Was tun wenn Elterngeld zu Ende ist

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  • Hallo ihr Lieben,


    Ich bin derzeit in der 35 ssw und werde Alleinerziehend sein. Da mein Arbeitsvertrag bis zum 30.06 befristet war, bin ich derzeit arbeitslos. Damit ich genug Geld habe um alles bezahlen zu können (Miete, Fixkosten usw.) werde ich nur 14 Monate Elterngeld beziehen aber wollte 2 Jahre Elternzeit nehmen. Jetzt meine Frage, was kann ich nach den 14 Monaten Elterngeld beantragen? Bei ALG 1 muss man ja wirklich sich um Arbeit kümmern, sonst bekommt man seine Leistungen gesperrt. Da unser Kindergarten aber erst Kinder ab 2 Jahre nimmt und ich ehrlich gesagt, meine kleine auch nicht mit 14 Monaten schon in den Kindergarten geben möchte, kann ich nicht schon arbeiten gehen. Ich habe noch nie ALG 1 oder ALG 2 bezogen aber ich weiß auch, dass man nach Elterngeld kein Hartz IV beantragen kann. Ich habe einfach Angst, dass ich meine Miete nach dem Elterngeld nicht mehr zahlen kann ...😕

  • Zuerst einmal steht der Kindsvater im Senkel mit Kindesunterhalt und ggfls. mit Erziehungsgeld.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • aber ich weiß auch, dass man nach Elterngeld kein Hartz IV beantragen kann

    Das kann man schon, hier wird das noch mal kurz erklärt

    https://www.daselterngeld.de/e…s-elterngeld-angerechnet/


    Es ist vielleicht gut, wenn du dir das noch mal von einer Beratungsstelle erklären lässt, welche Anträge wann stellen, und welche Gelder zu erwarten sind. Man verliert den Überblick. Aber wenn deine Wohnung nicht gerade wahnwitzig teuer ist, wirst du deine Miete zahlen können.

  • Meine Erfahrungen sind zwar schon etwas älter (Kind ist 9 Jahre), aber wäre es denn nicht eher sinnvoller das Elterngeld auf 2 Jahre zu nehmen und die entsprechenden ALG2 Leistungen/ Wohngeld zu beziehen?

    Ich habe selbst nur 14 Monate Elterngeld bezogen und dazu noch ergänzende Leistungen.

    Der Vorteil wäre, dass der Anteil des Elterngeldes, welches aus Arbeitsentgelt berechnet wurde, bei den Sozialleistungen grundsätzlich nicht anrechenbar ist und der Fall von Elterngeld zu Sozialleistungen nicht allzu groß ist.

  • ich weiß, es ist etwas unpolulär aber Elternzeit muss man sich leisten können.

    Und wenn man das nicht kann, muss man eben arbeiten gehen.

    WAs du vorhast ist, den Steuerzahler dafür arbeiten zu lassen um zuhause zu bleiben.

    ZUmal das Argument mit dem Kindergarten nur ein vorgeschobenes istm du hast einen Ansprich auf einen Platz in angemessener Entfernung (natürlich nicht auf einen bestimmten Kindergarten)


    WW

    wenn meine Meinung deine sein müsste hieße sie "Deinung"

  • Ich würde dir ebenfalls raten direkt zwei Jahre Elterngeld zu nehmen und evtl mit Wohngeld aufzustocken. Zu beachten ist noch, dass der Kindergarten u.U. eine Eingewöhnung vorsieht, in der dein Kind nicht voll betreut, sodass du diese Zeit auch noch überbrücken musst.


    Und lass dir kein schlechtes Gewissen einreden. Der Steuerzahler zahlt viel Mist, da wird eine Zuzahlung für eine alleinerziehende Mutter noch zu den sinnvolleren Dingen gehören. :)

  • und als allererstes mußt du klären wieviel Kindes- und Betreuungsunterhalt du bekommst.


    Dann hast du

    - Elterngeld (ich würde in diesem Fall auch die 2 Jahare Variante nehmen)

    - Kindergeld 219 Euro

    - Kindesunterhalt oder UVG mind. 177 Euro

    - Betreuungsunterhalt

    - Wohngeld oder ergänzendes ALG II


    das dumme ist nur das man für Bescheid B Bescheid A und D braucht - weißt du was ich meine ?

    Deshalb Kindegeld Antrag und Elterngeld soweit schon vor der Geburt fertig machen und mit Briefmarke hinlegen und

    auch für Kindesunterhalt bei der Beistandschaft soweit alles vorbereiten lassen. An der Höhe des Kindesunterhalts kannst du dann absehen

    ob er überhaupt für Betreuungsunterhalt noch leistungsfähig ist.

  • Nunja ich würde ja gerne arbeiten gehen, ich war bis jetzt schon immer arbeiten und hab nie Geld vom Amt bezogen. Allerdings ist es hier auf dem Dorf etwas schwierig wegen Kindergarten und ich bin Alleinerziehend. Der Kindergarten hier im Dorf nimmt leider erst Kinder ab 2 Jahre. Ich hab niemanden wo ich sagen kann, es könnt mal jemand aufpassen.

  • Ich würde dir ebenfalls raten direkt zwei Jahre Elterngeld zu nehmen und evtl mit Wohngeld aufzustocken.

    Kann ich auf dem Antrag dann einfach die 24 Monate ankreuzen? Da ja irgendwie nur 14 Monate vorgegeben sind. Den Wohngeldantrag hab ich tatsächlich auch schon Zuhause liegen.


