Da waren sie wieder, meine drei Probleme

  • Ok - dann jetzt mal etwas weniger freundlich - damit Du den Unterschied siehst. Du unterstellst damit Father, dass er hätte wissen müssen, wie diese Frau tickt und dass er deshalb mit ihr keine fünf Kinder hätte bekommen sollen. Das ist absolut unverschämt und übergriffig. Dass Menschen sich entweder lange Zeit verstellen können; dass sich vielleicht eine psychische Sache erst im Laufe der Zeit entwickelt haben kann; dass man die Anfänge vielleicht im Alltagsstress erst mal nicht so wahrgenommen hat - oder ähnliches - das alles findet für Dich wohl nicht statt.


    Und anstatt das mal in Erwägung zu ziehen, greifst Du jetzt mich an. Was war es denn Deiner Meinung nach, wenn es kein -mehr oder weniger verkappter- Vorwurf war? Jaaa - vermutlich war das jetzt von mir wieder reininterpretiert. :rolleyes:

    LG
    CoCo




    Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.
    ~ Elisabeth Beatrice Hall 1906 im Buch "The friends of Voltaire" ~

  • Poah, was ist den los im Moment???


    Die Vergangenheit ist Geschichte, die nicht mehr zu ändern ist. Auch wenn die Narbe manchmal schmerzt. Es bringt nichts zu fragen, warum man wie viele Kinder hat...


    Abgesehen davon finde ich es superklasse, viele Kinder zu haben!


    Manchmal hält man aus unterschiedlichsten Gründungen an Beziehungen, gerade auch an Ehen, fest. Man spürt schon, dass der Partner einem selbst und vllt. auch den Kindern nicht wirklich "gut tut" oder dass es Probleme gibt, trennt sich aber dennoch nicht. Das ist alles vergangen, Geschichte. Viel wichtiger ist die Frage, wie Father seine Kinder stützen kann. Zum Thema Klassenfahrt: ist die Mutter BUT-berechtigt? Bildung und Teilhabe?

  • Willst Du damit sagen, dass es jedem früher hätte auffallen müssen, wie der Expartner tickt?

    Ich würde sogar behaupten, dass es jedem wesentlich früher aufgefallen ist, wie die Expartnerin/der Expartner "tickt".

    Meist hat man es auch schon von anderen gehört oder sogar mit dritten besprochen.

    Nichtsdestowenigertrotz, ändert das nichts an der Zeit, die vergeht zwischen auffallen, Erkenntnis, Akzeptanz, Tat und Entschluss...


    "Man sage nicht das Schwerste sei die Tat, da hilft der Mut, der Augenblick die Regung.

    Das Schwerste dieser Welt ist der Entschluss." (Franz Grillparzer)


    vg von overtherainbow

  • Ich würde sogar behaupten, dass es jedem wesentlich früher aufgefallen ist, wie die Expartnerin/der Expartner "tickt".

    Meist hat man es auch schon von anderen gehört oder sogar mit dritten besprochen.


    Das auf jeden anzuwenden, finde ich wirklich gewagt und nicht richtig. Es mag oft zutreffen, aber es gibt mit Sicherheit auch andere Szenarien.


    Nichtsdestowenigertrotz, ändert das nichts an der Zeit, die vergeht zwischen auffallen, Erkenntnis, Akzeptanz, Tat und Entschluss...


    Das ist sicherlich oft auch richtig.

    LG
    CoCo




    Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.
    ~ Elisabeth Beatrice Hall 1906 im Buch "The friends of Voltaire" ~

  • Weißt Du da auch, dass sich das früher geäußert hat?

    Nee, ist schon okay. Die Frage habe ich früher häufiger gehört oder direkt den Vorwurf, das ich wohl sch...gesteuert sei.

    Ich sollte mich mal unbedingt vasektomieren lassen.

    So unberechtigt ist die Frage gar nicht aus rein moralischen Aspekten. Aus anderen ist sie das nicht oder einfach schlicht privat. Tatsache ist, das es auch an mir liegt, also nicht rein anatomisch sondern auch willentlich. Das liegt zum Teil in meiner Persönlichkeit begründet, die früher anders konditioniert war als heute. Und da sieht man viele Dinge nicht oder will sie nicht sehen. Mein Vater, zu dem ich zeitweise ein sehr schwieriges Verhältnis hatte, meinte zu mir, als ich noch nicht mal Kinder mit der Ex hatte: "Diese Frau ist nicht ehrlich und die bringt dich ins Armenhaus." Das führte dann zu einem Riesenstreit und einem zeitweisen Kontaktabbruch mit meinem Vater. Aber Fakt ist, das er in beiden Punkten Recht behalten hat, was ich mir damals einfach nicht vorstellen konnte und wollte. Meine Eltern sind geschieden und ich wollte es immer besser machen und selbst keine zerrüttete Familie haben. Es würde zu weit führen, das jetzt alles im Detail auszubreiten und zu beleuchten.

