Hallo zusammen,
meine Tochter hat es sich den Kopf gesetzt ein Jahr in das Ausland gehen zu wollen.
Ich bin nicht so ganz an Board, da es doch sehr hohe Kosten sind und ich diese lieber in ihre Ausbildung investieren wollen würde. Sie hat nämlich ganz konkrete Vorstellungen in den USA Krankenschwester werden zu wollen bzw. Nurse Practitioner (die quasi als Landarzt tätig werden dürfen - Rezepte ausstellen etc). Es mag sein, dass es sich noch einmal ändert. Die Gehälter sind in den USA wesentlich attraktiver.
So, dementsprechend bin ich von einem teuren High School Jahr NICHT begeistert und habe angeboten mit ihr in die USA zu gehen - ich könnte ggf. meine Stunden für ein Semester reduzieren und würde eine Wohnung in der Nähe einer Freundin suchen, die sich während meiner Abwesenheit kümmert. Das will sie natürlich überhaupt nicht, da sie alleine Erfahrungen sammeln möchte. Irgendwie auch verständlich. Normalerweise könnte ich mich durchsetzen und dieses Thema im Keim ersticken - aber meine Tochter klebt gradezu an mir und das seit 10 Jahren. Es würde ihr sehr gut tun einmal etwas alleine zu erleben. Es ist das erste Mal seit sehr langer Zeit, dass sie konsequent über 12 Monate hinweg sich diesen Traum erfüllen möchte und auch noch ohne mich.
Meine Lösung wäre natürlich vom finanziellen Ansatz schön einfach gewesen.
Wenn nun KV und ich gemeinsam dieses Jahr zahlen, wie würde das denn aussehen können? Hat hier jemand schon einmal solche Erfahrungen gemacht?
Ich schwanke zwischen den folgenden Szenarien: KV zahlt KU weiter aber dieser Betrag geht an die Austauschorganisation. (1) Restbetrag wird zwischen KV und mir nach Einkommen gequotelt. (2) Alternativ zwischen KV, mir und Tochter (Ersparnisse) gedrittelt, oder (3) KV und ich 50:50.
Da Sohnemann ebenfalls anfängt zu studieren (USA), wäre die finanzielle Belastung für mich schon sehr hoch. Der KU wäre für beide Kinder weg und ich unterstütze auf einmal zwei Kinder im Ausland (gleiches Szenario gilt aber auch für den Vater).
Ich frage mich, wie wir das bestmöglich gestalten könnte. Ich präferiere Lösung 1 oder 3. Tochterkind hat Lösung 2 vorgeschlagen. Konfliktfrei mit KV wird es nicht werden. Aber selbst das hat Tochterkind schon alleine (!) angegriffen und sich (zuletzt auch lautstark - zum Erstaunen des Vaters, der kennt das ja sonst nicht) mehrmals beim Vater positioniert. Das wäre für alle anderen Themen normalerweise ein Dealbreaker und sie passt sich sonst immer an. Es ist ihr also wirklich wichtig.
LG Rosie