Fragen zu Selbstbehalt, Einkünften, Wohngeld etc.

  • Du... Wie lange dauert die Ausbildung denn noch? Und von was reden wir? 2800 Euro UVG pro Jahr? Selbst wenn das Schulden werden, ruiniert das gar nix.


    Ich würde meinen Sohn ja was husten, wenn er mietfrei bei mir wohnen würde und er es nicht hinbekäme die 227 Euro pro Monat an sein Kind rüber zu schieben...

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • campusmami

    Kann man auch so sehen.


    Theoretisch wäre er ja auch noch mindestens die ersten 3 Jahre unterhaltspflichtig gegenüber der Mutter.


    Worst case wäre wohl sowas wie 3,000 bereinigtes Netto

    - 500 Kindesunterhalt

    - 900 Unterhalt an die Mutter

    - beispielsweise 900 Miete


    Dann steht man am Monatsanfang nach nur 3 Überweisungen mit nur noch 700 Euro für 31 Tage da.


    Na Prost Mahlzeit.


    LG

    ... unn denn bin ick in mir jejangen, war aber ooch nüschd los! :drink ...

  • Es ging mir nur darum mal ein Preisschild an die "Schulden" zu hängen. So wild ist das nicht... Zumal so eine Ausbildung ja ein überschaubarer Zeitraum ist. Da muss man sich als Oma keine Sorgen machen, das nicht bewältigen zu können, sondern sich vielleicht fragen, was da sonst schief gelaufen ist.


    Keine Ahnung, meine Kids sind ja mit einem wenig zahlungsfreudigen Vater aufgewachsen... Die kämen nicht im Traum darauf, sich ihrer finanziellen Verantwortung zu entziehen. Vielleicht finde ich deshalb auch so absurd.

    LG Campusmami



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  • Finde ich auch.


    Es kann nämlich unter Umständen - zumindest finanziell - sehr unschön, wenn nicht sogar bedrohlich werden das hatte ich ja skizziert und dafür gibt es ja die gesetzlichen Regelungen.


    LG

    ... unn denn bin ick in mir jejangen, war aber ooch nüschd los! :drink ...

  • Um da mal das realistische "Preisschild" dranzuhängen: geht man von den ersten Zahlungsaufforderungen (die beglichen sind) aus, sind es abgerundet 12.700 € nach 3 Jahren. Nicht nur als Berufsanfänger ist das eine Hausnummer.


    Es ging lediglich um die Frage, ob man Unterhaltsschulden anhäuft, wenn man in der Erstausbildung ist. Nur weil der Vater deiner Kinder "wenig zahlungsfreudig" war, heißt das nicht automatisch, dass das hier auch so ist. :cursing:


    Edit: kursiv geschrieben.

  • Die 12.700 Euro werden es ja nicht, wenn ein Teil schon beglichen ist und der UVG für Kinder unter 6 J. 227 Euro beträgt. Das JA kann nicht mehr zurückfordern, als es gezahlt hat.


    Hier hat es seinerzeits ein Verfahren des JAs gegen den KV, das mit einem Vergleich geendet ist, gegeben. Während seines Studiums hat er dann einen symbolischen Beitrag geleistet, ohne dass Schulden aufgelaufen sind. Es kommt in eurem Fall also sehr darauf an, wie das JA agiert. Einen Hinweis darauf könntest du in der bisherigen Kommunikation finden.

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


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  • Insgesamt vermischen sich hier viele Unterhaltsfragen und ist ziemlich undurchsichtig.

    Insgesamt wäre ja erstmal zu klären, ob du noch Unterhalt zu leisten hast an deinen Sohn. Ich hatte gefragt, ob er die PiA Ausbildung macht, wenn ja, dann dürfte da ja nicht mehr viel an Unterhaltsanspruch da sein. Hier verdienen PiAs zwischen 1000 und 1200 Euro netto. Wenn er kostenfrei bei dir wohnt, dann gibt es doch sicherlich eine Möglichkeit das Geld zusammenzukratzen. Dann wäre doch auch das Thema Großelternunterhalt vom Tisch. Oder habe ich einen Denkfehler?

    Letztlich steht er in der Verantwortung, auch finanziell. Wenn er die Unterhaltsschulden begleichen müsste, dann finde ich das jetzt nicht so furchtbar ungerecht. Es ist ein Vorschuss, eine Ersatzleistung.