    Tatsache ist, das die Kinder jetzt nun einmal da sind und das moralische Dilemma sich nicht in der Vergangenheit beheben lässt.

    Ahorn171 : Tatsächlich hält sich meine Ex für die weltbeste Mutter.

  • Niemand kann rational entscheiden, wenn er/sie/es emotional involviert ist. Zu einem Entschluss zu kommen, setzt eine (gedankliche) Entwicklung voraus, die mit kleinen Impulsen beginnt.

    „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe." (1. Korinther 16,14) - Jahreslosung 2024


    „Mach‘s wie Gott - werde Mensch.“ (Franz Kamphaus)

  • overtherainbow und Franziska, da muss ich einfach widersprechen. Man kann nicht alles vorher„sehen“ Es gibt Dinge oder Ereignisse im Leben eines Menschen, die einen Menschen auch verändern können. Davor ist keiner gefeit.
    Und manchmal passieren Entwicklungen auch so schleichend, dass nicht mal der Betroffene mitbekommt, in was er hineinschlittert.
    Ändert natürlich nichts an der Situation jetzt. Und hilft auch nicht bei der Lösung.


    F4tH3R F16URE

    Zum Glück sind die drei schon älter. Und sie können eigene Entscheidungen treffen. Zu dir ziehen ist wahrscheinlich keine Option, oder? Du könntest dich auch mal mit den dreien (vielleicht auch mit allen) hinsetzen und mit ihnen zusammen überlegen, was ihnen helfen könnte. Auf alle Fälle ist wichtig, dass du mit der Schule Kontakt aufgenommen hast und mit eingebunden wirst. Wichtig für das Sicherheitsgefühl ist bestimmt auch, dass sie im Notfall jeder Zeit an den WE zu dir kommen können, wenn ihre Mutter wieder andere Wege geht.


    Ich denke außerdem, es ist wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass die Mutter nicht anders kann, sie aber trotzdem liebt. Und dass du da bist, um aufzufangen und zu unterstützen ( also deine Kinder) So wie du es schilderst, hat sie wahrscheinlich Probleme mit dem Selbstwert, und diesen aufzubauen und zu halten, hat oberste Priorität für sie. Weil überlebenswichtig. Könnte zumindest so sein.


  • Ich glaube schon das die Kids aus dieser Co-Abhängigkeit rauskommen, mit Hilfe von ihrem Dad.

    Das erste Schwierige haben sie nämlich schon verstanden: Das die Mutter das Problem ist/hat und nicht sie selbst.

    Was sie noch verstehen müssen ist oder schon haben ist, das sich die Mutter nicht ändern wird, sie wird niemals Einsicht zeigen und zu einer liebenden Mutter werden oder gar Anerkennung zeigen.


    Hat man das verstanden, erkennt man das man als erwachsenes Kind nicht mehr hilflos ist. Die Mutter ist nämlich auch von den Kindern abhängig. Indem sie die Kids klein hält, macht sie sich groß. Das muss man durchbrechen und ihr das nicht mehr gestatten.

    Das Beispiel mit der Küche: Das Verhalten der Mutter ist einfach lächerlich. Nicht zur Arbeit zu gehen um 4 Stunden lang eine eh saubere Küche zu putzen?!

    Als Co-Abhängiges Kind fühlt man sich jedoch schuldig und gibt der Mutter dadurch Bestätigung.


    Lange Rede kurzer Sinn: Die schnellste und einfachste Lösung wäre der Auszug weg von der Mutter. Irgendwann wird das eh passieren und für die Halbschwester werden sich auch Lösungen finden lassen.

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Mich erinnert das sehr stark an meine Kindheit.

    F4tH3R F16URE, du kannst gerne mal selber googlen:

    Narzissmus: außen hui - innen pfui.


    oder hier ein bißchen weiter nach unten scrollen bei:

    "Die Familie, in die wir hineingeboren werden, ist unsere ganze Welt....."


    https://leben-lieben-lassen.de…ien-narzisstische-eltern/


    Da müsste dir einiges bekannt vorkommen ...oder deinen Kindern.


