Wieder mit dem Papa zusammenziehen

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
Liebe Forenmitglieder,

das allein-erziehend.net Team wünscht Ihnen / Euch ruhige, besinnliche Feiertage,
ein ruhiges schönes Weihnachtsfest im Kreise Eurer Lieben (Family & Friends).

Für das neue Jahr wünschen wir allen viel Kraft und Durchhaltevermögen unter der nicht gerade einfachen Zeit für alle.
Seid füreinander da, gebt auf Euch acht, aber allen voran bleibt gesund!

Herzlichst Euer AE-Team
  • Guten Abend zusammen,


    ich habe mal eine Frage an die, die vielleicht damit Erfahrung gesammelt haben. Mir geht es hier nicht darum, all die Dinge aufzuzählen, die dagegen sprechen, sondern lediglich um Erfahrungswerte.


    Ich bin seit nunmehr drei Jahren vom Kindsvater getrennt, wir praktizieren das Wechselmodell und das klappt eigentlich ziemlich gut. Unsere Kinder sind mittlerweile fünf und acht Jahre alt, haben den Hauptwohnsitz bei mir und besuchen bzw. werden nächstes Jahr beide die Schule besuchen, die ganz bei mir in der Nähe liegt.


    Der Papa wohnt noch im Haus, welches uns beiden gehört. Wir haben uns in den letzten Monaten angenähert, können wieder gut miteinander kommunizieren und planen für den nächsten Sommer auch einen gemeinsamen Urlaub mit den Kindern.


    Für uns steht natürlich beide außer Frage, dass aus uns kein Paar mehr wird,man hat sich nicht ohne Grund getrennt, also diesen Hintergedanken gibt es jetzt weder auf seiner noch auf meiner Seite. Wir haben aber überlegt, ob wir nicht das gemeinsame Haus zu einem Zweifamilienhaus umbauen, das wäre möglich, und dort sozusagen Tür an Tür wohnen.


    Es wäre aus vielen Gründen praktisch , für die Kinder wäre es natürlich ohne Frage toll, es sind kürzere Arbeitswege, über den Mehrwert von Haus und großem Garten brauchen wir denke ich nicht reden.


    In Not Situationen wäre der andere gleich nebenan, Absprachen wären einfacher, und die Kinder könnten natürlich wählen bei wem sie sein möchten. Natürlich steht auch außer Frage, dass wir diese persönlichen Freiheiten die man derzeit hat, absolut einschränken müsste.


    Also Abend ruhig auf Sofa ist da natürlich nicht immer möglich, weil ich ja schlecht zu den Kindern sagen kann, nein sorry heute ist Papa Tag heute bringt euch Papa ins Bett. Da würden wir aber flexibel sein und uns den Bedürfnissen der Kinder anpassen.


    Die festen Tage die wir bisher Kinder frei haben, würden wir so lösen dass wir in diesen Tagen z.b. Hobbys nachgehen können, Freunde treffen und so weiter, und wenn wir zu Hause sind uns eben darauf einstellen müssen, die Kinder gemeinsam zu betreuen je nach Bedarf sozusagen.


    Hat jemand von euch schon Erfahrungen gemacht und ist mit seinem Ex Partner wieder zusammengezogen? Für mich persönlich wäre es auch kein Problem wenn mein Ex-Partner eine Freundin hat, und da wäre ich nicht eifersüchtig oder so. Da ich selber derzeit überhaupt nicht Bedarf nach einer Beziehung habe, würde sich da auch nicht das Problem auf meiner Seite stellen. Abgesehen davon würde ich mit offenen Karten spielen sollte ich noch mal jemanden kennenlernen. Der muss das dann eben akzeptieren.


    Wie gesagt, vielleicht hat sich ja jemand für diese Art zu wohnen entschieden, und zeigt mir vielleicht auch noch mal Dinge auf, die ich überhaupt nicht bedacht habe.


    Finanziell könnte es so laufen, dass wir nach wie vor beide im Grundbuch stehen, dass nicht der eine den anderen einfach so rauswerfen kann. Wir zahlen dann wie wir es mal gemacht haben, unseren Anteil auf das gemeinsame Konto um den Kredit zu bedienen.


    Die noch nötigen Investitionen würden wir dann auch teilen. Jeder hat dann seine abgetrennte Wohnung, führt seinen eigenen Haushalt und wir teilen eben auch die Nebenkosten.


    Also diese Dinge würde ich natürlich schriftlich fixieren, damit es nicht über Kleinigkeiten Streit gibt.


    Wenn die Kinder dann alt genug sind und ausziehen, kann man ja immer noch mal die Karten neu mischen und überlegen, ob man das Haus behält, oder nur einer von uns, ob alles verkauft wird, und wir als Eltern uns jeweils eine Wohnung suchen.


    Wie gesagt, nichts ist in Stein gemeißelt, und es bedarf sicherlich noch einiger Gespräche, um alle Szenarien mal durchzusprechen.


    Ich danke euch schonmal für euren Input und wünsche noch einen schönen Abend.


    LG Susi

  • Für mich wäre das niemals nie eine Möglichkeit gewesen.


    Ich habe das aber zweimal im Umfeld erlebt.

    Das war einmal die Wiederholung des größten Fehlers, den das Paar jemals gemacht hat.

    Das andere Mal war es eine richtig gute Entscheidung.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • In unserem kleinen Dorf gibt es sogar zwei Familien die das erfolgreich praktizieren, beide schon über längere Zeiträume und in beiden Fällen gibt es auch neue Partner.


    Wenn es zwischen Euch Eltern passt, aus meiner Sicht eine tolle Lösung.

  • Ich kenne das aus dem entfernten Umfeld. Die Kids haben quasi die Möglichkeit zu entscheiden welche Zimmertür sie öffnen, die Kinderzimmer öffnen sich in beide Wohnungen. Als Vorteil wurde auch die Flexibilität der Betreuung gesehen. Beide haben neue Partner. Die Fahrten zu den kinderterminen werden wöchentlich gewechselt. Klappt wohl gut.


    Ich kann es mir nicht vorstellen. Aber das ist absolut individuell!

  • Ich kenne auch ein Paar (genauer ex-Paar), das in einem Wechselmodell in einem Haus lebt, in räumlich getrennten Bereichen. Die Kinder bleiben in ihren Zimmern, zusammen mit einem Familienwohnzimmer. Also der Flur hat quasi zwei Enden, und eine Woche ist die eine Tür auf und in der anderen Woche die andere Tür.


    Da funktioniert es ziemlich gut, die Kinder sind schon etwas älter als eure.

    Liebe Grüße
    Die Elefantendame


    Umwege erweitern die Ortskenntnis