ich mich vor Großelternunterhalt "drücken" würde oder nicht zahlen wollte. Klar wäre ich nicht begeistert - wer würde da schon Juhu schreien? Aber sollte da was kommen, werde ich ganz regulär die Formulare ausfüllen - und mir hierbei aber auch anwaltliche oder steuerberaterische Hilfe holen. Das ist mein gutes Recht. Neu für mich ist, dass ich mich darauf einstellen kann, dass nachgefragt wird. Ob ich das toll finde, steht ebenfalls nicht zur Debatte. Wenn ich verpflichtet werde, Großelternunterhalt zu zahlen, werde ich dies auch tun.


    Es sind alles rhetorische Fragen, die ich an anderer Stelle klären werde. Abschließend möchte ich mich bei euch für vielen Hinweise und Impulse bedanken. Diese haben mir geholfen den ganzen "Wust" etwas klarer zu sehen. Danke!

  • Ach, ich finde manchmal kann man auch auf seinem Bauchgefühl hören. Bei zwei Jobs, zwei Autos und einer warmen schönen Wohnmöglichkeit, würde ich überlegen einen Beitrag zu zahlen.

    Wahrscheinlich würde ich das auch tun, ohne die Erfahrung zu haben, wie es ist, junge Mutter zu sein und wahrscheinlich jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen. Und ja, es gibt offiziell Grenzen und es muss auch niemand, aber man könnte

  • Welche Ausbildung dein Sohn macht, das hast du bereits hier selbst geschrieben, wenn auch unter einem anderen Account. Man kann doch nicht erwarten, dass man das auseinanderpuzzelt was, wer, wann, wo unter welchem Pseudonym gepostet hat.

    Was man als PiA verdient, das kann man überall einsehen.

    Als hätte ich hier ein großes Geheimnis ausgeplaudert. Wenn er die Richtung geändert haben sollte, da muss man halt schauen, ob es noch als Erstausbildung gilt, sofern er die Ausbildung abgeschlossen hat.

  • Du hast aber auch immer Pech, dass alle Behörden bei Dir in der Ecke nicht gesetzeskonform arbeiten. Es sei denn UV-Kasse - besser: Bestandschaft - hat bei Dir schon rausgehört, dass Deine Eltern und die Eltern des Vaters nicht leistungsfähig sind. Aber eigentlich müsste die Beistandschaft das überprüfen und mit Fakten (Einkommensnachweisen) untermauern. (Mittlerweile kommt die Beistandschaft auch einfacher an die Adressen der Großeltern heran, wenn man sie nicht selbst hat.)

    Nunja, meine Eltern haben mich vergünstigt in meiner Wohnung wohnen lassen. Die Eltern von Ex hätten definitiv zahlen können , genug Geld hatten die. Die mussten damals sogar Unterhalt ans Sozialamt zahlen für den Ex. Ich habe es mitbekommen, da ich auch angeschrieben wurde (man dachte dort wir wären verheiratet gewesen 😂😂😂).

    Nun ist das alles eh ad Acta, alle Großeltern müssten mittlerweile in Rente sein, da ist es rum. Ich habe mich mit Unterhaltsvorschuss begnügt und den Rest selbst aufgebracht.

    Ich habe gestern nur von meiner Arbeitskollegin erfahren, sie ist als Oma tatsächlich angeschrieben worden. Allerdings von einem Jugendamt an der Nordsee (ihre Kinder wohnen noch dort). Sie muss muss nichts bezahlen, da ihr Kind ja noch in der Erstausbildung steckt und sie diesem vorrangig Unterhalt gewähren muss.

  • Oma2025

    "Bisher wusste ich nicht, dass sich keine Unterhaltsschulden anhäufen, wenn man bis zum Selbstbehalt Unterhalt zahlt - richtig? Das ist neu für mich."


    Da gilt es erst mal zu unterscheiden ob Mangelfall vorliegt oder nicht. Wenn kein (festgestellter) Mangelfall vorliegt dann definitiv nicht. Da springt ja auch niemand anders ein.😉


    Das war z.B. hier bei mir der Fall.


    campusmami

    "Lena_1977 , das ist nie eine Frage der Ressourcen, sondern immer eine Frage der Haltung."


    Naja mit dem Argument habe ich von vornherein alles an möglicher Diskussion erschlagen.