    Macht die Mutter eigentlich Unterschiede zwischen den Kindern ?


    Ich wäre froh gewesen, mich hätte damals jemand da raus geholt....Problem ist auch, dass man sich diese Konstellation dann auch in seine Partnerschaften holt, wenn man das Ganze nicht erkannt hat.....vielleicht gibt es ja auch Bücher, die das Kindgerecht erklären oder für Jugendliche erklären, dass nicht sie Schuld sind, wie es zuhause abläuft, sondern, dass die Mutter eine psychische Störung hat...


    Ach ja, ein Narzisst geht nicht zum Arzt und lässt sich diagnostizieren auf Narizssmus, es sei denn er findet irgendwann heraus, dass was falsch läuft....aber diese Erkenntnis haben glaube ich, nicht viele.


    Mir hat damals geholfen, zu erkennen, ich bin nicht alleine, es geht vielen anderen so, die in dysfunktionalen narzisstischen Familien hineingeboren wurden und dort aufwuchsen. Darüber sprechen, erkennen, der andere ist Narzisst, der tickt so und so und wenn ich dem keine Energie mehr gebe oder ignoriere, dann lässt das irgendwann mal nach.....allerdings kommt man um eine erstmal radikale Trennung nicht drum rum., um sich selber zu schützen. Denn wenn der Narzisst merkt, die Felle schwimmen davon, wird er seinen ganzen Charme wieder spielen lassen, seine Flying Monkeys auf dich oder die Kids ansetzen, die sie wieder versuchen einzulullen, dass doch alles gar nicht so schlimm war oder irgendwas erfinden, damit ihr wieder zurück kommt - zurück ins Netz....oder aber er wird bösartig und versucht damit einen Keil zwischen dich und deine Kinder zu treiben......Energie, er braucht Energie......und das Beste was man wirklich machen kann, ist ihn zu ignorieren, keine Antwort, kein Blick, Brief, Reaktion etc...

    Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst.........

    Was mache ich im Nebenzimmer ? (unbekannt)

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    G e l a s s e n h e i t .....................#atmen....

    2 Mal editiert, zuletzt von Otterson ()

  • ja, unaufällig war es sicher nicht

    Für die Menschen außerhalb von dir, mag es ncht unauffällig sein.

    Wenn man die rosarote Brille aufhat, dann können die anderen dir ein Ohr abquatschen....sie werden nicht durchkommen.


    Des weiteren ein Narzisst in der Partnerschaft ist so manipulativ, dass er all diejenigen, die ihm evtl in die Quere kommen an den Rand schiebt und er lösst sich immer irgendwas einfallen, damit du keinen Kontakt zu ihnen hast - er manipuliert und trickst ...und er brainwasht dich, dass du nichts wert bist, dass dein Bauchgefühl falsch ist, dass er der einzig wahre Mensch für dich ist, dass dich sonst kein anderer Mensch haben will oder lieben wird so wie du bist, denn, du bist ein nichts und erst duch ihn bis du wer......

    Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst.........

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  • Glückwunsch an all diejenigen, die es geschafft haben, aus solchen Beziehungskonstrukten raus zu kommen.


    Ich bin mir allerdings sehr sicher, wenn man nicht in so einem narzisstischen Konstrukt aufgewachsen wäre, dann hätte man solche "Menschen" nicht angezogen.

    Narzissten mögen keine Menschen, die selbstbewusst sind und sich nichts gefallen lassen, die ihre Prinzipien haben und auch diesen treu bleiben. Denn er wird immer versuchen, dass du diesen nachgibst und wenn er sieht, dass du das tust, bist du verloren......


    Also sich selber treu bleiben, Rückgrat haben, Selbstbewusst sein, Selbstwert haben, sich lieben.....Das ist etwas, in dem du deine Kinder stärken solltest

    @F4tH3R F16URE


    Sie haben ein Recht darauf, sich zu wehren !

    Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst.........

