Umzug mit dem Kind von Hessen nach NRW (Essen)

  • Hallo zusammen,


    wir leben seit 15. März 2025 dauernd getrennt. Da ich mit dem Kind bei seinen Großeltern (in Limburg) aktuell wohne und kein eigenes Mietverhältnis habe (obwohl ich die Miete bezahle), suche ich dringend nach einer für uns passenden Wohnung. Ich wollte nach Essen (NRW) umziehen, weil Essen eine große und schöne Stadt ist und da man ganz günstige Wohnungen finden könnte (im Vergleich zu Limburg).


    Ich werde unbedingt finanzielle Unterstützung brauchen. Aktuell beziehe ich ALG I, Kindergeld, Unterhaltszahlungen. Die Miete für die Wohnung leiste ich nicht (aktuell bezahle ich nur teilweise, 250 EUR, in Essen wird es teurer). Deswegen habe ich vor, mich beim Jobcenter Essen anzumelden und da um Unterstützung bitten.


    Sie haben mich darum gebeten, den Umzug zu begründen. Wäre das, was ich gerade geschrieben habe, eine ausreichende Begründung oder sieht die Situation tatsächlich nicht so aus?

  • Hallo.


    Wer will das begründet haben? Die Arbeitsagentur?


    "Ich wollte nach Essen (NRW) umziehen, weil Essen eine große und schöne Stadt ist"


    Groß vielleicht, schön? Wie genau kommst Du jetzt auf Essen und nicht auf Gladbeck oder Bochum oder Hagen?


    Wie sieht es mit Jobchancen aus, Umfeld für das Kind (familiäre Unterstützung)?


    Ich würde das eher mit dem größeren Jobangebot argumentieren.


    "und da man ganz günstige Wohnungen finden könnte (im Vergleich zu Limburg)."


    Limburg ist verglichen mit dem Rhein-Main Gebiet wohl eher noch günstig. Viel günstiger wird es in Essen auch nicht sein. Mit ALG1 hast Du ja wahrscheinlich ohnehin Anspruch auf einen WBS?


    https://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_1541264.de.html


    LG

    ... unn denn bin ick in mir jejangen, war aber ooch nüschd los! :drink ...

  • Bist du schon im Bürgergeldbezug?

    Noch nicht, weil ich aktuell kein Recht darauf habe.



    Ich würde das eher mit dem größeren Jobangebot argumentieren.

    Dann warum nicht Duisburg? Oder Gelsenkirchen? Oder... oder... oder... ?

    Was familiäre Unterstützung für das Kind betrifft, ist die Situation ganz angespannt. Die Oma, bei der wir mit dem Kind zur Zeit wohnen, ist sehr diktatorisch. Meine Meinung als Elternteil ist fast nichts für sie. Einmal ist es zur meinen konkreten Erniedrigung als Elternteil ihrerseits gekommen. Der Opa ist sehr alt und hat viele gesundheitliche Probleme. Zur Mama würde ich nie zurückkehren. Deswegen würde ich eher nicht über die "Unterstützung" sprechen.


    Limburg ist verglichen mit dem Rhein-Main Gebiet wohl eher noch günstig. Viel günstiger wird es in Essen auch nicht sein. Mit ALG1 hast Du ja wahrscheinlich ohnehin Anspruch auf einen WBS?

    Man spricht über die WBS gar nicht. Das Ziel ist es, einfach in diejenige Wohnung umzuziehen, die vom Jobcenter bezahlt werden könnte.

  • in Limburg) aktuell wohne und kein eigenes Mietverhältnis habe (obwohl ich die Miete bezahle


    Die Miete für die Wohnung leiste ich nicht (aktuell bezahle ich nur teilweise, 250 EUR


    Das verstehe ich nicht. Wie denn jetzt?


    Aktuell bist Du mit Eurem Kind noch in der Nähe der Mutter? Hast Du inzwischen das ABR? Ist die Mutter mit einem Umzug ins Ruhrgebiet einverstanden?

    Wie kommt man dazu, ausgerechnet vom schönen Limburg ins hässliche Essen umziehen zu wollen? Ok - ist sicher Geschmackssache. Oder ist da eine neue Frau im Spiel? Das ist natürlich einerseits Deine Privatsache - andererseits kann es eben auch nach hinten losgehen - und das auch für Euer Kind...

    LG
    CoCo




    Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.
    ~ Elisabeth Beatrice Hall 1906 im Buch "The friends of Voltaire" ~

  • Ich habe nicht so gesagt, dass wir uns in der Nähe der Mutter befinden! Sie wohnt in Halle während wir wohnen in Limburg.


    Der Umzug nach Limburg erfolgt aufgrund der Einverständniserklärung, die von der Mutter unterschrieben war. Weitere Umzüge benötigen keine weiteren Einverständniserklärungen.


    Du hast tatsächlich mich gar nicht verstanden. Ich meinte, dass wenn ich nach Essen umziehe, leiste ich allein (ohne Unterstützung) die Miete nicht, da sie deutlich teurer als 250 EUR sein soll. Was ich nur meinte, ist wie man den Umzug richtig begründet. Tatsächlich geht's darum, dass wir einen neuen Haushalt gründen und das können wir nicht machen wenn wir bei seinen Großeltern wohnen. Darüber hinaus hätte ich zur Zeit kein eigenes Mietverhältnis, was nur die Notwendigkeit der neuen Wohnung bestätigt.

  • Weitere Umzüge benötigen keine weiteren Einverständniserklärungen.


    Hast Du das schriftlich? Oder ist das rechtlich grundsätzlich immer so?