    Insbesondere wenn man als bereits in Vollzeit Tätiger unter Einsatz aller üblichen Resscourcen trotzdem um den Selbstbehalt rum krebst und mit hängen und würgen gerade so alle seine Pflichten erfüllen kann ergibt sich die Frage. Ich hab es so gelöst dass ich im Zweifel halt noch mehr gearbeitet und ich lieber gezahlt und dann selbst auf was verzichtet habe was mir eigentlich lt. Gesetz wahrscheinlich zustand aber das war nur meine eigene Entscheidung.


    Denn es gibt auch den Grundsatz dass man durch Unterhaltszahlung sich nicht selbst bedürftig machen muss oder/und darf.


    Oder, wenn man gleichzeitig BET und UET ist. Das ist auch so ein interessanter Fall.


    Es ist eben alles nicht so einfach.


    Das hat jetzt mit der Diskussion hier wegen Unterhalt durch Großeltern nichts zu tun. Aber generell.


    LG

    ... unn denn bin ick in mir jejangen, war aber ooch nüschd los! :drink ...

    Einmal editiert, zuletzt von Yogi ()

  • Yogi das ist gar kein Argument, sondern eine These, deren Bestätigung die Oma 2025 in ihrem Text selbst liefert. Und die sich auch in nahezu allen anderen Threads hier im Forum zum Thema Unterhalt wiederfinden und prüfen lässt.


    Wo du zweifelsohne Recht hast, ist dass Werte sich nicht diskutieren lassen.

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Und genau deswegen bin ich raus. Weil mir hier eine Haltung unterstellt wird, die mit der Realität herzlich wenig zu tun hat.


    Woher wollt ihr wissen, dass ich nicht doch Pampers, Kinderkleidung, Ausrüstung, Babynahrung, Spielzeug etc. "gesponsert" habe? Was kommt bei der Mutter als ein "mehr" an? Wenn ich den Unterhalt als Großmutter aufs Mündelkonto überweise oder wenn sie Sachen und Gegenstände bekommt, die sie bzw. der Kleine braucht? Sollte ich zu Großelternunterhalt verpflichtet werden, zahle ich den Großelternunterhalt - keine Frage. Aber dann fällt der Rest halt weg. Auch meine Kapazitäten sind endlich.


    Manche hier (nicht alle!) haben ihre Sichtweise - behaltet sie von mir aus.


    friday: ich fand es nicht schlimm, dass du nachgefragt oder das geschrieben hast. Deinen Gedankengang fand ich gut und ich werde das klären. Danke hierfür! Allerdings nehme ich mir das Recht raus, nicht zu antworten.

    Edit: kursiv.


    Und ganz kurz in eigener Sache: ich weiß sehr wohl, wie es sich anfühlt, keine 20 € für ein gebrauchtes Kinderfahrrad vom Flohmarkt übrig zu haben, nachdem das Fahrrad des eigenen Kindes geklaut wurde. Dass mein Sohn und ich (damals war er 8 Jahre alt) beide weinend vor unserem Hauseingang gesessen habe, ist eine Erinnerung, die ich vermutlich bis an mein Lebensende nicht vergessen werde. Damals war es verflixt eng.

    Leider hatte ich keine Eltern, die mich damals, nach der Trennung, unterstützt haben. Im Gegenteil, als ich ansprach, dass ich gerne zurück in meine alte Heimat und in die Nähe meiner Familie kommen würde, bekam ich eine Antwort, die ich mir echt nicht gewünscht hätte. "Du hast deinen Job, sei froh und dankbar, du schaffst das schon. Wir können dir leider nicht helfen und haben hier auch keinen Platz." Auf meine Antwort, dass ich gar nicht aufhören wollte, zu arbeiten, dass ich mich selbst finanzieren, mir selbst eine Wohnung für mich und die Kinder suchen würde, ich einfach nur in der Nähe meiner Familie sein wollte, kam ein "Das musst du selbst wissen. Dein Beruf ist wichtiger."

    Das war 2010/11, also lange bevor ich hier war (März 2013).

    Notiz an mich selbst: Haken drunter, ich habe darüber genug gegrübelt in den vergangenen Jahren. Es ist lange her. Aber ich werde niemals so agieren bei meinen Kindern und in meiner Familie.

    Viele Grüße

    Omama

    2 Mal editiert, zuletzt von Oma2025 ()

  • Ich habe es nicht so empfunden, dass dir etwas unterstellt wurde

    Wie hast Du denn "Es ist nie eine Frage des Geldes, sondern der Haltung" aufgefasst? Ich hatte schon auch das Gefühl, dass das etwas persönlich wurde.