    Was mache ich im Nebenzimmer ? (unbekannt)

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  • Es wäre schön. Ich habe es jedoch kennen gelernt, dass es bei einer einigermaßen sozialverträglich agierenden Trennungsfamilie auch ganz anders ablaufen kann. Nicht ganz glasklare Co-Abhängigkeiten (die Erwachsene mühsam nach einiger Zeit herausfiltern), werden oft von pubertierenden Teenagern nicht erkannt, geschweige denn eindeutig benannt, definiert, vor allem verinnerlicht. Was jedoch passiert, ist der Ablöseprozess von den Eltern, die "grundsätzlich und sowieso" schuld an allem sind. Eltern sind für Teenager immer "das Problem". Da jetzt auf die besondere Erkenntnis zu hoffen, die Kids hätten es endlich geblickt, was man als anderer Elternteil ja schon ein bisschen länger weiß, kann zu frustrierenden Ergebnissen führen. Während heute sich die Kids mit fliegenden Fahnen auf die Seite des Vaters schlagen, kann es mittelfristig genau andersherum sein und die Kids feiern die Mutter ab und zerreißen den Vater in der Luft. Weil es ihnen einen kurzfristigen Vorteil bringt. In dem Alter sind ein hoher Prozentsatz an Teenagern sehr auf den eigenen Bauchnabel fixiert und nicht an größeren Zusammenhängen interessiert.

    Und was Teenager oft erst im Erwachsenenalter lernen: Komplexe Zusammenhänge wahrzunehmen und die Erkenntnis, dass es trotz vermutlich ganz eindeutiger Argumente auch andere Weltsichten gibt, die man irgendwie gegeneinander abwägen sollte. (Man betrachte die frühe Fridays-for-future-Bewegung und deren Fixierung auf das eine ursächliche Weltproblem. Und mir fallen da ganze viele Weltsichten Erwachsener ein ...)


    Will sagen: In der elterlichen Auseinandersetzung ist die Stellung/Positionierung der Teenager nichts, worauf ich substantiell bauen sollte. Weder auf die persönliche Liebe zu mir noch auf die Teenagererkenntnis, auf Teenagervernunft. Das ist so wechselhaft und veränderbar wie das diesjährige Sommerwetter. Und Absprachen, Planungen, Zusagen sind so gesichert wie Versprechungen von Donald Trump ... Am nächsten Tag gibt es eine ganz andere Weltsicht, die genauso selbstsicher behauptet und vertreten wird. Voller Überzeugung ...


    Das kann heißen: Steigt man in so einer Situation wie der beschriebenen voll in der Ring, wirft sich in den Kampf für seine Kids, investiert, verändert die eigene Lebenssituation - können die Teenager einen eiskalt im Regen stehen lassen und machen auf einmal ihr eigenes Ding und ganz anders, als vorher besprochen und vereinbart. Und überhäufen einen mit Vorwürfen.


    Mit Pubertierenden unterwegs zu sein, heißt: kleine Schritte. Sie unterstützen. Aber nicht voran gehen.

    Ich hatte längst beruflich "mein Ding gemacht", war in Leitungsverantwortung in Beruf und Ehrenamt, bevor es mir gelungen ist, das Verhältnis zu meinem Eltern vom Kinderverhältnis und den Kindervorstellungen, von Extremen in die eine oder andere Richtung abzulösen und auf ein "objektives" Verhältnis zu setzen, Stärken wie Schwächen zu sehen, ohne das eine gegen das andere auszuspielen.


    Darum, genau darum bin ich um den Thread so lange drumherum gewandert. Weil es so verflixt wenig Lösungsansätze gibt. Weil ich als Elternteil immer der Verlierer bin. Entweder helfe ich den Kids, den einen Elternteil zu demontieren. Oder ich lasse sie allein. Entweder mache ich sie abhängig von meinem Tun als demjenigen, der vor seinen Kids herzieht in den Kampf. Oder ich schicke sie allein in den Kampf mit ein paar warmen Worten. - Alles Mist. Alles verfahrene Situation. Letztlich von mir nicht auflösbar. Was ich mache, wird teilweise falsch sein. So ungefähr das schlimmste, was kopfgesteuerten, gern planenden Männern passieren kann.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Was Volleybap da schreibt, kenne ich gut aus eigener Anschauung. Schließlich bin ich selbst mit 15 Jahren von
    meiner Mutter zu meinem Vater umgezogen. Nach einem Jahr wollte ich da wieder weg. Während es bei meiner

    Mutter quasi keine Regeln gab, gab es bei Vati und seiner neuen Frau ganz schön viele davon.
    Ich kann auch erkennen, das einige Berichte der Kinder schöngefärbt und sie selbst keine "Engel" sind.
    Bei dem Alter gibt es auch viel Opportunismus und ich wäre nicht ehrlich, wenn ich behaupten würde, ich
    hätte da nicht auch mal in diesem Alter Situationen zu meinem Vorteil hingebogen.
    Als Vater wusste ich schon vor 12 Jahren, das mir von den Kindern keines später mal auf die Schulter klopft, weil ich immer

    pünktlich meinen Unterhalt bezahlt habe.