  • Okay, dann sind es immerhin noch ganz genau 11.698,50 € nach 3 Jahren (so lange dauert seine Ausbildung und ich gehe davon aus, dass er anschließend eine Stelle annimmt). Übrigens: die 3x 354,50 € habe ich (teilweise) in seinem Namen auf das Mündelkonto überwiesen. Das konnte er damals ohne Einkünfte (die er zu dem Zeitpunkt nicht mehr hatte) nicht stemmen. Er hat anfangs nicht nur die Miete, sondern mal eben auf seine Kosten die Wohnung der Ex inkl. Böden, Tapeten etc. renoviert. Nachweise gibt es leider nicht und da war er wirklich naiv. Aber er wollte, dass die beiden es schön haben und nicht in einer verwohnten Bruchbude leben müssen. Was hier sonst noch "geflossen" ist, muss ich nicht wirklich sagen, oder? Soviel zum Thema Geiz ist geil in Sachen Verantwortung für das eigene Kind.


    Ich habe keine Ahnung, mit welchen Zahlen du rechnest, ich habe nur die Zahlen, die hier vorliegen. Zum Rest später, ich muss arbeiten.

  • Wo bitte ist da dann der Anreiz, arbeiten zu gehen? "Moralisch" - dass man eben nicht auf Kosten der "Allgemeinheit" lebt? Die Rente - von der man immer wieder hört und liest, dass sie eh nicht "sicher" ist?

    Vielleicht, dass man morgens in den Spiegel gucken kann und sich für seine Kinder gerade gemacht hat.


    Ich war 10 Jahre lang Mangelfall, habe Vollzeit gearbeitet und habe noch aufstockendes Hartz IV bezogen, um den Unterhalt regelmäßig bezahlen zu können.

    Das hatte den Vorteil, dass ich den Unterhaltstitel bedienen konnte und trotzdem keine Schulden aufgelaufen sind.


    Ich habe in 15 Jahren etwa 210.000 € an meine fünf Kinder aus meiner Ehe bezahlt.

    Ist jetzt keine Riesen Summe für fünf Kids in einem Monat, aber hat gereicht, mich mit einem Jahresbrutto von etwas über 50000 € in die Bedürftigkeit zu zwingen.


    Als die Kinder dann altersmäßig aus dem Unterhalt rausgefallen sind oder auch zu mir den Haushalt wechselten, habe ich beruflich noch mal Gas gegeben, und mein Einkommen zu steigern.


    Vorher habe ich da tatsächlich nicht so viel Sinn darin gesehen. Mehr Einkommen bedeutet meistens auch immer mehr Unterhalt. Mehr Arbeitsstunden, mehr Verantwortung für den gleichen Selbstbehalt... Das ist schwer einzusehen.

    Und dann gilt beim Unterhalt auch der alte Spruch "rauf geht's immer, runter nimmer".

    Da war es mir dann doch wichtiger, gesundheitlich und mental stabil zu bleiben, um das Ding durch die Zeit zu bringen.

  • Ich möchte aus eigener Erfahrung berichten - ich hatte einen ähnlichen Fall. Ex konnte nicht zahlen, ist verrentet worden und ich war quasi frisch aus der Ausbildung. Da hat niemand nach Großelternunterhalt gefragt, es gab niemals ein Brief dazu. Info von der UHV Stelle damals und heute, die Großeltern werden nicht zur Kasse gebeten, macht viel Arbeit für nix.

  • Du hast aber auch immer Pech, dass alle Behörden bei Dir in der Ecke nicht gesetzeskonform arbeiten. Es sei denn UV-Kasse - besser: Bestandschaft - hat bei Dir schon rausgehört, dass Deine Eltern und die Eltern des Vaters nicht leistungsfähig sind. Aber eigentlich müsste die Beistandschaft das überprüfen und mit Fakten (Einkommensnachweisen) untermauern. (Mittlerweile kommt die Beistandschaft auch einfacher an die Adressen der Großeltern heran, wenn man sie nicht selbst hat.)

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Ich habe aber auch noch niemand kennen gelernt, bei dem das Einkommen der Großeltern abgefragt würde.

    Vielleicht, weil viele Großeltern ohne gerichtliche Aufforderung für die Enkelkinder zahlen. Und dann: Reden werden da wenige drüber. Vor allem nicht die, die nicht zahlen wollen ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.