    LG
    CoCo




    Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.
    ~ Elisabeth Beatrice Hall 1906 im Buch "The friends of Voltaire" ~

  • Eher eine Anregung zum Perspektivwechsel.

    Persönlich ist es hier doch nicht, ok - bei einigen Beteiligten schon, aber grundsätzlich schreibt man doch in ein Forum um andere Sichtweisen zu bekommen.


    Persönlich finde ich, macht es einen großen Unterschied ob es regelmäßige Zahlungen oder hin und wieder Zuwendungen gibt - mit denen kann man nicht planen.


    Gestern hatte ich ein Gespräch mit einer Oma die freiwillig 120 Euro zahlt.
    Jetzt zahlt der andere Elternteil auch Unterhalt - trotzdem stellt sie die Zahlung nicht ein, sondern so lange wie sie es sich leisten kann - zahlt sie (ohne Rechtsanspruch) weiter.

    Kann man/muss man aber nicht….

  • CoCo, dass die Oma und ich eine andere Haltung haben, ist ja nix neues... ich finde das, was ich geschrieben habe nicht persönlich. Die Unterstellungen die da reingelesen werden, kommen nicht von mir.


    Ich habe geschrieben, dass ich meinem Sohn etwas husten würde... D.h. ich würde tatsächlich von ihm erwarten, dass er seinen Teil (wie groß der sein müsste, darüber könnte man diskutieren) zum Unterhalt beitragen müsste. D.h. nicht, dass er zusätzlich zur Erstausbildung arbeiten sollte, diese abrechen oder what ever. Sondern einfach nur die klare Linie: "Dein Kind. Deine Verantwortung!" Vielleicht ist Rollenklarheit das bessere Wort?! Was ich als Oma da noch nebenher liefere ist meine Rolle als Oma...

    Konkret: Mein Kind verdient in der jetzigen Ausbildung 1350 Euro, wohnt bei mir. Wenn der mir sagen würde, ich kann die 300 Euro Unterhalt nicht leisten, würde ich mal nachhaken, warum das so ist. Und dann würde ich ihn fragen, wie denn sein Zukunftskonzept aussähe... der Verdienst ist ja nach der Ausbildung bekannt, die Düsseldorfer Tabelle ebenso und vielleicht hat das erwachsene Kind ja auch eine Idee, was es kostet eine eigene Wohnung und seinen Lebensstandart zu finanzieren. Wenn das unter den jetzigen parametern nicht klappt, klappt das nach der Ausbildung auch nicht... Die Zahlen passen nicht zusammen.


    Wäre das andere meiner Kinder (noch 1,5 Jahre in der Oberstufe) betroffen, würde ich den Unterhalt übernehmen, weil ich es könnte. Und ich keinen Bock auf Behörden oder Gerichte hätte. Aber auch da würde ich ein tragfähiges Zukunftskonzept des Vaters erwarten.


    Punkt zwei, wo meiner Meinung nach Haltungen clashen ist: Diese "Systemumgehungsgemauschele"... insbesondere wenn es als Rechtfertigung genutzt wird. Da gehen die Meinungen sicher auseinander... Ich finde es auch jenseits von jeglicher moralischen Aspekten problematisch, weil ein solches System sehr anfällig für künftige Konflikte ist. Da geht es ein wenig um Macht und Machtgefälle (aber wahrscheinlich ist ein systemischer Blick darauf in diesem Setting hier schwierig... bzw. wird auch ausschließlich moralisch verstanden).


    Persönlich ist das alles nicht... ich habe mich tatsächlich über die Aussagen zu Autos, Windeln oder Tapeten gewundert, auch die zum Thema "Geiz ist geil" (all das sind Bewertungen, die ich nicht abgegeben habe).

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

    Einmal editiert, zuletzt von campusmami ()

  • Diese "Systemumgehungsgemauschele".

    Das hatte ich jetzt bei Oma aus ihrer Frage nicht herausgelesen...

    LG
    CoCo




    Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.
    ~ Elisabeth Beatrice Hall 1906 im Buch "The friends of Voltaire" ~

  • Na dann mögen wir es dabei belassen, das alles als unbewusste Zufälle bewerten und die Stellschrauben nicht noch offensichtlicher herausarbeiten.