  • Dann ist die Frage, wie man selbst als Elternteil damit umgeht, ohne dass einen die Wechsel in den Sichten und Handlungen der eigenen Kinder zu sehr angreifen.


    Zitat

    Während heute sich die Kids mit fliegenden Fahnen auf die Seite des Vaters schlagen, kann es mittelfristig genau andersherum sein und die Kids feiern die Mutter ab und zerreißen den Vater in der Luft. Weil es ihnen einen kurzfristigen Vorteil bringt. In dem Alter sind ein hoher Prozentsatz an Teenagern sehr auf den eigenen Bauchnabel fixiert und nicht an größeren Zusammenhängen interessiert.

    Dieses „heute so, morgen ganz anders “ habe ich bei meinen eigenen Kindern eher weniger erlebt. Ich bin sowas von dankbar dafür! Denn: rational betrachtet weiß man von den Dingen, die in der Pubertät im Körper und auch im Gehirn passieren. Ein anderer Aspekt ist jedoch, dass man auch emotional beteiligt ist. Man ist „Mama“ oder „Papa“ , hat vermutlich einiges mit den Kindern erlebt, man hat sie lieb, man will sie möglichst gut und mit möglichst wenig „Blessuren“ durch diese Entwicklungsphase begleiten. Wenn das nicht immer so klappt, wie man es sich wünscht, beschäftigt das einen und tut auch emotional weh. Es ist schwierig genug, wenn man sich mit dem anderen Elternteil einig ist, wenn beide Eltern einvernehmlich agieren. Wenn dann aber ein Elternteil zusätzlich noch gegen das andere agiert, wird es noch mal eine Stufe herausfordernder.


    Im Prinzip fällt mir nur ein, dass man sich selbst die Situation als Ganzes vor Augen halten kann - sich selbst aber auch nicht aus dem Blick verlieren darf. Was ist Fakt, wo steht man selbst, was kann (und was möchte) man tun, was sind (kleinschrittige) Ziele, wie kann man sich (auch mal…) abgrenzen?

  • Dieses „heute so, morgen ganz anders “ habe ich bei meinen eigenen Kindern eher weniger erlebt. Ich bin sowas von dankbar dafür

    Dito.

    LG
    CoCo




    Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.
    ~ Elisabeth Beatrice Hall 1906 im Buch "The friends of Voltaire" ~

  • Am Sonntag saßen alle meine fünf Kinder und deren Lebensgefährten in meiner Küche.
    Wir haben uns zusammengefunden, um eine mögliche Lösung aus der Misere im Haushalt der

    Mutter zu finden. Die Zustände werden immer bedenklicher, belastender und bedrückender.

    Für die jüngsten drei, die noch bei der Mutter leben, keine gute Situation.

    Die Details lasse ich jetzt mal aus, kann ich auch mit gutem Gewissen, denn das Jugendamt

    wird uns nicht helfen. Nach Rücksprache mit der Beratung bei Trennung und Scheidung

    ist da nix zu machen, weil nach Einschätzung meiner Schilderung dort sich die Mutter sich

    auch nicht helfen lassen würde. Gegen den Willen der Mutter geht's halt nicht.

    Falls die Kinder sich dann selber beim Jugendamt melden würden im Sinne von:

    "Holt mich hier ab, ich will hier nicht mehr wohnen.", wäre Inobhutnahme oder Wohnsitzwechsel

    zum Vater denkbar.
    Ein Vorschlag war noch, unseren jüngsten Sohn in Form einer therapeutischen Begleitung zu

    Gesprächen beim Jugendamt einzuladen, dabei die Mutter hinzuzunehmen und dann ganz behutsam mal
    die Zustände dort zu hinterfragen, als die Mutter direkt mit den gegenwärtigen Missständen zu konfrontieren.

    Nach meiner Einschätzung wäre das ein Himmelfahrtskommando

    für den Sohn. Alles Mist, ich weiß. Wir treffen uns in Kürze wieder und sprechen über die nächsten

    Schritte.

  • Die viel Kraft, das durchzustehen und: Weise Entscheidungen!

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.