    Ach ich lass solche Leute einfach reden. Ich hab selbst schon immer Steuern bezahlt. Möchte halt gerne 2 Jahre mit meinem Kind verbringen und danach natürlich wieder normal arbeiten gehen.

  • ja, ich verstehe das (ich war ebenfalls alleinerziehend mit 3 Kindern (jetzt noch mit 2 Kindern).

    Aber du hast einen rechtlichen Ansproch auf eine Betreuung ab dem 1. Geburtstag, wie die Stadt/der Landkreis das organisiert ist deren Problem.


    Steig denen aufs Dach, droh denen mit Klage, wenn die sich nicht rühren.


    WW

    wenn meine Meinung deine sein müsste hieße sie "Deinung"

  • Werd jetzt bestimmt dafür verurteilt aber ich möchte mein Kind ehrlich gesagt, nicht schon mit einem Jahr hergeben. Ich denke an 2 Jahren Elternzeit ist nichts verwerfliches daran.

  • Kann ich auf dem Antrag dann einfach die 24 Monate ankreuzen? Da ja irgendwie nur 14 Monate vorgegeben sind. Den Wohngeldantrag hab ich tatsächlich auch schon Zuhause liegen.


    Ach ich lass solche Leute einfach reden. Ich hab selbst schon immer Steuern bezahlt. Möchte halt gerne 2 Jahre mit meinem Kind verbringen und danach natürlich wieder normal arbeiten gehen.

    Das mit 24 Monaten heißt Elterngeld Plus. Die 14 Monaten sund doch nur, wenn der Partner zusätzlich 2 Monate zum "normalen" Elterngeld nehmen möchte.


    Das Leute reden, wirst du immer haben. Die einen kritisieren, dass du arbeiten gehst anstatt für den ganzen Kindergarten Krümelmonstermuffins zu backen, die anderen, dass du aus dem Kreißsaal nach Hause statt zur Arbeitsstelle fährst. Jeder hat so seinen Lebensentwurf, der natürlich der einzig wahre richtige ist und alles was davon abweicht muss dann natürlich falsch sein.

  • es geht nicht um Wollen, es geht um leisten können.

    Was leistet sie sich denn? Dein Argument, sie würde sich vom Steuerzahler die Elternzeit finanzieren, ist nichtig. Denn wenn du in Betracht ziehst, was ein Kita-Platz den Steuerzahler kostet.. da sind die 400€ die sie an Wohngeld erhält, nichts dagegen.


    Also, hier geht es nicht ums Geld sondern um deine Vorstellungen davon, wie ein Mensch zu leben hat. Hatten wir ja schon im Themenstrang zum 9€ Ticket kennengelernt.

  • es geht nicht um Wollen, es geht um leisten können.

    Ich weiß gar nicht, wieso ich hier überhaupt diskutiere. Wenn man die Möglichkeit hat, dass der Staat einem hilft über die Runden zu kommen (als Überbrückung, für noch nichtmal 1 Jahr) dann kann man das gerne nutzen. Ich möchte nicht, die wertvolle Zeit mit meinem Kind verpassen. Ich bleib nicht ewig Zuhause sondern einfach nur, die 2 Jahre Elternzeit.

  • Naja - der Staat sind nun einmal wir und wenn ich meine Abzüge jeden Monat auf meinem Lohnzettel sehe, dann schüttel ich, wie viele andere hier, den Kopf🤷🏼‍♀️


    Du könntest nach einer Tagesmutter schauen, in Teilzeit arbeiten usw - Möglichkeiten gibt es genug. Aber ja, man muss es auch wollen.

    Ein weiterer Punkt: du hast keine große Lücke und kannst einfacher einsteigen ins Berufsleben. Je nachdem was du machst, könnte es nach einer längeren Pause schwieriger werden.

  • Naja - der Staat sind nun einmal wir und wenn ich meine Abzüge jeden Monat auf meinem Lohnzettel sehe, dann schüttel ich, wie viele andere hier, den Kopf🤷🏼‍♀️

    Ich hab ebenso all die Jahre Steuern bezahlt und musste auch schlucken, wenn ich mein Lohnzettel gesehen habe. Ich möchte und werde, mein Kind nicht mit einem Jahr abgeben. Sie hat sowieso nur mich, dann will wenigstens ich für sie da sein. Es geht hier lediglich um 10 Monate Überbrückung. Wenn sie in den Kindergarten geht, geh ich wieder Vollzeit arbeiten! Ich werd hier dargestellt als würde ich, nicht arbeiten wollen und euch das Geld aus der Tasche ziehen.

  • Warum Fallen bei solchen Themen eigentlich immer Frauen über Frauen her? Die TE erzwingt sich ihr Elterngeld oder irgendwelche Leistungen ja nicht mit vorgehaltener Maschinenpistole sondern sucht nach Lösungen. Und auch, wenn es nicht jeder/jedem vergönnt war/ist, 2 Jahre mit einem Kleinkind daheim zu bleiben ist ja nun nicht die Welt.

  • Dich vllt. Ein wenig solidarisch oder unterstützend und lösungsorientiert zeigen?
    Abzüge hab ich auch, obwohl es zu meiner Zeit diese ganzen staatlichen Unterstützungen noch gar nicht gab. Soll ich jetzt auf die TE drauf hauen? Und macht mich ihr Ansinnen wirklich ärmer?