    Und vielleicht dafür eintreten, dass das hier ein AE Forum bleibt und sich nicht zu einem "wie schütze ich meine Söhne vor Unterhaltszahlungen oder -Schulden" Ort wird. Das beißt sich meiner Meinung nach ein bisschen.

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Die Unterhaltsvorschusskasse macht vermutlich das, was sie soll. Das Geld zurückholen. Ob über Großelternunterhalt oder Rückzahlung. Ich empfinde das auch als richtig. Völlig emotionslos.

    Da kann man halt jetzt schauen, welche Stellschrauben veränderbar sind. Und ich bin da bei Campus. Zurzeit ist das einfacher zu lösen als in Zukunft.

    Mir würde als erstes für deinen Sohn einfallen sowas wie Rücklagen zu bilden, das jetzt auch einfacher sein dürfte als in Zukunft, um dann die Schulden begleichen zu können.

    Und wer da welches Spielzeug gekauft hat oder Tapeten an die Wand geklatscht hat, das dürfte der UVK herzlich egal sein. Mit Einstellung solcher Sachleistungen wird doch nicht die Kasse abgestraft. Die macht nur das, was sie soll.

  • Die Unterhaltsvorschusskasse macht vermutlich das, was sie soll. Das Geld zurückholen. Ob über Großelternunterhalt oder Rückzahlung. Ich empfinde das auch als richtig. Völlig emotionslos.

    Da kann man halt jetzt schauen, welche Stellschrauben veränderbar sind. Und ich bin da bei Campus. Zurzeit ist das einfacher zu lösen als in Zukunft.

    Mir würde als erstes für deinen Sohn einfallen sowas wie Rücklagen zu bilden, das jetzt auch einfacher sein dürfte als in Zukunft, um dann die Schulden begleichen zu können.

    Und wer da welches Spielzeug gekauft hat oder Tapeten an die Wand geklatscht hat, das dürfte der UVK herzlich egal sein. Mit Einstellung solcher Sachleistungen wird doch nicht die Kasse abgestraft. Die macht nur das, was sie soll.

    Das sind Posts, die für mich klar und damit wertvoll sind, genau wie dein Post weiter oben.


    Dein Post liest sich anders als Spekulationen über das Forum als ein "wie schütze ich meine Söhne vor Unterhaltszahlungen oder -schulden-Ort", "nie eine Frage des Geldes / der Ressourcen sondern der Haltungen", "Systemgemauschele" etc.


    Möglicherweise reagiere ich bei manchen Statements etwas empfindlich.

  • Es liest sich halt passiv und nicht nach " was könnte gehen". Und das - und ich persönlich glaube, dass das ein großer ( und richtiger) Punkt von Campus- hauptverantwortlich in den Händen deines Sohnes. Na klar , Unterstützung darf es geben.

    Es gibt halt Fragen, um deine Fragen hier zu beantworten. Sowas wie: Hat mein Sohn noch Unterhaltsansprüche an mich? Deckt die Ausbildung den Bedarf? Und hier- nebenher bemerkt - ist es schon wichtig, ob das eine Zweitausbildung, was abgebrochen wurde oder eine aufbauende Ausbildung ist. Auch im Hinblick auf die Unterhaltsansprüche deines Enkels an deinen Sohn ( Stichwort: Erwerbsobligenheit, das andere dir sicher besser erklären können). Dann hat dein Sohn ja auch noch einen (besserverdienenden) Vater. Du stündest ja nicht alleine da. Mal abgesehen davon lebt dein Sohn ja bei dir. Da würde die Bar unterhaltspflicht( wenn er überhaupt einen Anspruch hat) ja sicher nochmal anders verwurstet zwischen euch. Selbstbehalt und Unterhaltsanspruch, da liegen auch noch andere Zahlen zum rechnen vor.

    Alles Fragen, die man klären müsste.

    Und dann kann man halt schauen, was an Geldern frei wird für den Enkel, da ergeben sich noch mehr Fragen.

    Letztlich - und nur meine Haltung wäre-, dass ich das nicht einfach alles auf mich zukommen lassen würde. Und ganz klar, würde ich dafür sorgen, dass meine Tochter sich auf den Weg macht.

    Ich glaube, dass du vielleicht auch lernen musst, daß dein Sohn jetzt Vater ist und zweitrangig dein Sohn, auch wenn es schwerfällt.