    Du hast tatsächlich mich gar nicht verstanden. Ich meinte, dass wenn ich nach Essen umziehe, leiste ich allein (ohne Unterstützung) die Miete nicht, da sie deutlich teurer als 250 EUR sein soll. Was ich nur meinte, ist wie man den Umzug richtig begründet. Tatsächlich geht's darum, dass wir einen neuen Haushalt gründen und das können wir nicht machen wenn wir bei seinen Großeltern wohnen. Darüber hinaus hätte ich zur Zeit kein eigenes Mietverhältnis, was nur die Notwendigkeit der neuen Wohnung bestätigt.


    Sorry, jetzt verstehe ich noch viel weniger. Also bedeutet neuen Haushalt gründen, mit jemand Drittes dazu?

    LG
    CoCo




    Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.
    ~ Elisabeth Beatrice Hall 1906 im Buch "The friends of Voltaire" ~

  • hal79

    Wie lange kriegst Du denn noch ALG1 und reicht das ALG1 mit Kindergeld und Kindesunterhalt für den Lebensunterhalt?


    Oder geht es darum dass Du ergänzend Bürgergeld beziehen willst und daher dem Jobcenter gegenüber den Umzug begründen musst?


    Als AE steht Dir + Kind eine eigene Wohnung zu da musst Du meines Wissens nach nichts begründen.


    LG

    ... unn denn bin ick in mir jejangen, war aber ooch nüschd los! :drink ...

  • Es ist immer so. Die Einverständniserklärung bräuchte ich als wir noch zusammenwohnten. Also, zur Trennung sozusagen. Die Mutter sollte der Trennung einwilligen. Sobald das geschah, ist das Lebensmittelpunkt des Kindes bei mir. Außerhalb Deutschlands jedoch hätte ich kein Recht darauf, sich ohne die Einwilligung der Mutter zu bewegen. Das gilt nur innerhalb Deutschlands.


    Nach der Trennung haben wir damit angefangen, bei den Großeltern meines Kindes zu wohnen. Das war eine Einvernehmliche Lösung. Allerdings das ist nur als vorübergehende Lösung zu betrachten. Meines Erachtens ist es zwingend notwendig, nach einer passenden Wohnung innerhalb Deutschlands zu suchen.


    Wenn ich mich also an das Jobcenter Essen wende und den Umzug so begründe, wäre es gesetzlich in Ordnung?

  • Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Grundsätzlich kannst du auch bei Bürgergeldbezug umziehen. Benötigst allerdings die Zustimmung beider Jobcenter.


    Da du aktuell kein Bürgergeld beziehst kannst du umziehen wohin und mit wem du möchtest. Das Familienrecht ist ein anderes Thema. Daher solltest du dich da unbedingt nochmal informieren, bevor du da in ein Böses Fettnäpfchen trittst.


    Allerdings solltest du deine Zukunft im Blick behalten, denn die KDU Kosten sind der Region angepasst. Und wenn Essen mehr zahlt als Limburg, sind dort die Preise für Wohnungen i.d.R. höher und auch schwerer etwas im Bereich des vorgegebenen KDU zu finden. Du solltest am Besten auch Kinderbetreuung, Arbeitsstellen usw. im Blick haben.


    Ich verstehe deine Vorgehensweise nicht. Der ALG1 Bezug ist zeitlich begrenzt, du solltest dich dringend nach einer Arbeitsstelle umschauen und dann alles andere darum organisieren.

  • Zunächst einmal : Essen ist ganz sicher nicht hässlich ( CoCo) hat aber, wie jede Großstadt schöne, mittelprächtige und tatsächlich auch miese Viertel.
    Ich lebe schon fast (bis auf die Zeit meiner 1.Ehe) mein ganzes Leben hier und habe meine Kinder hier großgezogen. Kenne mich also recht gut in Essen aus 😉


    Wie überall ist die Miete in den „besonders schönen“ Stadtteilen sehr hoch und freie Wohnungen gibt es kaum….
    in den „mittleren“ Stadtteilen sieht es ähnlich aus und in den miesen Ecken würde ich persönlich nicht wohnen wollen.


    Die Kinderbetreuung wird zwar kontinuierlich ausgebaut, reicht aber bei weitem nicht aus…

    Rechtsanspruch auf einen OGS Platz? Meine Kolleginnen und ich halten uns die Bäuche vor Lachen ( das wird hier und nrw weit niemals klappen)


    Mir erschließt sich nicht, warum du ausgerechnet Essen ausgesucht hast?? Gibt es in Halle oder Limburg keine Jobs/Wohnungen?


    wie alt sind denn deine Kinder und in welchem Bereich suchst du Arbeit?
    Das JC in Essen wird, je nach Alter deiner Kinder, garantiert darauf drängen, dass du eine auskömmliche Arbeit annimmst.

  • Zunächst einmal : Essen ist ganz sicher nicht hässlich ( CoCo) hat aber, wie jede Großstadt schöne, mittelprächtige und tatsächlich auch miese Viertel.


    Da hast Du sicher Recht und ich wollte Deiner Heimat nicht zu nahe treten. Gerade in der letzten Zeit habe ich viel aus den nicht so schönen Ecken Essens gehört. Die es fürchtungsweise werden würden, wenn das Geld nicht so üppig ist. Und das im Gegensatz zum (nach wie vor?) beschaulichen Limburg...

    Unter anderem eben auch wegen


    Die Kinderbetreuung wird zwar kontinuierlich ausgebaut, reicht aber bei weitem nicht aus…

    Rechtsanspruch auf einen OGS Platz? Meine Kolleginnen und ich halten uns die Bäuche vor Lachen ( das wird hier und nrw weit niemals klappen)

    LG
    CoCo




    Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.
    ~ Elisabeth Beatrice Hall 1906 im Buch "The friends of Voltaire" ~