Hallo ihr Lieben,
Bin 34, alleinerziehend und neu hier đ
Manchmal ist der Austausch mit Gleichgesinnten einfach notwendig... und da dachte ich mir: meldest du dich mal an.
Mein Sohn ist 4 Jahre. Und ich habe mich vor 2 Jahren vom Papa getrennt und letztes Jahr im November die Scheidung eingereicht.
Ich war mit dem Kindsvater 12 Jahre lang in einer festen Beziehung und hatte eigentlich alles was man sich vorstellen kann... kind, haus, Garten... und ein gutes leben. zumindest fĂŒr andere nach auĂen hin. Mein ehemaliger Partner hat schon immer ab und an an psych. Beschwerden gelitten. Ich habe ihn immer unterstĂŒtzt und ihn auch geliebt. Im schweren Stunden war ich fĂŒr ihn da. Hab ihn in Rehas besucht und ja. vlt hab ich einfach zu blauĂ€ugig darauf gesehen. Ich dachte eben wenn man sich liebt unterstĂŒtzt man seinen Partner.
Im Jahr 2020 kam dann unser Sohn auf die welt und das "Gleichgewicht"(was vorher auch kein Gleichgewicht war, er konnte sich auf mich verlassen und ich war eben die starke kippte. plötzlich war eben jmd anderes an 1. Stelle und mein expartner kam mit dieser Umstellung fĂŒr ein anderes Lebewesen zu sorgen nicht zurecht. Er wĂ€lzte jede Verantwortung ab; ging arbeiten und verlangte nach der Arbeit regelrecht seine ruhe. Wir hatten keine UnterstĂŒtzung von der Familie... und ich war mit Baby vollkommen auf mich allein gestellt. Und habe öfters das GesprĂ€ch mit ihm gesucht, dass ich mir etwas Hilfe erhoffte. - Trotz seines Jobs. Leider war die hilfe nur ab und zu vorhanden. Er verschloss sich immer mehr und auch seine Eltern - die zwar nie dazu bereit waren mich zu unterstĂŒtzen- aber stattdessen mir VorwĂŒrfe machten wenn ich mal erziehungstechn. Nicht mit ihnen auf einer WellenlĂ€nge war.
Ich wurde im Beisein meines (noch) Mannes abgewertet und beschimpft. Und er stand da und sagte nichts.
Es kamen noch viel mehr Situationen dazu, die letztendlich dazu fĂŒhrten, dass ich meine Sachen packte und gegangen bin. Sein o Ton war: ich bin nicht derjenige der das Haus verlĂ€sst...
Ich kam mit meiner damaligen 20h Woche bei meinen Eltern im 2 Familien Haus unter und habe ein Jahr gebraucht um mich finanziell wieder so aufzustellen, um die bude einzurichten, um nicht mehr aus umzugskartons zu leben etc. Ich bin mit nichts gegangen auĂer der HĂ€lfte der Sachen meines Sohnes und meiner Sachen. Er hat damals aus dem gemeinsamen Hausstand nichts hergegeben. Und den Unterhalt musste ich via Amtsgericht einklagen.
o ton seiner Eltern: wieso brauchst du Unterhalt? Du verdienst doch so gut!
Wir haben fĂŒr uns entschieden im trennungsjahr miteinander zu kommunizieren wie und was wir Ă€ndern können um evtl. wieder zu uns zu finden. Und es passierte von seiner Seite aus nichts. Stattdessen drĂŒckte er mir letztes Jahr im September wie toll er es fĂ€nde allein in seinem Haus zu leben; sein Kind nur 1 bis 2 mal die woche zu sehen... er schlafen könne wann er will etc. und das er eigentlich schon immer so ein leben fĂŒhren wollte und er jetzt zum 1. Mal so leben kann wie er will.
Ich habe nach dem GesprÀch die Scheidung eingereicht.
Ich war und bin so enttĂ€uscht und auch die letzten gemeinsamen Jahre kommen mir wie ein Traum vor der sich als Albtraum entpuppt. NatĂŒrlich. Ich bin gegangen. Es sind Dinge vorgefallen, die ich hier noch nicht mal im forum erzĂ€hlen will... weils einfach zu persönlich ist. Aber ich wusste dass es finanziell absolut schwierig wird... musste aber zum Schutz einfach gehen.
Ich habe Angst bei der Scheidung in TrĂ€nen auszubrechen wĂ€hrend er lachend dasitzt und sich seines Lebens freut. Es ist fĂŒr mich wirklich schwierig dieses Kapitel zu beenden obwohl ich natĂŒrlich weiĂ, dass es richtig ist.
1 Jahr nach der Trennung habe ich einen neuen Mann kennengelernt, der ebenfalls einen Sohn hatte. Der Typ hat wirklich Gas gegeben um mich zu "catchen". Obwohl ich immer sagte: "lass langsam machen".
ca. nach 5 Monaten hat er sich distanziert (als ich mir dann mehr vorstellen konnte) und wir kamen in eine on off dynamik, die ich dann beendet habe. Zumal er sehr abwertend war und ich mich im nachgang frage ob ich nicht einfach zu unreflektiert auf diesen typ geschaut hab. aber nunja.
Ich hab jetzt natĂŒrlich auch kein Interesse aktuell jmd. Neues kennenzulernen. Ich bin fĂŒr meinen Sohn da und wir genieĂen unsere Zeit zu zweit... Dennoch habe ich aktuell im Hinterkopf ob das was ich die letzten Monate Jahre als Beziehung genannt habe einfach völlig falsch war. Diese rigorose Aufopferung fĂŒr jmd. Ohne mal was zurĂŒckzubekommen... oder auch die letzte dating Erfahrung... einfach den deppen mit sich machen zu lassen... das hat schon alles sehr am selbstwert genagt.
Ich bin einfach traurig ĂŒber mein Leben. Dabei will ich nichts anderes als die Mama zu sein, die mein Kind verdient.
Aber wieder vom vorne anzufangen mit 34... mit kind... das is schon sehr brutal.